Claudio Casula / 19.07.2016 / 10:04 / Foto: Olaf Kosinsky / 10 / Seite ausdrucken

Frau Özoguz und ihre Brüder

Breaking News: Aydan Özoguz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat herausgefunden, wer radikalen Islamisten die Gotteskrieger in die Arme treibt: Der Übeltäter ist, man musste es befürchten, die brandgefährliche Alternative für Deutschland.

"Der Rechtspopulismus, wie ihn die AfD verkörpert, macht es für Salafisten leichter, ein Feindbild zu konstruieren, nach dem Motto: Wir müssen uns wehren", weiß Frau Özoguz zu berichten. Das werden ihre Brüder Gürhan und Yavuz bestätigen können. Deren wehrhaftes islamistisches Internetportal „Muslim-Markt“ wird angeblich vom Verfassungsschutz beobachtet, obwohl, wie die beiden frommen Männer schon vor zwölf Jahren bekräftigten, „eine wirkliche Verfassung nur der Gottesstaat allein“ haben kann – ein Skandal ersten Ranges also.

Jedenfalls wird nun einiges klarer. Als Hasan al-Banna im Jahre 1928 die Muslimbruderschaft gründete, tat er das nicht etwa, wie er vorgab, um westliche Dekadenz zu bekämpfen. Auch seine „Nieder mit den Juden“-Kampagne zehn Jahre später muss im Licht der neuen Erkenntnis als Ausdruck jugendlichen Übermuts gewertet werden. Vielmehr ahnte der weise Mann schon damals, dass im Februar 2013 die Alternative für Deutschland ihr hässliches Haupt erheben würde. Ein Feindbild konstruieren die radikalen Islamisten ja erst jetzt, als Reaktion auf „Angriffe auf Moscheen und Flüchtlingsheime“. Vorher war alles in Ordnung.

Die bahnbrechende Erklärung der Sozialdemokratin Özoguz kann nur eine Konsequenz haben: Die Geschichte des Islamismus muss umgeschrieben werden! Al-Banna, Mohammed Atta und Tausende muslimischer Männer, die wir in unserer Verblendung für religiöse Fanatiker hielten, haben sich gewissermaßen präventiv gegen Frauke Petry und Jörg Meuthen zur Wehr gesetzt, und das weltweit. Nur eingefleischte Rechtspopulisten und islamophobe Fremdenhasser können auf die fünf Leitsätze al-Bannas („Gott ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unsere Verfassung. Der Dschihad ist unser Weg. Der Tod für Gott ist unser nobelster Wunsch.“) verweisen und in hetzerischer Weise behaupten, dass dieses Feindbild schon bestand, als Aydan Özoguz’ Urgroßeltern noch in die Windeln machten.

Erst kam die AfD, dann der Terror. Eigentlich glasklar. Seltsam, dass das vorher keinem aufgefallen ist.

Foto: Olaf Kosinsky CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia

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Leserpost

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Uta Assmann / 20.07.2016

Tja, Frau Özoguz, durch solchen Schwachsinn vertreibt man noch das letzte verbliebene Häuflein der SPD-Wähler.

Silas Loy / 19.07.2016

Nimm2 im Doppelpack : Die untragbare Lobbyistin Özoguz ist sowohl ein Sargnagel für die SPD wie auch einer für die Kanzlerschaft Merkel.

Mike Scholz / 19.07.2016

Die Verdrehung von Ursache und Wirkung,  ist eine Paradedisziplin der Grünen und mittlerweile auch der SPD geworden. Falsche Behauptungen auch. Das kann man auch in vielen anderen Bereichen der politischen Debatte beobachten. Stellvertretend sei nur an die Reaktionen und Erklärungen von links-grünen erinnert, wenn zb. Israelis sich des muslimischen Terrors erwehren (müssen). Ideologie ersetzt Realität, ungläubig ist zu bestaunen,  mit welcher Inbrunst die SPD an dem Ast sägt,  auf dem sie sitzt und sich dabei noch moralisch auf dem richtigen Weg fühlt. Von der dreisten Frechheit einiger SPD Leute, persönliche Bereicherung (zb. Fälle Hamburg/Saarland/Berlin) auf Kosten des Steuerzahlers, auch noch als gute Tat am (jeweiligen) Land zu verkaufen, ganz zu schweigen. Na dann “Glück auf!”

Frank Stricker / 19.07.2016

Das einzige, was von Frau Özoguz übrigbleiben wird, ist ihr legendärer Satz zur Flüchtlingskrise: “Wir müssen unser Zusammenleben täglich neu verhandeln”. Tja, schade daß die deutschen Frauen in der Kölner Silvesternacht die “Verhandlungen” leider mit mindestens 0-5 verloren haben…...

Appeasement_Ablehner / 19.07.2016

Wenn man in WELT, ZEIT oder SPIEGEL schreibt, daß die Frau sich doch erst mal um ihre extremistischen Brüder kümmern sollte, ist der Kommentar in Rekordzeit zensiert. Gut, daß wir so eine freie und mutige Presse haben…

Emmanuel Pracht / 19.07.2016

“welche aus Überzeugung SPD-Mitglieder waren, offenbar nicht mehr an eine Genesung der SPD “ Ich wandle dann mal Ein Jürgen TrittIhn Zitat ab: Täglich wird die SPD ein wenig kleiner und täglich gehts mir ein wenig besser. Wohlan…

Martin / 19.07.2016

Ganz spannend grade: Der Attentäter aus dem Zug bei Würzburg, der grade 5 willkürlich ausgesuchte Menschen schwer verlertzt hat, wurde offensichtlich gut aufgenommen, war in guten Unterbringungen, sogar bei einer Pflegefamilie aufgenommen und hatte eine Bäckerlehre in Aussicht. Selbst Frau Özoguz und Konsorten dürfte es schwer fallen, hier die kalte Bösherzigkeit der westlichen Welt als Motiv vorzuschieben. Naja, obwohl… als würde die Realität die Özoguzens dieser Welt irgendwie am Schwafeln hindern.

Mario Bernkopf / 19.07.2016

Das grundlegende Problem ist doch, daß Frau Özoguz weiß, daß sie uns ungestraft wieder und wieder für dumm verkaufen kann.

twsan / 19.07.2016

Die Ernennung einer Person mit derartigem Gedankengut wie Aydan Özoguz zur Integrationsbeauftragten zeigt, wie krank die SPD ist. Und die Abstimmung mit den Füßen, d.h. die Parteiaustritte, zeigt, dass realistisch denkende Menschen, welche aus Überzeugung SPD-Mitglieder waren, offenbar nicht mehr an eine Genesung der SPD glauben. Wenn das alles Ferdinand Lassalle wüsste…

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