Ulrich Sahm, Gastautor / 12.04.2007 / 23:22 / 0 / Seite ausdrucken

Falscher Fehler

Auf einer Nahost-Landkarte, von EKD-Bischof Wolfgang Huber bei einer Pressekonferenz in Jerusalem an Journalisten ausgeteilt, sind Libanon, Syrien, Jordanien und ein Staat namens „Sinai“ eingetragen. Ebenso gibt es da einen Gazastreifen, eine Westbank und „von Israel besetzte“ Golanhöhen. Nur ein Staat mit Städten wie Tel Aviv, Rischon Lezion und Haifa hat keinen eigenen Namen! Das entspricht offiziellen palästinensischen und arabischen Landkarten, auf denen auch nur die Umrisse eines namenlosen Staates erkennbar sind. Erstaunlicherweise bereisen die deutschen evangelischen Bischöfe zur Zeit einen Staat, der nicht einmal auf der von ihnen selber verteilten Landkarte existiert: Israel.

Auf Anfrage sagte der überraschte Pressesprecher der EKD, Christof Vetter, „dass doch die Grenzen Israels in der Landkarte eingezeichnet“ seien. Danach befragt, wieso denn der Name des Staates Israel fehle, während die Namen der Nachbarländer mit fetten Buchstaben abgebildet seien, erklärte Vetter: „Möglicherweise ist der Name Israels bei Fotokopieren der Karte herausgefallen.“ In jedem Fall – so der Sprecher – sei dieser Fehler nicht beabsichtigt gewesen.

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