Von Hamed Abdel-Samad
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sie sind die Bundeskanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, und somit selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime. Das ermächtigt Sie aber nicht dazu zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten. Politiker sind für die Menschen da, nicht für die Ideologien dieser Menschen.
Bevor Sie diese Behauptung in die Welt setzen, sind Sie verpflichtet, den Bürgern dieses Landes zu erklären, was der Islam ist!
Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland? Was ist mit Dschihad? Was ist mit Polygamie? Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist? Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?
Entweder wissen Sie nicht, dass all das auch zum Islam gehört, dann sind Sie nicht qualifiziert, dieses Urteil zu fällen. Oder Sie wissen bescheid und täuschen die Bürger dieses Landes, um weiterhin Saudi Arabien Panzer zu verkaufen und dem türkischen Handelspartner nicht zu verärgern!
Auch ich bin ein Bürger dieses Landes und sage Ihnen, Sie irren sich. Und Sie tun Muslimen kein Gefallen indem Sie etwas behaupten, was der Wahrheit nicht entspricht und was die Mehrheit der Deutschen anders sieht, übrigen auch viele deutsche Muslime und Ex-Muslime, die vor dem Islam in ihren ehemaligen Heimatländern fliehen mussten!
Siehe auch:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/islam-bekenntnis-der-kanzlerin-frau-merkel-sie-irren-sich/11229266.html
Merkel verteidigte ihre Wortwahl bei dem internen Treffen. Es gehe um eine doppelte Ansage: Die Muslime seien in Deutschland akzeptiert, sie müssten sich aber auch klar an Recht und Gesetz halten, so die Kanzlerin. Offenbar finden das nicht alle in der Union überzeugend. Einzelne Landesverbände berichten von einer Vielzahl kritischer Briefe und E-Mails der Basis sowie ersten Parteiaustritten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-gegenwind-von-cdu-csu-gegen-islam-aeusserung-a-1013344.html
Alle muslimischen Verbände und zahlreiche Moscheevereine hatten den Terroranschlag verurteilt und sich ganz klar positioniert. Doch hinter der Fassade der Einigkeit zwischen den muslimischen Verbandsvertreten am Dienstagabend in Berlin knisterte es gewaltig. Nicht aufgrund der Botschaft, sondern wegen des Alleingangs und Vorpreschens von Aiman Mazyek. http://www.fr-online.de/terror/zentralrat-der-muslime-muslime-sauer-auf-mazyek,29500876,29557370.html
"Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland? Was ist mit Dschihad? Was ist mit Polygamie? Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten? Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker? Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist? Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?" Was soll damit sein? Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun (Ironie aus). Der Islam ist groß und friedlich. Da ich die Frau BK aber nicht für blöd halte, glaube ich, sie weiß auch, dass die "friedlichen Muslime" eine nicht kalkulierbare Größe werden, sobald der Islam im Lande ein kritisches politisches Potential erreicht hat. Um diesen Zeitpunkt so weit wie möglich hinausschieben zu können, werden Kompromisse gemacht bis hin zur Lächerlichkeit. Frau Merkel hätte sich Churchill zu Herzen nehmen sollen: Appeasement bedeutet, das Krokodil zu füttern, in der Hoffnung, als Letzter gefressen zu werden. Nur: das Krokodil ist riesig, die gefressen werden sind viele - lediglich Frau BK wird nicht darunter sein, da sie dann entweder konvertiert ist oder unter der Sonne Floridas liegt.