Christa Müller von (I)NTACT e.V. – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen erklärte: „Die erzwungene männliche Beschneidung ist wie die weibliche Genitalverstümmelung ein Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Als Menschenrecht muss dieses für Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt uneingeschränkt gelten. Weder religiöse, soziale, noch kulturelle Überzeugungen dürfen die Amputation der männlichen Vorhaut oder der weiblichen Klitoris und der Schamlippen rechtfertigen. Mit der gesetzlichen Erlaubnis der medizinisch nicht indizierten Beschneidung kleiner Jungen in Deutschland wurde ein Einfallstor für die Genitalverstümmelung von Mädchen geschaffen.“ Müller befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Familie nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter die Erlaubnis für die Beschneidung ihrer Tochter in Deutschland vor Gericht erstreitet. http://mogis-verein.de/blog/2013/12/12/pressemitteilung-pressekonferenz-12-12-2013/
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Insofern blieb nach dieser “Bilanz” der Beschneidungsgegner der Eindruck, dass die alten Debattenfronten geblieben sind, wie sie waren, und es statt neuer Fakten nur alte Meinungen gibt. Meinungen, die stets auch subjektiv geprägt sind. Wie sehr, wurde deutlich, als der Mogis-Vorsitzende Christian Bahls auf der Pressekonferenz gefragt wurde, wie viele jüdische Männer er kenne, die darunter litten, dass sie beschnitten wurden.
“Relevant”, antwortete Bahls, “ist nicht die Zahl der negativ Betroffenen, sondern, dass sie negativ betroffen sind. Das können nur diese Menschen selbst sagen.” Er kenne drei Juden, auf die dies zutreffe. “Zwei in den USA und einer in Israel.”
http://www.welt.de/politik/deutschland/article122864783/Tag-der-genitalen-Selbstbestimmung-geplant.html