Es ist noch nicht lange her, da hat Barbara John, ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats und Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes, in einem Beitrag für den Tagesspiegel versucht, die Ängste ihrer Leser zu zerstreuen. Es sei überhaupt nicht schlimm, "wenn die Einheimischen auf einmal in der Minderheit sind", schrieb sie, "der Trend zum rasant wachsenden Migrantenanteil ist nicht umkehrbar", es sei "auch in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit, bis in größeren Städten Menschen mit Migrationshintergrund die Bevölkerungsmehrheit stellen", in Frankfurt sei das bereits der Fall, demnächst würden Stuttgart und Augsburg folgen.
Dennoch müssten sich "die Einheimischen", also diejenigen, die schon länger hier leben, keine Sorgen machen. Erstens bestünde "die neue Bevölkerungsmehrheit ja aus vielen Einwanderergruppen, die sich bildungsmäßig, ethnisch, religiös, kulturell und wirtschaftlich enorm unterscheiden", zweitens seien diese Gruppen "untereinander oft zerstritten, wie das auch bei Einheimischen der Fall ist".
Eben, man hört ja immer wieder von Rheinländern, die mit Knüppeln und Messern auf Westfalen losziehen und von Franken, die den Schwaben mit abgebrochenen Flaschen einen auf den Weg mitgeben.
Inzwischen allerdings scheint Frau John etwas dazugelernt haben. Im Tagesspiegel vom Sonntag nimmt sie Ingo Kramer, den Arbeitgeberpräsidenten, auseinander, der vor kurzem behauptet hatte, dass von mehr als einer Million Menschen, die seit 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, knapp 400.000 einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gefunden haben. Unsinn, schreibt Frau John, erstens waren es 1,6 Millionen Flüchtlinge, und zweitens handelt es sich bei den 400.000 um eine Zahl, die "phantasievoll aus dem Daten-Dschungel hochgerechnet wurde". (Der Beitrag steht nicht online.)
So weit, so gut. Jeder lernt irgendwann dazu. Was allerdings auffällt, ist, dass Barbara John ein Wort vermeidet, das in diesem Kontext das einzig richtige wäre: Fake News. Arbeitgeberpräsident Kramer, der auch im Vorstand der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sitzt, hat sich die Geschichte von der spektakulär geglückten Integration der Geflüchteten aus dem Daumen gesaugt. Was er da zusammenspinnt, ist echtes Seemansgarn, aus dem man ein Dutzend Matrosenanzüge nähen könnte, in die sogar Peter Altmaier passen würde.
Fast alle Redaktionen haben über seine radikaleuphemistische Lagebetrachtung berichtet, keine hat auch nur angedeutet, dass die Bilanz in das Reich der Fake News gehört. So sieht sie aus, die solidarische Liebe der Matrosen, vom kleinsten und gemeinsten bis hinauf zum Kapitän.
Siehe zum gleichen Thema auch BILD von gestern abend: Zwei von drei Flüchtlingen leben von Hartz IV

Ich lese aus den Kommentaren, dass es noch Menschen in diesem Land gibt, die die Lageberkennen und trotzdem noch einen Funken Hoffnung in sich tragen. Aber auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, auch sie stirbt. In meinen Augen ist sie sogar bereits tot. Denn es ist nicht erst Fünf vor Zwölf, es ist bereits eine Minute vor Zwölf, nicht nur für Deutschland, nein für nahezu ganz Westeuropa. Korrekturen müssten jetzt eingeleitet werden, denn in 10 Jahren ist es mit Sicherheit zu spät. Und wer hier im Land auf die AfD baut, baut auf Sand. Selbst wenn die AfD bei der nächsten BT-Wahl eine absolute Mehrheit erringen würde, es würde sich nicht viel ändern. Vielleicht ließe sich das Schicksal, das Frau Merkel und ihre Entourage für dieses Land und Europa vorgesehen haben verzögern, verhindern ließe es sich vermutlich nicht mehr. Auch wenn es verrückt klingt, falls denn überhaupt noch ein Fünkchen Hoffnung glimmen sollte, es ruht auf Europa. Vermutlich müssen England und Frankreich wieder die Kohlen aus dem Feuer holen, nachdem sich Osteuropa wieder aus der EU verabschiedet hat.
Wäre mal interessant zu erfahren, wie viele von den 400 000 letztlich durch das Job-Center etc., also letztlich vom Steuerzahler, finanziert werden und wie lange die Beschäftigungsverhältnisse andauern. Bei uns um die Ecke wurden schon mehrere Dutzend vermittelt. Nur einer war nach drei Monaten immer noch da. Wie zählt sowas. Dazu kommen Schein-Beschäftigungsverhältnisse unklarer Zahl, die lediglich dazu dienen, den Familiennachzug zu beschleunigen/erleichtern. Die Zahlen über dauerhafte, behördenunabhängige Beschäftigung gibt es offenbar gar keine.
@H.Milde: Ich gehe davon aus, dass es sich um eine rhetorische Frage handelt. Und für alle die die Antwort nicht kennen oder glauben, das neue Buch von Herrn Sarrazin beantwortet sie. Die Belege die er für seine Theorie bringt sind erdrückend.
Definition Integration...ab wann ist ein Migrant integriert? Lt. Arbeitgeberpräsident wenn er 1 Jahr Deutschunterricht hatte, in der Berufsschule dem Lehrstoff folgen kann und einen Arbeitsplatz hat? Lächerlich, ich kenne einen türkischen Wirtschaftsingenieur, welcher lange Jahre in Deutschland lebt, hier studiert hat, fließend Deutsch spricht, glühender Erdogan- Anhänger ist, eine Beziehung zu einer Deutschen abgebrochen hat, weil sie nicht bereit war, wie von seinen Eltern gewünscht , ein Kopftuch zu tragen. Ich kenne weiterhin eine libanesiche , fließend Deutsch sprechende, unverheiratete Ärztin, welche zu Hause bei Ihren Eltern und Brüdern lebt, von Ihrer Familie gezwungen wird, ein Kopftuch zu tragen, darf zu keiner Feier mit Arbeitskollegen, und muss einen großen Teil ihres Einkommens zu Hause abliefern. Soweit zu Integration , wenn man einen Beruf hat und Deutsch spricht. Die Twin-Tower-Attentäter hatten eine sehr gute Schulbildung und sprachen sehr gut Deutsch und Englisch. Wer zum Henker kommt auf die Idee jemanden als gut integriert zu bezeichnen, wenn er die Landessprache gebrochen sprechen kann, und ein Beruf , resp. Schulbildung hat. Hat niemand von denen das Buch " nicht ohne meine Tochter " gelesen?
Ich stelle mir folgendes vor: ein Narichtensprecher, der wider besseres Gewissen fake news verbreiten soll und dabei urplötzlich eine Wimper in's Auge bekommt. Greift sich an selbiges und zieht dabei leicht das Unterlid herunter. Das Zeichen dürften viele Leute kennen. Nachtigall, ick hör Dir trapsen. Oder schreibende Journalisten - könnten doch auch einen Geheimcode entwickeln und mit F und N jonglieren.
Ca. 2 Mio. H4ler möchten gerne eine Beruf erlernen. Sollte es jemand wagen, bekommt er keine Leistungen mehr. Sollten sie keine Freunde, Bekannten oder Familie haben, sind sie in ca. 3 Monaten obdachlos. Quelle: WDR. Die SPD hat bis heute nichts daran geändert, will aber H4 abschaffen.
Ich bin multimässig aufgewachsen (Jahrgang 1961) In unserem Viertel gab es Türken, Portugiesen, damals noch Jugoslawen, Amerikaner, Italiener und vieles mehr. Ich kann mich persönlich an keine Belästigungen erinnern . Aber was da jetzt auf uns zu kommt und schon da ist, macht mir Angst. In unserer Stadt liegt der Migrantenanteil bereits bei 48 % oder vielleicht schon höher! Die Aussicht von diesen Menschen "übernommen" zu werden finde ich gelinde gesagt beängstigend. Ich komme übrigens aus Augsburg.