Die Promotion des Dr. Drosten

Am 15. Oktober 2020 hat die Goethe-Universität Frankfurt am Main dem „Star-Virologen“ und beliebten Regierungsberater in der „Corona-Krise“ vermutlich gegen ihre Intention einen Bärendienst erwiesen. Auf ihrer Website veröffentlichte sie eine Verteidigungsschrift mit dem Titel „Falschbehauptungen zum Promotionsverfahren von Prof. Dr. Christian Drosten“. Damit hat sie zum einen einer Posse ohne Not zu zumindest potenziell etwas mehr Öffentlichkeit verholfen, denn bisher hatten die Leitmedien an der Thematik überhaupt kein Interesse gezeigt. Zum anderen produziert sie mit ihren Einlassungen, statt alle offenen Fragen restlos und abschließend zu klären, nur noch mehr Ungereimtheiten bezüglich des zur Disposition stehenden Promotionsverfahrens.

Ein Professor ohne Habilitation

Aufgrund seiner exponierten Stellung bei der politischen Bewältigung der „Corona-Krise“ und den weitreichenden gesellschaftlichen Folgen seiner Empfehlungen – nicht nur die Schulschließungen aus dem Frühjahr gehen auf einen entsprechenden Rat dieses Experten zurück –, darf Drosten sich nicht über eine auch kritische Überprüfung seiner Expertise und Reputation beschweren. Zumal: Drosten gehört zu den wenigen W3-Professoren in Deutschland, die einen Lehrstuhl innehaben, ohne zu lehren, und ohne – noch bemerkenswerter – habilitiert zu haben.  

Üblich in der akademischen Welt, auch der medizinischen, ist folgender Weg zu Professur und Lehrstuhl: Man hat nach und zusätzlich zur Promotion eine Habilitationsschrift verfasst oder kann stattdessen in Ausnahmefällen eine vergleichbare herausragende wissenschaftliche Leistung vorweisen. Gegenüber gleichqualifizierten Konkurrenten ist es dann von Vorteil, wenn man eine gute internationale Vernetzung und ein erwiesenes Talent zur Drittmittelbeschaffung mitbringt.

Letzteres ist Drosten, einem Liebling der Pharmaindustrie und der Familie Quandt, mit Sicherheit nicht abzusprechen, in der Regel ersetzt dies aber nicht die Anforderungen an nachweisbare Qualifikationen. Da Drosten, wie gesagt und unstrittig, nicht habilitiert hat, kommt als vergleichbare Leistung eigentlich nur seine mythenumrankte „Entdeckung“ des SARS-Erregers (dazu ein andermal) oder eben die mit „summa cum laude“ benotete Dissertation selbst oder eben beides zusammen in Betracht.

Eine verschollene Dissertation…

Es ist daher keineswegs anrüchig oder von vornherein „verschwörungstheoretisch“ motiviert, wenn Einzelne das Interesse entwickeln, mal einen Blick in die Dissertation von Professor Drosten zu werfen. Nur war dies bis in den Sommer 2020 nicht möglich, weil eine Dissertation von Christian Drosten als ausleihbare weder physisch vorhanden noch überhaupt katalogisiert war – nicht seitens der Universitätsbibliothek Frankfurt, nicht seitens der Deutschen Nationalbibliothek (DNB). 

Während nun Drosten und die Leitmedien als „Aluhut-Thema“ schlicht ignorierten, welche Fragen angesichts der zunächst erfolglosen Versuche, an Drostens Doktorarbeit heranzukommen, und einiger unbefriedigender Erklärungen der Goethe Universität auf Blogs wie corodok.decorona-transition.org diskutiert wurden, teils zusammengefasst auf heise.de und in einer Sitzung des Corona-Untersuchungsausschusses, nimmt die Goethe-Universität den Verdacht auf Verstöße gegen die Promotionsordnung, welche zur Entziehung des Doktortitels führen könnten, durchaus ernst: 

„Seit Ende Juni 2020 werden insbesondere im Internet gezielt Falschbehauptungen gestreut. […] Es wird gefolgert, das Promotionsverfahren von Herrn Drosten wäre nicht rechtskonform durchgeführt worden.“ 

Im Wesentlichen geht es der Goethe-Universität bei ihrer Klarstellung um die Abgabe von Pflichtexemplaren der Dissertation, die Veröffentlichungspflicht dieser Dissertation und Fragen zur ungewöhnlich langen Verfahrensdauer, also der enormen Zeitspanne zwischen eingereichter Dissertation und mündlicher Prüfung.

…taucht nach 17 Jahren wieder auf

Das Manko der bis Sommer 2020 nicht auffindbaren Dissertation hat die Goethe-Universität inzwischen behoben, indem sie der Frankfurter Universitätsbibliothek und der DNB Kopien der „Originaldissertation“ zur Verfügung stellte, „da es“ nach eigenen Angaben „im Verlauf des Jahres 2020 aufgrund der stark gestiegenen Prominenz von Herrn Drosten in der Universitätsbibliothek vermehrt zu Anfragen nach seiner Dissertation kam.“ 

In dem Zusammenhang merkwürdig: Weil gegen das – nach 17 Jahren seit Dissertation – anscheinend einzig verfügbare Originalexemplar aus „konservatorischen Gründen Bedenken bestanden, man andererseits die bestehenden Anfragen jedoch möglichst rasch befriedigen wollte, hat die Goethe-Universität Herrn Drosten persönlich darum gebeten, ihr ein weiteres Exemplar der Dissertation für den Leihverkehr und zur Anfertigung weiterer Papierkopien zur Verfügung zu stellen. Dieser Bitte ist Herr Drosten dankenswerterweise umgehend nachgekommen, ohne dazu verpflichtet gewesen zu sein. Beide Exemplare erwiesen sich nach Prüfung als inhaltlich identisch. Das noch im Fachbereich befindliche Originalexemplar wurde in die Promotionsakte übernommen, die sich im Universitätsarchiv befindet. Dass von abgegebenen Dissertations-Pflichtexemplaren letztlich jeweils nur ein Exemplar im Archiv des Fachbereichs verbleibt, entspricht archivalischen Standards.“

Nun sieht die damals gültige Promotionsordnung von 1997 verschiedene Varianten bei der Abgabe von Pflichtexemplaren vor, welche dann unterschiedliche Mengen von abzugebenden Pflichtexemplaren vorschreiben. Die Erklärung der Goethe-Universität legt sich jedoch nicht darauf fest, nach welcher in §12 geregelten Variante Drosten wie viele Exemplare hätte abgeben müssen und auch tatsächlich abgegeben hat. Sie suggeriert, dass es mehr Exemplare als das vom Fachbereich archivierte gab, ohne anzudeuten, wo die übrigen verblieben sind. In einer früheren Erklärung des Pressesprechers der Goethe-Uni, welche die aktuelle offizielle Version nicht aufgreift, war von einem ominösen „Wasserschaden in weiten Teilen des Universitätsklinikums vor wenigen Jahren“ die Rede, dem alle sonstigen Exemplare zum Opfer gefallen seien.

Drei Artikel mit Doktorvater als Dissertation?

Im Grunde will die aktuelle Stellungnahme der Goethe-Uni das Rätsel um Abgabe und Verbleib der Pflichtexemplare zusammen mit der fragwürdigen Unterlassung einer Veröffentlichung der Doktorarbeit (in Bibliotheken, in Buch- oder Artikelform) vor Verleihung des Doktorgrades mit einem Argument vom Tisch wischen, das auch alle kleinteiligen Ungereimtheiten und Widersprüche ihres bisherigen Agierens miterledigt. Das geht so: 

Die Dissertation, die Ende 2001 als Monografie fertiggestellt wurde und am 6. Februar 2002 mit dem Gesuch zur Zulassung zur Doktorprüfung als Monografie im Dekanat eingereicht wurde, datiert auf das Jahr 2001. Die Arbeit basiert auf drei zuvor (2000 sowie 2001) in Fachmagazinen veröffentlichten Zeitschriftenartikeln, in denen Herr Drosten zweimal Erstautor ist und einmal in mittlerer Position. Es handelt sich dabei um folgende Beiträge:

Drosten C, Weber M, Seifried E, Roth WK. Evaluation of a new PCR assay with competitive internal control sequence for blood donor screening. Transfusion 2000 Jun; 40(6): 718-24.

Roth WK, Buhr S, Drosten C, Seifried E. NAT and viral safety in blood transfusion. Vox Sang 2000; 78 Suppl 2:257-9.

Drosten C, Seifried E, Roth WK. TaqMan 5′-nuclease human immuno-deficiency virus type 1 PCR assay with phage-packaged competitive inter-nal control for high-throughput blood donor screening. J Clin Microbiol 2001 Dec;39(12):4302-4308.

Diese Beiträge waren seit Veröffentlichungsdatum ununterbrochen in öffentlichen Bibliotheken frei verfügbar. Die zur Zulassung eingereichten Exemplare der Dissertation waren als Korrekturexemplare ausschließlich für die Gutachter bestimmt und unterlagen nicht der archivalischen Dokumentationspflicht.

Zwei Interpretationen sind möglich – und keine ergibt Sinn:

Variante 1: Die Goethe-Uni nennt die drei vorveröffentlichten Texte eine „Basis“ der Dissertationsmonografie. Das passt einigermaßen zu Drostens Version in eben dieser Dissertationsmonografie, wonach die Artikel vorveröffentlichte „Auszüge“ der Arbeit darstellen würden. Ob „Basis“ oder „Auszug“, wird damit jedoch nahegelegt, dass die 122-seitige Monografie substanziell Wissenswertes, das nicht bereits in den Artikeln steht, also Exklusives enthält. Dann hätte sie nach Prüfungsordnung aber vor Verleihung des Doktortitels veröffentlicht und zugänglich gemacht werden müssen.

Variante 2: Drosten und die Goethe-Uni drücken sich nur unglücklich aus und meinen, dass die vorveröffentlichten Artikel die Doktorarbeit sind (oder ihre Ergebnisse, ihr Substrat). Dann hätte es in der Tat keine Pflicht zur Veröffentlichung gegeben. Dass die Prüfungsordnung in dem Fall die Vorveröffentlichung eines Buches oder eines Artikels (oder einer Artikelserie?) in einer Zeitschrift und nicht in drei verschiedenen Zeitschriften vorsieht, mag ein zu pedantischer Einwand sein.

Mindestens ein Geschmäckle hätte aber Folgendes: Drostens Doktorvater WK Roth und damit einer der Gutachter der Dissertation ist für alle drei Artikel als Co-Autor genannt, womit er auch über seine eigene Arbeit gerichtet hätte, was schon irgendwie legal sein mag, aber einigermaßen skurril anmutet. Davon abgesehen, stellt sich die wichtigere Frage, warum Drosten überhaupt noch eine gesonderte Monografie verfasst hat, die als mit den Artikeln textidentische vollkommen sinnfrei gewesen wäre. Dass der Öffentlichkeit 17 Jahre später sogar eine textabweichende und viel umfangreichere Monografie als Dissertation präsentiert wird, bleibt merkwürdig, weil dies die Bedeutung der vorveröffentlichten Artikel ja entwertet, was wieder zur versäumten Veröffentlichungspflicht der Monografie führt.

Es ist also nicht gerade leicht, die Stellungnahme der Goethe-Uni zu Abgabe und Verbleib der Pflichtexemplare sowie zur angeblich nicht gegebenen Veröffentlichungspflicht auf eine Weise zu deuten, die einigermaßen konsistent im Einklang mit der damals geltenden Promotionsordnung sich befände.

Unerklärliche Verfahrensdauer

Das trifft umso mehr auf die Rechtfertigung der „Verfahrensdauer“ zu. Diese könnte kurioser kaum sein:

Die ebenso unberechtigt skandalisierte Verfahrensdauer resultiert ausschließlich aus der korrekten Durchführung des Verfahrens: Da die Erst- und Zweitgutachter jeweils für die bestmögliche Bewertung „summa cum laude“ plädierten, wurde – den gültigen Standards entsprechend – ein drittes Gutachten angefordert. Der zusätzliche Begutachtungsprozess nahm mehrere Monate in Anspruch, ebenso die danach noch erforderliche, ordnungsgemäße Herbeiführung eines einstimmigen Beschlusses des Fachbereichsrates zur Bestätigung dieser Bewertung.

Ob es an der Goethe-Uni „gültige Standards“ oder Gewohnheiten gab und gibt, die nicht nur keine Entsprechung in der damals gültigen Promotionsordnung finden, sondern explizit gegen diese verstoßen dürfen, entzieht sich meiner Kenntnis. In der Promotionsordnung jedenfalls beschränkt sich die Funktion des „Fachbereichsrats“ im Prüfungsverfahren darauf, einzelne Mitglieder des Promotionsausschusses zu wählen (§2), während der „Fachbereich“ den Doktortitel bei erfolgreichem Promotionsverfahren verleiht (§1). Die Durchführung des Promotionsverfahrens obliegt allerdings nur dem Promotionsausschuss, der u.a. die Mitglieder der Prüfungskommission und die Gutachter der Dissertation bestimmt. In der Regel werden zwei Gutachter berufen, von denen einer der Betreuer des Promovierenden ist (§8). Es können bis zu zwei weitere Gutachter bestellt werden, und es gilt (ebd.): „Die Gutachten sollen unabhängig voneinander innerhalb von sechs Wochen [!] erstellt werden.“ 

Es gibt nur zwei Fälle, in denen nach Abschluss des ersten Begutachtungsprozesses weitere Gutachter hinzugezogen werden, was das Verfahren legitim in die Länge ziehen kann: Es ist keine Einstimmigkeit dahingehend gegeben, die eingereichte Dissertation überhaupt anzunehmen. Es gibt einen Antrag, aber keine Mehrheit dafür, eine Mängelbeseitigung zur Voraussetzung der Annahme der Arbeit zu machen. Beide Fälle (ebenfalls §8) haben mit der Benotung einer angenommenen Arbeit überhaupt nichts zu tun. 

Benotung nach Prüfungsordnung

Nach §9 entscheidet die Prüfungskommission „über die Promotionsleistungen. […] Den Mitgliedern der Prüfungskommission sind die Dissertation und die Gutachten und eventuelle Stellungnahmen und Einsprüche zugänglich zu machen. Die Prüfungskommission berät und entscheidet in nichtöffentlicher Sitzung. Beschlüsse kommen mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder zustande. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag.“ 

Ist die Dissertation erst einmal angenommen, stellen unterschiedliche Benotungen der verschiedenen Gutachter überhaupt kein Problem dar. Denn: „Die Note für die Dissertation wird auf der Grundlage der Gutachten als arithmetisches Mittel festgelegt.“ (§11) Selbst wenn zwei Gutachter zu verschiedenen Bewertungen kommen, besteht nach Promotionsordnung also kein Grund, ein drittes Gutachten einzuholen. Erst recht nicht, wenn beide Gutachter identisch plädieren – im Falle Drostens für „summa cum laude“. 

Richtig ist, dass für die Gesamtnote im Fall von „summa cum laude“ Dissertation und mündliche Prüfung mit 0,0 bewertet werden müssen. Das bedeutet (ebenfalls §11), dass alle die mündliche Prüfung (Disputation) abnehmenden Kommissionsmitglieder die Note 0,0 zu vergeben haben (von einem erforderlichen „einstimmigen Beschluss des Fachbereichsrates zur Bestätigung dieser Bewertung“ steht in der Prüfungsordnung nichts). 

Mag also sein, dass zwischen der mündlichen Prüfung am 22. März und der Titelverleihung am 4. September 2003 über fünf Monate vergangen sind, weil die Kommissionsmitglieder länger brauchten, um die Disputation geschlossen mit dem Prädikat „summa cum laude“ zu belegen. Dass zwischen der Einreichung der Dissertation am 6. Februar 2002 und der mündlichen Prüfung am 22. März 2003 aber über ein ganzes Jahr vergangen ist, weil beide Gutachter die Arbeit (wenn ordnungsgemäß, dann innerhalb von sechs Wochen) mit „summa cum laude“ bewerteten, und deshalb weitere Gutachten und längliche Diskussionen nötig gewesen sein sollen, ist überhaupt nicht einsichtig.

Fazit

Insgesamt betrachtet, könnte es freilich immer noch irgendwie möglich sein, dass ein Blick in die Promotionsakte ein rechtskonformes Verfahren zur Verleihung des Doktortitels an Christian Drosten offenbaren würde – und bloß die Goethe-Universität heute unsinnige Geschichten erzählt, die mit der damals gültigen Promotionsordnung nicht im Einklang stehen. 

An Drostens Stelle wäre es einem jedenfalls lieber gewesen, die Goethe-Universität hätte sich gar nicht zu seiner Verteidigung geäußert. Denn so haben sich sämtliche Verdachtsmomente erhärtet. Man muss schon Everybody‘s Darling sein, um nicht unter politischen und medialen Druck zu geraten, wenn man ohne Habilitation einen Lehrstuhl innehat und die Universität, bei der man promovierte, Zweifel an der Berechtigung des Doktortitels nährt.

 

Nachtrag (06.11.20): Zurück in die Zukunft

Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ist der „deutsche Doktortitel“ in Verruf geraten. Vor allem Plagiatsskandale prominenter Politiker haben Zweifel an der Qualitätssicherung der Dissertationen in den Prüfungsverfahren aufkommen lassen. Der Tagesspiegel vom 3.12.2012 berichtet über Studien, die eine „massive Inflation“ der Bestnote (summa cum laude) feststellen. Gegen diese Entwicklung hatte der Wissenschaftsrat bereits im November 2011 ein „Positionspapier zu den Anforderungen an die Qualitätssicherung der Promotion“ veröffentlicht, das sich als Aufforderung an die deutschen Universitäten verstand, ihre Promotionsordnungen in einigen Punkten entsprechend zu überarbeiten. Zur Anpassung der Notenskala heißt es auf Seite 25: „Das  Promotionsverfahren soll entweder mit „Bestanden“ oder mit „Mit besonderem Lob/Ausgezeichnet“  bewertet  werden.  Für  die  Auszeichnung  soll zwingend ein drittes, externes Gutachten herangezogen werden.“

Im der Folge haben die Universitäten in ihre Promotionsordnungen übernommen, dass für „summa cum laude“ weitere Gutachter herangezogen werden müssen (z.B. hier). Am 27. November 2012 hat dann auch die Frankfurter Goethe-Uni in den Allgemeine(n)  Bestimmungen  für  die  Promotionsordnungen verfügt: 

Das  Prädikat  „summa  cum  laude“  soll  in  der  Regel  nur  erteilt  werden,  wenn  die  Dissertation  und  Disputation  einstimmig  von  den  Gutachterinnen  oder  Gutachtern,  Prüferinnen  oder  Prüfern  mit  „summa  cum  laude“  bewertet  worden  ist.  Die  Promotionsordnungen  der  Fachbereiche  können  weitere  Qualitätskriterien  sowie  eine  zusätzliche  Gutachterbestellung für dieses Prädikat festlegen.

Seit 2014/15 heißt es dann auch in der Promotionsordnung des medizinischen Fachbereichs der Goethe-Uni

„Bewerten die zwei Gutachter/innen die Dissertation jeweils mit der Note „summa cum laude“, ist ein drittes Gutachten einzuholen.“

Die Goethe-Uni behauptet also 2020 in Hinblick auf die „unberechtigt skandalisierte Verfahrensdauer“ bei der Promotion Drostens 2002/3 „die korrekte Durchführung des Verfahrens“, indem sie sich auf einen „gültigen Standard“ bezieht, der offenbar erst nach Intervention des Wissenschaftsrats 2011 allmählich etabliert wurde und sich dann auch in den Promotionsordnungen der Universitäten niedergeschlagen hat.

Foto: Tagesschau/Screenshot

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Leserpost

netiquette:

Karlheinz Patek / 05.11.2020

In ein paar Jahren nimmt man ihm den “Prof.” sowieso, den Leerstuhl auch, also lasst den Armen. Warum? Er hat sich einen Doktorvater ausgesucht. Wäre er vorausschauend hätte er sich eine Doktormutter gewählt. Das wird DAS zukünftige Kriterium.

Karla Kuhn / 05.11.2020

“Die Selektion des Dr. Drosten”  Heute interessanter Artikel bei “Corona Transition” kleiner Ausschnitt: “Der forschende aber nicht praktizierende Dr. Drosten mit aufgesetzem Professorentitel schwadroniert demnach über Versuche an Menschen und Selektion. Er meint nicht Triage. Er redet über IMPFVERSUCHE”  Gab es das nicht schon mal vor gut über 75 Jahren und länger zurück ?? “Es sind Versuche in MASSENHALLEN, wo sich HUNDERTTAUSENDE die kommenden und frisch zugelassenen GENVAKZINE verabreichen lassen sollen,  wie Drostens Medienbuddy JENS SPAHN als Gesundheitsminister unlängst öffentlich erklärte.  ” Hans Buschmanns Leserbrief zu Frankreich….  “Niemand braucht verzweifelt nach den Gründen des Lockdowns zu suchen.  Die medizinischen Umstände spielen keine Rolle. Wer das “Lockstep” Papier der Rockefeller-Stiftung sowie “Event201”  gelesen hat (beide Texte sind im Internet frei verfügbar,  weiß, warum die Demokratiien weltweit von den Herrschern angefriffen werden.” UNd gnau das entspicht der “gigantoschen Transformation” /“Great Reset” den MERLEL und ihre Helfer UNBEDINGT DURCHSETZEN WOLLEN.  Daß da DROSTEN mitspielen soll und das RKI ist unter “CORONA TRANSITION” zu lesen. Da wird auch die Milliardärsfamilie Quandt erwähnt, die in der NAZIZEIT lt. Wikipedia unter Günther Quandt den Familienbesitz teils auf Kosten von KZ HÄFTLINGEN und unrechtmäßig enteigneter, meist jüdischer Konkurrenten und wurde zu einem großen Produzenten von Rüstungs-und Industriegütern im Dritten Reich.”  DAS waren(sind) die Profiteure des HITLERREGIMES, ihre “RECHTFERIGUNG” klingt erbärmlich-für mich. Und bei CORONA ?? PROFITIEREN SIE DA ERNEUT ?? Auf KOSTEN DER SICH IMPFEN LASSENDEN ?? EGAL; WIEVIEL KOLLATERALSCHÄDEN entstehen ?? Das nennt sich dann “ELITE !”

Wolfgang Lang / 05.11.2020

Ist Drosten der neue Postel? Das wäre doch mal ein echter Shakespeare auf der langweiligen deutschen Politbuehne. Ein gefundenes Fressen für echte Journalisten. Ja wo laufen sie denn…?

Thorsten Maverick / 05.11.2020

Warum so viel Aufregung? Das ist nur eine Promotion zum Dr. med. Das ist doch eine Lachnummer. Die medizinische Promotion entspricht ungefähr einer Studienarbeit in den Ingenieurwissenschaften, wenn nicht eher einer Seminararbeit. Wer als Mediziner etwas auf sich hält, macht einen Dr. rer. nat. Außerdem ist eine Promotion immer ein abgekartetes Spiel. Ich habe genug Leute an der Uni erlebt, die besser als ich waren und ohne Dr. gegangen sind. Dann waren da viele Leute, die hatten eine guten Draht zu ihrem Professor und wurden mit fragwürdigen Arbeiten promoviert. Angela Merkels Dissertation ist wohl auch so ein Fall. Da ist alles möglich. Ich hatte auch Probleme, Krankheit, dann habe ich Fehler in meinem Fachgebiet gefunden, die es in Frage stellten, mit meinem Professor bin ich auch nicht klargekommen, ein anderer hat sich dann erbarmt, wurde mein Gutachter und hat mich durchgebracht. Mein eigentlich gedachter Doktorvater hat dann versucht, meine Promotion zu verhindern. Bei Danisch.de kann man weitere tolle Geschichten dazu lesen. Drosten wurde protegiert, und der ohne muß man schon einsame Spitze sein, um Karriere zu machen. Das läuft doch überall so. Sehe ich genauso im Aikido. Da haben Leute einen 6. Dan, die auf der Straße Prügel ohne Ende kassieren würden. Sie haben die Beziehungen, trainieren bei den wichtigen Meistern, und dann läuft das. Drosten hat schon früher sehr oft daneben gelegen. Er ist kein Epidemiologe, kann wie alle Mediziner vermutlich keine Mathe, und hat auch jetzt zigmal seine Meinung gewechselt.

Hans-Peter Dollhopf / 05.11.2020

ch wurde mit der Bedrohung durch den globalen Atomkrieg geboren. So wuchs ich auch auf. Ich erkenne den Weltenbrand am Geruch. Und ich rieche nichts! Was? Ich rieche nichts? Habe ich die Pest schon? Nein, ich rieche schon, Zitronen, CO2, meine Flatulenz. Nur: Ich rieche keine Pandemie! Die Maske gegen Corona wäre so lächerlich wie damals der Aktenkoffer über dem Kopf! Als Einstein seinen Brief an Roosevelt schrieb und er die Erforschung der Bombe empfahl, wurde in der Geschichte eine neue Referenz installiert über Leben und Tod von Milliarden aus dem Munde eines Wissenschaftlers! Drosten, mit seinen 406 pubmed-Referenzen, soll sich einfach verziehen und uns nicht länger beim Leben stören. fck Bstrd

Stefan Riedel / 05.11.2020

Dr. Drosten, Virologe des Todes. Der Abgrund für D. Mit Promotion oder ohne. Wird er mit Dr.Titel nicht so tief?

Hans-Peter Dollhopf / 05.11.2020

Herr Dr. Schleuning schreibt: “Auf pubmed sind für den Autor Drosten C, 406 Publikationen aufgelistet. Zahlreiche, in hoch angesehenen, international führenden, wissenschaftlichen Journalen wie Science, Nature, PNAS oder NEJM. In diesem Kontext . . .” Herr Dr. Schleuning, wie läuft so was denn genau ab? Ist die #Eiterblase denn noch größer als angenommen? Wir verlangen doch nur eine Erklärung dafür, warum 95 Prozent der Menschheit wegen 406 Publikationen weggesperrt werden darf und welchen Nutzen das Pharmakartell daraus nun wohl zu ziehen gedenkt!

Hans-Peter Dollhopf / 05.11.2020

Ein Walter Stein, von dem ich bisher hier noch nie einen Leserbrief gesehen habe, schreibt: “Armselig und peinlich, wie hier versucht wird, Drostens Qualifikation aus rein politisch-ideologischer Motivation heraus in den Dreck zu ziehen. Kommt mit Argumenten, aber doch bitte nicht auf derart schäbige Weise.” Herr Stein, Sie kennen Achgut und seine Paten ja noch gar nicht. Sie haben noch gar keine Vorstellung davon, zu was man fähig ist. Liegt für Sie als Zaungast aber als Überraschung schon bereit. Einfach morgen wieder vorbeischauen, dann kriegen Sie was aufs Auge aus der Ersten Reihe!

Michael Scheffler / 05.11.2020

Der Autor hat insofern nicht recht, als gerade in den gebrauchten Bundesländern eine Habilitation keine Voraussetzung für einen Lehrstuhl ist. Insbesondere in der Medizin werden häufig Arbeiten geschrieben,, die woanders (MINT-Fächer) bestenfalls Diplom- oder Magister-Niveau hätten.  Offenbar hat Drosten so was Ähnliches wie eine kumulative Promotion geschrieben, was auch - nun ja - etwas „effektiver“ ist. Da ich die Ochsentour gemacht habe,, weiß ich, wovon ich rede…

Renate Bahl / 05.11.2020

@Sabine Schoenfelder, Petra Wilhelmi. Bravo, kann alles unterschreiben. Das “Kuriose” ist doch auch, dass der PCR Test überhaupt nicht zur Diagnostik zugelassen, sondern für Forschung in Laboren validiert ist. Wie kann dann ein sog. seriöser Wissenschaftler das derart missbrauchen um ein ganzes Volk in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Von Ehre, Moral und Ethik ist nichts erkennbar. Er gehört zur Rechenschaft gezogen. Ich hoffe sehr, dass die Sammelklage, die in den USA vorbereitet wird, Erfolg haben wird, um solchen überheblichen, sich selbst als den allergrößten Wissenschaftler waehnenden Soziopathen das Handwerk zu legen und Grenzen aufzuzeigen. Endweder ist der nur von gleichen Verwirrten umgeben oder aber ein ganz einsamer Tropf ohne ein soziales Umfeld.

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