Hubert Geißler, Gastautor / 16.09.2020 / 14:00 / Foto: Pixabay / 17 / Seite ausdrucken

Warten in der Welle des Wahns

Vielleicht zum Beginn eine kurze Erklärung, wie ich zu dem Thema gekommen bin. In der kleinen Gemeinde in Hohenlohe, wo ich bisher wohnte, gab’s auf der Plaza vor Kirche und Sparkasse ein Bücherhäuschen: Solide gemacht und wasserdicht, wie sich das für Schwaben gehört. Wenn ich zum Geldautomaten musste, habe ich da immer vorbeigeschaut: Neben den gesammelten „Wanderhuren“ und „Beim nächsten Typ wird alles anders“, sowie den Werken von Simmel und derartigem gab’s da immer wieder Trouvaillen, Bücher, bei denen ich liebend gerne gewusst hätte, wer die da reingestellt hat.

Eines schönen Tages fand ich da „Das Alter“ von Simone de Beauvoir. Ich hatte das mal mit Mitte 20 gelesen, konnte mich aber kaum daran erinnern und Simone de Beauvoir schätze ich ohnehin. Schwer aus der Mode, aber deutlich angenehmer zu lesen als ihr Lebensgefährte Sartre, erinnert mich die Frau immer noch an das Lebensgefühl der 70er und 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts, sozusagen an die Blütentage meiner Jugend. Ich zog den Band also raus, warf mich zu Haus auf die Couch und begann zu lesen. Immerhin war ich ja nun selbst altersmäßig so weit fortgeschritten, dass die Lektüre relevant sein konnte. Und kluge Ideen veralten nicht so schnell.

Tatsächlich hatte ich den Inhalt weitestgehend vergessen: Man findet anrührende Beschreibungen, wie diverse „primitive“ Gesellschaften mit ihren Alten umgehen, wobei es bei einem nicht unerheblichen Teil anscheinend üblich war, sie verhungern zu lassen oder ohne Umstände über den Jordan zu schicken. Nomadisierende Gesellschaften mit wenigen Nahrungsressourcen waren ganz schlecht für die Senioren, wobei man nicht glauben sollte, dass die unfeine Art, das Rentenproblem zu lösen sich auf die graue Vorzeit beschränkt hätte. Weit gefehlt, die Verhältnisse scheinen auch im bäuerlichen Frankreich des 19. Jahrhunderts noch sehr archaisch gewesen zu sein. Günstig waren für ein beschauliches Alter eher sesshafte Kulturen mit reichlich Nachschub an Nahrungsmitteln.

Das hatte auch eine geographische und klimatische Komponente. Generell gesagt: Reichtum schadet beim Altern nie. Wohlgemerkt: Endet die relative Fettlebe, die sich noch aus der alten Bundesrepublik ins Heute schleppt, wegen der zunehmend erfolgreichen Deindustrialisierungsbemühungen grüner Mars…, na was nun? Männchen? Kann nicht sein, eher Weibchen! Auf jeden Fall: Dann sieht’s auch für Rentner/innen und diverse Pensionäre mau und mauer aus: Die „Nachschuldner“ fehlen, würden die Debitisten sagen, und das Statement, in diese schlechte Welt könne man keine Kinder setzen, erweist sich zumindest gesamtgesellschaftlich als Bumerang.

Aber das nur nebenbei. Der Großteil des Werkes besteht in üppig belegten Schilderungen des Alters französischer Prominenter aller sozialen Schichten und Zeiten. Beim überwältigenden Anteil der Biographien, die Beauvoir anführt, betont sie, dass mit dem Alter sich ein massiver Pessimismus einstellt. Das ist natürlich nicht ganz unverständlich. Mit fortschreitender Lebenszeit wird auch das Gefühl für den Lebensrest, das Bewusstsein der Begrenztheit des noch übrigen Lebens deutlicher. Es scheint so, als ob der körperliche Verfall sich in einem generellen Pessimismus, was die persönliche Situation, aber auch den Blick auf das soziale und politische Ganze anbelangt, spiegelt.

Stehe ich als junger Mensch eher vor einer Welt von Möglichkeiten, so engen sich diese peu a peu ein: Am Ende stehen nur noch Arzttermine und das kühle Grab.

Was einmal richtig war, muss richtig bleiben

Konträr dazu steht das Gefühl, das Beauvoir eindringlich beschreibt, dass es emotional-subjektiv eigentlich gar keinen Alterungsprozess gibt. Sicher, man gewinnt, nicht immer an positiven, aber immerhin an Erfahrungen überhaupt. Aber gerade in der Gegenwart löst sich zumindest bei Angehörigen der Mittelschicht – und ich würde die Zugehörigkeit dazu nicht nur ökonomisch definieren – das Erlebnis des Alters über den Körper auf. Der Übergang wird diffus: Yoga und plastische Chirurgie können manches richten, das Pedelec tut ein Übriges: 70 ist das neue 50. Emotional mag das bis in eine gewisse infantile Dauerjugendlichkeit gehen, hier sollen aber eher die rationalen Tendenzen betrachtet werden, soweit sie den politischen Habitus der Generation der „jungen Alten“ betreffen.

Jedes angeführte Beispiel entspringt natürlich subjektiver Erfahrung und ist angreifbar. Ich bringe doch eins. In Diskussionen mit der Generation 60+ über Atomkraft und den Atomausstieg der Kanzlerin prallt man nicht selten gegen intellektuelle Wände: Der Hinweis, dass sich die Atomtechnik weiterentwickelt hat, dass die Reaktorsicherheit gestiegen ist, dass die Entwicklung von Minikraftwerken mit deren Beschickbarkeit durch Atommüll geradezu das Endlagerproblem entschärfen würde und dass für das Vorantreiben eines sinnvollen Umweltschutzes eine Menge von Energie vonnöten wäre, die eigentlich nur die Atomkraft momentan bereitstellen kann, all das läuft ins Leere, und man wird angesehen wie Dr. Strangelove auf der Bombe. Man hat gegen Wackersdorf und Gorleben demonstriert, ist jahrelang mit dem Anti-AKW-Aufkleber durch die Lande gefahren: Das alles kann doch nicht jetzt einfach obsolet sein. Dabei gehen mangelndes technisches Verständnis oder auch nur Interesse an Machbarkeiten ein fatales Amalgam ein. Was nicht sein darf, kann nicht sein! Implizit spürt man auch das Bild des guten Wilden Rousseaus durchscheinen, in der Rolle des untadeligen und veganen Biogärtners. Überhaupt ist das Ideal der Reinheit hauptsächlich in den Nahrungsverzehr abgewandert. Der Sünder raucht, säuft und nagt am Knochen.

Hier fixiert sich Bewusstsein auf die Haltungen und „Heldentaten“ der Jugend. Was wahr war, ist nicht verhandelbar, der Kopf kommt in den Treibsand moralischer Wertungen.

Die Kombination von Haltungen hier ist merkwürdig: Besserwisserei paart sich mit einer Art von Fortschrittsverweigerung: Wohlgemerkt, nicht nur im „linken“, sondern auch im „rechten“ politischen Spektrum. Fatal wird´s dann, wenn das einmal Progressive und Revolutionäre ins Gegenteil umzuschlagen droht: Dann kommt es zu Glaubenskriegen.

Sloterdijks „Panische Kultur“

Ich mag Sloterdijk ja, zugegebenermaßen, ohne ihn immer zu verstehen. Aber der Mann überrascht mich oft mit pointierten Sätzen, die wie unerwartet zuschlagen und treffen. Soweit zu meiner Haltung ihm gegenüber. In seinem nunmehr schon recht betagten Frühwerk „Eurotaoismus“ von 1989 bringt er eine sehr interessante Beschreibung des Zusammenhangs von gesellschaftlichem Pessimismus und Apokalyptik. Dass die Beschreibung gegenwärtiger politischer Zustände immer mehr zu Apokalyptik gerät, dafür sind nicht zuletzt die sehr fundierten Leserbriefe auf „Achgut“ ein Beleg. Ein beliebiger Artikel mit berechtigter Kritik provoziert nicht selten eine Reaktion von Hoffnungslosigkeit, ob zu recht oder zu unrecht, sei erst einmal dahingestellt: Die Welt ist schlecht, bleibt schlecht und wird in Schlechtigkeit untergehen.

Im Kapitel „Panische Kultur – oder: Wieviel Katastrophe braucht der Mensch?“ sagt Sloterdijk Folgendes: „Beginnen wir mit einer lapidaren These: Die Alternativen von heute sind bereits die Kinder der Katastrophe. Was sie von früheren Generationen unterscheidet und als erste Kandidaten für eine Panikkultur empfiehlt, ist ihre expertenhafte Einstellung zu den Katastrophenpotenzialen, von denen sie umgeben sind… Zum ersten Mal geschieht es, dass man den Teufel nicht an die Wand malen muss, um die Flammenschrift auf ihr zu lesen. Dafür ist durch die Verhältnisse als solche schon ausreichend gesorgt… Das aktuelle Alternativbewusstsein zeichnet sich dadurch aus, was man als pragmatisches Verhältnis zur Katastrophe bezeichnen kann… Heute kann jeder Prophet sein, der die Nerven hat, bis drei zu zählen.“

Ich zumindest kann mich in diesen Sätzen zumindest zum Teil widererkennen. Aber es geht weiter:

„Einige Fragen sind jetzt unvermeidlich. Braucht somit die Alternativkultur die Katastrophe... Ist die Katastrohe für die Einleitung einer anderen Entwicklung unentbehrlich… Sind folglich nicht die realen Hoffnungen der Alternativbewegung an katastrophendidaktische Kalküle geknüpft, sofern es wahr ist, dass nur noch der Anschauungsunterricht des Schlimmen eine Wendung zum Besseren einleiten kann?“... und: „Die Hoffnung auf ein Lernen am Schlimmsten in letzter Minute lässt sich nur noch schwer von der Verzweiflung an der Möglichkeit des Lernens überhaupt unterscheiden.“ (Sloterdijk, „Eurotaoismus“, S. 102 ff, der Ausgabe von 1996, Frankfurt/ Main).

Die Alternativen, an die sich diese Texte richten, sind die (Früh-)Rentner von heute – sei es nun, dass sie ihre Positionen von dereinst, wie Internationalismus und daraus resultierende Migrationsbefürwortung inklusive Teddybärenwurf oder den Satz, dass der „Strom aus der Steckdose kommt“, der zweifellos wahr ist, beibehalten haben –, sozusagen die Claudia Roths, die mit fixem und sehr buntem Haltungskostüm von Jahrhundert zu Jahrhundert gewandert sind, oder sei es, dass sie eine wertekonservative Wende vollzogen haben, aus der Einsicht heraus, dass der Weg zu Hölle mit guten Vorsätzen und Idealen gepflastert ist. Ein guter Schuss Apokalyptik ist auf jeden Fall immer dabei, und Sloterdijk hat wohl recht, wenn er darauf hinweist, dass das eine eingeübte Grundhaltung unserer Generation ist. Und: Diese Haltung würde durch das oben von Beauvoir geschilderte Phänomen des intrinsischen Alterspessimismus verstärkt werden. Ein Ausweg ist da nur Naivität, wie sie sich auch nicht selten bei der Führungsspitze einer gewissen Partei zeigt.

Rechte Apokalyptik – linke Apokalyptik

Ein schlagendes Beispiel für linke Apokalyptik dürften die „Fridays for Future“, in ihrer Extremform „Extinction Rebellion“ sein. Rechte Apokalyptik ist schlechter zu fassen, zeigt sich aber in einer romantischen Verklärung der Vergangenheit und kompletter Ablehnung gegenwärtiger Entwicklungen.

Auf die ersten beiden Bewegungen will ich hier nicht argumentativ eingehen: Zu sehr erscheinen sie als von einer Mittelschichtsjugend getragene Mischung zwischen Bildersturm und Kinderkreuzzug. Den Forderungen scheint es schlicht und ergreifend an Logik und Wissensbasis zu fehlen. Interessant dabei ist am ehesten, dass ihre Aktionen dem, was man früher Establishment nannte, sehr gut in den Kram passen. Vermutlich, weil da nicht zuletzt eine Menge Geld zu machen ist und sich der Kongresswanderzirkus wohlbestallter Wissenschaftler weiterbewegen kann. Damit soll im Übrigen nicht geleugnet werden, dass es erhebliche Umweltprobleme gibt, mit denen sich aber weniger verdienen lässt und die sich, wenn überhaupt, nur durch verstärkten Einsatz von Technologien lösen lassen.

Interessanter ist die Apokalyptik sagen wir rechtsliberaler Kreise, oder besser vielleicht die der Wertekonservativen. Jede Einengung dieser Tendenz durch ein Etikett ist natürlich problematisch.

Ich beziehe mich hier als Beispiel auf meine Serie „Aus dem Heldenleben eines deutschen Lehrers.“

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Leserzuschriften freundlich. (Dass ich nie eine deutsche Schule von innen gesehen habe, muss ich natürlich zurückweisen. Und ein Roll-Back in die Kaiserzeit mit 60 Schülern in der Klasse scheint mir auch nur möglich, wenn der Pedell wieder die Bastonade durchführt und es den Karzer bei Wasser und Brot gibt. Ironie Ende). Deutlich bemerkbar ist aber eine gewisse generelle Resignation an den gegenwärtigen Zuständen, die häufig als nicht mehr korrigierbar angesehen werden. Veränderungen in der – lassen Sie es mich so sagen – psychisch-sozialen Verfasstheit heutiger Schüler werden kritisiert, aber in keiner Weise als Chance begriffen. Die Vergangenheit wird eher verklärt. Dabei gab’s in den Schulen, die ich als Kind und Jugendlicher besucht habe, durchaus noch regelmäßig sogenannte „Tatzen“, Schläge mit dem Lineal auf die auszustreckenden Finger und dergleichen. Von individueller Förderung war nicht die Rede. Die Auslese war, auch in Fällen, wo man hätte anders agieren könne, kompromisslos. So gesehen, scheint mir ein Zurück in die 1950er überhaupt nicht möglich. Möglich wären allerdings Veränderungen, die ich in meinem Artikel auch anzudeuten versucht habe.

Was bleibt, ist in gewisser Weise die pessimistische Energie hinter den vertretenen Meinungen. Und das Bedürfnis, bestätigt zu werden, nicht sich infrage stellen zu lassen. Auf das Beispiel Schule bezogen, stehen sich beispielsweise zwei Tendenzen gegenüber: Die der Verwaltung und der Schulleitung zugeschriebenen Allmacht und auf der anderen Seite deren fast panische Angst vor Elternbeschwerden. Was stimmt nun? Ich glaube, dass, wenn die Bildungsverwaltung die Schule einfach verbessern könnte und wüsste wie, würde sie es tun. Mit Schulpolitik kann man zumindest Landtagswahlen gewinnen, soviel scheint klar.

Auch die Wertekonservativen igeln sich in ihrer Blase ein: Die Tatsache, dass der amerikanische Linguist die imperialistische Außenpolitik der USA von einem „linken“ Standpunkt kritisiert, disqualifiziert ihn noch nicht als Sprachwissenschaftler. Auch Marx hat nicht selten recht: Die Profitrate der Spareinlagen sinkt zumindest tendenziell, und der Staat, in dem Alle Alle retten, ist auf dem Weg zum ganz großen Monopolisten. Argumente ad personam engen Blickfeld und Diskursmöglichkeit ein. Aber vielleicht ist das ja gerade gewollt. Sonderlich zielführend ist es sicher nicht.

Erscheinungsformen des großen Knackses

Der Begriff „Knacks“ ist von Roger Willemsen und hat mir sofort gefallen. Schon 2010 erschienen, beschreibt das Buch das Gefühl eines Bruches mit der sozialen Umgebung: Man ist nicht mehr verbunden, man will auch nicht mehr Entwicklungen folgen, neue Techniken oder Einsichtsmöglichkeiten werden abgelehnt. T. Steinfeld schreibt in der SZ vom 17.5.2010: "Das Bewusstsein des gegenwärtigen Menschen entsteht als ein Übertreten vom ‚ich denke‘ zu ‚es denkt‘, ‚ich handele‘ zu ‚es handelt‘“, heißt es in diesem Buch, "irgendwann bezieht sich das Drama nicht mehr auf die Prozesse der Steigerung oder Expansion und ihre Rückschläge, sondern auf die Individualität der Enttäuschung." Anders gesagt: Dieses Buch handelt davon, dass einer den Willen aufgibt, den Lauf der Dinge zu verstehen, um vom Ändern ganz zu schweigen, und stattdessen in der Betrachtung der Schäden und Verluste versinkt, die ihm eben dieser Lauf der Dinge zufügte und immer noch zufügt.“

Bewältigt wird dieser fatale Lauf der Dinge durch Zuordnung von Etiketten: Verschwörungstheoretiker, Nörgler, Nazi, alter weißer Mann sind nur einige auf der einen Seite des Spektrums, auf der anderen gibt es sie aber nicht weniger. Alles, was eigentlich sehr komplex ist, wird vereinfacht, mit den immer gleichen Konnotationen belegt, ruft die immer gleich Assoziationen hervor. Als Ex-Waldorflehrer kann ich ein Lied davon singen: Die Reduktion auf das Namentanzen mit Schleier wird auf jeden Fall der Komplexität der Sache nicht gerecht. Was fehlt, ist die Neugier, die unbefangene Auseinandersetzung mit Argumenten.

Der Bruch zwischen den Generationen

Das komplette 20. Jahrhundert kann man als einen sich fortsetzenden Bruch zwischen den Generationen beschreiben: Kaiserzeit und Grabenkriegserfahrung, Inflation und Nazizeit, Wirtschaftswunder und 68er, „digital natives“ und die „Analogen“: Immer scheinen in der Generationenabfolge sich Gruppen mit völlig neuen gesellschaftlichen und technischen Voraussetzungen abzulösen, die nur schwer vermittelbar sind. So harmonisch in der Regel gegenwärtig die Eltern-Kind-Beziehungen ablaufen, weil man Mutter von Tochter und Vater von Sohn nur noch schwer unterscheiden kann, so unversöhnlich stehen sich alte Wertekonservative und ihr jugendliches Pendant gegenüber. Wenn Frau Baerbock einem in Ehren ergrauten Ingenieur ihr Energiekonzept erläutern wollte, dann ist eigentlich der Ablauf voraussehbar. Beispiele gäbe es da in Hülle und Fülle. Erfahrung wird negiert, utopische Blütenträume werden politisch gewollte Realität. Die Begründung von Politik hat einen „vorrationalen Kern“, wie Sarrazin sagt und fällt zurück in eigentlich religiöse Denkformen. Und schon haben wir wieder den Furor eines Glaubenskrieges, der unter der scheinbaren Harmonie der Generationen schlummert und auf der einen Seite den beschriebenen Pessimismus, auf der anderen die moralische Rechthaberei zeitigt.

Auf der amerikanischen Internetseite „Zerohedge“ war am 5. September 2020 in einem Artikel folgendes zu lesen:

Da alle Industrienationen auf Steuern angewiesen sind, die von jungen Arbeitnehmern gezahlt werden, um alternde Rentner zu unterstützen, wird eine rückläufige und alternde Bevölkerung genau dann eintreffen, wenn die westlichen Gesellschaften am meisten mehr junge Menschen brauchen.

Während junge Menschen im Allgemeinen einen rebellischen und revolutionären Einfluss auf die Gesellschaft haben, passiert, wenn Menschen alt werden? Das genaue Gegenteil…

Angst und Verlust des Verlangens gehen gewöhnlich mit dem Altern einher. Ältere Menschen wollen nicht so viele Dinge im Leben wie junge Menschen. Sie verlieren ihren Wunsch, Freunde, Verwandte und Partner zu beeindrucken.

Anstatt Artikel zu kaufen, die sie nicht benötigen, befürchten sie, dass sie nicht das bekommen können, was sie brauchen. Daran ist nichts Besonderes: Es ist nur die Art und Weise der Natur, abnehmende Chancen zu erkennen.

Ein Mann in den Vierzigern kann von vorne anfangen. Aber in seinen späten Sechzigern hat er nicht mehr die Energie oder den Wunsch, dies zu tun.“

Hier werden einfache Fakten mit einer gewissen schlagenden Schlichte ausgedrückt.

Absurde Diskursverweigerung: die Rassismusdebatte

Die schrillsten Blüten finden sich in den gegenwärtigen Glaubenskriegen wohl in der Rassismusdebatte. In der NZZ vom 10. September 2020 schreibt Thomas Ribi Folgendes: „Nicht was ich tue, sondern was ich bin, macht mich zum Rassisten, lautet das Credo der militanten Antirassisten. Und das heißt: Die Erbsünde ist wieder da.“ In einem Bericht über die britische Autorin Eddo-Lodge deren aktueller Buchtitel „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ lautet, schreibt Ribi: „Das ist zu einem Mantra der militanten Antirassismusbewegung geworden. Und nicht nur diese, auch radikale Feministinnen, Schwulen- und Transgender-Aktivisten machen sich die Denkweise, die dahintersteht, zu eigen. Ausgedeutscht heißt sie: Rede nur mit Menschen, die gewisse grundsätzliche Positionen mit dir teilen. Positionen, die du selbst bestimmt, natürlich. Sonst ist jedes Gespräch vergeblich.

Für Eddo-Lodge gibt es ein nicht verhandelbares Postulat, und das heißt struktureller Rassismus. Die westlichen Gesellschaften, sagt sie, seien rassistisch. Und zwar nicht nur dort, wo Menschen oder Gruppierungen das offen propagieren, sondern überall. Grundsätzlich. Der Rassismus steckt in den Institutionen, den Gesetzen, den ungeschriebenen Normen. In den Ideen und Überzeugungen, die die westliche Kultur grundieren. In der Sprache, den Begriffen, den Bildern, die den Alltag prägen. In der Art, wie man sich bewegt, kleidet, wie man spricht, lacht, weint. In Literatur und Kunst sowieso.

Vor allem steckt der Rassismus aber in den Menschen, die rassistisch denken und handeln, auch wenn sie das nicht wollen. Und nicht einmal wissen, dass sie es tun. Vielleicht sogar gerade dann. Und das ist am schlimmsten. Ein bekennender Rassist, so geht die kühne Logik des strukturellen Rassismus, ist wenigstens zu sich selber ehrlich. Er weiß, dass er ein Rassist ist. Alle anderen gestehen sich das nicht ein. Sie sind der Meinung, sie seien keine Rassisten. Vielleicht bilden sie sich sogar ein, sie seien Antirassisten und lassen sich nicht davon überzeugen, dass sie sich selbst betrügen. Weil sie blind sind für das, was die Hautfarbe mit ihnen macht.“

Eins ist hier sofort klar: Entweder hört hier wirklich jeder Diskurs auf, oder es geht um eine raffinierte Bewirtschaftung von Schuld als Erbsünde. Das genannte Buch soll ja gekauft werden und das noch in der Schweiz, in der es von toxischer „Whiteness“ geradezu wimmelt.

Ist nun dazu der beschriebene Alterspessimismus angebracht oder sollte man nur darauf warten, dass jede Welle des Wahns irgendeinmal vorübergeht: Ich weiß es nicht.

Foto: Pixabay

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Christian Beilfuss / 16.09.2020

Wo Antirassismus Rassismus ist: Wer behauptet, der Weiße als solcher (vor allem natürlich in Form des alten Mannes) sei kraft seiner Hautfarbe und über die Generationen hinweg Nutznießer von Kolonialismus, ist Rassist, und zwar in Reinform. Und verschleiert, ja leugnet das Wesen von Kolonialismus als eine Form globaler Ausbeutung durch eine herrschende Klasse, die sich daran tot und dämlich verdient hat, während die Massen der Bevölkerung in den Kolonialmächten in armseligen Verhältnissen gelebt haben. Hier wird dann auch das Verheerende am Rassismus deutlich, nämlich die Desavouierung jeglicher Solidarität unter Menschen ganz unterschiedlicher Farben aufgrund ihrer tatsächlichen sozialen Lage. Besser wird’s auch nicht, wenn unter dem Motto “Black Lifes Matter” ganze Stadtteile verwüstet werden. Bei Lichte betrachtet sind das keine “linken Aktivisten”, sondern zutiefst auf brutale Selbstermächtigung getrimmte Reaktionäre, deren Gesellschaftsbild die Hackordnung ist. Mich widert es an, wenn mich Leute meiner Hautfarbe wegen zum Niederknien vor anderen nötigen wollen.

Sam Lowry / 16.09.2020

Kleine Anekdote: Ich verkaufe Sachen auf Ebay, von denen ich absolut keine Ahnung habe. Weil mein Vermieter, der das bereits seit 30 Jahren macht, zu krank ist, um es noch selbst zu machen. Da schickt er schonmal Sachen nach Korea statt nach Japan. Das ich keine Ahnung habe, das merkt man erstmal nicht, und so melden sich Leute mit Fragen, die für mich so wie böhmische Dörfer sind, von denen ich nicht eins kenne. Dann antworte ich offen und ehrlich, dass ich keine Ahnung habe und mich da erstmal reinarbeiten muss. Aber niemals die Erfahrung von 30 Jahren erreichen werde, die eben mein Vermieter mit diesen Dingen hat. Ich glaube, dass alleine ein solches “Outing” den meisten nicht gelingt. Sie denken, man kann alles googeln und somit wissen: “Solange der Akku vom Handy voll ist, bin ich Albert Einstein.” Ja, im Net findet man endlose Theorien, doch praktisch erlebt hat sie wohl kaum einer der, zum Beispiel, FFF-Jünger. Denen erzählt irgendein selbsternannter Experte, dass die Eisbärenpopulation schrumpft, und das schreien sie dann wie eine Langspielplatte mit einem tiefen Kratzer den ganzen Tag heraus. Leider gilt sowas auch für Alte. Da braucht man sich nur mal ein paar Videos von Herrn Stürzenberger auf Youtube anschauen. Da schreien gewählte Politiker*innen mit Megaphon stundenlang “Nazis raus”. Dieses Geschmeiß schreit nur noch leere Phrasen ohne Inhalt… wie soll man denn da noch Optimist bleiben können? Prost.

Hjalmar Kreutzer / 16.09.2020

Sehr geehrter Herr Geißler, danke für den wunderbar geschriebenen Artikel! Deswegen gebe ich keinen unnötigen Senf dazu. Freundliche Grüße.

Karsten Dörre / 16.09.2020

Der derzeitige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sinnierte vor nicht all zu langer Zeit öffentlich von Rente ab 70, da die Arbeitsfähigkeit bis zu diesem Alter locker drin sei. Die Fitnesssucht und Anti-Age-Nahrungspropheterie wird Wege und Protagonisten finden, um den jetzt jungen Generationen das Altern erfolgreich auszureden. Das Gehirn muss mitziehen? Kein Problem: ab 20. Lebensjahr pro Tag zehn schwere oder superschwere Sudokus lösen, vorher in der Schule Einsteiger- bis mittelschwere Sudokus büffeln. Das hält fit für Arbeit bis zum Sarg oder Urne.

Fritz kolb / 16.09.2020

@Paul Siemons: chapeau, Sie haben das Leben gelernt und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Jeder hat nun mal nur ein Ticket, und das lasse auch ich mir nicht von irgendwelchen korrupten Wirrköpfen entwerten…

Peter Ackermann / 16.09.2020

So verständlich der Wunsch nach einem Schema, Muster oder Algorithmus auch ist, er endet häufig in putzigen Interpretationen und Schlüssen. Was dabei nämlich mit „nieder gemäht“ wird, sind die Nuancen, die, nur weil sie sich nicht an die Oberfläche drängen, nicht unbedingt unerheblich sind. Ich möchte das an zwei beispielhaften Gedanken verdeutlichen, die Sie (es hier und jetzt vollständig auszuführen, passt nicht ins Format) gerne einmal selber zum Ende denken können: 1) Wenn von den „68ern“ gesprochen wird, ist regelmäßig nicht von den Menschen die Rede, die in diesen Jahren unbeeindruckt vom damaligen Zeitgeist z.B. eine Tischlerlehre absolviert haben, sich zum Maschinenbauingenieur qualifizierten, im Stahlwerk 3-Schicht gearbeitet haben oder als Hausfrau drei Kinder großzogen. 2) Wenn von „1989“ die Rede ist, wird häufig unterschlagen, dass die Bilder von damals konsequent einen Bevölkerungsanteil ausblendeten, der mit dieser Wendung überhaupt nichts „am Hut“ hatte, lieber am status quo festgehalten hätte. Beides sind zwei wichtige Faktoren (Beispiele), deren Missachtung bis heute die Folgen spüren lässt. Vor allem aber sind sie nicht in geschichtliche Perioden oder eine Kategorie des menschlichen Alters einzuordnen. Die Klingelworte, das haben Sie sicher schon bemerkt, sind hier „Geben und Nehmen“, also die produktiven und die nutzlosen Beiträge zu einem rudimentär existentiellen Erfolg oder Scheitern einer Lebensgemeinschaft/Gesellschaft.

Sirius Bellt / 16.09.2020

Guter Artikel. Woran liegt es, dass Menschen (die gut abgesichert sind) so schlecht drauf sind? Irgendwann auf der Lebensbahn steckengeblieben? Keine Freude mehr am Austausch mit der Jugend und Andersdenkenden? Sich nur noch spüren über Wut und Verbitterung? Zu wenig Demut dem Leben gegenüber? Meine Familie hat Anweisungen, mich alten Sack sofort im Gartenhaus einzumauern, wenn es zu unerträglich wird.

Wolf Hagen / 16.09.2020

Ich glaube, Ihr Denkansatz ist richtig, Ihr Blickwinkel trotzdem leider falsch. Sicher mag es Altersstarrsinn und Alterspessimismus geben, aber beides hängt eher nicht mit der Ideologie zusammen, auch nicht mit den gesellschaftlichen Kosten der Lebenserhaltung. Es gab und gibt auch viele (archaische) Gesellschaften, die ihre “Alten” nicht umbrachten/umbringen, denn sie nutzten etwas, dass man tatsächlich erst mit dem Alter bekommt, nämlich Lebenserfahrung und aufgrund der Gewissheit der eigenen Endlichkeit, die Frechheit, Dinge so zu sagen, wie man sie sieht, bzw. wie sie sind, ohne Angst sich damit sein weiteres berufliches und gesellschaftliches Leben gründlich zu “versauen”. Ob man nun ein “junger” Alter, oder ein altkluger, bzw. spießiger Junger ist, hängt für mich mit einer ganz anderen “Bruchlinie” zusammen, nämlich der Wertschätzung. Und die ist für “Alte”, in einer Gesellschaft die nahezu ausschließlich der “Jugendlichkeit” huldigt, kaum noch gegeben. Sei es nun im politischen Diskurs, im Beruf, in der Liebe, der Sexualität, beim Hobby oder sonstwo, überall ist man gleichzeitig “alt”, “altmodisch”, “oldschool”, “veraltet”, kurz man ist, oder scheint, überflüssig und belastend zu sein, wenn man die 40/50 überschritten hat. Einfach wertlos. Gefühlt gestern hat man sich noch mit jungen Frauen getroffen, gehörte überall dazu und dann von einem Tag auf den anderen, wird man als “alt” angesehen und zwar mit allen oben genannten Konsequenzen. Folglich bleibt den meisten nichts anderes, als einen gewissen Pessimismus zu entwickeln, oder eine gewisse Gleichgültigkeit. Und ich behaupte, umso klüger und/oder gebildeter man ist, desto härter trifft es einen. “Dümmere” Zeitgenossen trifft es weniger, denn die freuen sich einfach über die kleinen Freiheiten, wie nicht morgens um 7 Uhr an der Maschine seien zu müssen, oder sich überhaupt über irgendwas außer RTL Gedanken machen zu müssen. “Quit pro quo” für das Vorleben sozusagen.

Ilona Grimm / 16.09.2020

Die Zerrissenheit zwischen Hoffen und Bangen beschreiben Sie sehr gut, Herr Geißler. Und ja, der Umgang mit meinen Mitmenschen treibt auch mich gelegentlich in die innere Selbstisolation, weil ich die propagandaartig wiederholten Mainstream-Parolen nicht mehr hören kann. Argumente (Klima, CO2, Atomkraft…) prallen an der Teflonschicht des Gegenübers ab oder erzeugen schrille Töne, wenn keine Antwort gefunden wird. Lass mich in Ruhe mit dem Scheiß... Soll ich mich mit all den Zahlen auch noch beschäftigen… Woher willst du das denn wissen… das stammt doch alles aus dem braunen Umfeld der AfD ... und so weiter. Aber dann helfen mir der Frustabbau auf achgut.com und der Humor, der dort virulent ist. Übrigens habe ich rechte Apokalyptik noch gar nie vernommen. Ich verstehe auch nicht, was Sie damit meinen. Wenn Sie „rechts“ mit „christlich“ gleichsetzen, dann verstehe ich es erst recht nicht. Christen haben nämlich keine Angst vor der Apokalypse (wörtlich: Aufdeckung, Enthüllung; αποκαλύπτω /apokalypto = aufdecken, eine Bedeckung wegnehmen). Jemand sollte mal das Politikversagen der seit 15 Jahren andauernden Merkelregierung enthüllen: Gesetzesbrüche ohne Ende, Lügen ohne Ende, Abzocken ohne Ende, Industriezerstörung ohne Ende, dafür Justiz am Ende, Meinungsfreiheit am Ende, unterbrechungsfreie Energieversorgung am Ende und so weiter. Und dazu das WEF mit seiner unverhohlenen Strategie der großen Transformation (siehe Website mit interaktiver Graphik) plus die digitalen Götter, die am ewigen Leben für sich selber basteln (‚California Life Project’ - Calico Labs), für den kleinen Rest (rund 7 Mrd.) der Menschheit Impfstoffe konstruieren lassen, die irreversibel in die menschliche DNS eingreifen und dabei ganz offen Impfschäden bei 700.000 bis 800.000 Menschen billigend in Kauf nehmen (Bill Gates). Und kein Mensch ist in Sicht, der solches Treiben stoppen könnte. Daraus erklärt sich die zunehmende Verzweiflung denkender Menschen.  Pessimismus ist angebracht.

sybille eden / 16.09.2020

Der militante Rassismus der militanten Antirassisten ist der widerlichste Rassismus !

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