Unser Beitrag „Staatsschutz verfolgt Achse des Guten wegen SPD-Zitats“ hat ein umfangreiches Medienecho hervorgerufen. Der Vorwurf lautet: „Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen“ (Paragraph 86 a StGB). (Achgut berichtete hier, hier und hier). Mittlerweile haben auch andere Medien diesen kafkaesken Fall aufgegriffen.
BILD-Zeitung (02.04.2026)
Hans-Jörg Vehlewald, Chefreporter Politik bei der BILD-Zeitung, legte mit seiner Berichterstattung noch einmal nach: „Dieser Verfolgungsfuror macht fassungslos“
Die Verfolgungsjagd der Justiz ruft nun auch Ex-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (74, FDP) auf den Plan: „Diese Melde- und Verfolgungspraxis bedroht langsam wirklich den Rechtsfrieden“, so Kubicki zu BILD. „Im ‚Achgut‘-Artikel ging es um den historischen Kontext der Formel und ihre Verwendung durch die Sozialdemokraten. Das kann schon per se nicht tatbestandsmäßig sein – das muss jeder Jurist wissen, der sich eine halbe Stunde ernsthaft damit beschäftigt. Dieser Verfolgungsfuror macht wirklich fassungslos. Da hilft langsam nur noch eine Anzeige wegen Verfolgung Unschuldiger.“
BILD-Zeitung (01.04.2026)
Hans-Jörg Vehlewald, Chefreporter Politik bei der BILD-Zeitung, hakte im Beitrag „Staatsschutz ermittelt gegen ‚Achgut‘-Autoren“ bei der ermittelnden Staatsanwalt Augsburg nach:
„BILD erfuhr auf Anfrage bei den Augsburger Ermittlern: Man habe ‚das Verfahren noch nicht erfasst‘. Daher würden ‚weitergehende Auskünfte im Moment nicht erteilt‘. Bedeutet: Keiner will verstanden haben oder begreifen, dass ‚Achgut‘ die Parole eingehend historisch unter die Lupe genommen hat. Und belegt, dass ‚Alles für Deutschland‘ eben KEINE ‚kennzeichnende Parole‘ von SA oder anderen Nazi-Truppen war, auch wenn sie das Motto – lange NACH SPD, Gewerkschaften und Kirchen – für sich nutzten. Die Analyse stellte damit auch in Zweifel, ob die mehrmalige Verurteilung des AfD-Politikers Björn Höcke rechtens war, der das Motto vielfach im Wahlkampf für sich nutzte.“
Tichys Einblick
Maximilian Tichy äußert sich im Beitrag „Staatsschutz außer Rand und Band wegen ‚Alles für Deutschland‘“ für Tichys Einblick:
„Der Ablauf folgt einem klaren Muster: Ein anonymer Nutzer meldet den Text bei HessenGegenHetze. Diese dem Innenministerium Hessens untergeordnete Stelle bewertet die Äußerung als strafbar. Der Fall wird an die Zentrale Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet weitergereicht, eine Art Internetwache des Bundeskriminalamts. Von dort geht es an den Staatsschutz.
Ein digitalisiertes Denunziationssystem, das effizient arbeitet und keinerlei demokratische Kontrolle kennt. Besonders perfide: HessenGegenHetze ist eine staatliche Einrichtung, der durch das hessische Innenministerium der Status als ‚Trusted Flagger‘, also besonders vertrauenswürdiger Denunziant, verliehen wurde. Meldungen von HessenGegenHetze müssen damit mit besonderer Priorität geprüft werden. Wenn ein BKA-Mitarbeiter eine Meldung von HessenGegenHetze als nichtig einstuft, weiß er dabei: Das CDU-geführte hessische Innenministerium wünscht hier besonders intensive Zusammenarbeit.“
Junge Freiheit
Die Junge Freiheit schreibt in ihrem Beitrag „Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ‚Achse des Guten‘ – wegen SPD-Zitat“:
„Die Darstellung verfassungsfeindlicher Kennzeichen ist im deutschen Recht ausdrücklich nicht strafbar, wenn sie der „staatsbürgerlichen Aufklärung“ oder der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte dient. Wieso die deutsche Justiz den Fall dennoch verfolgt, ist unklar.“
Kontrafunk
Im Kontrafunk-Format „Das Abendjournal – live mit Silke Bunners“ vom 30. März wurde Achgut-Herausgeber Dirk Maxeiner zu dem Vorgang interviewt. Maxeiner äußerte im Gespräch unter anderem:
„Was wir da machen, ist journalistischer Geschichtsunterricht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man wegen sowas gegen uns ermittelt. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gedacht, das ist Satire oder eine Kömodie. Aber heute kann man es offensichtlich nicht mehr wissen.
(…)
Das greift irgendwie um sich. Und das kommt natürlich auch durch diese ganzen Meldestellen zustande. Man hat ja eine ganze staatliche Struktur von Meldestellen geschaffen, bei denen dann jeder Denunziant sich sozusagen ausmären kann. In unserem Fall war das auch so (…) Man schafft eine Infrastruktur, die dann natürlich auch solche Denunziationen hervorbringt. Und offensichtlich fühlen sich die Behörden dann auch verpflichtet – oder sind es sogar – dem dann in entsprechender Form auch nachzugehen. Sowas gehört natürlich sofort in den Papierkorb. Aber in unserem Fall ist es den ganzen Behördenweg schon bis zur Staatsanwaltschaft Augsburg nach unten gewandert.“
NIUS
Felix Perrefort erläutert im Beitrag „Staatsschutz ermittelt gegen Journalisten: Weil sie über ‚Alles für Deutschland‘-Parole bei Sozialdemokraten berichteten“ für NIUS:
„Der Fall zeigt: Selbst historisch eingeordnete Zitate können eine Kette strafrechtlicher Prüfungen auslösen – von der Meldestelle über das BKA und LKA bis hin zur Staatsanwaltschaft. Zugleich verweist der zugrunde liegende Artikel auf die historische Mehrdeutigkeit der Parole, die im politischen Kontext der Weimarer Republik auch von Gegnern des Nationalsozialismus verwendet wurde.“
Apollo News
Boris Cherny beleuchtet den Fall in seinem Beitrag „Wegen Artikel über ‚Alles für Deutschland“: Hessen gegen Hetze und das BKA gehen gegen Achse des Guten vor‘“:
In einer diffusen Antwort auf die Anfrage von Apollo News hieß es knapp: „Das Verfahren ist derzeit noch nicht bei der Staatsanwaltschaft Augsburg erfasst. Weitergehende Auskünfte können daher im Moment nicht erteilt werden.“ Damit wird zwar die Existenz eines Verfahrens bestätigt, alles Weitere will man jedoch für sich behalten.
Proklamation König Ludwigs I. von Bayern
Ein Leser machte uns darauf aufmerksam, dass König Ludwig I. von Bayern eine Proklamation vom 6. März 1848 mit den Worten schloss: „Alles für Mein Volk! Alles für Teutschland!“ So überliefert es zum Beispiel das Haus der Bayerischen Geschichte, eine Behörde, die dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstellt ist.
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Analog zu der angebl.Äußerung von Marie Antoinette: „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen“ ist die „Blasenkrankheit“ einiger aktueller Wortführer doch in etwa so, als ob sie den potenziellen Opfern von massiver Gewalt raten, einfach die Anzahl ihrer Personenschützer zu erhöhen, das würde aus ihrer Sicht doch das Problem eindämmen bzw. minimieren. Ebenso die Klarnamenpflicht, weil sie ja auch in der Öffentlichkeit mit ihrem guten Namen auftreten würden – man übersieht dabei allerdings, daß sie ungestraft Milliarden Steuergelder veruntreuen können und das Volk die Unwahrheit sagen bzw, ihre Zusagen von vor der Wahl brechen, aber durch ihre Immunität keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben. Wenn allen Schutz vor allen Verfolgern der ‚‘Hass-und Hetze-Portalen„ sowie staatlich “gesteuerten„ NGOs garantiert wird, wären auch viele bereit, mit ihrem (guten) Klarnamen zu schreiben. So lange irgendwelche Stasi²-Eiferer und Denuntiationsschergen unterwegs sind und noch Sympathieträger der Oberen sind, wird das nicht möglich sein. Der gute Heinrich Böll hat in einer seiner Satiren namens “Mein trauriges Gesicht„ 1950, lange vor der heutigen geistigen Verwirrung, genau das beschrieben. Zitat: “Kommen sie mit…!„ “Und weshalb?„ fragte ich ruhig. Ehe ich mich versehen hatte,war mein linkes Handgelenk mit einer dünnen Kette umschlossen(…) “Uns weshalb?„fragte ich noch einmal. “Es gibt das Gesetz, daß sie glücklich zu sein haben.„ “Ich bin glücklich!„ rief ich. “Ihr trauriges Gesicht…„ er schüttelte den Kopf. “Aber dieses Gesetz ist neu„, sagte ich.(…) “Damaliges Delikt?„ “Glückliches Gesicht.„ Die beiden blickten sich an. “Erklären„ sagte der Vernehmer. “Damals„ sagte ich, “fiel mein glückliches Gesicht einem Polizisten auf an einem Tage, da allgemeine Trauer befohlen war. Es war der Todestag des Chefs.„ (…) Ich muß aber versuchen, gar kein Gesicht mehr zu haben, wenn es mir gelingt, die nächsten Jahre bei Glück und Seife zu überstehen…Zitat Ende
Hessen gegen Hetze ist mutmaßlich ggfs. eher übereifrig. Aber wieviele Stellen haben das einfach so weitergegeben? Spätestens bei der ZMI (Zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet) des BKA hätte schon Schluss sein müssen mit dem Unfug. Wann genau wurde der Artikel bei Hessen gegen Hetze gemeldet? Vor oder nach der angeblichen Reform der Meldestelle im letzten Jahr? Denn eigentlich soll sich deren Arbeit jetzt auf Fälle mit Bezug auf Hessen konzentrieren. Und was ist beim BKA los, kennt man dort die Gesetzeslage nicht? Und beim Staatsschutz? Hoffentlich ist der Staatsanwaltschaft Augsburg klar, dass sie sich bis auf die Knochen blamieren würde, wenn sie die Angelegenheit weiterverfolgt.
@Thomas Szabó: Ein gleich ‚doppelter‘ Volltreffer: Glückwunsch! Aber es geht ja nicht nur der ACHSE ans Leder, sondern APOLLO und TICHYS sind auch mit im Visier der ‚staatstragenden‘ Deppenkolonne, die mich immer mehr an den ‚Blindensturz‘ des älteren Pieter Bruegel erinnert – oder, um es mit Fontanes ‚Geist von Beeren‘ zu sagen: „Ach, großer Gott des Himmels und der Erden – was soll nur aus Deiner Justitia werden?!“…
Es geht nicht um das „Dritte Reich“ und nicht um die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole oder Parolen, sondern um den Begriff „Deutschland“ in Zusammenhang mit dem „Dritten Reich“. Ich verweise auf den brillanten Artikel von Andreas Lombard (NIUS, 16.11.2025 – 18:42 Uhr) namens „Die zweite Verfassung: Wie die Bundesrepublik zum antifaschistischen Staat mutierte“. Dort drin steht tatsächlich das intellektuelle Geheimnis der gegenwärtigen Schizophrenie, sich mit Hilfe einer religiösen Moral von einer weltlichen Schuld zu befreien, die ganz simpel Opfer mit Unschuld und Täter mit Schuld verwechselt.
Zitat: „An ihren Doktorvater Jaspers schrieb Hannah Arendt im August 1946: ‚Diese [deutsche] Schuld […] übersteigt und zerbricht alle Rechtsordnungen. […] Ebenso unmenschlich wie diese Schuld ist die Unschuld der Opfer. So unschuldig wie alle miteinander vor dem Gasofen waren (…weil kein Verbrechen eine solche Strafe verdienen kann), so unschuldig sind Menschen überhaupt nicht. Mit einer Schuld, die jenseits des Verbrechens steht, und einer Unschuld, die jenseits der Güte oder der Tugend liegt, kann man menschlich-politisch überhaupt nichts anfangen.‘“ – Da hat Hannah Arendt recht und alle anderen liegen falsch.
Achgut sollte einfach die deutschlandweite Kampagne „Nichts für Deutschland & Nichts für Deutsche“ starten!
Es scheint das Politiker eine Gelddruckmaschine zur eigenen Finanzierung, Urlaubsreisen auch Immobilien durch NGO, gGmbH etc. mittels Strafanzeigen und Steuergelder entwickelt haben.
abgeordnetenwatch 17.12.2025 Der korrupte Gräff -->>„Vier Firmen, ein Verein und Reisen nach Asien. Das Haus des Gräff. Ein Berliner CDU-Politiker baut einen Verein mit öffentlichen Geldern auf – und parallel Firmen im selben Themenfeld. Recherchen von abgeordnetenwatch und Tagesspiegel zeigen, wie der langjährige Abgeordnete Christian Gräff politische Funktionen und eigene wirtschaftliche Aktivitäten miteinander verband.“
Danisch ist momentan dabei und eruiert um die Reimanns. Das die direkt in der TU und Humboldt Uni Berlin, Cemas und AAS Sekte, vor allem die Entwicklung einer KI mit finanzieren, scheint noch nicht aufgefallen zu sein. Die Zensoren im Heise Forum erwähnten einmal das sie in einer berliner Uni sitzen. Es ist interessant wie relativ einfach das gesamte Rechtssystem und vor allem der Verfassungsschutz mit seinem Stephan Kramer Pädagogengeplapper gelenkt, missbraucht werden kann.
P.S. KI Entwicklung bei Heise „Decoding Antisemitism: KI soll gegen Antisemitismus im Netz vorgehen. ..“Decoding Antisemitism„ – so nennt sich das Projekt, das vom Linguisten Matthias J. Becker von der Technischen Universität (TU) Berlin geleitet wird.“ Project Manager: Prof. Dr. Uffa Jensen, Zentrum für Antisemitismusforschung, Gefördert von der Alfred Landecker Foundation. Principal Investigator: Dr. Matthias J. Becker Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin Co-Investigator: Dr. Daniel Allington Department of Digital Humanities, King’s College London !! King’s College London – Reimann …alles klar.
Verrückte darf man nicht einfach machen lassen, irgendwann ist das nicht mehr aufzuhalten und alle machen mit wie bei Corona und halten Achgut für ein jüdisches Nazi-Hetzblatt, weil da auch Juden mitarbeiten und weil man jetzt auf völlig abwegige und absurde Kausalitäten hinweisen will, in denen sozusagen ahistorisch aus Juden Nazis gemacht werden können. Oder ist man schon dabei, die jüdische Religions- und Kulturgeschichte umzuschreiben: Die Juden wollen nämlich das Armageddon, auf das aber allerdings plötzlich alle anderen zusammen kräftig hinarbeiten. Natürlich geht es bei all dem nicht um Juden, Christen, Muslime oder alle anderen Religionen schlechthin – es geht um Geld, um Maga und die Magie des Geldes, und das magische darin ist quasi international, frei nach Gershom Scholem, und durchdringt mit Zeichen und Symbolen alle Grenzen, Zäune und Mauern. Und weil die Erklärung so banal ist, will sie auch kein Mensch erklärt bekommen. Schließlich hält man sich doch für den goldenen Schnitt, die proportio divina, die den Höheren Wesen entstammt. Krieg als Tanz ums goldene Kalb – da hätte man doch besser den Moses in seinem Binsenkörbchen durchschwimmen lassen sollen. Bis ins endlose Meer.