Anthony Fauci hinterließ auf Regierungscomputern ein mehr als 1.000 Seiten umfassendes Tagebuch aus der Zeit, als er in seiner Funktion als Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) die Corona-Maßnahmen in den USA leitete. Laut US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy konnte das Dokument von den Servern abgerufen werden und wurde nun von Senator Rand Paul veröffentlicht. Lesen Sie im zweiten Teil der Analyse, inwiefern der seinerzeitige deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach im Tagebuch eine Rolle spielt.
Die Presse griff die Meinungsverschiedenheiten von Trump und Fauci begierig auf, um Trump in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Am 12. März gibt Fauci einen Artikel der Washington Post wieder, in dem es heißt: „Faucis Fachwissen und Glaubwürdigkeit heben sich deutlich von den widersprüchlichen und falschen Aussagen ab, die von Präsident Trump ausgehen. (…) Während Trump versucht, die Schwere der Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit herunterzuspielen, die seine Aussichten auf eine Wiederwahl beeinträchtigen könnte, hat Fauci die tatsächliche Gefahr in aller Deutlichkeit und mit den besten Einschätzungen dargelegt.“ Und weiter: „Fauci warnte, dass die Sterblichkeitsrate des Coronavirus zehnmal so hoch sei wie die der Grippe, und widerlegte Trumps optimistisches Versprechen, dass ein Impfstoff schnell bereitstehen werde. Fauci erklärte zudem unumwunden, dass die Regierung dabei versage, die dringende notwendigen flächendeckenden Tests bereitzustellen.“
Außerdem sprach sich Fauci am 18. März 2020 in einer E-Mail gegen das Medikament Remdesivir aus. Es sei noch nicht zugelassen und man wisse noch zu wenig darüber. Er habe Bedenken hinsichtlich der möglichen Nebenwirkungen dieses noch in der Erprobung befindlichen Medikaments im Zusammenhang mit COVID. Außerdem müsse erst seine Wirksamkeit nachgewiesen werden, bevor es in großem Umfang verteilt werden könne. Faucis Bedenken in allen Ehren, doch warum hatte er diese nicht auch in Bezug auf die erst recht noch nicht erprobten modRNA-Impfstoffe? Einmal mehr ist klar ersichtlich, dass er darauf hinarbeitete, die neue Impfstoff-Technologie durchzudrücken. Ein wirksames Medikament wäre dafür eher hinderlich. Auch als Trump am 27. März nach und nach die Countys wieder öffnen wollte, beschwert sich Fauci in seinem Tagebuch darüber, dass dieser Plan unausgereift und ihm auch nicht vorgelegt worden sei. Und er versucht hartnäckig, Trump davon abzuhalten, den Lockdown bald zu beenden.
Doch Trump bemerkt offenbar irgendwann, dass er Fauci nicht vertrauen kann. Am 23. April 2020 wirft er Fauci und der Corona-Beauftragten Deborah Birx vor, das Land und die Wirtschaft zerstört zu haben. Trump wird in Faucis Tagebuch zitiert mit den Worten: „Ich hätte niemals auf euch hören sollen. Ihr habt uns völlig ruiniert.“ Dennoch hält Trump weiter an Fauci fest. Immer wieder beschäftigt sich Fauci in seinem Tagebuch mit seiner Beziehung zu Trump und notiert auch Auseinandersetzungen. Am 4. August 2020 schreibt er über Trump: „Dann fing er an zu schwadronieren, dass wir nur deshalb mehr Fälle sehen, weil wir mehr Tests durchführen. Ich sagte: Okay, Herr Präsident. Wir befinden uns jetzt im Oval Office, und deshalb müssen Sie es direkt von mir hören. Mehr Tests führen nicht zu mehr Fällen. Wenn man mehr Tests durchführt, entdeckt man natürlich auch asymptomatische Personen, die man sonst vielleicht nicht bemerken würde. Wenn jedoch der Anteil der positiven Fälle steigt, ebenso wie die Zahl der Krankenhausaufenthalte und der Todesfälle, bedeutet das, dass es tatsächlich mehr Fälle gibt.“
Gleich zwei ausführliche Tagebuch-Einträge zu Lauterbach
Ob Fauci sich in diesem Moment selbst glaubt? Er müsste es ja besser wissen. Vielleicht lacht er sich auch heimlich ins Fäustchen, weil es ihm offenbar immer noch gelingt, Trump zu verunsichern. Und es wir deutlich, wie sehr die gesamte Pandemie auf den Drosten-Tests und auf den „asymptomatischen Erkrankungen“ beruhte. Übrigens war Fauci nicht nur mit Drosten gut bekannt, sondern auch noch mit einem anderen Corona-Protagonisten aus Deutschland: mit Karl Lauterbach. Gleich zwei ausführliche Tagebuch-Einträge zu Lauterbach finden sich in Faucis Aufzeichnungen.
Am 30. Juni 2022 schreibt Fauci: „Wichtiges Zoom-Treffen mit Karl Lauterbach (deutscher Bundesgesundheitsminister), Ugur Sahin (CEO von BioNTech) und Ashish Jha (Koordinator der COVID-19-Bekämpfung im Weißen Haus). Wir diskutierten die Vor- und Nachteile der optimalen Auffrischungsimpfung für den Herbst. Carl und Ashish baten Ugur und mich, die wissenschaftlichen Gründe darzulegen, warum sich unsere FDA dafür ausgesprochen hat, für den Herbst bivalente Auffrischungsimpfungen gegen BA.4/5 (zusammen mit dem Wildtyp) zu empfehlen. Auch wenn es vielleicht etwas länger dauern wird, bis genügend Dosen verfügbar sind, um bereits früh im Herbst mit der Impfung zu beginnen, könnte der Vorteil einer starken Stimulation und Immunantwort gegen BA.4/5 die leichte Verzögerung wert sein. Wir waren uns auch einig, dass wir, falls es sehr früh im Herbst zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommt, bevor wir über genügend BA.4/5-Impfstoff verfügen, tatsächlich mit dem ursprünglichen monovalenten Impfstoff boosten können, da dieser zwar keine optimale, aber dennoch eine angemessene Immunantwort gegen BA.4/5 hervorruft. Karl erwähnte, dass Deutschland zu einem bivalenten Omikron-Impfstoff tendiere, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Moderna darauf dränge, da das Unternehmen beschlossen habe, diesen zu produzieren, und die Nutzung dieser Dosen nicht verlieren wolle. Am Ende der Diskussion war klar, dass Ugur und ich Karl davon überzeugt hatten, dass der oben beschriebene Weg mit BA.4/5 die bessere Vorgehensweise sei. Es war eine sehr gute Diskussion, und ich war beeindruckt davon, dass Ugur ein brillanter Wissenschaftler ist und ein wirklich netter Mensch zu sein scheint.“
Auch mit Ugur Sahin stand Fauci also in Kontakt. In diesem Zusammenhang wirkt es geradezu tragikomisch, dass nicht nur Fauci mit seinem Tagebuch seine eigene Anklageschrift geschrieben hat, sondern auch Sahin. Mit seinem Buch „Projekt Lightspeed“ hat Sahin öffentlich gemacht, dass BionTech an den für die Zulassung des „Impfstoffs“ nötigen Studien so lange herumschraubte, bis das Ergebnis passte. Und an der Zulassungsstudie zum BNT162b2-mRNA-Covid-19-Impfstoff wirkten Uğur Şahin und seine Frau Özlem Türeci sogar persönlich mit.
Der nächste Eintrag Faucis zu Lauterbach erfolgte am 20. Juli 2022. Er lautet:
„Ich hatte heute im Gebäude 31 ein großartiges Treffen mit Dr. Karl Lauterbach, dem deutschen Gesundheitsminister. Er stützte sich sehr, wirklich sehr stark auf meinen Rat, wie die Entscheidung über COVID-Auffrischungsimpfungen in Deutschland und deren Verteilung zu handhaben sei. Er hat einige der gleichen Probleme wie wir hier, wenn es darum geht, zu entscheiden, welche Auffrischungsimpfung im Herbst die richtige sein sollte. Er hat bereits Millionen Dosen des bivalenten Impfstoffs von Moderna bestellt – gegen eine Kombination aus Omikron und dem ursprünglichen Stamm – sowie von Pfizer, bei dem es sich um einen bivalenten Impfstoff gegen BA.4/5 in Kombination mit dem ursprünglichen Stamm handelt. Moderna wirbt natürlich für sein Produkt, aber Karl war sehr an meiner Meinung interessiert. Ich sagte ihm, dass die FDA auf meinen Rat und den anderer hin den bivalenten Impfstoff gegen BA.4/5 und die ursprüngliche Variante bereits für die volle Dosis zugelassen hat. Nun liegt es an der CDC und ihrem ACIP, eine Empfehlung abzugeben, wer die Dosis erhalten sollte und wer sie erhalten darf. Wir sprachen auch über die Spannungen hinsichtlich der Frage, ob man Menschen, die einem Risiko für schwere Komplikationen ausgesetzt sind, jetzt impfen sollte – angesichts der Infektionswelle sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten –, oder ob man warten sollte, bis im Herbst ein varianten-spezifischerer Auffrischungsimpfstoff verfügbar ist. Deutschland steht vor dem gleichen Dilemma wie wir, da einige Menschen in Deutschland ganz ähnlich argumentieren wie Paul Offit, der sagt, dass wir die Menschen jetzt nicht impfen sollten. Paul ist klug und ein guter Freund, aber er ist ein Opfer dessen, was ich als ‚das Perfekte zum Feind des Guten machen‘ bezeichne. Aus rein immunologischer Sicht ist es offensichtlich nicht optimal, jetzt eine Auffrischungsimpfung (mit dem ursprünglichen Stamm) zu erhalten und schon in ein paar Monaten eine noch bessere Auffrischungsimpfung (bivalent BA.4/5 + ursprünglicher Stamm) zu benötigen.
Allerdings muss man den Nutzen für die öffentliche Gesundheit, der dadurch entsteht, dass Menschen, die derzeit einem Infektions- und Schwererkrankungsrisiko ausgesetzt sind, irgendeine Form von Impfstoff erhalten, gegen die relativ geringen negativen Auswirkungen abwägen, die mit einer Impfung jetzt verbunden sind, auf die in zwei bis drei Monaten eine Impfung mit einer besseren Auffrischungsdosis folgt. Ich war überrascht, dass Blogger wie Paul Offit weltweit einen großen Einfluss haben. Karl erwähnte mir gegenüber, dass er und seine Kollegen sehr aufmerksam auf das hören, was ich sage, und dass es für sie sehr hilfreich wäre, zu erfahren, was ich ihm heute erzähle – und ich stimmte ihm voll und ganz zu, da er absolut auf derselben Linie liegt wie ich sowie viele meiner NIH-Kollegen, darunter Rick Koup und andere. Es war ein sehr anregendes Gespräch, und ich war in Bestform.
Anschließend sprachen wir über das Thema Affenpocken. Laut Karl sind die Affenpocken in Deutschland außer Kontrolle geraten, und ähnlich wie in den Vereinigten Staaten ist die Schwulengemeinschaft sehr frustriert über den Mangel an Impfstoffen, die sie benötigen, sowie über den fehlenden einfachen Zugang zu antiviralen Medikamenten. Mit der Diagnostik, die reichlich vorhanden ist, scheinen sie keine Probleme zu haben. Ich erklärte ihm, dass unsere Situation hier in den Vereinigten Staaten sehr ähnlich ist. Das Gespräch endete damit, dass er ein Foto mit mir machen wollte, da seine 15-jährige Tochter offenbar ein großer Fan von mir ist. Wir tauschten Handynummern aus, und er versprach mir, mich regelmäßig anzurufen.“
Kein Wunder, dass Trump Fauci strafrechtlich verfolgen lassen will
Lauterbach hörte also aufmerksam auf das, was Fauci sagte, und in Deutschland waren die Affenpocken außer Kontrolle geraten. Vielleicht waren auch nur die Pharmakonzerne außer Rand und Band geraten, weil sie ein neues Geschäftsfeld witterten? Doch zurück zur Kontroverse zwischen Fauci und Trump. Am 31. August 2020 hält Fauci fest: „Trump schürt Gewalt (rassistische Spannungen) in Kenosha, Wisconsin, und Portland, Oregon. QAnon verdreht Daten der CDC, wonach bei etwa 9.000 der über 180.000 gemeldeten COVID-19-Todesfälle ausschließlich COVID-19 in der Sterbeurkunde vermerkt war. Bei den übrigen Fällen lagen auch andere Vorerkrankungen vor. QAnon behauptet, dass alle anderen Todesfälle nichts mit COVID-19 zu tun hätten. Der US-Präsident findet das großartig und twittert, dass Fauci und Birx das Land wegen nur 9.000 Todesfällen lahmgelegt hätten. Was für ein Idiot!!“
Offenbar konnte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass Trump einmal seine Aufzeichnungen lesen würde. Doch genau dies ist jetzt der Fall. Kein Wunder, dass sich auch Trump mittlerweile für eine strafrechtliche Verfolgung Faucis ausgesprochen hat. Am 9. September 2020 notiert Fauci zudem: „Ich war bei FOX News zu Gast bei John Roberts und habe leider den Eindruck erweckt, ich würde Trump verteidigen, als ich auf Johns Frage antwortete, ob ich jemals beobachtet hätte, dass Trump COVID heruntergespielt habe. Ich antwortete, dass wir ihn im Oval Office informiert hätten und er danach an die Öffentlichkeit getreten sei, ohne uns wirklich zu widersprechen. Ich hätte sagen sollen, dass er COVID tatsächlich herunterzuspielen versuchte, etwa als er sagte, es würde ‚wie durch ein Wunder verschwinden‘.“
Am 5. Oktober 2020 berichtet Fauci von einem Telefonanruf Trumps, der an Corona erkrankt war. Trump sagte ihm, dass ihm die Medikamente Remdesivir und Regeneron mAb sehr geholfen hätten, und wünschte sich von Fauci, dass er einer Notzulassung von Regeneron mAb zustimme. Woraufhin Fauci ihm lediglich erklärte, dass sich das Medikament noch in klinischen Studien befinde. Es ist auch kein Zufall, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA die erste Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff (BioNTech/Pfizer) erst unter Bidens Präsidentschaft, nämlich am 11. Dezember 2020, erteilte. Schließlich sollte Trump keinen diesbezüglichen Erfolg vor der Präsidentschaftswahl vorweisen können. In den RKI-Protokollen ist am 28. September 2020 ebenfalls zu lesen: „Zulassung bei FDA vor US-Wahlen ist nicht gewünscht, auch nicht bei europäischer Behörde, d.h. es wird erste Ergebnisse nicht vor November geben.“ Am 3. November fanden die Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Wenige Tage später legten Pfizer und Biontech erste Ergebnisse aus der abschließenden Studie zu ihrem Impfstoff-Kandidaten vor.
Obama sei wie immer charismatisch und äußerst intelligent gewesen
In Faucis Tagebuch finden sich weitere Einträge zu seiner direkten politischen Einflussnahme. Am 19. Oktober 2020 notiert er: „Trump verliert kein gutes Wort über mich, bezeichnet mich als ‚Katastrophe‘, macht sich über meinen Eröffnungswurf beim Saisonauftakt der Nats lustig, twittert ununterbrochen über mich und behauptet, wenn er auf mich gehört hätte, wären inzwischen 500.000 Menschen tot. Er bezeichnet die Leute der Task Force als Idioten. Er klingt wirklich völlig verrückt. Er muss durch das unglaublich gut aufgenommene Porträt über mich gestern Abend in der CBS-Sendung 60 Minutes völlig aus der Fassung geraten sein. Die Resonanz meiner Unterstützer in Form von E-Mails, SMS und Tweets war überwältigend. Einige Beispiele aus Hunderten von E-Mails und SMS: SMS von Joan Baez – ‚Ich hoffe, du feierst gerade. Es ist eine Ehre, von diesem elenden Arschloch angegriffen zu werden.‘ SMS von Hilary Rosen – ‚Noch 14 Tage. Halte durch. Wir brauchen dich. Dieser Trottel ist nicht einmal dazu geeignet, dir die Schuhe zu binden. Xo Hilary‘.
Am 23. Oktober 2020 berichtet Fauci, dass ihm von Barack Obama ausgerichtet worden sei, wie stolz dieser auf ihn sei. Nach Bidens Wahl zum US-Präsidenten schreibt Fauci am 25. April 2021 seinerseits stolz davon, dass er ein persönliches Zoom-Gespräch mit Präsident Obama hatte, um die Menschen dazu zu ermutigen, sich impfen zu lassen. Obama sei wie immer charismatisch und äußerst intelligent gewesen. O-Ton Fauci: „Ähnlich wie damals, als er noch im Weißen Haus war, hatte er alle Details rund um die Impfstoffe perfekt im Griff. Das hat mir wieder einmal vor Augen geführt, was für ein unglaublicher Mensch er ist und was für ein großartiger Präsident er war.“
Bereits am 29. Oktober 2020 meldete die New York Times, Biden habe angedeutet, dass Fauci eine herausragende Rolle in einer künftigen Biden-Regierung spielen werde. Am 3. Dezember 2020 ist es dann so weit: Fauci trifft sich mit dem Übergangsteam des designierten Präsidenten Biden. Er schreibt dazu: „Außerdem habe ich ihnen meine Empfehlungen dazu gegeben, wie die effektivste Kommunikationsstrategie für die künftige Regierung aussehen könnte.“ Und weiter: „Es war ein hervorragendes Gespräch, in dem sie alle ihre Dankbarkeit und ihren Respekt mir gegenüber für die Arbeit zum Ausdruck brachten, die ich in den letzten Monaten geleistet habe.“
Biden sei abgeschweift und habe Dinge wiederholt
Am 6. Dezember rät er dem Biden-Team, statt von „100 Tagen Maskenpflicht“ besser von „mindestens 100 Tagen“ zu sprechen. Schließlich soll der Druck auf die Bevölkerung so lange aufrecht erhalten bleiben, bis sich möglichst viele der Impfung unterzogen haben. Am 8. Dezember stellt Biden offiziell sein medizinisches Team vor: Fauci ist sein „Chief Medical Advisor“. Die folgenden Tagebucheinträge drehen sich dann vor allem um die Impfkampagne und darum, wer welche Rechte an den neuen Impfstoffen erhält. Am 12. Dezember, dem Tag der Notfallzulassung für den mRNA-Impfstoff von Pfizer, hebt Fauci gegenüber dem Biden-Team die Bedeutung von Tests bei symptomfreien Personen zum Zwecke der Überwachung und des Screenings hervor. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch ein Gespräch mit Vertretern der Rockefeller-Stiftung. Am 30. Dezember schildert er einen Konflikt mit Senator Marco Rubio, dem jetzigen US-Außenminister, den er damals als Arschloch bezeichnet. Was denkt wohl Rubio heute, wenn er folgende Zeilen liest?
Fauci schreibt: „Senator Marco Rubio benimmt sich wie ein echtes Arschloch. Er bezeichnet mich öffentlich als Lügner, was meine Aussage in der New York Times zu meinen Schätzungen bezüglich des für die Herdenimmunität erforderlichen Impfanteils betrifft. Ich hatte gesagt, dass ich meine Schätzung von 70 bis 75 % auf 70 bis 85 % angepasst habe, weil wir die genaue Zahl wirklich nicht kannten und ich die Menschen dazu ermutigen wollte, sich impfen zu lassen, um Herdenimmunität zu erreichen. Tatsächlich habe ich diese Änderung vorgenommen, indem ich die Situation bei Masern extrapoliert habe, wo der Masernimpfstoff zu 98 % wirksam ist, während die Wirksamkeit bei SARS-CoV-2 bei 94–95 % liegt. Bei Masern beginnt die Herdenimmunität bei einer Impfquote von etwa 89–90 % in der Bevölkerung nachzulassen, daher habe ich den Wert für SARS-CoV-2 auf 85 % angehoben, wobei die Spanne bei 70 bis 85 % liegt. Dafür bezeichnete er mich als Lügner und großen Heuchler, während er weiterhin Trump – dem größten Lügner der Welt – in den Arsch kriecht.“
Am 20. Januar 2021, dem Tag der Amtseinführung Bidens, notiert Fauci, dass Trump angedeutet habe, er werde mit einer „Bewegung“ zurückkehren. Fauci kommentiert dies mit der Bemerkung, dass Trump ein sehr gefährlicher Mann sei. Die Antrittsrede von Biden nennt er hingegen spektakulär und vergleicht sie mit denen von Lincoln, Kennedy und Roosevelt. Biden habe genau den richtigen Ton getroffen und Lady Gaga die Nationalhymne gesungen. Am 25. Januar notiert Fauci: „Did really good WORLD ECONOMIC FORUM Panel chaired by John Mickethwait (Bloomberg) with panelists: Prime Minister of Greece Kyriakos Mitsotakis; Nancy Brown (CEO of American Heart Association) and Frans van Houten (CEO of Royal Philips).“ Das WEF fehlt in Faucis illustrem Netzwerk also auch nicht. Am 18. Februar berichtet Fauci, dass er Biden über Impfstoffstudien bei Kindern informiert und erwähnt habe, dass wahrscheinlich bis Mitte Herbst Schüler der Oberstufe (13–17 Jahre) geimpft werden könnten, es jedoch bis zum ersten Quartal 2022 dauern würde, bis die Zulassung für Grundschulkinder (6 bis 12 Jahre) vorliegt. Biden habe gute Fragen gestellt, sei aber ein wenig abgeschweift und habe Dinge wiederholt, die er bereits einige Minuten zuvor gesagt habe.
Den Link zu Faucis Tagebuch finden Sie hier.
Den Link zu Faucis Textnachrichten zum Thema Impfung und Schwangerschaft finden Sie hier.
Teil 1 finden Sie hier.
Lesen Sie morgen in Teil 3: In allererster Linie ging es Fauci um den eigenen Ruhm

@Michael Hufnagel: Wir alle, auch ich, werden für alles was wir getan haben, zur Rechenschaft gezogen.
Johannes 5:24
[24] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Einzige Möglichkeit dem Gericht Gottes zu entgehen ist, die Erlösung, also den stellvertretenden Tod von Jesus anzunehmen, seine Sünden zu bekennen und vom verkehrten Weg umzukehren. Das will aber der Großteil der Menschen nicht. Das ust für diese Menschen leider Torheit, so wie Gott es ha selbst sagt.
1. Korinther 1:21
[21] Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt diejenigen zu retten, welche glauben.
@Martin Krieger: Ich hab´s mal mit Grok probiert. Stimmt zwar zu was Fragen der Kommunikation und der Diffamierung anderer Meinungen betrifft, sieht die Schlumpfung als solche aber aufgrund der Studienlage recht unkritisch und eher als Erfolgsmodell.
Zeigt einfach dass keine Intelligenz dahintersteckt sondern nur ein Algorithmus der die mehrheitlich „netzauffindbaren“ Studien und Meinungen in schöne Worte verpacken kann.
Als Nichtfachmann konnte ich die medizinischen Aspekte ja gar nicht bewerten, aber irgendwie hat der gesunde Menschenverstand ACHTUNG geschrien. Der fehlt allen KIs ;-)! Und den Lemmingen sowieso…
Tja, wenn man den Artikel so liest, reift wieder einmal die immer währende selbe Erkenntnis: Im Krisenfall nimmt die Anzahl an „Arschlöchern“ mit „Lichtgeschwindigkeit“ zu. Oder sie fallen vielleicht einfach schneller auf und können so erst lokalisiert und „abgeputzt“werden. ;-) Das Problem bei Covid ist das selbe Problem wie bei allen anderen Ausnahmesituationen auch: Wer nutzt die Situation aus, um sich selbst durch die außérgewöhnliche Lage einen Vorteil zu verschaffen? Wer konzentriert sich wirklich auf die Bekämpfung des Problems und wer nutzt es aus und hält es damit absichtlich länger am leben? Bei Ereignissen dieser Größenordnung trennt sich die Spreu vom Weizen. Aber so mancher vorschnell ausgemachte „Schuldige“ ist es vielleicht gar nicht, sondern nur Rädchen im System, das vor den Augen der Welt unter den Notfallregeln zerrieben wird, während sich im Hintergrund dabei so mancher ungesehen die Hände reibt. Die Welt ist ein irrsinnig komplexes Ding. Und die Menschen suchen gerne den berühmten einen Schuldigen, auf den sie alles abschieben können. So einfach ist die Welt aber nicht. Die Menschheit besteht aus Schwärmen und Kausalitätsketten und ist deswegen extrem schwer zu berechnen und zu kontrollieren. Insbesondere wenn die Matrix ein Weltbild vorgaukelt, was so vielleicht gar nicht stimmig ist.
Sehen wir wenigstens das positiv, dass unter Trump etwas aufgedeckt wurde, was unter Harris alles verschleiert worden wäre. Und was wird bei uns passieren? Die Mehrheit der deutschen Demokraten wird schon demokratisch verhalten.
Zwei abstoßende Gestalten. Ich hoffe, sie werden büßen müssen!
Lauterbach kann wohl nicht anders. In Deutschland bricht die Apokalypse los, weil die Leichen der Schwulen sich am Wegesrand türmen wegen der Affenpocken. Kann ich mir lebhaft vorstellen, wie er mit seinem schlechten Englisch das dem Fauci in allen Details schildert. Exponential growth in the dark rooms!
Es ist erstaunlich in welche Positionen solche Personen, „Flachpfeifen“ darf man nicht sagen, gelangen können. Und das ist nicht nur in den USA der Fall. Schlimmer noch ist, was sie in diesen Positionen alles anstellen können. Sie sind in der Lage, wenn sie die Politik hinter sich wissen und sie selbst „Safe“ sind, eine Katastrophe auszulösen um eine angebliche Katastrophe zu bekämpfen. Ich möchte nicht in deren Inneres schauen und sehen wie es da aussieht. Viele von denen könnten eine Herausforderung b.z.w. ein Studienobjekt für die Psychiatrie sein.
Von Anfang an war klar, wenn der Stein ins Rollen kommt, dann in den USA. In den USA geht man mit Tätern, die eines Verbrechens verdächtigt werden nicht gerade zimperlich um u. Richter sind dort hoch angesehene Personen. Und wie sieht es diesbezüglich bei uns im Moment aus?