Malte Dahlgrün, Gastautor / 14.10.2019 / 06:05 / 114 / Seite ausdrucken

Extinction Rebellion: Entlarvung in 9 Minuten

Britische Fernsehzuschauer konnten letzten Mittwochabend Folgendes bestaunen: In einem Londoner TV-Studio der BBC traf das Beste, was die Klima-Apokalyptiker von Extinction Rebellion intellektuell aufzubieten haben, auf einen Politikjournalisten, der seinen Job machte. 

Andrew Neil ist ein alter schottischer Politikjournalist von einer Art, die sich die meisten in der Generation Luisa-Greta wohl kaum noch im Traum vorstellen können. Er ist ein renommierter Konservativer, darf im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine eigene Interviewsendung moderieren und biedert sich bei keiner Strömung an. Neil ist bekannt dafür, mit detaillierten Faktenbögen vorbereitet in Interviews zu gehen, unbequem zu fragen und sich nicht mit Unsinn oder Ausweichversuchen abspeisen zu lassen. 

Zu Gast im letzten Segment der diesmaligen Andrew Neil Show auf BBC 2 war die Sprecherin von Extinction Rebellion UK. Sie nennt sich Zion Lights, das Sanduhr-Logo ihrer Organisation trug sie als handgeformtes Amulett aus grellgrüner Knetmasse um den Hals. Der britische Zweig von Extinction Rebellion (XR) ist nicht irgendeiner. In Großbritannien wurde diese NGO vergangenes Jahr gegründet. In der abgelaufenen Werkwoche führte Extinction Rebellion umfangreiche Straßenblockaden im Regierungsviertel Westminster und anderen zentralen Teilen Londons durch. 

Das neunminütige Interview, das Andrew Neil mit der britischen Extinction Rebellion-Sprecherin führte, spricht weitgehend für sich. Ein annähernd vollständiger Mitschnitt findet sich hier auf YouTube und in diesem vielverbreiteten Tweet des Video-Erstellers. 

Das Interview ist in zweifacher Hinsicht ein Lehrstück. Zum einen ist es eine überfällige Erinnerung daran, wie politischer TV-Journalismus aussehen müsste – erst recht gebührenfinanzierter TV-Journalismus, erst recht im Umgang mit Fanatikern. Zum anderen legt dieses Interview mittels einfacher Fragen und Hinweise die ganze Debilität von Extinction Rebellion offen. Da ist nichts Vernünftiges oder Intelligentes unter der Oberfläche zu finden. Dafür sind die Wortbeiträge der XR-Sprecherin streckenweise von großer Komik. 

Im Folgenden habe ich das Interview auszugsweise ins Deutsche übertragen. Eine vollständige englischsprachige Transkription des Interviews lässt sich im Anhang nachlesen (inklusive des abschließenden Teils, der nicht im Video zu sehen ist) 

Andrew Neil stützt sich in seinem Interview auf die Berichte des IPCC, im Deutschen häufig als „Weltklimarat“ der Vereinten Nationen bezeichnet. Manch informierten Beobachter mag die Vorbehaltlosigkeit stören, mit der sich Neil auf die Einschätzungen des Weltklimarates beruft. Aber das ist hier nachrangig. Das Interview zeigt deutlich, dass man sich nicht einmal auf klimawissenschaftlich kontroverses Terrain begeben muss, um den planlosen, ignoranten Fanatismus einer Bewegung wieExtinction Rebellion zu entlarven. 

Die Angstfantasie von Milliarden Klima-Toten 

Andrew Neil, BBC:  Ich habe einige Ihrer Aktivisten im Fernsehen behaupten sehen, dass Milliarden von Menschen ziemlich bald sterben werden. Einer Ihrer Gründer, Roger Hallam, hat im April gesagt: „Unsere Kinder werden in den nächsten zehn bis 20 Jahren sterben“ Was ist die wissenschaftliche Grundlage für diese Behauptungen? 

XR-Sprecherin UK:  Also, diese Behauptungen sind bestritten worden, zugegebenermaßen. Es gibt Wissenschaftler, die ihnen zustimmen, und es gibt andere, die sagen, dass sie einfach nicht wahr sind, aber... Wissen Sie, das Gesamtproblem ist, dass diese Todesopfer... Wir wissen keine genauen Zahlen, und es ist eigentlich ein bisschen, äh... wissen Sie... besorgniserregend, sich darauf zu konzentrieren, wie viele Todesopfer genau... Es wird Tote und Massenleiden geben und das... Wissen Sie, jedwede... jedwede Zahl ist genug, wenn es nach uns geht. [!] 

Todesursachen der angeblich zu erwartenden Klima-Toten 

Andrew Neil:  Ich weiß nicht, woher die wissenschaftliche Untermauerung dafür herkommt, ich meine, wie würden sie denn sterben?

XR-Sprecherin:  [Pausiert.] Massenmigration… die weltweit bereits im Gange ist, aufgrund verlängerter Dürreperioden in Ländern, äh, vor allem in Südasien. Es gibt Waldbrände in Indonesien… der Amazonas-Regenwald… auch Sibirien... wissen Sie, die Arktis... Es wird Tote und Leiden geben... 

Zur Versicherung: Auch dieses letzte Zitat ist hier ungekürzt wiedergegeben. 

Extinction Rebellion erklärt, dass „alarmistische Sprache funktioniert“ 

Andrew Neil:  Sie reden über wetterbedingte Katastrophen, es scheint im Moment eine Menge davon zu geben. Und Menschen sterben tatsächlich davon. Aber den letzten Zahlen zufolge, die ich gesehen habe, töteten wetterbedingte Katastrophen vor 100 Jahren eine halbe Million Menschen im Jahr; heute sind es 20.000 im Jahr. [...] Es führt nicht zum Tod von Milliarden. Sie machen Leuten mit dieser Rhetorik doch Angst, oder nicht? 

XR-Sprecherin:  Ich glaube... Ich glaube, es besteht eine Gefahr, dass es Leuten Angst macht, wenn wir das einfach nicht ernst genug nehmen und dass sich Leute wirklich verzweifelt wünschen, dass wir in dieser Sache Gehör finden. Und... und leider, wissen Sie, funktioniert alarmistische Sprache, weswegen wir ja gerade jetzt über sie diskutieren. [!]

Keine Lösungsvorschläge, aber Netto-null-Emissionen bis 2025 als Zielforderung 

Andrew Neil:  Momentan sieht die politische Linie der IPCC, die Konsenslinie, vor, dass man versucht, bis 2030 CO2-Emissionen zu halbieren und bis 2050 bei Netto-null-Emissionen anzukommen. Aber Sie wollen Netto-null-Emissionen bis 2025, in nur sechs Jahren. Was wäre dafür nötig? 

XR-Sprecherin:  Ich meine, ich bin nicht hier, um... um Ihnen Lösungen zu geben und Ihnen zu sagen, was wir tun sollten, das ist nicht mein— 

Andrew Neil:  Warum nicht? Sie blockieren doch ganz Westminster für Ihre Sache. 

XR-Sprecherin:  Nun, was wir sagen, ist: Hört auf die Experten. Wir hören... Wir sagen: Hört auf die Experten, lasst uns hören, was ihre Ideen sind, was sie sagen, und im Moment setzen wir diese Pläne nicht um, wir machen keine Politik, die dem entspricht, was diese Wissenschaftler sagen. Darum protestieren wir. 

Andrew Neil:  Aber die Experten haben einen Konsens in der Frage, Netto-null-Emissionen bis 2050 zu erreichen. Sie sagen 2025, Sie hören nicht auf die Experten. 

„Alles Nötige tun“, um Netto-null-Emissionen bis 2025 zu erreichen 

Andrew Neil:  Lassen Sie uns zum 2025-Ziel zurückkommen. Ein Kritiker hat gesagt, dies würde die Beschlagnahmung von Benzinautos, eine staatliche Rationierung von Fleisch und die Beschränkung von Familien auf jeweils einen Flug alle fünf Jahre bedeuten – und das sogar noch im Hinblick auf ein 2030-Ziel. Stimmen Sie dem zu? 

XR-Sprecherin:  Ich stimme zu, dass wir alles Nötige tun müssen um Emissionen zu senken, um, wissen Sie, jungen Leuten eine Zukunft zu erlauben, wissen Sie, dass sie in der Lage sind, etwas... etwas Hoffnung für die Zukunft zu haben [...]. 

Anmerkung des Autors: So wird also bei Extinction Rebellion argumentiert: Unser Planet müsse bis 2025 bei Netto-null-Emissionen angelangen – aber nicht etwa, weil es empirische Anhaltspunkte dafür gäbe, dass andernfalls unzählige Menschen sterben. Sondern deshalb, weil „junge Leute“ im Westen glauben, andernfalls keine „Hoffnung für die Zukunft“ mehr haben zu können. Und warum glauben das viel „junge Leute“? Weil die Spinner von Extinction Rebellion sie erfolgreich verhetzt haben. 

Ende der Luftfahrt bis 2025, alle Industrien auf den Prüfstand 

Andrew Neil:  [...]  Aber Sie müssten, um Ihr Ziel zu erreichen, sämtliches Fliegen beenden. Die Luftfahrt würde enden.

XR-Sprecherin:  Möglicherweise. Ich meine...

Andrew Neil:  Bis 2025?

XR-Sprecherin:  Nochmal, das ist nicht... Das ist etwas, was wir uns ansehen müssen... Die Luftf... Wir müssen uns die Luftfahrt-Industrie ansehen, wir müssen eine Analyse dessen durchführen, was geschehen muss, und dann müssen wir handeln. In allen Industrien: Landwirtschaft, Energie, alles. Ich behaupte nicht eine Expertin auf diesen Gebieten zu sein. 

Anmerkung des Autors: Bei Extinction Rebellion gibt es offenbar niemanden, der sich in irgendwelchen Industrien auskennt, die CO2-Emissionen hervorbringen. Trotzdem fordert diese NGO von westlichen Regierungen, die Menschheit bis 2025 auf Netto-null-Emissionen zu bringen. Extinction Rebellion hat keinen blassen Schimmer, wie das gehen soll. Sie schlagen aber vor, dass wir uns relevante Industrien einmal „ansehen“. Es dürfte ein wenig knapp werden, wenn man bis 2025 Netto-null-Emissionen will und hinsichtlich diesbezüglicher Handlungsempfehlungen noch nicht einmal mit dem „Ansehen“ begonnen hat. Aber die Luftfahrt bis 2025 komplett einzustellen, das wäre schon einmal sinnvoll. 

Ganz abgesehen von der Absurdität dieser weltdiktatorischen Fantasie: In was für einer aberwitzigen Unverhältnismäßigkeit eine Beendigung der Luftfahrt zum dadurch erzielbaren Temperatursenkungs-Effekt stünde, scheint die Sprecherin von Extinction Rebellion auch nicht begriffen zu haben. Es fällt ihr nicht einmal auf, als sie direkt darauf angesprochen wird. Sie bricht nur in irrelevantes, hektisches Geplapper aus: 

Andrew Neil:  Wir wissen, was passieren würde, wenn wir sämtliches Fliegen beendeten. Das würde globale Temperaturen gemäß den Mainstream-Klimamodellen um 0,03 °C reduzieren. 0,03 °C – und dafür würden Sie sämtliches Fliegen beenden?

XR-Sprecherin:  Aber was Sie gerade sagten mit dem IPCC-Bericht, wir stimmen beide überein, dass wir darauf hören, das ist ein 99 %-Konsens unter Wissenschaftlern, das ist großartig, damit stimmen wir überein. Also dieser Bericht sagt, wenn wir Emissionen nicht absenken, sodass die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzt wird...

Anmerkung des Autors: Zum Schluss weist Andrew Neil die XR-Sprecherin darauf hin, dass in den meisten britischen Privathaushalten mit Gas geheizt und gekocht wird. Als Neil sie fragt, ob das alles in den sechs Jahren bis 2025 nicht ebenfalls abgeschafft werden müsse, stimmt Frau Lights erneut implizit zu. Die Menschheit, erklärt sie begeistert, habe schon einen Mann auf den Mond gebracht, bevor es das Internet oder Mobiltelefone gab. 

Eine ganze Reihe weiterer entlarvender Videos zum Thema Extinction Rebellion finden Sie hier auf ScienceFiles

Englisches Transkript des Interviews: 

Andrew Neil, BBC-Interviewer: 

I’ve seen some of your activists claim on TV that billions of people are going to die in quite short order. One of your founders, Roger Hallam, said in April, “Our children are going to die in the next ten to twenty years”. What’s the scientific basis for these claims?

Zion Lights, UK-Sprecherin ‘Extinction Rebellion’: 

So, these claims have been disputed, admittedly. There are some scientists who are agreeing and there are some who are saying that they are simply not true, but… you know, the overall issue is that these deaths are going to have— We don’t know exact numbers, and actually it’s a little bit, um… you know… concerning, to focus on how, just how many deaths… There will be deaths and mass suffering, and that— You know, any… any amount is enough as far as we are concerned.

Andrew Neil: 

But most scientists don’t agree with this. Climate change scientists, those who know there is a problem and it has to be tackled and things have to be done, more has to be done than’s being done. I looked through the UN Intergovernmental Panel on Climate Change, the latest AR5 [= IPCC Fifth Assessment Reportand the October of last year special report, [= IPCC Special Report on Global Warming of 1.5 °C] I see no reference to billions of people going to die or children going to die in under 20 years. 

XR-Sprecherin:  

Well, we’re not claim— I don’t think he was claiming that that was from that report… 

Andrew Neil: 

No, I know that, but what I’m saying is, I don’t know where the scientific validity comes for that, I mean, how would they die?

XR-Sprecherin:  

[Pauses.] Mass migration… around the world already taking place, due to prolonged drought in countries, um, particularly in South Asia. There are wildfires in Indonesia… the Amazon rainforest… also Siberia… you know, the Arctic… There will be deaths and suffer—

Andrew Neil: 

These are all really important problems and they can cause fatalities. But they don’t cause billions of deaths. They don’t mean that our young people will all be dead in 20 years.

XR-Sprecherin: 

No, perhaps not in 20 years, but… I can’t speak to what Roger was, um, you know— 

Andrew Neil: 

He’s one of your founders. 

XR-Sprecherin: 

He’s one of the members of Extinction Rebellion, yes. 

Andrew Neil: 

I mean, you talk weather-related disasters, there seem to be a lot of them around at the moment. And people die from them. But in the latest figures I’ve seen, a hundred years ago weather-related disasters killed half a million people a year; today it’s 20,000 a year. Still 20,000 too many, but it’s a reduction of 95,000. It doesn’t lead to the— er, 95 %. A reduction of 95 %. It does not lead to a death of billions. I mean, you’re scaring people with this rhetoric, aren’t you? 

XR-Sprecherin: 

I think there, I think there’s a danger of scaring people simply because we’re not taking it seriously enough and people are feeling really, you know, desperate that we’re heard on this. And… and unfortunately, you know, alarmist language works, [!] which is why we’re discussing it right now.

Andrew Neil: 

But does it work? It could. I mean, I’ve seen young girls on television, part of your demonstration, particularly the school ones, when they take the day off to demonstrate, crying because they think they’re gonna die in five or six years time… 

XR-Sprecherin: 

No, it’s not necessarily…

Andrew Neil: 

…crying because they don’t think they’ll ever see adulthood, and yet there is no scientific basis for the claims that your organization is making. 

XR-Sprecherin: 

The young people I’ve spoken to aren’t crying because they think they’re going to die in a few years, it’s because they don’t see their children as having a future, they don’t want to have children. And they’re worrying about, you know, coastal regions going underwater, other countries and island nations going underwater, you know, the Maldives going underwater, the mass displacement that’s happening, the weather extremes – which may, may be on a downward trajectory, but climate scientists are telling us that they will be on the increase. 

Andrew Neil: 

Well take, um, rising sea levels, because the sea levels are rising, there’s no dou— the UN IPCC makes that quite clear. But even the UN IPCC says that its median projection for sea rising is half a meter by 2100, at the end of this century. Now that will create problems, from places from Miami to Bangladesh, but half a meter will not result in billions of people dying. If we do the right thing, it could be managed. 

XR-Sprecherin: 

[Pause.] If we do the right thing, but we’re not doing much at all at the moment, so this is one of the problems.

Andrew Neil: 

But you accept that half a meter would not, if the UN median projection is right, would not result in the sort of… apocalyptic predictions that your organization makes. 

XR-Sprecherin: 

They’re very conservative numbers, that’s what we’d say. And actually, a lot of the data in the IPCC report— Not, not criticizing scientists because they did an incredible job, using [sic] pre-industrial levels of data. They’re looking at, you know, carbon emiss— They’re not looked [sic] at factoring feedback loops, things like this. There are, there are climate scientists saying now that we think it’s a lot worse. You know, James Hansen, ex-NASA scientist, is saying we’re in a “planetary emergency”, so we’re using that language, we’re not, we’re not trying to use alarmist language, we’re listening to what scientists are saying and using language that we feel is appropriate to the situation. 

Andrew Neil: 

You are using alarmist language, one of your other founders said that she thought everybody could be dead within several decades, 97 % was the figure that she put on it. But you want… At the moment, the IPCC policy, the agreed policy, is to try and cut carbon emissions in half by 2030 and go to zero net emissions by 2050. But you want 2025 for zero emissions, only six years away. What would that require?

XR-Sprecherin: 

I mean, I’m not here to answ— to give you solutions and to tell you what we should be doing, that’s not my—

Andrew Neil: 

Why not? You’re damming up the whole of Westminster for your cause.

XR-Sprecherin: 

Well, what we’re saying is listen to the experts. We’re listen— we’re saying, listen to the experts, let’s listen to what their ideas are, what they’re saying, and at the moment we’re not putting those plans in place, we’re not creating policies that reflect what those scientists are saying. This is why we’re protesting.

Andrew Neil: 

Well, the experts have a consensus around getting net zero by 2050. You’re saying 2025, you’re not listening to the experts.

XR-Sprecherin: 

So, there is some interesting— Well, there is some research into the IPCC report that is more recent, by Professor Michael Mann, who looked at where they came up with the 2050 figure. And actually they’re relying on a carbon capture bio… gas energy storage, ‘bex’. [Gemeint ist offenbar ‘Bio-energy with carbon capture and storage’, BECCS.] And there’s a problem with that, that it’s an untested technology, and by relying on that there’s a 50/50 chance that we will fail with the 2050 year in place.

Andrew Neil: 

You can always pick one piece of research. The fact is the IPCC report has 6,000 scientific references, 91 authors, and is a global consensus with review editors from 40 countries. But let’s come back to the 2025 target. One critic has said it would mean the confiscation of petrol cars, state rationing of meat, and limiting families to one flight every five years – and that was actually on a 2030 target. Do you agree with that?

XR-Sprecherin: 

I agree that we need to do whatever it takes to bring emissions down, to, you know, allow young people to have a future, you know, be able to have some… some hope for the future, and I’m not, I’m not saying that because we’re alarming children. I’m listening to what they’re saying, they’re learning about the consequences of climate change at school, and they’re worrying about— 

Andrew Neil: 

Sure. Of course. They’re not arguing about the consequences of climate change at all. But you would have to stop, to reach your target, you’d have to stop all flying. Aviation would come to an end. 

XR-Sprecherin: 

Possibly. I mean… 

Andrew Neil: 

By 2025? 

XR-Sprecherin: 

Again, this is not— This is something that we need to look— At the a— We need to look at the aviation industry, we need to do an analysis on what needs to happen, and then we need to take action.

Andrew Neil: 

Well, we know what would—

XR-Sprecherin: 

On all industries: agriculture, energy, everything. I’m not claiming to be an expert in these areas. 

Andrew Neil: 

We know what would happen if we stopped all flying. It would reduce global temperatures, using the mainstream climate models, by 0.03 degrees. 0.03 degrees – and you would stop all flying for that? 

XR-Sprecherin: 

But what you’ve just said with the IPCC report, we’re both in agreement that we listen to that, that’s 99% consensus of scientists, that’s great, we agree with that. So that report is saying, if we don’t bring emissions down to… to halt warming to 1.5 degrees—

Andrew Neil: 

I understand! 

XR-Sprecherin: 

So, so… Aren’t we in agreement that we have to, we have to… 

Andrew Neil: 

It’s the 2025 target which is the keystone of your policy. 

XR-Sprecherin: 

It’s the precautionary principle… It’s the precautionary principle that says— 

Andrew Neil: 

Let me just ask you this. Most homes in this country are heated by gas. Most people cook with gas. The fact is: All of that would have to go in six years for a 2025 target, wouldn’t it? All of it?

XR-Sprecherin: 

We put a man on the moon before we had the internet and mobile phones. We made an international space station, 16 countries worked together to make this and send the parts into space, independently using math and assemble it in space. If we really wanted to tackle this emergency, Dr James Hansen, an ex-NASA scientist, calling it a ‘planetary emergency’, Lord Stern, former— 

Andrew Neil: 

So no cooking with gas, or heating with gas, in six years time? 

XR-Sprecherin: 

But we’ve had 30 years to think of better solutions and now is the time to act to bring down those emissions before it’s too late. 

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Leserpost

netiquette:

Fanny Brömmer / 14.10.2019

Zeit für die bekannte Volksweisheit: Studien haben ergeben, dass jeder dritte Grüne genauso blöd ist wie die andern zwei.

beat schaller / 14.10.2019

Passt doch alles! Wieso bekommen die nicht heisse Füssen, schon wenn sie einen Auftritt planen oder gar anmelden.  Wo sind wir denn eigentlich, dass man sich von solchen Idioten überhaupt beeinträchtigen lassen muss. Wo sind die Verantwortlichen Politiker, die für Ordnung und Ruhe zu sorgen hätten? Was muss sich der arbeitende Bürger denn noch alles gefallen lassen? Dieses Chaos nimmt immer schneller, immer chaotischere Züge an und das kann so nicht mehr lange gut gehen. Es wird auch hier zu Situationen kommen, bei denen der Eine oder Andere einfach durch dreht. Dann weiss bestimmt wieder niemand warum es so weit kommen kann. b.schaller

Sabine Heinrich / 14.10.2019

Vorbei die Zeit, als es solche Journalisten auch noch bei uns gegeben hat. Mr Neil hat diese ahnungslose, dumme, agitierende Frau auf würdige Art (very british) sich selbst entkleiden lassen. Klasse, SIR! Inzwischen haben sich so viele Deutsche durch die zwangsfinanzierten Medien freiwillig verblöden lassen und tun dies weiterhin, indem sie einer so dummen, aber nicht unsympathischen Person folgen wie einst die Kinder von Hameln dem Rattenfänger. Diese neuen “Heilsbringer-+Innen” könnten jeden Quatsch verkünden - schon morgen das Gegenteil vom heute Gesagten - und die Jünger -+innen würden ihnen wie die Lemminge folgen, ist es doch viel einfacher, einem Führer/einer Führerin (ganz gleich, wie krank sie, er oder es ist) bedingungslos zu folgen als das eigene Gehirn einzuschalten. Was ich bedrohlich finde: Ich habe den Eindruck, dass schon Grundschulkinder teilweise in eine bestimmte Richtung “erzogen” werden. Wenn bereits eine Grundschule sich mit dem Titel “Schule ohne Rassismus” schmückt (Es ist leicht herauszufinden, wer hinter diesem Projekt steckt), habe ich schlimmste Befürchtungen, in welche Richtung dort die Erziehung läuft und wie die Lehrer “ticken”. Ich fürchte, dass sie so einer - pardon - dummen Nuss auch wie der kranken Schwedin unkritisch hinterherrennen und auch noch die ihnen anvertrauten Kinder zu “Jubelpersern” machen. (Liebe jüngere Leute - bitte googlen! Danke! :-)

Gottfried Meier / 14.10.2019

@HaJo Wolf. Nicht nur in England.

Richard Kaufmann / 14.10.2019

@ HaJo Wolf: In Deutschland sind sie an der Macht.

Angela Seegers / 14.10.2019

Mr. Neil, thank you. Und zu diesen armen Wesen, die ihre Bestimmung im Stillstand der Welt sehen, um diese zu retten. Die Welt wird nicht still stehen. Deswegen ist alles, was euch zur Bühne gereicht überflüssig. Es geht euch um Aufmerksamkeit, mehr nicht. Sucht euch einen anderen Spielplatz. Gründet eine Weltuntergangssekte oder sonst was. Wir haben einen Klimawandel, ja. Wie seit Milliarden von Jahren immer wieder. Denn die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt und hat alles überstanden, ihren Platz im Planetensystem behauptet.

Alois Fuchs / 14.10.2019

Hat die Lady aber ein Glück, dass Dummheit nicht weh tut - ich meine: ihr. Mir tut ihre Dummheit schon weh. Sehr sogar. Umso mehr, da man diesen Schmerz mit den 100.000en multiplizieren muss, die ihn verursachen.

Robert Orosz / 14.10.2019

Ich wünschte mir sehr, wir hätten Journalisten vom Format eines Andrew Neil, welche die inhaltslosen Geschwätzphrasen eines Robert Habeck oder einer Claudia Kemfert entblößen könnten. Quasi als Schuss vor den Bug der Diskursverschlepper hierzulande.

Heidi Hronek / 14.10.2019

Es sind nicht solche Spinner, die uns beunruhigen müssen, es sind die fehlenden Journalisten, die bei uns solche Spinner entlarven können (oder vielmehr wollen). Wir hatten erst gestern im Freundeskreis eine Diskussion und es ist wirklich erschreckend, was da nachgeplappert wird. Das meistgebrachte Argument: das habe ich aber so im Fernsehen gehört. Der Höhenflug der Grünen wäre dann natürlich schnell vorbei.

Rafael Rasenberger / 14.10.2019

Also, ich find`, die hat sich ganz tapfer geschlagen. Stellen Sie sich vor, SIE müssten so einen hahnebüchenen Blödsinn im TV verteidigen ;-)  Stellenweise ging’s ja zu wie beim Gebrauchtwagenhändler: Mr. Neil hat Fräulein Öko-Hipster zügig von ein paar Milliarden auf 20k ‘runtergehandelt… Ey Kollega was letzte Preis? LOL

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