In der EU-Planwirtschaft wird auch die Kultur reglementiert: Am 12. November hat die EU-Kommission ihren neuen „Kulturkompass für Europa“ vorgelegt. Darin kündigt sie unter anderem einen Bericht über den „Stand der Kultur in der EU“ an. Dieser werde „die Fortschritte im kulturellen und kreativen Ökosystem verfolgen“. Da drängt sich geradezu die Losung „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ auf, die insbesondere Erich Honecker gerne nutzte. Zum Beispiel bei der Festansprache zum 40. Jahrestag der DDR im Jahr 1989. Wenig später war die DDR bekanntlich Geschichte. Bei der EU in ihrer jetzigen Form wird es wohl etwas länger dauern.
Wie die Kommission den kulturellen Fortschritt überwachen und gleichzeitig angeblich die künstlerische Freiheit stärken will? Natürlich mit Digitalisierung. So sind ein „EU-Kulturdatenzentrum“ und ein Netzwerk junger „Kulturbotschafter“ geplant, um jungen Menschen durch einen „freiwilligen Rahmen für nationale Kultur- und Kulturerbe-Pässe“ einen „besseren Zugang“ zur Kultur zu ermöglichen. Eine KI-Strategie für den Kultur- und Kreativsektor ist ebenfalls in Arbeit. Sprich: Die EU-Kommission hat es wieder einmal auf Daten abgesehen. Ein EU-Kulturdatenhub soll nämlich künftig „zuverlässige Daten“ liefern, die dann für alle möglichen Zwecke genutzt werden können. Zur Erinnerung: Auch schon der digitale Kulturgutschein für Jugendliche in Deutschland, die im Jahr 2023 volljährig wurden, war an die Nutzung einer digitalen Identität gebunden. Auf diese Weise soll offenbar der Jugend die digitale Brieftasche der EU schmackhaft gemacht werden, die nicht nur in puncto Datenschutz höchst problematisch ist.
Außerdem geht es der Kommission ausdrücklich um die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Identität, damit vor allem junge Menschen nicht auf die Idee kommen, dass Nationalstaaten durchaus Vorteile im Vergleich zu einem EU-Kollektiv haben könnten. Und auch der wirtschaftliche Aspekt spielt eine Rolle. Schließlich beschäftigt die Kultur- und Kreativwirtschaft fast 8 Millionen Menschen und erwirtschaftet jedes Jahr 200 Milliarden Euro an Wertschöpfung.
Kultur als Instrument der EU-Politik
Roxana Mînzatu, Vizepräsidentin der EU-Kommission für Menschen, Qualifikationen und Vorsorge sowie Kommissarin für Bildung, hochwertige Arbeitsplätze und soziale Rechte, weist in der Pressemitteilung der EU-Kommission außerdem auf die Möglichkeiten hin, die sich durch virtuelle Museen und Kulturerbe-Touren sowie 3D-Rekonstruktionen ergeben. Und Glenn Micallef, EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport, wird zitiert mit den Worten: „Kreativer Ausdruck ist Europas erste Verteidigungslinie. Er schützt die Demokratie vor Spaltung und Extremismus.“ Jeder Euro, der in Kultur investiert werde, zahle sich doppelt aus.
Für den Kulturkompass sollen daher Finanzierungsinstrumente auf allen Ebenen mobilisiert werden. Micallef schlägt vor, das Budget für Kultur im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (MFR) zu verdoppeln und gleichzeitig andere Finanzierungsquellen zu erschließen - wie private Investitionen, Philanthropie und öffentlich-private Partnerschaften. Zudem setzt er sich für eine EU-Künstlercharta für faire Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende ein.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „In Zeiten der Unsicherheit und des Wandels stärkt die Kultur unsere Demokratie, unseren sozialen Zusammenhalt, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Widerstandsfähigkeit.“ Zwar steht auch folgender Satz in der Mitteilung: „Wir stehen für künstlerische Freiheit. Für das Recht jedes Künstlers, ohne Angst und Einmischung zu schaffen.“ Die Realität in Zeiten des Digital Services Act der EU sieht freilich anders auch. Klar erkennbare Satire wird, wenn sie regierungskritisch ist, mittlerweile regelmäßig strafrechtlich verfolgt.
Selbstverständlich ist Kulturförderung generell zu begrüßen. Doch die Mitteilung der EU-Kommission durchzieht der bittere Beigeschmack, dass Kultur einmal mehr instrumentalisiert werden soll: zur Datenerhebung, für die Auflösung nationaler Identitäten, als Geschäftsfeld für die IT-Branche und vor allem zur Zementierung der politischen Agenda der EU-Kommission.
Beitragsbild: Mark Fahey Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

@Markus Abt : Es funktioniert so: Sie öffnen eine Seite, indem sie die Adresse oben eingeben oder einen Link anklicken. Ihr Browser verbindet Sie aber mit dem Frontend von Cloudflare Das ist ein serverseitiger Endpunkt (socket) einer TLS/HTTPS Verbindung. Der „Server“ präsentiert sein Zertifikat. Das ist in Sekunden gerade neu erzeugt, für den eigentlichen Server, den sie adressiert haben. Bei der anderen Variante „ZScaler“ (=Prism) konnte man in den Zertifikatseigenschaften noch sehen, dass es von einer „privaten“ CA ausgestellt war, allerdings auch „für den Zielserver“. Bei Cloudflare sieht man das nicht, auch das wurde geknackt (es ist also komplett illegal). Der Cloudflare-„Server“-Socket entschlüsselt und erhält die von Ihnen gesendeten Daten in Klartext. Er kann nun selbst entscheiden, ob er das an den eigentlichen Webserver verschlüsselt weitergibt, oder (nach „Prüfung“) doch an einen Fake-Zwilling. Sie bestellen etwas bei Amazon, denken Sie, in Wahrheit haben Sie mit der Mafia gedealt, ohne es zu wissen. Sie bestellen Pager in Ungarn oder Katar, und in Wahrheit haben Sie das Geld an den Mossad gesendet, der Ihnen dann die manipulierten Geräte sendet. :-) Kleiner Scherz, das ist natürlich ausgeschlossen. Ich meine, Sie klicken bei Youtube ein Video an und bekommen ein völlig anderes gezeigt. Dann denken Sie, häh, waaas? Was wollte ich eigentlich, und dann zweifeln Sie an sich selbst, Sie wissen nicht mehr, ob sie nun geimpft sind, oder eine Vorladung zum Finanzamt erhalten haben. Und so weiter. Manche denken dann sie sind Jesus und andere werden paranoid.
@Markus Abt : >>Ich denke, da hat sich die KI etwas ungenau ausgedrückt. Der Datenverkehr wird nicht über US-Server geleitet, das wäre schon allein wegen der Lichtgeschwindigkeit (plus Verzögerung in Routern) zu träge.<< ## Cloudflare ist Man in the middle, ein Cybercrime. Die Verschlüsselung wird aufgebrochen mit Fake-Zertifikaten, die in Sekunden erzeugt werden. Es sind weitere Tricks dabei, wie DNS Spoofing. Das im Firefox standardmäßig aktive DNS over HTTPs, sowie der DNS-Server 1.1.1.1 geben auf Anfragen die IP für den Cloudflare Socket (cloudflarefront). Aber auch ohne diese machen die meisten DNS-Server der Provider inzwischen in dem Spiel mit. Ich denke, man macht denen ein ANGEBOT, DAS DIE NICHT ABLEHNEN KÖNNEN. Dafür hätte man vor zehn Jahren noch jeden ehrlichen Hacker vor den Richter geschleppt. Die Leute stehen über dem Gesetz. Und das beweist, dass es nicht einfach nur freundliche IT-Unternehmer sind, sondern der tiefe Staat. Das zerstört den Sinn von Verschlüsselung und definitiv das Vertrauen in Verschlüsselung. Es ist nicht vergleichbar mit einer Cloud, wo immerhin noch einigermaßen Regeln gelten. In die Cloud kann man nur das stellen, was Dateicharakter hat, aber die Man in the Middle AttackE betrifft jede Kommunikation, jedes „vertrauEnswürdig“ verschlüsselte Antragsformular, jede Anfrage nach Aktien- oder Crypto-Kursen, jedes Interesse, das man bei Amazon oder Ebay zeigt. Aber das Entscheidende. Man kann auch in den Datenstrom, der zu Ihnen geht, Schadware einkoppeln, kann jedes Transaktionsergebnis manipulieren und Sie sind in Beweisnot. Es ist absolut kriminell und es ist der Staat! Da sind wir jetzt. Aber es ist nur zu unserem Besten, es ist zum Schutz! Für die Sicherheit. Weil „so, wie es bis dahin war, konnte es ja nicht weitergehen.“
Man sollte sich mal schlau machen , und nachfragen: Welche deutschen Kulturgüter werden heute in den Gymnasien im Lande vermittelt ? Mich würde es nicht wundern, wenn selbst DAS LIED VON DER GLOCKE oder FAUST außen vor bleiben…. Dafür hat der Gender – Schwachsinn Hochkonjunktur !!!
Ich komme immer mehr zu dem Ergebnis, daß Nina Persson mein alter ego ist. Eigentlich wollte ich vor ihr flüchten. Dennoch wäre es völlig falsch, daraus falsche Schlüsse zu ziehen.
Wenn die Spaßgesellschaft zusammenbricht, wird Bildung und Wissenschaft ein Privileg der selbst ernannten Eliten sein, sah man schon am Verkauf der letzten Luther Bibel, die in verschiedenen Ausführungen für gering Verdiener viel zu teuer waren, während der Koran billige Ramschware war, so viel zur Verachtung gegenüber den Christen. Laut EKD queeren Bordsteinschwalben sollen die einfachen Bürger zu Nutzobjekten ohne Chancen auf Bildung und beruflichen Aufstieg werden, wo zur Sicherung der eigenen Existenz Menschen aus der Schicht der Untertanen zu Arbeitssklaven oder Sexdienstleister degradiert werden ohne Würde. Ein Blick in die Länder wo selbst Kinder ihre Körper aus Armut an Freier verkaufen oder Spender für den Organhandel für jene werden, die sich das leisten können. Der Film „Metropolis“ von Charlie Chaplin zeigt eine traurige Zukunft für die Untertanen der Eliten,
Das hört sich a priori alles sehr gut an; die Frage lautet was die EU-Kommission unter „Kultur“ und „europäischer Identität“ versteht? „Kreativer Ausdruck ist Europas erste Verteidigungslinie. Er schützt die Demokratie vor Spaltung und Extremismus.“ Das sehe ich genauso. Aber was versteht Ihr unter „kreativ“, „Demokratie“, „Spaltung“, „Extremismus“? „private Investitionen, Philanthropie, öffentlich-private Partnerschaften“ Meint Ihr dieselben „Philanthropen“, an die ich gerade denke? „In Zeiten der Unsicherheit und des Wandels stärkt die Kultur unsere Demokratie, unseren sozialen Zusammenhalt, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Widerstandsfähigkeit.“ Ja, volle Zustimmung. Aber wir sollten dringend die Begriffe klären. Was versteht Ihr unter all diesen Begriffen? Das selbe wie ich? „Wir stehen für künstlerische Freiheit. Für das Recht jedes Künstlers, ohne Angst und Einmischung zu schaffen.“ Im Ernst? Kann ich mich darauf verlassen? Ich wäre entzückt, wenn ich das könnte. Liebe Ursula, es wäre so schön, wenn wir Freunde wären. Aber willst Du das auch?
DDR 2.0 – „“Kreativer Ausdruck ist Europas erste Verteidigungslinie. Er schützt die Demokratie vor Spaltung und Extremismus.„“ Das sind völlig skrupellose Lügner:Innen diese Neofeudalisten mit ihrem menschenverachtenden EU Geschwurbel