Henryk M. Broder / 09.04.2013 / 16:33 / 0 / Seite ausdrucken

Filmen macht frei

Dem Focus von gestern (Seite 128) kann man entnehmen, dass Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) von mir nun auch 10.000.- Euro Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld haben will, weil ich sie u.a. das kleine Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt habe, nachdem sie sich eine Räuberpistole aus den Fingerchen gesaugt hatte, ich hätte ihr Anfang der 90er in einem Jerusalemer Cafe mein Herz ausgeschüttet. Hätte ich sie das große Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt, würde sie jetzt wahrscheinlich 20.000.- Euro haben wollen.

Nun gut, das ZDF zahlt nicht besonders gut und das Leben in London ist vielleicht teurer als in Mainz-Gonsenheim.

Die Idee mit dem Schmerzensgeld ist aber nicht schlecht. Ich werde jetzt das ZDF verklagen, weil ich vollkommen traumatisiert bin, seit ich diese beiden Meisterstücke des öffentlich-rechtlichen Journalismus gesehen habe. Ein Interview mit dem größten Schwätzer der deutschen Kulturszene (http://www.youtube.com/watch?v=RQ1WF40LSOY) und eines mit dem Dr. Mabuse der Friedensforschung (http://www.youtube.com/watch?v=RX_6sddJSak), beide geführt von unserem Naturtalent, das die FAZ einmal „Die Seele der Kulturzeit“ genannt hat (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/moderatorinnen-die-seele-der-kulturzeit-1305704.html).

Am besten hat mir da der Satz gefallen „Wenn ich Filme mache,  fühle ich mich frei.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das tatsächlich so gesagt hat. Wäre ich Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) würde ich sofort meinen Anwalt in Gang setzen und auch von der FAZ Schadenersatz verlangen. Wegen Verleumdung, übler Nachrede, Geschäftsschädigung und boshafter Unterstellung historischer Ignoranz.

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