Am 12.03.2019 schrieben wir auf der Achse über von sich selbst begeisterte Nebelmaschinenpolitiker: Bundesverkehrsminister Scheuer und Staatsministerin Bär stellen mit dem „Demonstrator“ die „Vorstufe für einen Prototyp des Lufttaxis“ in einer an Peinlichkeit nicht zu übertreffenden Show vor. Es beginnt mit einem Defilee der Honoratioren: Der örtliche Sparkassendirektor ist gekommen, um die Minister-Hände zu schütteln, der Bürgermeister des benachbarten Manching und die ansässigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten drängeln sich auf der Bühne wie einst das ZK der SED vor’m Roten Rathaus. Oberbürgermeister Christian Lösel trägt die goldene Amtskette. Airbus-Vorstand Schoder hält eine markige Rede. Schon ab 2025 sollte das Ding Taxidienste zum normalen Taxipreis leisten, so Schoder.
Auch Bayerns Corona-Kassandra Söder ließ sich schon mit der deutschen Zukunftstechnologie ablichten – natürlich mit blau-weiß-kariertem Rotorschutz, passend zum präsidialen Mund- und Nasenschutz. Söder sprach vom Klimawandel und der Befreiung der Luftfahrt vom bösen CO2 sowie von den „Zukunftschancen der E-Mobilität und von Spitzentechnologie aus Bayern“. Dann hob das Gerät ferngesteuert ein paar Meter ab. So rechtes Vertrauen hatten wohl auch die Ingenieure von Airbus nicht in ihr Fluggerät. Spitzentechnologie aus Bayern ist auch nicht mehr das, was es mal war.
Jetzt windet sich Airbus, und die beteiligten Honoratioren ducken sich still weg, weil das Projekt wohl eingestellt wird. Es wäre doch nur ein Demonstrator gewesen, ein Baustein für die künftige Entwicklung, so Airbus.
Irgendwie hat die blöde Physik Airbus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Lufttaxi sei 2,2 Tonnen schwer, allein die Batterie wiege 650 kg. Damit sollte das Lufttaxi eine Reichweite von 15 Kilometern schaffen, um dann mehrere Stunden aufgeladen zu werden.
Resümierend können wir von der Achse nun feststellen: Die geballte Kompetenz des Airbus-Vorstandes und der Politiker hat den Kampf gegen die Schwerkraft verloren. Eine Welt-Online-Leserzuschrift trifft den Nagel auf den Kopf: „Der Velocopter eignet sich hervorragend zum Rasenmähen in größeren Parkanlagen – wenn man ihn umdreht“.
Beitragsbild: aeroprints CC BY-SA 3.0 Link">via Wikimedia Commons

What? Doch keine Wunderwaffe im Kampf für das Klima, also gegen die Änderung des Sonnengangs (Klima, eingedeutsch: der Himmelstrich, nach ideologischer Sprachpanscherein unter Verwechslung von Ursache und Wirkung, nunmehr in Neusprech, in eine statistische Wetteränderung umgetopft, nach Gustus der Weltuntergangsastrologen und Luftdeuter). Also doch keine Elektro-V1? Was für eine Luftnummer. War wohl zuviel C02 in der Luft, was den Auftrieb verminderte. Der Stellvertreter der Führerin VG Söderling ist fast heldenhaft gefallen, im Kampf für mehr Windmühlenflügel. Zum Glück war er zu feige einzusteigen.
...........Und diese Lusche von inkompetenten Verkehrsminister hockt immer noch im Amt und lässt sich mit Steuergeldern fett füttern. Ein perfekter Prototyp von einem unfähigen "Hanswurst" im ministerialen Gruselkabinett unserer "Raute des Grauens". Ein echter Simulant seines Amtes.
Wie viel Steuergeld in Form von "Förderung von Zukunftstechnologie" mag das gekostet haben? Aber das Geld ist ja nicht weg; es hat jetzt nur ein anderer. Oder es ist durch die Gravitation (blöde Physik) in ein schwarzes Loch gefallen.
Man könnte sich schier wegschmeissen vor Lachen - wenn die ganze Geschichte nicht so peinlich wäre! Mein Gott, was für Jammergestalten, die da (um es sinngemäß mit Dieter Hildebrandt zu sagen) medienwirksam in jede Hose machen, die man ihnen hinhält... Ein Gruß und Dank dem Autor!
Ich selbst steuere "Lufttaxis"; auch IFR. Nennt sich Helikopter, aus der Gruppe der Rotorcrafts und die gibt es schon eine ganze Weile ...
Die Präsentation des Luftschlosses namens "Lufttaxi" war ein Glücksfall, denn damit wurde deutlich, dass Innovationen nur von Ingenieuren in Eigeninitiative ohne die Einmischung von Politikern erfolgen kann. Das Lufttaxi ist nur eines von vielen Beispielen. Andere Beispiele sind die Computer-Union der 1970er-Jahre, das Jessi-Projekt, der BER und die Elektromobilität, aber auch auf nicht technischen Gebiet das von keinem Volk der Welt gewünschte Chaos-Projekt EU.
Man findet das momentan vermehrt, dass die böse Physik sich wehrt, Sonntagsreden und Hochglanzprospekte zu unterstützen. Das gibt es also nicht nur bei den Kernkraftwerken neuen Typus. Ich persönlich bin immer schon misstrauisch, wenn die Publikumsbeteiligung am Hoffen und Harren das notwendige Maß überschreitet. Dann muss man entweder genauer hinter die Kulissen schauen, oder man läßt es, weil es sich nicht lohnt. Wenn ich jung wäre, gerade mal so in der Abiturklasse, würde ich vor Empörung hüpfen, dass die Physik so reaktionär ist. Die Chemie übrigens auch. Wenn man nicht alles selber macht, ruft da die regierende Physikerin, und ich winke resigniert ab.