Mit Donald Trump bricht das Ende des Woke-Zeitalters an. Wo könnte es künftig noch einen "safe space" für die woke Lebensform geben? Mir fällt da nur Berlin ein.
Ein Gespenst geht um an den Universitäten der westlichen Welt; vor allem der amerikanischen und wohl bald auch der deutschen. Das Gespenst heißt Donald Trump. Weil er so ein Rüpel ist und seine näheren und ferneren Nachbarn erschreckt? Ja, das sicher auch. Aber hier soll es um eine Nebenwirkung des Trumpschen Erdbebens gehen. Eine Nebenwirkung, die Akademia stärker erschüttert als den schlichteren Rest der Welt. In den safe spaces der Genderstudien und feministischen Mathematik befürchtet man, dass mit Donald Trump das Ende des Woke-Zeitalters anbricht.
Denn Donald Trump ist der leibhaftige Anti-Woke. Also der Leibhaftige für die Woke-Gemeinde. Und mit ihm geht die neue Zeit. Er hat in den USA, dem Geburtsland des Wokismus, weitaus mehr Anhänger als sein Wahlergebnis vermuten lässt. Darunter viele Demokraten, die des Wokens müde sind. Und da er nicht davor zurückschreckt, der weiten Welt mit Handelskrieg und Gelände-Akquisition zu drohen, wird er auch nicht zögern, die europäischen Verbündeten mit seinem Antiwokismus zu überziehen.
Die Folgen werden dramatisch sein. Schon bei seiner Amtseinführung hat Trump erklärt: „Ab heute wird es amerikanische Politik sein, dass es nur zwei Geschlechter gibt, Männer und Frauen.“ Eine schockierende Aussage, hinein in eine Welt, in der die Zahl der Geschlechtsvarianten gewuchert ist wie ein Soufflé. Und der Mann sticht einfach hinein. Und schwupps, die Luft ist raus. Und die Zugehörigkeit zum Geschlecht wird zurückverwiesen an Mutter Natur.
Müssen in einigen Berliner Bezirken nun die Toiletten-Galerien für eine variantenreiche Geschlechter-Vielfalt wieder abgebaut oder in Kunsträume umgestaltet werden? Müssen die Geschlechts-Revisions-Ämter demnächst mangels Publikumsverkehrs eine ruhige Kugel schieben oder etwas Vernünftiges tun? Werden selbsternannte Frauen mit männlichen Genitalien wieder aus dem safe space ihres Frauengefängnisses hinauskomplimentiert und in den Männerknast umgesiedelt?
Kommt eine Revolution?
Und was geschieht mit der Sprache? Wird sie von woken Schreib-Piercings und vom Gender-Schluckauf befreit? Werden bald Punkte und andere Hilfszeichen nur noch dort eingesetzt, wo sie hingehören? Wird in Kultursendungen bald nicht mehr antisexistisch gerülpst? Werden Tagesschau-Sprecher wieder „meine Damen und Herren“ sagen dürfen, vielleicht sogar müssen?
Es wäre eine Revolution, Und der amerikanische Präsident hat nicht nur die Zahl der Geschlechter drastisch beschnitten. Er hat auch noch über das Geschlechtliche hinaus eine Rückkehr zum gesunden Menschenverstand (common sense) angekündigt. Gesunder Menschenverstand! Wahnsinn. Meine fränkische Oma hätte gesagt: „Des moust dir fei amol vorstelln!“
Gehört zum gesunden Menschenverstand auch, dass kulturelle Aneignung nicht mehr gegeißelt, sondern freudig begrüßt wird? Dass hellhäutige Rockstars zum Reggae wieder Dreadlocks tragen dürfen? Ja, vielleicht darf Madame Butterfly bald ohne schlechtes Gewissen von Nicht-Japanerinnen gesungen werden. Und AWO-Seniorinnen dürfen wieder ungecancelt im Kimono und mit Sombrero tanzen. Und wo bleibt die antirassistische Sprach-Empfindsamkeit des woke speak?
Der Mohr von Venedig muss nicht mehr befürchten, dass er als der Subsahara-Afrikaner von Venedig auftreten soll. In der Gräfin Mariza muss Tassilo nicht mehr befürchten, dass er singen soll: „Komm, Sinti oder Roma, spiel mir was vor...“ Udo Lindenberg darf Erich Honecker wieder einen Oberindianer nennen. Und wer als Kind den Vers mit dem „weißen Nebel wunderbar“ falsch verstanden hat, darf wieder sagen, dass er ihn für den „weißen Neger Wumbaba“ gehalten hat.
Flucht nach Berlin?
Und dann das Thema Mann und Frau. Jonas Kaufmann müsste nicht mehr befürchten, gecancelt zu werden, wenn er als Paganini singt: „Gern hab' ich die Frau'n geküsst, hab nie gefragt, ob es gestattet ist.“ Dichter dürfen wieder dichten, dass sie gerne eine Frau betrachten, ohne dass ihr Vers von der Universität entfernt wird. Und Gerhard Wendland kann posthum aufatmen, dass es wieder erlaubt ist, zu singen: „Das machen nur die Beine von Dolores, dass die Senores nicht schlafen geh'n.“
Kurz und gut: Die Cancel-Kultur wird gecancelt. In Anlehnung an das halb vergessene Grundgesetz: Eine Zensur findet nicht statt. Und ein tiefes Aufatmen geht durch die westliche Welt.
Ein Traum? Was, wenn sich die Woke-Gemeinde mit Händen und Füßen wehrt? Wenn sie sich in der Mensa festklebt? Oder bis nach Karlsruhe geht? Oder in Straßburg woke als Menschenrecht einklagt? Es wird ein verlorenes Rückzugsgefecht. Out is out. Alter Hut ist alter Hut. Trump ist Trump.
Was bleibt der Woke-Gemeinde? Auswandern wie seinerzeit die Puritaner und Hutterer? Aber wohin? Ins Trump-Amerika? Unmöglich. Wo gäbe es sonst einen safe space für die woke Lebensform? Mir fällt da nur Berlin ein. Es gäbe zwar ein ziemliches Gedränge, wenn sich die ganze vom Trumpismus verfolgte Woke-Gemeinde in unserer Hauptstadt versammeln würde. Aber immerhin hätte Berlin dann einen neuen Slogan: Arm aber woke.
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

Ich hab noch einen Koffer in Berlin… und den lasse ich auch (noch) da.
Berlin hat alles überstanden! Da wo mein Koffer steht, fuhren einst die
Nazis durch, hinterließen Schuttberge, stand die Mauer und jetzt irrt dieser
ganze Unsinn namens Wokismus durch die Gegend. Letzteres ist mir sowas
von egal! Es ist doch jedem selbst überlassen, ob er bei so einem Schwachsinn
mitmacht oder nicht. Mir tut die Stadt allmählich leid, weil sich tatsächlich
vieles zum Negativen gewandelt hat, und die einstige Attraktivität sich
allmählich ins Gegenteil verkehrte. Aber ich denke positiv. Es kann sich
auch wieder ändern. Alles fließt, nichts bleibt für die Ewigkeit.
Ganz einfach. Das ganze Woke wird sich fressen und danach trotzdem verhungern. Die Frage ist nur, ob ein normaler Mensch das überlebt oder zu einem Kollateralschaden wird.
Och nööö – „wir“ flüchten doch nicht! „Wir“ haben doch schon mehr als einmal allein (oder zumindest so ziemlich) mehr oder weniger kurz gegen den Rest der Welt gestanden … da werden „wir“ „unsere“ Sicht der Dinge doch nicht wegen Onkel Donald ändern – jetzt erst recht untergehakt und solidarisch Seit‚ an Seit’!
Muss doch nicht immer Berlin sein. Wokies aller Völker, kommt nach Hamburg. Hier hat die schweflige Partei es noch schwerer! Alice für Deutschland bekommt auch hier kein Zimmer. Und schnell sind Gutmenschdemos organisiert,ob gegen das Geheimtreffen ( waren doch schöne Bilder rund um die Binnenalster) oder wenn die Kanzlerkandidatin der ziemlich sicher rechtsextremen Partei eine Veranstaltung im Rathaus hat. Und Regenbogenflaggen flattern hier viele im Wind .
@jochen lindt: ähm… nein. Das Glottiss hlaggegackeiere kommt im Gewand eines Soziolektes daher, ist aber gerade keine Bildungssprache, sondern ein Herrschaftsinstrument.
Die Reduzierung der Weltbevölkerung. „Die Wurzeln der LGBT Aktionen reichen zurück bis in die 1950er Jahre in den USA. Auf die Ursprünge der Bewegung wird in einem Buch des Bestsellerautors, renommierten Ethnologen und Kulturanthropologen Wolf-Dieter Storl eingegangen “Mein amerikanischer Kulturschock„. -->>“Um die Fortpflanzungsrate zu senken, müsse nicht nur Geburtenkontrolle vorgenommen werden, sondern überhaupt solle Sexualität von der Fortpflanzung abgekoppelt werden. … Prostitution, Homosexualität, Trans- und Bisexualität, Selbstbefriedigung und Pornografie jeglicher Art, die zum Abreagieren des Triebs führen, sollten als enttabuisiert werden und als normal gelten.„<<-- Quelle TKP “LGBT bei Skandal-„Olympia“: erfunden in USA der 1950er von Oligarchen und CIA„
Gestern Gottesdienst im weissen Haus.
Die Bischöfin sagte;
„ Es gebe “schwule, lesbische und transsexuelle Kinder in demokratischen, republikanischen und unabhängigen Familien. Manche fürchten um ihr Leben„, “
Es ist so dermassen irre dieser woke-wahnsinn.
Homo- und transsexuelle Kinder ? ganz bestimmt.
fürchten um ihr leben ? hat Trump die Todesstrafe dafür verkündet. ?