
Die Erklärung ist relativ einfach. Die Stinos (Stinknormalen) sind die eigentlichen Exoten. Es gibt wohl kaum etwas aufregenderes und geheimnisvolleres als wenn zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts sich erotisch “erkennen” und das Spiel der Spiele beginnt, in allen zarten und harten Abstufungen. Und es gibt nichts banaleres als käuflichen Sex, Sex mit Hilfe von Gegenständen, Sex durch Zufügung von Schmerz und ähnliches. Und das Banale ist eher geeignet die Massen zu begeistern als das subtile, zarte, bange, irritierende, mystische Erleben von Annäherung und Verschmelzung von Mann und Frau. Deshalb gibt es auch so wenig öffentliche Aufregung um die Stinos. Ihre Erotik entzieht sich dem plumpen Zugriff der zutiefst unerotischen Erotikvermarkter. Lass sie sich doch mit Teilen aus dem Baumarkt fesseln und prügeln bis es quietscht, dem Geheimnis echter Erotik kommen sie nie auf die Spur. Dieser Text versteht sich nur zu maximal 5 % als satirisch.
Im angeblich so frivolen Frankreich hat die Zeitung “Le Figaro” sich einen Scherz daraus gemacht, Männer ganz ernsthaft zu fragen, was man mit einer Peitsche bzw. mit Klebebändern so alles anfangen könne. Zur Peitsche fiel den befragten Männern nicht viel ein (“Mein Urgroßvater hatte mal ne Kutsche mit Pferden…und ne cravache”), an den Klebebändern bemängelten die Männer, dass die Mistdinger nicht mehr auseinanderzukriegen seien, wenn sie mal zusammenpappten. Was die Klebebänder mit Frauen zu tun haben sollten, beantwortete die überwiegende Mehrheit mit “Weiß ich nicht!, beziehungsweise: “Bei mir packt immer die Frau die Päckchen, wenn sie mal wieder was zurückschickt, was ihr nicht gefällt.”
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