Malte Dahlgrün, Gastautor / 14.10.2019 / 06:05 / 114 / Seite ausdrucken

Extinction Rebellion: Entlarvung in 9 Minuten

Britische Fernsehzuschauer konnten letzten Mittwochabend Folgendes bestaunen: In einem Londoner TV-Studio der BBC traf das Beste, was die Klima-Apokalyptiker von Extinction Rebellion intellektuell aufzubieten haben, auf einen Politikjournalisten, der seinen Job machte. 

Andrew Neil ist ein alter schottischer Politikjournalist von einer Art, die sich die meisten in der Generation Luisa-Greta wohl kaum noch im Traum vorstellen können. Er ist ein renommierter Konservativer, darf im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine eigene Interviewsendung moderieren und biedert sich bei keiner Strömung an. Neil ist bekannt dafür, mit detaillierten Faktenbögen vorbereitet in Interviews zu gehen, unbequem zu fragen und sich nicht mit Unsinn oder Ausweichversuchen abspeisen zu lassen. 

Zu Gast im letzten Segment der diesmaligen Andrew Neil Show auf BBC 2 war die Sprecherin von Extinction Rebellion UK. Sie nennt sich Zion Lights, das Sanduhr-Logo ihrer Organisation trug sie als handgeformtes Amulett aus grellgrüner Knetmasse um den Hals. Der britische Zweig von Extinction Rebellion (XR) ist nicht irgendeiner. In Großbritannien wurde diese NGO vergangenes Jahr gegründet. In der abgelaufenen Werkwoche führte Extinction Rebellion umfangreiche Straßenblockaden im Regierungsviertel Westminster und anderen zentralen Teilen Londons durch. 

Das neunminütige Interview, das Andrew Neil mit der britischen Extinction Rebellion-Sprecherin führte, spricht weitgehend für sich. Ein annähernd vollständiger Mitschnitt findet sich hier auf YouTube und in diesem vielverbreiteten Tweet des Video-Erstellers. 

Das Interview ist in zweifacher Hinsicht ein Lehrstück. Zum einen ist es eine überfällige Erinnerung daran, wie politischer TV-Journalismus aussehen müsste – erst recht gebührenfinanzierter TV-Journalismus, erst recht im Umgang mit Fanatikern. Zum anderen legt dieses Interview mittels einfacher Fragen und Hinweise die ganze Debilität von Extinction Rebellion offen. Da ist nichts Vernünftiges oder Intelligentes unter der Oberfläche zu finden. Dafür sind die Wortbeiträge der XR-Sprecherin streckenweise von großer Komik. 

Im Folgenden habe ich das Interview auszugsweise ins Deutsche übertragen. Eine vollständige englischsprachige Transkription des Interviews lässt sich im Anhang nachlesen (inklusive des abschließenden Teils, der nicht im Video zu sehen ist) 

Andrew Neil stützt sich in seinem Interview auf die Berichte des IPCC, im Deutschen häufig als „Weltklimarat“ der Vereinten Nationen bezeichnet. Manch informierten Beobachter mag die Vorbehaltlosigkeit stören, mit der sich Neil auf die Einschätzungen des Weltklimarates beruft. Aber das ist hier nachrangig. Das Interview zeigt deutlich, dass man sich nicht einmal auf klimawissenschaftlich kontroverses Terrain begeben muss, um den planlosen, ignoranten Fanatismus einer Bewegung wieExtinction Rebellion zu entlarven. 

Die Angstfantasie von Milliarden Klima-Toten 

Andrew Neil, BBC:  Ich habe einige Ihrer Aktivisten im Fernsehen behaupten sehen, dass Milliarden von Menschen ziemlich bald sterben werden. Einer Ihrer Gründer, Roger Hallam, hat im April gesagt: „Unsere Kinder werden in den nächsten zehn bis 20 Jahren sterben“ Was ist die wissenschaftliche Grundlage für diese Behauptungen? 

XR-Sprecherin UK:  Also, diese Behauptungen sind bestritten worden, zugegebenermaßen. Es gibt Wissenschaftler, die ihnen zustimmen, und es gibt andere, die sagen, dass sie einfach nicht wahr sind, aber... Wissen Sie, das Gesamtproblem ist, dass diese Todesopfer... Wir wissen keine genauen Zahlen, und es ist eigentlich ein bisschen, äh... wissen Sie... besorgniserregend, sich darauf zu konzentrieren, wie viele Todesopfer genau... Es wird Tote und Massenleiden geben und das... Wissen Sie, jedwede... jedwede Zahl ist genug, wenn es nach uns geht. [!] 

Todesursachen der angeblich zu erwartenden Klima-Toten 

Andrew Neil:  Ich weiß nicht, woher die wissenschaftliche Untermauerung dafür herkommt, ich meine, wie würden sie denn sterben?

XR-Sprecherin:  [Pausiert.] Massenmigration… die weltweit bereits im Gange ist, aufgrund verlängerter Dürreperioden in Ländern, äh, vor allem in Südasien. Es gibt Waldbrände in Indonesien… der Amazonas-Regenwald… auch Sibirien... wissen Sie, die Arktis... Es wird Tote und Leiden geben... 

Zur Versicherung: Auch dieses letzte Zitat ist hier ungekürzt wiedergegeben. 

Extinction Rebellion erklärt, dass „alarmistische Sprache funktioniert“ 

Andrew Neil:  Sie reden über wetterbedingte Katastrophen, es scheint im Moment eine Menge davon zu geben. Und Menschen sterben tatsächlich davon. Aber den letzten Zahlen zufolge, die ich gesehen habe, töteten wetterbedingte Katastrophen vor 100 Jahren eine halbe Million Menschen im Jahr; heute sind es 20.000 im Jahr. [...] Es führt nicht zum Tod von Milliarden. Sie machen Leuten mit dieser Rhetorik doch Angst, oder nicht? 

XR-Sprecherin:  Ich glaube... Ich glaube, es besteht eine Gefahr, dass es Leuten Angst macht, wenn wir das einfach nicht ernst genug nehmen und dass sich Leute wirklich verzweifelt wünschen, dass wir in dieser Sache Gehör finden. Und... und leider, wissen Sie, funktioniert alarmistische Sprache, weswegen wir ja gerade jetzt über sie diskutieren. [!]

Keine Lösungsvorschläge, aber Netto-null-Emissionen bis 2025 als Zielforderung 

Andrew Neil:  Momentan sieht die politische Linie der IPCC, die Konsenslinie, vor, dass man versucht, bis 2030 CO2-Emissionen zu halbieren und bis 2050 bei Netto-null-Emissionen anzukommen. Aber Sie wollen Netto-null-Emissionen bis 2025, in nur sechs Jahren. Was wäre dafür nötig? 

XR-Sprecherin:  Ich meine, ich bin nicht hier, um... um Ihnen Lösungen zu geben und Ihnen zu sagen, was wir tun sollten, das ist nicht mein— 

Andrew Neil:  Warum nicht? Sie blockieren doch ganz Westminster für Ihre Sache. 

XR-Sprecherin:  Nun, was wir sagen, ist: Hört auf die Experten. Wir hören... Wir sagen: Hört auf die Experten, lasst uns hören, was ihre Ideen sind, was sie sagen, und im Moment setzen wir diese Pläne nicht um, wir machen keine Politik, die dem entspricht, was diese Wissenschaftler sagen. Darum protestieren wir. 

Andrew Neil:  Aber die Experten haben einen Konsens in der Frage, Netto-null-Emissionen bis 2050 zu erreichen. Sie sagen 2025, Sie hören nicht auf die Experten. 

„Alles Nötige tun“, um Netto-null-Emissionen bis 2025 zu erreichen 

Andrew Neil:  Lassen Sie uns zum 2025-Ziel zurückkommen. Ein Kritiker hat gesagt, dies würde die Beschlagnahmung von Benzinautos, eine staatliche Rationierung von Fleisch und die Beschränkung von Familien auf jeweils einen Flug alle fünf Jahre bedeuten – und das sogar noch im Hinblick auf ein 2030-Ziel. Stimmen Sie dem zu? 

XR-Sprecherin:  Ich stimme zu, dass wir alles Nötige tun müssen um Emissionen zu senken, um, wissen Sie, jungen Leuten eine Zukunft zu erlauben, wissen Sie, dass sie in der Lage sind, etwas... etwas Hoffnung für die Zukunft zu haben [...]. 

Anmerkung des Autors: So wird also bei Extinction Rebellion argumentiert: Unser Planet müsse bis 2025 bei Netto-null-Emissionen angelangen – aber nicht etwa, weil es empirische Anhaltspunkte dafür gäbe, dass andernfalls unzählige Menschen sterben. Sondern deshalb, weil „junge Leute“ im Westen glauben, andernfalls keine „Hoffnung für die Zukunft“ mehr haben zu können. Und warum glauben das viel „junge Leute“? Weil die Spinner von Extinction Rebellion sie erfolgreich verhetzt haben. 

Ende der Luftfahrt bis 2025, alle Industrien auf den Prüfstand 

Andrew Neil:  [...]  Aber Sie müssten, um Ihr Ziel zu erreichen, sämtliches Fliegen beenden. Die Luftfahrt würde enden.

XR-Sprecherin:  Möglicherweise. Ich meine...

Andrew Neil:  Bis 2025?

XR-Sprecherin:  Nochmal, das ist nicht... Das ist etwas, was wir uns ansehen müssen... Die Luftf... Wir müssen uns die Luftfahrt-Industrie ansehen, wir müssen eine Analyse dessen durchführen, was geschehen muss, und dann müssen wir handeln. In allen Industrien: Landwirtschaft, Energie, alles. Ich behaupte nicht eine Expertin auf diesen Gebieten zu sein. 

Anmerkung des Autors: Bei Extinction Rebellion gibt es offenbar niemanden, der sich in irgendwelchen Industrien auskennt, die CO2-Emissionen hervorbringen. Trotzdem fordert diese NGO von westlichen Regierungen, die Menschheit bis 2025 auf Netto-null-Emissionen zu bringen. Extinction Rebellion hat keinen blassen Schimmer, wie das gehen soll. Sie schlagen aber vor, dass wir uns relevante Industrien einmal „ansehen“. Es dürfte ein wenig knapp werden, wenn man bis 2025 Netto-null-Emissionen will und hinsichtlich diesbezüglicher Handlungsempfehlungen noch nicht einmal mit dem „Ansehen“ begonnen hat. Aber die Luftfahrt bis 2025 komplett einzustellen, das wäre schon einmal sinnvoll. 

Ganz abgesehen von der Absurdität dieser weltdiktatorischen Fantasie: In was für einer aberwitzigen Unverhältnismäßigkeit eine Beendigung der Luftfahrt zum dadurch erzielbaren Temperatursenkungs-Effekt stünde, scheint die Sprecherin von Extinction Rebellion auch nicht begriffen zu haben. Es fällt ihr nicht einmal auf, als sie direkt darauf angesprochen wird. Sie bricht nur in irrelevantes, hektisches Geplapper aus: 

Andrew Neil:  Wir wissen, was passieren würde, wenn wir sämtliches Fliegen beendeten. Das würde globale Temperaturen gemäß den Mainstream-Klimamodellen um 0,03 °C reduzieren. 0,03 °C – und dafür würden Sie sämtliches Fliegen beenden?

XR-Sprecherin:  Aber was Sie gerade sagten mit dem IPCC-Bericht, wir stimmen beide überein, dass wir darauf hören, das ist ein 99 %-Konsens unter Wissenschaftlern, das ist großartig, damit stimmen wir überein. Also dieser Bericht sagt, wenn wir Emissionen nicht absenken, sodass die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzt wird...

Anmerkung des Autors: Zum Schluss weist Andrew Neil die XR-Sprecherin darauf hin, dass in den meisten britischen Privathaushalten mit Gas geheizt und gekocht wird. Als Neil sie fragt, ob das alles in den sechs Jahren bis 2025 nicht ebenfalls abgeschafft werden müsse, stimmt Frau Lights erneut implizit zu. Die Menschheit, erklärt sie begeistert, habe schon einen Mann auf den Mond gebracht, bevor es das Internet oder Mobiltelefone gab. 

Eine ganze Reihe weiterer entlarvender Videos zum Thema Extinction Rebellion finden Sie hier auf ScienceFiles

Englisches Transkript des Interviews: 

Andrew Neil, BBC-Interviewer: 

I’ve seen some of your activists claim on TV that billions of people are going to die in quite short order. One of your founders, Roger Hallam, said in April, “Our children are going to die in the next ten to twenty years”. What’s the scientific basis for these claims?

Zion Lights, UK-Sprecherin ‘Extinction Rebellion’: 

So, these claims have been disputed, admittedly. There are some scientists who are agreeing and there are some who are saying that they are simply not true, but… you know, the overall issue is that these deaths are going to have— We don’t know exact numbers, and actually it’s a little bit, um… you know… concerning, to focus on how, just how many deaths… There will be deaths and mass suffering, and that— You know, any… any amount is enough as far as we are concerned.

Andrew Neil: 

But most scientists don’t agree with this. Climate change scientists, those who know there is a problem and it has to be tackled and things have to be done, more has to be done than’s being done. I looked through the UN Intergovernmental Panel on Climate Change, the latest AR5 [= IPCC Fifth Assessment Reportand the October of last year special report, [= IPCC Special Report on Global Warming of 1.5 °C] I see no reference to billions of people going to die or children going to die in under 20 years. 

XR-Sprecherin:  

Well, we’re not claim— I don’t think he was claiming that that was from that report… 

Andrew Neil: 

No, I know that, but what I’m saying is, I don’t know where the scientific validity comes for that, I mean, how would they die?

XR-Sprecherin:  

[Pauses.] Mass migration… around the world already taking place, due to prolonged drought in countries, um, particularly in South Asia. There are wildfires in Indonesia… the Amazon rainforest… also Siberia… you know, the Arctic… There will be deaths and suffer—

Andrew Neil: 

These are all really important problems and they can cause fatalities. But they don’t cause billions of deaths. They don’t mean that our young people will all be dead in 20 years.

XR-Sprecherin: 

No, perhaps not in 20 years, but… I can’t speak to what Roger was, um, you know— 

Andrew Neil: 

He’s one of your founders. 

XR-Sprecherin: 

He’s one of the members of Extinction Rebellion, yes. 

Andrew Neil: 

I mean, you talk weather-related disasters, there seem to be a lot of them around at the moment. And people die from them. But in the latest figures I’ve seen, a hundred years ago weather-related disasters killed half a million people a year; today it’s 20,000 a year. Still 20,000 too many, but it’s a reduction of 95,000. It doesn’t lead to the— er, 95 %. A reduction of 95 %. It does not lead to a death of billions. I mean, you’re scaring people with this rhetoric, aren’t you? 

XR-Sprecherin: 

I think there, I think there’s a danger of scaring people simply because we’re not taking it seriously enough and people are feeling really, you know, desperate that we’re heard on this. And… and unfortunately, you know, alarmist language works, [!] which is why we’re discussing it right now.

Andrew Neil: 

But does it work? It could. I mean, I’ve seen young girls on television, part of your demonstration, particularly the school ones, when they take the day off to demonstrate, crying because they think they’re gonna die in five or six years time… 

XR-Sprecherin: 

No, it’s not necessarily…

Andrew Neil: 

…crying because they don’t think they’ll ever see adulthood, and yet there is no scientific basis for the claims that your organization is making. 

XR-Sprecherin: 

The young people I’ve spoken to aren’t crying because they think they’re going to die in a few years, it’s because they don’t see their children as having a future, they don’t want to have children. And they’re worrying about, you know, coastal regions going underwater, other countries and island nations going underwater, you know, the Maldives going underwater, the mass displacement that’s happening, the weather extremes – which may, may be on a downward trajectory, but climate scientists are telling us that they will be on the increase. 

Andrew Neil: 

Well take, um, rising sea levels, because the sea levels are rising, there’s no dou— the UN IPCC makes that quite clear. But even the UN IPCC says that its median projection for sea rising is half a meter by 2100, at the end of this century. Now that will create problems, from places from Miami to Bangladesh, but half a meter will not result in billions of people dying. If we do the right thing, it could be managed. 

XR-Sprecherin: 

[Pause.] If we do the right thing, but we’re not doing much at all at the moment, so this is one of the problems.

Andrew Neil: 

But you accept that half a meter would not, if the UN median projection is right, would not result in the sort of… apocalyptic predictions that your organization makes. 

XR-Sprecherin: 

They’re very conservative numbers, that’s what we’d say. And actually, a lot of the data in the IPCC report— Not, not criticizing scientists because they did an incredible job, using [sic] pre-industrial levels of data. They’re looking at, you know, carbon emiss— They’re not looked [sic] at factoring feedback loops, things like this. There are, there are climate scientists saying now that we think it’s a lot worse. You know, James Hansen, ex-NASA scientist, is saying we’re in a “planetary emergency”, so we’re using that language, we’re not, we’re not trying to use alarmist language, we’re listening to what scientists are saying and using language that we feel is appropriate to the situation. 

Andrew Neil: 

You are using alarmist language, one of your other founders said that she thought everybody could be dead within several decades, 97 % was the figure that she put on it. But you want… At the moment, the IPCC policy, the agreed policy, is to try and cut carbon emissions in half by 2030 and go to zero net emissions by 2050. But you want 2025 for zero emissions, only six years away. What would that require?

XR-Sprecherin: 

I mean, I’m not here to answ— to give you solutions and to tell you what we should be doing, that’s not my—

Andrew Neil: 

Why not? You’re damming up the whole of Westminster for your cause.

XR-Sprecherin: 

Well, what we’re saying is listen to the experts. We’re listen— we’re saying, listen to the experts, let’s listen to what their ideas are, what they’re saying, and at the moment we’re not putting those plans in place, we’re not creating policies that reflect what those scientists are saying. This is why we’re protesting.

Andrew Neil: 

Well, the experts have a consensus around getting net zero by 2050. You’re saying 2025, you’re not listening to the experts.

XR-Sprecherin: 

So, there is some interesting— Well, there is some research into the IPCC report that is more recent, by Professor Michael Mann, who looked at where they came up with the 2050 figure. And actually they’re relying on a carbon capture bio… gas energy storage, ‘bex’. [Gemeint ist offenbar ‘Bio-energy with carbon capture and storage’, BECCS.] And there’s a problem with that, that it’s an untested technology, and by relying on that there’s a 50/50 chance that we will fail with the 2050 year in place.

Andrew Neil: 

You can always pick one piece of research. The fact is the IPCC report has 6,000 scientific references, 91 authors, and is a global consensus with review editors from 40 countries. But let’s come back to the 2025 target. One critic has said it would mean the confiscation of petrol cars, state rationing of meat, and limiting families to one flight every five years – and that was actually on a 2030 target. Do you agree with that?

XR-Sprecherin: 

I agree that we need to do whatever it takes to bring emissions down, to, you know, allow young people to have a future, you know, be able to have some… some hope for the future, and I’m not, I’m not saying that because we’re alarming children. I’m listening to what they’re saying, they’re learning about the consequences of climate change at school, and they’re worrying about— 

Andrew Neil: 

Sure. Of course. They’re not arguing about the consequences of climate change at all. But you would have to stop, to reach your target, you’d have to stop all flying. Aviation would come to an end. 

XR-Sprecherin: 

Possibly. I mean… 

Andrew Neil: 

By 2025? 

XR-Sprecherin: 

Again, this is not— This is something that we need to look— At the a— We need to look at the aviation industry, we need to do an analysis on what needs to happen, and then we need to take action.

Andrew Neil: 

Well, we know what would—

XR-Sprecherin: 

On all industries: agriculture, energy, everything. I’m not claiming to be an expert in these areas. 

Andrew Neil: 

We know what would happen if we stopped all flying. It would reduce global temperatures, using the mainstream climate models, by 0.03 degrees. 0.03 degrees – and you would stop all flying for that? 

XR-Sprecherin: 

But what you’ve just said with the IPCC report, we’re both in agreement that we listen to that, that’s 99% consensus of scientists, that’s great, we agree with that. So that report is saying, if we don’t bring emissions down to… to halt warming to 1.5 degrees—

Andrew Neil: 

I understand! 

XR-Sprecherin: 

So, so… Aren’t we in agreement that we have to, we have to… 

Andrew Neil: 

It’s the 2025 target which is the keystone of your policy. 

XR-Sprecherin: 

It’s the precautionary principle… It’s the precautionary principle that says— 

Andrew Neil: 

Let me just ask you this. Most homes in this country are heated by gas. Most people cook with gas. The fact is: All of that would have to go in six years for a 2025 target, wouldn’t it? All of it?

XR-Sprecherin: 

We put a man on the moon before we had the internet and mobile phones. We made an international space station, 16 countries worked together to make this and send the parts into space, independently using math and assemble it in space. If we really wanted to tackle this emergency, Dr James Hansen, an ex-NASA scientist, calling it a ‘planetary emergency’, Lord Stern, former— 

Andrew Neil: 

So no cooking with gas, or heating with gas, in six years time? 

XR-Sprecherin: 

But we’ve had 30 years to think of better solutions and now is the time to act to bring down those emissions before it’s too late. 

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Leserpost

netiquette:

J. Polczer / 14.10.2019

Das würde bedeuten, dass entweder die Leute in GB meschugge sind oder diese Person maßlos übertreibt. Mir ist bis heute noch keine Jugendliche untergekommen, die sich vom Hochhaus stürzen wollte, weil sie glaubt, das Ablaufdatum der Welt wäre bereits überschritten. Ein wenig erinnert mich diese Szene an die Gallier, deren einzige Sorge darin bestand, dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Uwe Samsel / 14.10.2019

Ich habe langsam das Gefühl, dass diese Leute in der Schule geschlafen haben.  Ab Klasse 2….

S. Salochin / 14.10.2019

Tja, so kann man fragen und entlarven. Aber hier geht es nur um die Radikal-Jakobiner, die kurz davor stehen, den Menschen zum Selbstmord aufzufordern, vor einer offenen Grube, damit man sie nicht begraben oder (Cave CO2!) verbrennen muss. BBC-Neil argumentiert mit dem IPCC, der für sich genommen aber (Climagate) ebenfalls aus einer verschworenen Bande von Klima-Lügnern besteht und dasgleiche will wie XR, nur etwas später: Die Macht den Mächtigen und den Lauten. Schuld, Ablass, Qual dem Volk, den Einfachen, die gelenkt und regiert werden, bluten und darben sollen.  Bei allem Respekt vor Neil und der Entlarvung der Dummheit: Die Sonne dreht sich dennoch nicht um die Erde, auch nicht 25 Jahre später und “Carbon” ist das woraus wir alle entstanden sind:  Pflanzen, Tiere, schließlich der Mensch. Es gibt keinen Grund es zu verteufeln. Weder macht es Sinn 2050 noch 2025 mit dem Fliegen aufzuhören, noch bis 2030 die Emissionen zu halbieren. Man ist aber inwischen gerade hier in Deutschland schon froh, wenn man nicht von einem aufdringlich rechthaberischen Gesicht mit dicken Brillengläsern aus dem Fernseher angestarrt wird, wie weiland im Schwarzen Kanal, glücklich, darüber, sich nicht bis 2025, sondern erst 2050 suizidieren zu sollen.

HaJo Wolf / 14.10.2019

Haben in England die Bekloppten freien Ausgang??

Dr. Gerhard Giesemann / 14.10.2019

@Manfred Schaurecker: Die Frage haben schon viele und schon vor langer Zeit gestellt, zu Zeiten, als Abhilfe noch VIEL leichter war als heute. Es liest nur keiner, so wenig wie sie “Mein Kampf” gelesen haben, so wenig, wie sie den Quran lesen. Gucksdu mal Martin Neuffer, SPD (1924 - 2004): “Die Erde wächst nicht mit”. Das Buch ist längst vergriffen, aber es gibt eine gute Rezension davon im “Spiegel” 16/1982, leicht zu finden unter der Suche “die Reichen werden Todeszäune ziehen”, ein Volltreffer, sozusagen Trump 0.0 Ich habe so langsam keine Ahnung, wie oft ich das schon zitiert habe, hier und bei TE, aber egal. Damals war ich so alt wie meine beiden Kinder heute, es gab ca. 4 Milliarden Erdenbewohner, es gab noch eine Chance. Heute wären so circa 4 Milliarden “deaths”, wie XR beschwört, nichts anderes als ein bisschen “reset” auf 1982. Aber sie rüsten sich schon auf 10 Milliarden im Jahre 2050 - von mir aus, sollen sie doch im eigenen Dreck verrecken. Dabei wäre so einfach, ohne jede Anstrengung, ohne Glyphosat, ohne ständige Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, ohne sonstiges Geschiss: Die 1,5-Kind-Euro-Durchschnittsfrau, das weltweit, gerade bei den hyperfertilen Vielgebärer*Innen und um 2050 wären wir so 5 Milliarden, um 2100 dann endlich wieder ca. 4 Milliarden wie um 1980 - alles wäre gut, das Paradies auf Erden, in this best of all possible worlds. Aus die Maus mit dem demographischen Jihäd, die sollen sich einkriegen - oder sie sollen derart auf die Schnauze fallen, das hast du noch nie gesehen - selbst das Volk ohne Raum nicht. Inshallah.

Karl-Heinz Vonderstein / 14.10.2019

Mich als Deutschen macht dieses Interview ein wenig traurig, weil einem hier in der Fernsehlandschaft kein Journalist oder keine Journalistin einfällt, der oder die auch nur annährend so kluge und entlarvende Fragen an einem Vertreter von Extinction Rebellion gestellt hätte.Wenn ich da die Interviews im deutschen Fernsehen mit Vertretern von Fridays for Future so betrachte, hatte ich bislang immer den Eindruck, dass der Journalist oder die Journalistin die Fragen nur so stellt, dass der Vertreter von Fridays for Future leicht seine/ihre Propaganda entfalten konnte, ohne dass richtig nachgefragt wurde oder der Vertreter von Fridays for Future in wichtigen Punkten seiner/ihrer Äußerungen vom Journalisten festgenagelt wurde.  

Mark Schild / 14.10.2019

Ich habe mich vor kurzem in Berlin mit einer Extinction Rebellion-Aktivistin unterhalten. Als sie sagte, dass Klimaleugnung schlimmer ist als Holocaustleugnung, habe ich das Gespräch beendet.

Rolf Bast / 14.10.2019

Herr DR.  Giesemann ?  Millionen ,  Milliarden ?  Sie kennen den Unterschied ?

Jutta Schäfer / 14.10.2019

Ich glaube, wir brauchen uns keine Gedanken um den Fortbestand dieser “Bewegung” von Irren zu machen. Wer so viel Blech redet ermöglicht es selbst den klimahysterischen Deutschen zu erkennen, wes Geistes Kind diese Leute sind. Diese Gruppen haben ja seit geraumer Zeit besonders viel Pech beim Denken.

U. Nolzen / 14.10.2019

Wie heißt es so schön bei George Orwell: „Unwissenheit ist Stärke!“

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