Wenn Sie wissen möchten, wo das Land, in dem Sie gut und gerne leben, steht und wohin es torkelt, dann reicht es eigentlich, dass Sie sich die letzten Statements des Kanzleramtschefs und Hobbyimpfers Helge Braun und des Ministers für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier anhören. Nicht, dass die beiden Unwahrheiten verbreiten würden, nein, sie präsentieren nur alternative Fakten, die so authentisch sind wie der Doktortitel von Franziska Giffey.
Wenn von den Allzweckwaffen im Umfeld der Kanzlerin die Rede ist, muss auch über die charismatische Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gesprochen werden. Sie tritt nicht sehr oft vor Kameras und Mikrofone, weil sie bei dem Versuch, ihre Gedanken in Worte zu fassen, meist schwächelt. Aber wenn sie es tut, dann macht es Wummm!
Zum Beispiel bei einer Pressekonferenz mit mehreren dazugeschalteten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen am 8. Januar, über die das heute journal am selben Abend berichtete. Hier ab 8:22. Man wolle, sagte die Ministerin, mit der "Leitlinie" dieser Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, "genau die Unsicherheiten beseitigen, die aktuell bei vielen, die das zu entscheiden haben, wie gehts weiter, doch in den Augen stehen, dass die Unsicherheit, die da ist, dass wir die, die Unsicherheit, die da ist, dass wir hiermit ein klein wenig Abhilfe schaffen können".
Sogar die Yucca-Palme ließ die Blätter hängen
Das war eine glasklare Ansage, mit der die Bundesbildungsministerin die Ergebnisse vieler Pisa-Studien resolut bestätigte. Bildung ist für alle da, nur mit der Sprache hapert es noch ein klein wenig. Ein Berliner Schulleiter äußerte sich "entsetzt" über die "Handreichung" der Ministerin: "Mindestens sechs Monate zu spät und überflüssig wie ein Kropf." Die Ministerin aber lachte, winkte ins Publikum und sprach sich selbst von jeder Verantwortung frei. Das Thema "Schulschließung" werde in der "Leitlinie nicht behandelt", das sei eine Frage, die "an anderer Stelle behandelt werden" müsse.
Was sollte also die ganze Leitlinie, die mühsam auf 28 Seiten ausgearbeitet wurde?
Ein paar Stunden später ließ sich die Ministerin im ZDF-Morgenmagazin von Dunja Hayali befragen, die schon ahnte, was da auf sie zukam und deswegen Frau Karliczek um "kurze, präzise Antworten" bat. Diese aber ignorierte die Bitte und mäanderte sich von einem Gemeinplatz zum nächsten. Dunja Hayali aber gab nicht nach und brachte die Plaudertüte aus dem Bildungsministerium an den Rand eines Kollaps. Hier.
Vielleicht war die Nacht kurz gewesen, mag sein, dass sie durchgearbeitet hatte, jedenfalls endete der ministerielle Versuch, die "Handreichung" zu erklären, mit einem technischen K.O. zugunsten der ZDF-Moderatorin, die immer wieder nachlegte. Es war eine schmerzliche Erfahrung für die Ministerin, als würde sie barfuß über die Via Dolorosa gehen. So schlimm, dass sogar die Yucca-Palme im Hintergrund die Blätter hängen ließ.
Beitragsbild: re:publica CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

Ich könnte mir als nächste Bildungsministerin Frau Geissen vorstellen, würde auch prima in das Merkelabinett passen. Aber vielleicht wäre die für Frau Merkel zu intelligent.
Das ist ja auch so eine Intelligenzbestie wie AKK mit dem gleichen Bildungsniveau. Sie eignet sich hervorragend als Bildungsministerin in einem Land, das Kultu nur noch als Willkommenskultur kennt.
Nachdem Merkel von der Universität Tübingen im vergangenen Jahr eine Auszeichnung für die „Rede des Jahres“ erhalten hat schlage ich Anja „Die Milchkanne“ Karliczek jetzt mindestens für den Pulitzer-Preis vor. Der Nobelpreis für Literatur ist ja leider schon vergeben, den teilen sich Forrest Gump und „Ein Fisch namens Wanda“.
@Hans-Peter Dollhopf: Ramschware „Quotenfrau“. Volle Zustimmung von meiner Seite. Nachdem ich die Frau dank Broders süffisantem Beitrag zu ersten Mal habe reden hören, habe ich mich bei Wikipedia schlau gemacht, ob sie überhaupt eine Schule (und wenn ja, welche) abgeschlossen hat. Na ja. Manche kommen auch ohne Bildung oder Begabungen ganz nach oben…
Frau Karliczek ist eine ehrenhafte und anständige Frau einer Pfälzer Hotelfamilie. Ausbildung, Fernstudium und tatsächlich, im Gegensatz zu ihren Kabinettskollegen, ehrliche Arbeit. Als Wirtschaftsministerin hätte sie mehr Qualifikation mitgebracht als Herr Altmaier. Hätte man nicht einen Max Planck Direktor oder einen Nobelpreisträger dafür motivieren können? Diese Besetzung zeigt die klare Verachtung unserer Kanzlerin für unsere Forschungslandschaft.
Sowas hat die Welt noch nicht gesehen…………………….am Arschermittwoch ist alles vorbei
Beim Benutzen des Begriffes Inzidenz muss hinzugefügt werden, dass es sich im Zusammenhang mit SARS-CoV-? um Infektionsinzidenzen handelt und nicht wie in der Medizinersprache üblich um Krankheitsinzidenzen. Wie viele der Infizierten erkranken, weiß niemand oder erfährt die Öffentlichkeit nicht. Ich schlage vor, um das Virus möglichst schnell als Folge der Maßnahmen der Regierung zum Verschwinden zu bringen, einfach die Wahlen – sagen wir mal – auf Mitte März vorzuziehen.