Vera Lengsfeld / 16.03.2016 / 15:16 / 6 / Seite ausdrucken

Flüchtlingshelfer gehen in Idomeni über Leichen

Im Wahlkampfgetöse ging unter, dass sich der Dauerminister der Regierung Kohl, Norbert Blüm, am Wahlwochenende auf den Weg in einen ganz besonderen Abenteuerurlaub gemacht hat. Er flog Erster Klasse nach Griechenland und ließ sich nach Idomeni chauffieren, um pressewirksam in einem Flüchtlingszelt zu übernachten. Nachdem die Fotos im Kasten waren, kehrte er sogleich in seine Bonner Luxusvilla zurück. Seine Aktion war genauso geschmacklos, wie die Party von „Cinema for Peace“ während der letzten Berlinale, bei der die elitäre Gesellschaft ihren Champagner in Rettungsfolien gewickelt schlürfte. Das sollte ihre Verbundenheit mit den armen Flüchtlingen demonstrieren, ging aber nach hinten los, weil Berlinale-Chef  Dieter Kosslick angewidert auf Distanz ging.

Für Nobbi, wie Blüm gern genannt wird, ging sein PR-Gag auch in die Hose. Er hatte mit dem von ihm ausgewählten Wochenende zweifaches Pech. Seine Heldentat ging erst fast unbeachtet unter, weil die Medien Sensationelleres zu berichten hatten, als von einem durchgeknallten Politclown im griechischen Schlamm. Dann wurde er von den Linksradikalen, als Namensgeber für eine ihrer menschenverachtenden Aktionen gewählt, die das verhasste „System“ destabilisieren sollen.

Ein „Kommando Norbert Blüm“, eine Bezeichnung, die an den RAF- Terrorismus anknüpft, hatte am vergangenen Montag Flüchtlinge dazu aufgerufen, illegal die Grenze zu Mazedonien zu überqueren. Deutschland würde noch Flüchtlinge aufnehmen- mit diesem Versprechen wurden hunderte Menschen dazu verlockt, sich auf einen lebensgefährlichen Weg zu machen. Damit sie sich nicht verliefen, gab es entlang der Route Flüchtlingshelfer, die sich als Schleuser betätigten. Besonders medienwirksam wurde die Überquerung eines reißenden Flusses inszeniert. Die Fotografen scheuten auch das Bad im kalten Wasser nicht, um möglichst wirkungsvolle Fotos zu schießen.

Am anderen Ufer warteten Kamerateams, die sich mit ihrem Equipment nicht in die Fluten wagten. Pech für die „Aktivisten“ war, dass zu viele von ihnen auf den Fotos deutlich zu erkennen waren. Diese Fotos dokumentieren auch, dass sich die humanitären Helfer nicht scheuten, selbst Kinder den Gefahren des von ihnen inszenierten Marsches auszusetzen. Mindestens drei Menschen sind bei dieser Aktion ertrunken, ob im Treck, oder bei einem Einzelversuch, den gefährlichen Fluss zu überqueren, geht aus der Berichterstattung nicht hervor. Ziemlich klar scheint dagegen zu sein, dass alle Aufgebrochenen der Aufforderung des Flugblatts vom „Kommando Norbert Blüm“ gefolgt sind.

Schon vorher war bekannt geworden, dass Mitglieder humanitärer Hilfsorganisationen Bolzenschneider an die Flüchtlinge verteilt und sie aufgefordert hatten, den Grenzzaun zu durchschneiden. Diese besonders zynische Interpretation von Mitmenschlichkeit zeigt, dass es vielen „Aktivisten“ um etwas ganz anderes geht, als um die Sorge über das Flüchtlingselend. Diesen Leuten geht es darum, das verhasste „System“ zu erpressen und zu destabilisieren. Dabei sind sie offenbar sogar bereit, Tote in Kauf zu nehmen. Sie kommen damit durch, weil ihnen kaum kritische Fragen gestellt werden. Man hört nicht, dass sich die anderen Flüchtlingshelfer von diesem Treiben distanzieren würden.

Seit Tagen werden wir auf allen Kanälen mit den Bildern aus Idomeni konfrontiert, die uns ein schlechtes Gewissen machen sollen. Dabei wird verschwiegen, dass diejenigen, die noch in der Zeltstadt ausharren, die Angebote der griechischen Regierung, in eine feste Unterkunft zu ziehen, abgelehnt haben. Es wird nicht thematisiert, dass wirkliche Schutzsuchende kaum ihre Babys auf Bahngleise legen würden, um Bilder für die Medien zu produzieren.

Wer gewaltsam eine Grenze durchbrechen will, ist eher aggressiv, als schutzsuchend. Und wer Flüchtlinge dazu anstiftet, Straftaten zu begehen oder ihr Leben aufs Spiel zu setzen, ist kein von mitmenschlichen  Gefühlen geleiteter Helfer, sondern ein gewissenloser Extremist.

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Alexander Zeiler / 17.03.2016

Sehr geehrte Frau Lengsfeld, seit einem halben Jahr erkenne ich mein Land nicht wieder. Und es sind nicht die Flüchtlinge, die mich zweifeln lassen. Nein - es ist dieser fanatische Teil meiner Landsleute die “verrückt” spielen. Ich kann mich an kein gesellschaftliches Agreement erinnern, dass wir “no borders” haben und kein Mensch illegal ist. Was werden wohl die Kanadier sagen, wenn ich morgen an deren Grenze stehe? Und so geht es einmal um den ganzen Globus. Merken die Supporter es nicht? Glauben diese “Aktivisten” wirklich was sie sagen? Ich denke ja. Diesen Leuten ist sehr wohl bewusst, dass der Durchschnittsdeutsche diese Politik nicht gut heißt, aber das interessiert nicht. Man will mal wieder die Welt verändern, Pardon, retten. Solche “Helfer” müssen in den Medien entlarvt werden. Weder helfen sie den Migranten, noch der EU. Es geht ihnen nur um ihre Sache, was immer das sein mag -  Schöne neue Welt? Wir schaffen das!

Hjalmar Kreutzer / 16.03.2016

Ich wünsche den “Aktivisten” eine Zeit des Nachdenkens - in einem mazedonischen Knast. Das war nicht nur illegaler Grenzübertritt, sondern auch mittelbar fahrlässige Körperverletzung, sollte ein Zusammenhang zwischen der Aufwiegelung durch “Aktivisten” und dem Ertrinken dreier Afghaner beweisbar sein, auch mittelbar fahrlässige Tötung. Weiterhin sollte den Eltern das Sorgerecht entzogen werden, die ihre Kleinkinder solchen Gefahren und Strapazen aussetzen, weil sie das Angebot der Unternfte in Griechenland bewusst ausschlagen, um einen illegalen Grenzübertritt zu ertrotzen. Gleiches trifft auf Eltern zu, die ihre “Ankerkinder” bewusst allein deshalb unbegleitet auf die Reise schicken, weil diese nicht abgeschoben werden dürfen, um so die Einreise der ganzen Sippe zu erzwingen. Sorgerechtsentzug, Betreuung durch das Jugendamt bis zur Feststellung der Volljährigkeit, Eltern bleiben draußen, mit Feststellung der Volljährigkeit Abschiebung. “Aktvisten”: Wovon leben diese, wer finanziert den Lebensunterhalt und die Logistik für Straftaten gegen den griechischen und mazedonischen Staat? Einer geregelten Arbeit oder Ausbildung oder einem Studienabschlusx, welcher zur eigenständigen Finanzierung des Lebensunterhalts führen, gehen diese Existenzen ja wohl nicht nach? Welche deutschen Stiftungen, Organisationen etc. sind ggf.  deswegen der Unterstützung von Straftaten oder Bildung einer Kriminellen Vereinigung verdächtig?

Andreas Hartig-Tauber / 16.03.2016

Hallo Frau Lengsfeld, dass noch so viele Flüchtlinge ausharren, hängt natürlich damit zusammen, dass aus Europa, hier speziell von Merkel, nicht klar das Signal “no way anymore” ausgegeben wird.  Da wurden/werden kleckerweise mal kleine Grüppchen durchgelassen. Das ist dann wie ein Lotteriespiel, wo die Menschen hoffen, das nächste Mal dabei zu sein… Was für ein unverantwortliches Schauspiel. Schlepper-Schiffe zurück zum Herkunftsufer, Leute dort abladen, Schiffe zerstören. Gemeinsam die EU-Außengrenzen sichern: So können die Binnengrenzen offen gehalten werden, Europa arbeitet wieder Hand in Hand zusammen. Alles andere ist Tinnef… Übrigens sollten diese neurotisch-gemeingefährlichen Gutmenschen, sprich politische Hobbyschlepper, deswegen vor den Kadi. Aber ich befürchte, bei Weiter-So-Merkel bekommen Sie dafür noch Bundesverdienstmedaille… Wird denn die Staatsanwaltschaft überhaupt ermitteln?  

Hans Meier / 16.03.2016

„Politische Geschäfte mit dem Flüchtlingsleid“ werden schon seit September im ganz großen Stil gemacht. Was Blühm mit seiner Teilnahme an einer links-grünen Medien-Kampagne angerichtet hat, entlarvt einen alten Narren, der offensichtlich Merkels Politik gegen den Rest der Europäer stärken will. Offensichtlich soll die strategische Menschenverachtung mit dem Merkelschen Flüchtlings-Basar, nicht als weitere Erpressung mit zum Himmel schreienden Elends-Bildern, sondern als heilige Wohltätigkeit der Helfenden und der kassierende Hände bestaunt werden. Frau Merkels Karriere beruht auf einer konsequenten Strategie, wer sich ihr nicht unterwirft, sie nicht bereitwillig unterstützt, den räumt sie als Gegner gnadenlos ab. Das macht sie in Deutschland so und in der EU auch, wo sie jeden der nicht nach ihrer Pfeife tanzen will, mit moralischer Erpressung fertigmachen lässt. Ihr geht es um absolute Macht und darum diese Macht noch lange auszukosten. Sie und ihre Unterstützer haben nur noch etwas Zeit zu gewinnen, alles Andere haben sie schon längst verspielt und verloren. Den Höhepunkt ihrer politischen Karriere hat Frau Merkel nicht mehr vor, sondern definitiv hinter sich, das sieht man im EU-Ausland viel klarer.

Thomas Bode / 16.03.2016

Die Rolle der Aktivisten war schon im Sommer 2015 eine bedeutende. Das wird in den Medien viel zu wenig thematisiert. Wohl weil das einen Fleck auf die weiße Weste der Welcome-Edelmenschen geben könnte. Die Aktivisten sollen erheblich durch ihr Koordination dazu beigetragen haben den Druck auf die Grenzen auf dem Balkan zu erhöhen, Sperren zu umgehen usw.. Was schließlich damit endete dass Merkel die Grenzen öffnete, bis heute.  Und das vor kurzem erst mit “es kann nicht sein dass irgendetwas geschlossen wird”  bekräftigte. Was Al Jazeera und Al Arabiya am selben Tag in der ganzen muslimischen Welt verbreiteten.  Es gibt übrigens Belege dass die nicht nur die Einladungs-Signale von Merkel verbreiteten (die Blüm vor Ort auch noch bekräftigte), sondern sogar noch eine Schippe drauf legten, und von vierstelligem Begrüßungsgeld und anderen Wunderdingen erzählten. So wird von Senegal über Tunesien und Türkei, bis hierher eine Kette von (Des-)Information, Kommunikation und Lenkung aufgebaut. Natürlich nicht zuletzt auch durch die Schlepper und die einschlägigen Facebook-Seiten. Was problemlos Millionen in Bewegung setzen und ins Ziel bringen kann. Wir sind das Ziel. Die jeweiligen Motive mögen dabei unterschiedlich sein. Während muslimische Strippenzieher, von den Saudis bis Erdogan, unsere Islamisierung selbstverständlich auf der Agenda haben, und auch froh sind gewisse Leute los zu werden, wollen die Aktivisten vor allem ihr Abenteuer und das berauschende Gefühl von Macht kosten. Ach ja, und natürlich das Scheißsystem irgendwie ändern. Das Multikulti-Paradies errichten, – mit Millionen die selbst paradoxerweise keineswegs von Multikulti träumen. Denn der Islam hat nicht das Mindeste Interesse daran etwas von den Kuffar zu lernen. Außer vielleicht wie man BMWs und iPhones baut. Die Aktivisten sind bestimmt nette Typen, mit denen ich mich vor 20 Jahren noch gut verstanden hätte…

Jacek Berger / 16.03.2016

Wenn man die aktuellen Zustände in Idomeni beobachtet, dann muss man paar Begriffe neu definieren. Es gibt viele Definitionen von “Invasion”. Eine davon erklärt diesen Begriff, wie folgt: “Invasion ist das gewaltsame Überschreiten von Grenzen und Eindringen in ein fremdes Land”. Deswegen schlage ich vor, anstatt “Flüchtling” ab jetzt “Invasor” zu verwenden, und anstatt “Schutzsuchende”,  “Deutschlandsuchende”.

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