
@ Frau Najman ich widerspreche heftigst Ihrer Meinung. Zugegeben sind manche Redner geübter. Es mag Ihnen so scheinen, dass die, die am lautesten und am längsten labern und Argumente anderer nicht zu Gehör kommen lassen indem sie einfach weiterreden und darüberreden, dass diese Teilnehmer auch Recht haben. Da irren Sie. Denn, Mainstream zu verkünden, ist keine Kunst . Für mich steht Frau Lengsfeld auch für den Mut eine andere Meinung zu vertreten. Vielleicht hören Sie demnächst einfach mal genauer hin. Und mit Verlaub, “beleidigte Leberwurst”, Ihr unflätiger Spruch, ist doch sehr grob, liegt jedoch im Trend der Diskussionskultur der Talkshows!
Lieber Herr Frick, wenn keine meiner Angaben stimmen soll, dann müssen die Rosenheimer, die mir das mitgeteilt haben, in einer anderen Stadt gelebt haben. Ja, seit dem März kommen sehr weniger Kosovaren an, ja, die Schwimmbäder sind wieder geöffnet, die Turnhallen wieder geräumt. Das heißt aber nicht, dass meine Beschreibung unzutreffend gewesen wäre. Was das fehlende Geld für Beseitigung der Hochwasserschäden betrifft, sollten Sie sich lieber noch einmal erkundigen.
Eine schreckliche Sendung, nur erträglich durch die Anwesenheit von Frau Lengsfeld, auch wenn sie weniger forciert auftrat. Der ideologische Duktus der Diskussion wie bekannt. Neben den Scheinargumenten, wie “Demographie” und “Fachkräftemangel”, wurde vor allem die neueste Strategie extrem strapaziert, der Versuch des angeblichen Fachkräftemangel und der exzessiven Einwanderung über Asyl argumentativ zu vermengen. Sarrazin bemerkte kürzlich zu einem Einwanderungsgesetz (nach dem kanadischen Modell): “ich halte das Papier für sinnlos, so lange wir an anderer Stelle ein offenes Scheunentor haben.” Australien mit knapp 25 Mill. Einwohner dünn besiedelt und größer als Europa, vermied diese Probleme rigoros. Sein Modell als Einwanderungsland lautet: “No way - you will not make Australia home” und richtet sich mit einem Video an “Familien, unbegleitete Kinder, Gebildete und Fachkräfte”, alle die ungewollt kommen. Darin liegt das eigentliche Problem hier, wo alles auf dem Kopf steht. Die, die wir nicht brauchen, sind alle schon da, gleich ob sie legal oder illegal hierherkamen. Sie werden nicht einmal zum “Lohndumping” gebraucht, denn auch unqualifizierte Einheimische finden am Arbeitsmarkt kaum Beschäftigung und qualifizierte wandern aus. Warum also dieser mediale Daueraufwand. Unsere Berufsdemokraten haben dieses Problem über Jahrzehnte unserem Land aufgebürdet. Sie nennen das Multikulti-Projekt eine “Aufgabe.” Und nun sehen sie sich gezwungen das Problem zu lösen, bei “Strafe ihres Untergangs.”
Mann kann nur auf Pegida hoffen ...
Frau Lengsfeld. Ich vergaß zu schreiben, dass ich Ihre Frustration verstehe und gut nachvollziehen kann!
Sehr geehrte Frau Lengsfeld. Es gibt eine Alternative. Einladungen zu solchen “Talk-Shows” höflich zurückweisen. Erst gar nicht hingehen. Ich schaue mir gar keine TV-Sendungen an, denn ich besitze keinen Fernseher, habe bis auf ganz wenige Jahre in meinem 67 Jahre währenden Leben nie einen TV-Apparat besessen. Inzwischen höre ich auch kein Radio mehr, denn selbst in den harmlosesten Musiksendungen wird auf unverschämte Weise politische und “gutmenschliche” Propagana betrieben. Ich bin aber sehr gut informiert über politische und gesellschaftliche Prozesse in unserem Land und außerhalb davon. Das Märchen von hochqualifizierten “Fachkräften” aus Sonstwoher hatte sich spätestens Ende der 80er Jahre in der Praxis selbst entzaubert. Ich durfte in verantwortlicher beruflicher Stellung die Wirklichkeit und Wahrheit täglich erfahren. Jeder Mensch, der mit Resten von Vernunft ausgestattet ist und dessen Perzeption noch nicht zu 100% abgestorben ist, muss sich einige Fragen stellen zu der von Politikern Gewerkschaftern, Kirchen und “Hilfsvereinen” behaupteten Hochqualifizierung der Flüchtlinge. Wo soll denn diese herkommen? Wie kann man Hochbildung und hohe berufliche Qualifikation generieren in Systemen, die nach unserem Verständnis nur über ein rudimenäres Bildungssystem, über eine nicht konkurrenzfähige Indusrtie und Ökonomie verfügen? Die diesbezüglichen Widersprüche sind derart evident, dass es eigentlich gar kener Debatte darüber bedarf. Politische Talkshows sind platte Laberrunden und haben allenfalls Stammtischniveau. Wer sich als Kritiker zu solchen Runden einladen läßt, darf sich nicht wundern, dass er bestenfalls als Alibi für die Behauptung benutzt wird, die Berichterstattungen und die gesellschaftlich relevanten Themen würden im öffentlich rechtlichen TV ausgewogen diskutiert und es ginge dort fair zu. Ich würde mich nicht zum Statisten machen lassen, indem ich an solchen, intellektuell unsäglich tiefstehenden Tratsch- und Propagandaveranstaltungen teilnehme.
Danke, Frau Lengsfeld. Es ist die hier beschriebene Realitätsverweigerung der Hohen Politik, die mich so erbost. Diese Politik tut zwar menschenfreundlich, indem sie diejenigen dämonisiert, die auf Probleme hinweisen. Aber sie ist es nicht; das Ergebnis der Realitätsverweigerung kommt vielmehr einer unglaublichen Hartherzigkeit gleich. Man möchte “die da oben” prügeln, dass sie endlich aufwachen, aber prügeln ist sicher genauso wenig wirksam wie reden, diskutieren, anbrüllen oder schütteln. Das einzige, was hilft, ist abwählen. Aber auch der deutsche Wähler gefällt sich in dieser Bräsigkeit, die er ebenfalls als gefühlte Gutherzigkeit empfindet, weil er dadurch jetzt keine harten Entscheidungen fällen muss, egal wie hoch langfristig der Schaden ist. Oder ist es nur deutsche Obrigkeitshörigkeit? (Die traditionelle deutsche Obrigkeitshörigkeit ist die Kombination von “die da oben” anpöbeln, aber dann demütig gewähren lassen.) Insofern hat Deutschland genau die Regierung, die ihm entspricht. Beschweren dürfen sich am Ende nur die wenigen, die den Mund aufgemacht und die abwählen gegangen sind.
NACH einer Sendung, bei der man selbst mit im Studio saß (sic!) zu beklagen, dass manche Themen nicht angesprochen wurden und dass die Fragestellung von vornherein falsch war, ist einfach nur läppisch. Sie haben sich schlecht artikuliert, ewig nach Worten gerungen, außerdem keinen originellen Aspekt beigetragen. Schade. Wenn man zu kurz kommt mit der Redezeit (was tatsächlich der Fall war) oder wenn die Moderatorin mit ihren Fragen nicht zu des Pudels Kern vorstößt, kann man in so einer Runde auch mal dazwischen gehen mit einem pointierten Einwurf, den man dann ausführt. Alles andere ist beleidigte Leberwurst und entspricht der Lebenshaltung von Leuten, die auf dem Gefühl reiten, dass sie immer und überall übervorteilt werden. Just like Pegida, für die Sie so viel Verständnis haben. Ich habe Sie einmal sehr bewundert. Jetzt muss ich mich nur noch wundern.
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