Von Okko tom Brok.
Feindesliebe ist nicht ungefährlich. Sie ist keine rhetorische Floskel. Sie kostet – manchmal das Leben. Charlie Kirk starb, weil er den Hass nicht spiegelte. Und es ist gerade dieser stille Widerstand, der sein Wirken über den Tag hinaushebt.
“Liebet eure Feinde” – dieser Satz Jesu aus der Bergpredigt (Mt 5,44) war nicht nur eine Kernüberzeugung des am 10.09.2025 ermordeten US-Laienpredigers Charlie Kirk, sondern ist vielleicht einer der berühmtesten und gleichzeitig unbequemsten Sätze der christlichen Überlieferung. Charlie Kirk hat die Einhaltung dieses Gebotes mit dem Leben bezahlt.
Kaum ein anderer, als historisch gesichert geltender Ausspruch Jesu hat solch eine Sprengkraft entfaltet und zugleich solch erbitterten Widerstand hervorgerufen – in der Welt wie auch in der Kirche. Der Appell zur Feindesliebe steht quer zu politischen Logiken, psychologischen Reflexen und gesellschaftlichen Normen. Dennoch – oder gerade deshalb – ist er ein Prüfstein christlicher Existenz, ein Brennglas für die Authentizität gelebten Glaubens.
Feindesliebe ist nicht nur eine ethische Option, kein weiches Gutmenschentum. Sie ist Ausdruck eines tiefen theologischen Skandals: Der allmächtige Gott entäußert sich in Christus – und vergibt seinen Peinigern. Sie wissen nicht, was sie tun. Feindesliebe ist die radikale Antwort auf eine Welt der Gewalt – und sie hat viele Gesichter: Mahatma Gandhi, Martin Luther King und zuletzt Charlie Kirk, ein einfacher Laienprediger, der sein Leben im Namen dieser Liebe verlor.
Gandhi: Gewaltlosigkeit als politische Theologie
Mahatma Gandhi, obwohl kein Christ, sondern tiefgläubiger Hindu, hat die Idee der Feindesliebe wie kaum ein anderer verinnerlicht – durch seine intensive Auseinandersetzung mit den biblischen Evangelien. Seine gewaltfreie Widerstandsform Satyagraha („Festhalten an der Wahrheit“) ist durchdrungen von der Überzeugung, dass der Gegner nicht zerstört, sondern erlöst werden muss.
Gandhi las die Bergpredigt nicht als sentimentale Utopie, sondern als politisches Programm. Wo andere zur Waffe griffen, rief er zur Umkehr des Herzens auf. Wo andere Rache forderten, suchte er Gerechtigkeit durch Würde. Sein Leben zeigt: Feindesliebe ist nicht Passivität, sondern aktive Friedensstiftung. In einer Welt, die ihre Konflikte nach dem Gesetz von Vergeltung und Machterhalt austrägt, ist solches Denken revolutionär.
Doch Gandhi wurde erschossen – von einem radikalisierten Hindu-Nationalisten. Die Gewalt, die er ablehnte, holte ihn ein. War sein Ansatz also gescheitert? Oder offenbarte sich gerade in seinem Tod, wie nahe Gewalt und Liebe in der realen Welt beieinander liegen – und wie gefährlich die Feindesliebe für die Systeme des Hasses ist?
Martin Luther King: Der Traum der Erlösung des Gegners
Auch Martin Luther King lebte aus der Kraft der Feindesliebe. In seinen berühmten Reden, vor allem aber in seiner Predigt „Loving Your Enemies“, entfaltet er eine Theologie der Liebe, die kein romantisches Ideal, sondern ein zutiefst realistisches Handeln meint:
„Hate cannot drive out hate; only love can do that.“
King war überzeugt: Der schwarze Mann kann den weißen Rassisten nicht besiegen, indem er ihn imitiert. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Der einzige Weg zum Sieg über den Hass – ist die Liebe. Dabei war King alles andere als naiv. Er wusste um die perfide Machtstruktur, gegen die er kämpfte. Doch sein Ziel war nicht nur Bürgerrecht, sondern die moralische Wiederherstellung beider Seiten – Opfer wie Täter.
Wie Gandhi fiel auch King dem Hass zum Opfer – erschossen von einem weißen Extremisten. In einer Zeit, in der das Wort „Extremist“ noch kein Etikett für alles Unliebsame war. Und doch bleibt sein Vermächtnis: Der Glaube an eine Versöhnung, die über Recht und Unrecht hinausweist – und die nicht im Sieg des einen über den anderen besteht, sondern in der gemeinsamen Umkehr zur Gerechtigkeit.
Charlie Kirk: Ein Märtyrer der Gegenwart
Der Fall Charlie Kirk – ein unbewaffneter US-Laienprediger, der jüngst auf offener Bühne im Gespräch mit Studenten ermordet wurde, weil er seine konservativen politischen und religiösen Überzeugungen offen zur Diskussion stellte – könnte eine Zäsur darstellen, obwohl Kirk bis zu seinem Tod keine weltpolitisch bedeutsame Figur war. Er war kein Gandhi, kein King. Doch gerade das macht seine Geschichte so sprechend.
Ich selbst hatte vor dem Terroranschlag auf Charlie Kirk noch nie zuvor von diesem offenbar talentierten und mutigen jungen Mann gehört. Ein einfacher Mann, der den Worten des letzten Diskussionspartners von Kirk zufolge nichts tat, als öffentlich zu beten, für Menschen zu singen, ihnen zuzuhören – und der dafür von einem radikalisierten, zutiefst hasserfüllten Täter mit einem Präzisionsgewehr aus einem Hinterhalt feige niedergestreckt wurde. Die Aufnahmen zeigen: Kirk wich nicht zurück. Er flüchtete nicht. Er versuchte sogar, Brücken zu seinen Gegnern zu bauen – mit offenen Händen. Es war sein letzter Akt.
Feindesliebe ist nicht ungefährlich. Sie ist keine rhetorische Floskel. Sie kostet – manchmal das Leben. Kirk starb, weil er den Hass nicht spiegelte. Und es ist gerade dieser stille Widerstand, der sein Wirken über den Tag hinaushebt.
Agape contra Zeitgeist
Christliche Feindesliebe ist kein moralischer Zuckerguss, kein „Sahnehäubchen“, sondern Ausdruck einer radikal anderen Weltsicht. Sie glaubt an den Gott, der in seinen Feinden nicht zuerst ihre Schuld sieht, sondern ihr Potenzial zur Umkehr.
Agape – die göttliche Liebe – liebt nicht, weil der andere liebenswert ist, sondern weil der Liebende aus der Quelle göttlicher Gnade lebt. Sie widerspricht einer Wolfsgesellschaft des homo homini lupus und gründet auf der Hoffnung, dass der Mensch – auch der Feind – Bild Gottes (imago dei) bleibt.
Doch das hat Konsequenzen: Die Feindesliebe verweigert sich dem System der Gewalt. Sie irritiert den Gewaltkreislauf. Sie stellt die Ordnung unserer durch und durch gewalttätigen Welt infrage – und wird dadurch selbst zum „Skandalon“ (1Kor 1,23).
Das Zögern der Frommen: Warum Feindesliebe so schwer fällt
Man muss ehrlich sein: Die Feindesliebe ist nicht nur ein „hoher Anspruch“, sondern für die meisten Menschen eine provokante Zumutung. Sie geht gegen unsere biologische Prägung, gegen unser soziales Training, gegen das moralische Empfinden von „Gerechtigkeit“ im landläufigen Sinn.
Aktuelle Erhebungen belegen, dass eine Mehrheit – selbst unter kirchlich gebundenen Christen – das Gebot Jesu, den Feind zu lieben, nicht aktiv bejaht. Eine idea Spektrum-Umfrage in Deutschland (2023) ergab kurz nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel, dass nur rund ein Fünftel der Bevölkerung das Prinzip der Feindesliebe als verpflichtend für die Nachfolge Jesu betrachtete. Die Mehrheit bevorzugte „klare Kante“ gegenüber Verbrechern und Gewalttätern aller Art. In den USA sind die Zahlen ähnlich: Dort zeigt eine Pew-Studie (2022), dass unter evangelikalen Christen die Sympathie für Waffengebrauch, militärische Stärke und nationale Härte größer ist als für die sanftmütigen Ideale der Bergpredigt.
Was sagt das über uns? Offenbar ist Feindesliebe nicht nur eine theologische Herausforderung, sondern eine existenzielle Konfrontation mit unseren tiefsten Ängsten, Kränkungen und Gerechtigkeitsvorstellungen. Wer liebt schon den Menschen, der ihm den Arbeitsplatz gekündigt hat? Oder den politischen Gegner, der die eigenen Werte verhöhnt? Oder schlimmer noch: den Täter, der extreme, hinterhältige Gewalt ausgeübt, Familien zerstört und unschuldigen Kindern ihren Vater geraubt hat?
Feindesliebe scheint – zuweilen zu Recht – unverantwortlich zu sein. Sie wirkt wie ein Verrat an den Opfern, wie ein moralisches Einknicken. Wer liebt, wo andere gehasst haben, wird rasch verdächtigt, die Grenze zwischen Gut und Böse zu verwischen.
Der Zweifel daran ist sehr berechtigt – denn Feindesliebe darf niemals in Verharmlosung umschlagen. Ich selbst fühle mich in dieser Frage zutiefst gespalten und schaue tendenziell auch lieber Filme mit Denzel Washington oder Clint Eastwood, in denen der gequälte Held am Ende über das Böse obsiegt, weil ich die Niederlage eines Guten emotional kaum ertrage.
Jesus selbst war kein Appeaser. Er stellte sich den Pharisäern entgegen, nannte Herodes einen „Fuchs“ (Lk 13,32) und trieb die Händler aus dem Tempel (Mt 21,12). Feindesliebe ist also nicht das Gegenteil von Klarheit oder Konfrontation. Sie ist nur das Gegenteil von Rachsucht.
Feindesliebe verlangt allerdings nicht nur Friedfertigkeit gegenüber dem Gegner, sondern vor allem auch Wahrhaftigkeit – besonders dort, wo man kritisch ist. Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Feindesliebe hängen somit unmittelbar zusammen, Tugenden, die man in deutschen Fernsehanstalten längst ad acta gelegt zu haben scheint.
Der Zweifel als Ort der Nachfolge
Vielleicht liegt genau darin die Tiefe dieses Gebots: Es ist kein Maßstab für die moralisch Starken, sondern ein Prüfstein für die Zerbrechlichen. Wer an der Feindesliebe verzweifelt, steht vermutlich näher bei Jesus als der, der sie nur predigt. Denn Jesus selbst hat am Kreuz nicht nur vergeben – er hat auch gerungen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk 15,34).
Feindesliebe ist eine Zumutung. Wer ehrlich ist, weiß: Sie ist schwer zu leben, ja – mitunter unmöglich. Doch sie ist offenbar kein Ideal, das wir aus eigener Kraft erreichen, sondern eine Haltung, die wir empfangen – durch den Geist, der nach christlicher Überzeugung auch Christus auferweckt hat.
In einer Zeit der Empörungskultur, der Cancel Culture, der politischen Lagerbildung ist Feindesliebe subversiv. Sie nimmt den Gegner ernst – und widerspricht ihm dennoch. Sie widerspricht nicht durch Abgrenzung, sondern durch Nähe. Nicht durch Rechthaben, sondern durch Hingabe.
Gandhi, King und Kirk waren keine perfekten Menschen. Aber sie bezeugen eine Wahrheit, die größer ist als jede Ideologie: Die Liebe hört niemals auf (1Kor 13,8).
Feindesliebe ist keine Strategie des Erfolgs, sondern des Kreuzes. Wer sie lebt, stellt sich gegen den Mainstream – und manchmal auch gegen die eigene Angst. Bundeskanzler Helmut Schmidt urteilte deshalb einst sinngemäß, man könne mit der Bergpredigt Jesu nicht regieren, auch wenn das Zitat im Wortlaut ursprünglich wohl schon auf Reichskanzler Otto von Bismarck zurückzuführen ist.
Doch vielleicht ist gerade das der tiefere Sinn der Feindesliebe: nicht um jeden Preis Recht zu behalten, sondern zu lieben, wo niemand mehr damit rechnet. In einer Welt, die den Hass kultiviert, ist die Liebe zum Feind das letzte prophetische Wort. Und das Kreuz bleibt seine Chiffre.
Der Autor ist Lehrer an einem niedersächsischen Gymnasium und schreibt hier unter einem Pseudonym.
@H.-J. Gille: „Bis heute entkommen christliche Kinderschänder in Amt & Würden wegen des Nazi-Kirchenrechts.“ **** Jesus über die Kinder bzw. dem Schicksal ihrer Schänder: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für diesen Menschen wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde“ (Mt.Kap.18). **** Sie werden verstehen, Herr Gille, warum es daher keine „christlichen Kinderschänder“ geben kann. Es gibt ja auch keine unsportlichen Sportler, monogame Fremdgänger oder fleischessende Vegetarier ****
@Th. Gerbert @Lutz Liebezeit … die Anglo-Amerikaner formulieren das kürzer. „Company fuck, bad luck“. In meiner Erfahrung kann man das nur zum Teil so stehen lassen. Um es mit Rosa Luxemburg (in etwa) zu sagen. „Der Charakter einer Frau zeigt sich nicht am Anfang einer Beziehung, sondern am deren Ende.“ Rosa Luxemburg war als Mensch/Frau anscheinend erträglich, als Politiker untragbar.
@Herrn tom Brok (2) … Welch ein grandioser Masochismus. Gemäß Louis Farrakhan könnten die Schwarzen der USA ja auch gesamt 2-3 oder 4 Staaten bevölkern & dort die Gesellschaft bestimmen, bis zur Sezession. Aber das will kein Schwarzer. Man will lieber an der weißen Gesellschaft & ihrem schlechten Gewissen schmarotzen. Charlie Kirk log wissentlich in den Rassismus-Debatten, was uns auch Herr Buurmann in Seinem letzten Artikel „Noch mehr Framing: Charlie Kirk & die Rassentrennung,“ unterschlagen hatte. In Campus-Debatten mit Schwarzen behauptete Kirk fälschlicherweise, daß uns Weiße nur das Melanin von Schwarzen unterscheiden würde. Kirk log der guten Moral willen. Hier komme ich noch mal auf Ihren Jesus zurück. Die Verbreitung dieses Unsinns „Liebet Eure Feinde“ durch Paulus war Feindpropaganda zu Lasten der später christianisierten Römer. Im Gegensatz zu uns, waren die Hebräer + Nachbarvölker nicht in der Lage, die Römer militärisch zu besiegen. Nur die Degeneration der Römer durch diesen linken Unfug machte die Römer so schwach, daß wir sie besiegten. Und Sie, Herr tom Brok, wollen jetzt uns, den Achse-Lesern, den letzten Rest an Wehrhaftigkeit nehmen?
@Frieder Rist Es gibt handfeste Fakten das die alten Schriften teils 1:1 aus dem indischen-asiatischen Raum übernommen wurde. Also teils ein Plagiat. Einfach mal die Schriften (frühvedische Zeit (1500–1000 v. Chr.). Sie folgte auf die Indus-Kulturen (ca. 3000–1800 v. Chr.) genauer betrachten. Deren Mathematik ist auch beeindruckend.
Feindesliebe, genau zu diesem Thema gab es im Willy-Brandt-Haus in Berlin eine Veranstaltung vom Arbeitskreis Politischer Islam (AK Polis) am 14. September 2025. „Ziel war die Information von Mandats- und Funktionsträgern und Funktionsträgerinnen der SPD, Fachöffentlichkeit und Medien über den sogenannten Frérismus und seine Netzwerke in Europa. Die Keynote lieferte Dr. Florence Bergeaud-Blackler, Autorin des französischen Sachbuch-Bestsellers “Kalifat nach Plan„, welche durch Beiträge weiterer renommierter Fachleute ergänzt wurde.“ Weitere Infos bei HPD. Der Begriff Frérismus zeigt wie die Feindesliebe in ganz Europa umgesetzt wird. „Florence Bergeaud-Blackler: Eine Entschlüsselung des “Kalifats nach Plan„. Die Anthropologin Florence Bergeaud-Blackler liefert eine tiefgehende und alarmierende Analyse des “Frérismus„ als politisch-religiöser Strategie zur Unterwanderung Europas. Doch ihr Werk verdient nicht nur politische, sondern auch philosophische Aufmerksamkeit – als Spiegel moderner Demokratieschwäche.“ Der Mensch als religiös-politisches Wesen. Es gruselt richtig. Erst recht wenn öffentliche EInrichtungen wie Unis, Schulen oder auch die Wirtschaft gezwungen wird auf das religiös-politisches Wesen Rücksicht zu nehmen. Das Toleranz Paradoxon kommt richtig zu Geltung. Kein Wunder das eine Deindustrialisierung statt findet.
@ Thomin Weller: Sie unterliegen meines Erachtens einigen Irrtümer in ihren Kommentaren. Erstens maßen sie sich an, einen Gott zu kreieren der ihnen passt. Wenn es Gott gibt, so ist er der oberste Gesetzgeber und wir haben diese Gesetze zu befolgen oder anderenfalls die Konsequenzen zu tragen. Bei den irdischen Herrschern ist es doch genauso. Könnte sich jeder seinen Gott selbst zusammen basteln, so hätten wir so viele Götter wie wir Menschen haben. Einen solchen Gott könnte ich persönlich nie anbeten, das wäre nämlich ein gewaltiger Waschlappen. Zweitens haben sie die Bibel noch nie im Zusammenhang gelesen und schon gar nicht verstanden. Wären Sie Schriftstellen und hätten ein Buch herausgegeben und würde ihr Buch mit dem gleichen Wissen beurteilen wie sie die Bibel, wären sie der Erste der sich gewaltig aufregen würde. Und das würden Sie auch zu recht tun. Drittens werfen Sie alle Religionen in einen Topf und das mit der größten Selbstverständlichkeit. Ein gewaltiges Problem liegt nun darin, dass die Definition Religion so gemacht ist, dass alles in einen Topf passt ob es zusammenpasst oder nicht. Religion ist meines Erachtens ein System der Werke. Die Religion sagt dem Menschen was er zu tun hat. Der Mensch muss handeln. Die Bibel sagt genau das Gegenteil und zwar von 1 Mose 1 bis Offenbarung 22,21. Der Kontext der Bibel ist nämlich folgender: Epheser 2, 8 „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Das ist der große Unterschied zu allen anderen Religionen. Im Christentum hat Gott durch seinen Sohn alles für uns getan. Wir können nichts tun als dieses Geschenk der Gnade annehmen. Sie haben richtig erkannt, dass wir einen schrecklichen Gott haben der aber Liebe ist. Daher hat er alles getan um uns vor sich, vor seinem gerechten Zorn zu retten. Haben Sie diese Liebe schon angenommen.
@j. heini „Nächstenliebe“ ist ein unglückliches Wort für „gute Sitte“ und kein pathetisches Gefühl: „Denn was da gesagt ist: “Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten„, und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefaßt: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.„ Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. “Nächstenliebe„ ist, die 10 (7, abzüglich der ersten 3) Gebote einzuhalten. Röm 13, 8-10 Niemand wird gerne belogen und betrogen. Die Übersetzung stammt noch aus der Zeit Luthers. Der Begriff könnte einem Bedeutungswandel vollzogen haben. “ Du solt deinen Nehesten lieben als dich selbs.„ Du sollst dir nichts vormachen. Du sollst anderen nichts vormachen. Prinzipiell fällt auch der Feind unter die Nächsten. Im übrigen hat Konfuzius sehr ähnliche Prinzipien vertreten wie Jesus.