Endlager für den Restverstand

Ende September wurde der erste Zwischenbericht zur Endlagersuche veröffentlicht. In ihm wird Deutschland in mehrere „Teilgebiete“ eingeteilt, die jedes für sich auf ihre Eignung als Endlager für den hochaktiven „Atommüll“ beurteilt werden. Eine mehrere tausend Seiten umfassende Dokumentation, die sicherlich jedem Bachelor-Studenten der Geologie zu einem Fleißkärtchen gereicht hätte. Auftrag erfüllt, Gorleben ist als Standort rausgeschmissen, dafür selbst die Hauptstadt in der engeren Wahl belassen. Jedenfalls meldete das Inforadio vom rbb am gleichen Morgen Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf als geeignete Standorte. Wenn die Sache nicht so ernst wäre, könnte man das als Comedy abhaken – freilich nicht einmal auf dem Niveau einschlägiger Sendungen des ZDF. Wenn man es jedoch nach fachlichen Gesichtspunkten betrachtet, ist es ein Paradebeispiel für Lyssenkoismus.

Kaum je war einer der Grundsätze sozialistischer Systeme besser getroffen: Erst einmal die Probleme schaffen, die man anschließend vorgibt zu lösen. Besser kann man den „Atomausstieg“ und die „Endlagerfrage“ nicht beschreiben. Nie hatte man in Deutschland vor, benutzte Brennelemente einfach zu verbuddeln. Selbst am Standort Gorleben war ein integriertes Entsorgungszentrum mit Wiederaufbereitung und anschließender Endlagerung der Abfälle im Salzstock geplant – keinesfalls aber das Verbuddeln kompletter Brennelemente. Warum? Weil abgebrannte Brennelemente zu mindestens 95 Prozent noch zur Energieerzeugung verwendbar sind und höchstens 5 Prozent in diesem Sinne Abfall darstellen.

Damit ist schon mal die Frage des notwendigen Volumens beantwortet. Merke: Je größer die Menge „Atommüll“, je besser lässt sie sich propagandistisch ausschlachten. In der typischen moralischen Überhöhung schwätzt man nun von der Verantwortung, diesen „Atommüll“ im eigenen Land opfervoll endlagern zu müssen. Nur folgen „unserem Vorangehen“ nicht einmal unsere unmittelbaren Nachbarländer. Insofern ist das unwiederbringliche Verbuddeln riesiger Energiemengen eher eine Gehässigkeit und Umweltsünde. Das Uran und Plutonium, das unsere Gutmenschen zu ihren politischen Zwecken verbuddeln wollen, muss in anderen Ländern mühselig gefördert beziehungsweise erbrütet werden. Selbst bei einem „Atomausstieg“ bedeutet eine Wiederaufbereitung (in anderen Ländern) eine erhebliche Verringerung der Belastungen für das eigene Land.

Die Gefährlichkeit des „Atommülls“

Will man die Diskussion um die Hinterlassenschaften der „Atomindustrie“ zurück auf eine rationale Ebene führen, ist es unerlässlich, die potenziellen Gefahren klar zu benennen. Von den „Atomkraftgegnern“ wurde der Popanz der sicheren Endlagerung für mindestens eine Million Jahre erfunden. Dieser Unsinn gilt noch heute manchen als das Totschlagargument gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie. Für die biologische Wirkung auf die Menschen ist einzig die Art und Dosis der ionisierenden Strahlung verantwortlich. Dies gilt heute genauso wie in einer Million Jahren. Deshalb hier noch mal in aller Kürze die wesentlichen Einflussfaktoren:

  • Strahlung. Man unterscheidet α-, β- und γ-Strahlung. In diesem Zusammenhang ist besonders wichtig, dass α-Strahlung nur biologisch wirken kann, wenn der Stoff in den Körper aufgenommen wurde oder etwas flapsig gesagt: Niemand ist gezwungen, abgebrannte Brennelemente zu essen.
     
  • (Halbwerts)Zeit. Der radioaktive Zerfall geht immer nur in eine Richtung, das heißt die ursprüngliche Menge der radioaktiven Stoffe wird beständig weniger. Das Maß ist die jeweilige Halbwertszeit. Je länger die Halbwertszeit des Abfalls ist, desto länger sollte er von der Biosphäre fern gehalten werden, aber umso weniger „feuert“ er auch. Das ist der Grund, warum man zum Beispiel Uran (immer noch der größte Anteil in abgebrannten Brennelementen) gefahrlos in die bloße Hand nehmen kann. Mit einem Stück Cobalt-60 wäre das nicht empfehlenswert. Ein übliches Maß für das „Verschwinden“ radioaktiver Stoffe ist die zehnfache Halbwertszeit. Mit anderen Worten: Zum Zeitpunkt der Einlagerung sind alle Stoffe mit einer Halbwertszeit, die kleiner als ein Zehntel der Zeitspanne seit dem Verlassen des Reaktors ist, bereits verschwunden. Das ist der Grund, warum man dann bereits recht gefahrlos mit dem „Atommüll“ umgehen kann oder warum auch Länder, die eine Wiederaufbereitung durchführen beziehungsweise anstreben, eine „Langzeit-Zwischenlagerung“ betreiben. Die Behauptung, man hätte weltweit noch keine Lösung für den „Atommüll“, ist ebenfalls nichts als Propaganda.
     
  • Chemie der Abfälle. Damit die radioaktiven Stoffe überhaupt in die Umwelt gelangen können, müssen sie zuerst freigesetzt werden. Standard ist heute die Verglasung (es gibt auch noch andere Verfahren). Man erzeugt bei der Wiederaufbereitung eine „Suppe aus Spaltprodukten“ mit möglichst wenig Aktinoiden (lange Halbwertszeiten) und löst diese in einer Glasschmelze auf, die man in einen Behälter aus Edelstahl einbringt. Glas ist sehr beständig. Damit die radioaktiven Stoffe da raus können, muss erst mal das Glas aufgelöst werden. Hierbei stehen sich radioaktiver Zerfall und Auflösung eines solchen Glasblocks durchaus in gleicher zeitlicher Größenordnung gegenüber.
     
  • Wärmeentwicklung. Bei jedem radioaktiven Zerfall wird Energie in Form von Wärme freigesetzt. Technisch von Bedeutung ist lediglich die entstehende Temperatur im Gebinde (Glas und Edelstahl) und in unmittelbarer Umgebung des Lagers (Salz, Ton oder kristallines Gestein). Dies ist eine rein technische Aufgabe, die beliebig über die Zeit bis zur Einlagerung und die Konzentration und Form der Gebinde eingestellt werden kann.
     
  • Chemie der Umgebung. Ob, wenn ja wieviel, in welcher Zeit, von den eingelagerten Stoffen bis in die Biosphäre gelangt, hängt wesentlich von der Bodenbeschaffenheit und weniger von irgendwelchen Wässern ab. Boden ist immer – mehr oder weniger – ein Ionentauscher. So haben zum Beispiel die Unglücke in Hanford (Durchrostung von mit Spaltproduktlösungen gefüllter Erdtanks) gezeigt, dass selbst oberflächennah der Transport Jahrzehnte für wenige Meter benötigt hat.
     
  • Biologische Halbwertszeit. Letztendlich ist für die „Schädlichkeit“ nur verantwortlich, wieviel radioaktive Stoffe und welche (biologische Halbwertszeit als Maß für die laufende Ausscheidung) vom Menschen aufgenommen werden. Über die Pfade gibt es sehr gute und verlässliche Kenntnisse. Teilweise sogar die Gesundheit fördernd – man denke nur an gewisse Mineralwässer.

Als Anregung zum Nachdenken: Radioaktive Stoffe zerfallen und verschwinden damit unweigerlich. Bei chemischen Stoffen ist das durchaus nicht immer der Fall (zum Beispiel Quecksilber, Arsen, Asbest und so weiter). Warum diskutieren selbsternannte „Umweltschützer“ nur über Deponien für radioaktive Stoffe, und warum sind Deponien für „Chemiemüll“ kein Aufreger? Was ist zum Beispiel mit dem weltgrößten unterirdischen Lager für richtig gefährliche Stoffe in Herfa-Neurode? Dort sind bereits mehrere Millionen Tonnen „Gift“ eingelagert. Ging es den „Atomkraftgegnern“ vielleicht immer schon um ganz andere Dinge?

10 Eiszeiten werden prophezeit

Die Vorstellung, man muss nur den einen Ort finden, der den „Atommüll“ für eine Million Jahre sorglos verschwinden lässt, mutet schon kindlich naiv an oder ist eine böswillige politische Farce – jeder Leser mag das für sich selbst entscheiden. Weder braucht man einen Einschluss für „mindestens eine Million Jahre“, noch kann ein ernsthafter Mensch glauben, dass man die Zukunft über Millionen Jahre verlässlich vorhersagen kann. Parallelen zu den Prognosen von der menschengemachten Klimakatastrophe drängen sich unmittelbar auf. In diesem Zwischenbericht gehen die Geologen von 10 Eiszeiten in dem betrachteten Zeitraum aus, bei denen zumindest die norddeutsche Tiefebene jeweils mit Eis überdeckt ist. So viel dazu. Die Herren und Damen wären aber nicht lange im (politischen) Geschäft der Gutachten, wenn sie nicht pflichtgemäß politisch korrekt im unmittelbar folgenden Satz auf die vom Menschen verursachte Erderwärmung hinweisen würden, die selbstverständlich in diesem Gutachten noch nicht abschließend beurteilt werden kann.

Aber es wäre ungerecht, nur die Gutachter für dieses Machwerk verantwortlich zu machen. Vielmehr sind es unsere Parlamentarier, die das Gesetz – ohne es zu lesen oder auch nur ansatzweise zu verstehen – durchgewunken haben. So ist das nun mal, man bekommt nur das, was man ausdrücklich bestellt und bezahlt. Wenn man als gewählter Volksvertreter nicht den Mut hat, hin und wieder „Stopp“ zu sagen, degradiert man sich selbst zur Marionette cleverer Lobbyisten. Nun kann man bei der beruflichen Zusammensetzung unseres Parlaments wahrlich keine geologische Kompetenz erwarten. Man hätte aber mal Menschen fragen können, die von der Materie etwas verstehen.

Früher – vor den Besetzungsorgien unter Rot/Grün – gab es jede Menge qualifizierter Fachleute in den Ministerien. Zumindest aber hätten in der Gesetzgebung erfahrene Abgeordneten die Ohren bei einem zeitlich über mehrere Legislaturperioden ausgedehnten, dreistufigen K.o.-Verfahren klingeln müssen. Man muss nur in Phase I die unliebsamen Standorte rauskegeln und der Drops scheint gelutscht. Das Ganze geschah nun auf einer Datenbasis, die kaum verschieden (Geologie!) der gegenüber 1973–1979 ist. Wie absurd die Entscheidung ist, zeigt sich daran, dass die Hauptstadt (!) und zerklüftete Gebiete in Bayern als geeignet erklärt wurden. Weil man offensichtlich selbst kalte Füße hat, erklärt man flugs eine mögliche Kompensation durch technische Maßnahmen für möglich – für eine Sicherheit von mindestens einer Million Jahren. Deutschland scheint sich endgültig international zur Lachnummer machen zu wollen.

Wissenschaft zählt nicht, Steuergeld ohnehin nicht

Man hat den Salzstock Gorleben in den Jahren 1979–1983 von oberhalb und 1986–2000 untertägig erforscht. Hunderte von wissenschaftlichen Mannjahren, Regale voll Messwerte und Auswertungen und 1,6 Milliarden Euro Kosten, die allein wir Stromverbraucher bezahlt haben. Allein von den Kosten her: Glaubt irgendjemand, dass noch einmal ein solches Programm für zwei weitere Standorte durchgezogen wird? Vorsichtshalber wurde gleich ins Gesetz reingeschrieben, dass Gorleben nicht als Referenzobjekt herangezogen werden darf (§ 36 des StandAG). Gott bewahre, wenn sich nach zwei weiteren Forschungsbergwerken herausstellt, dass der Salzstock in Gorleben doch nicht der Schlechteste war. Dagegen ist der „Maut-Skandal“ wahrlich eine Petitesse.

In dem Standortauswahlgesetz in § 22 werden explizit sechs Ausschlusskriterien benannt (Vertikalbewegungen, Störungszonen, frühere bergbauliche Tätigkeit, seismische Aktivität, vulkanische Aktivität und Grundwasseralter). Ergebnis des Zwischenberichts: Es liegt kein Ausschlusskriterium vor. Lediglich ist ein Radius von 25 Meter um einige alte Ölbohrungen auszuschließen. In dem Standortauswahlgesetz in § 23 werden explizit fünf Mindestanforderungen genannt (Gebirgsdurchlässigkeit, Mächtigkeit, minimale Teufe, Fläche und Barrierewirkung).

Ergebnis des Zwischenberichts: Es sind alle Mindestanforderungen erfüllt. In der Anlage zu § 24 sind die geowissenschaftlichen Abwägungskriterien aufgeführt. Die Tabelle 1 des Zwischenberichts führt akribisch 25 Bewertungen auf. Und jetzt aufgepasst: 22 Punkte werden mit „günstig“ bewertet, einer mit „weniger günstig“ und zwei mit „nicht günstig“. In Tabelle 2 und 3 sind auch alle Kriterien „günstig“. Plötzlich taucht in Tabelle 5 das vermeintliche Killerkriterium auf: „Gesamtbewertung des Kriteriums zur Bewertung des Schutzes des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch das Deckgebirge“: „ungünstig“. Wir erinnern uns an die 10 erwarteten Eiszeiten, die immer mehr Deckgebirge abschleifen sollen. Nur, wer will denn den Atommüll in das Deckgebirge einlagern? Der Salzstock geht doch mehrere tausend Meter in die Tiefe …

Was hier abläuft, ist ein Aufruf an alle möglichen Interessenverbände zum Widerstand. Wissenschaft zählt nicht, Steuergeld ohnehin nicht, ihr müsst nur möglichst militanten Widerstand leisten, dann zwingt ihr die Politik in die Knie. Hier ist allerdings der Widerstand von Gorleben ausdrücklich als Referenz erwünscht. Ein paar Alt-68er-Datschenbesitzer haben erfolgreich ihren Altersruhesitz verteidigt. Der Gipfel wäre noch, man baut das Endlager auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Dort hat Bündnis 90/Die Grünen ohnehin nur wenig Wähler; und sollte sich dort auch nur leichter Protest regen, kann man schnell mit der Keule „alles Rechtsradikale“ zuschlagen. Uns im „Westen“ bleiben ja noch die Asse und Schacht Konrad als Aufreger. Um die Deponie Morsleben im „Osten“ war und ist es ja immer bemerkenswert still. Also auf in den Wahlkampf.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Klaus-Dieter Humpichs Blog Nuke-Klaus.

Lesen Sie zum gleichen Thema von Ulli Kulke: Die bizarre Idee eines Endlagers für 1 Million Jahre

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Leserpost

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Franck Royale / 07.10.2020

Ich hab bis heute nicht verstanden warum man den „Atommüll“ nicht ins Weltall schickt, dort irgendwo auf einer Umlaufbahn oder auf dem Mond parkt. Die 1,6 Milliarden Euro hätte man statt in unsinnige Endlager-Studien in sichere Raumfahrtkonzepte oder noch besser: moderne AKWs investieren können, welche dieses Brennmaterial verwerten.

Daniel J. Hahn / 07.10.2020

1 Million Jahre und 10 Eiszeiten - wer das ernst meint, sollte auch die Frage beantworten, was die Menschen in der Zwischenzeit machen, wenn die ganze Bordhalbkugel unter 3km dickem Eis begraben ist und nacher wieder abtauen.  Da spielen ein paar Fässer mit radioaktiven Abfällen sicher keine Rolle. Oder planen die Grünen sich im Salzstock Gorleben für 10000 Jahre einzuigeln? Wer das “1 Millionen Jahre” ernst meint, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen.

Elias Schwarz / 07.10.2020

Haben Sie schon mal probiert, einen grünen Politiker zu fragen, was Schwerwasser ist? Nein? Und über einem Unterschied zwischen einem Mauerwerk aus Graphit und einem Druckwasserreaktor? Auch nicht? Dann mögen Sie halt keine Kobolde.

Matthias Birnbaum / 07.10.2020

Ich kann der Meinung von M. Friedland nur aus vollem Herzen zustimmen, dass das Ganze eine strategisch perfekte oder perfide Volte ist (kommt auf die Sichtweise an). Man kann es leicht an zwei Dingen erkennen: 1. Wer ein „Endlager“ für 1 Mio. Jahre sucht, sucht keinesfalls eines. 2. Die ebenso überhastete wie unplausible Streichung von Gorleben als mögliche Standort-Region passt methodisch überhaupt nicht zum übrigen Vorgehen , ist also klar politische Beruhigungspille für den zukünftigen Koalitionspartner.

N.Lehmann / 07.10.2020

Hatte sich nicht schon Kohls Mädchen mit diesem Thema erfolgreich beschäftigt?! Den Dr. Dr. bekommt man nur für Höchstleistungen im Arbeiter- und Bauernstaat: Kohl wurde abgesägt, Migranten strömen als Facharbeiter für Sozialleistungen ins Land, für die Energiewende, den Industriestandort und das Steuerzahlervolk wird Covid sei Dank, nun ein Endlager gesucht?! Das muss man IM Erika lassen, wenn se mit dem Hintern denkt, gibts die Lösung!

Frank Danton / 07.10.2020

“Heute bezeichnet man mit dem Begriff „Lyssenkoismus“ in einem breiteren Sinn auch allgemein die politische Förderung pseudo- oder unwissenschaftlicher Thesen und die Behinderung der freien Wissenschaftsentfaltung durch die Politik.” Damit ist Deutschland und seine Politik wesentlich auf den Punkt gebracht. Danke Herr Humpich für den Ausflug in Rasputins Welt.

K.Lehmann / 07.10.2020

Ernst-Friedrich Siebert, richtig was sie schreiben, es gab aber auch kein Westberlin;(DDR-Sprech);sondern Berlin(West) und es gab und gibt auch keine BRD(DDR-Sprech), sonder eine Bundesrepublik Deutschland.

Brian Ostroga / 07.10.2020

Ich gehe davon aus, das Endlager wird in Ostdeutschland gefunden werden. Das politische Geschwafel deutet sehr stark darauf hin ... niemand könne sich der Verantwortung entziehen,  es ist eine gesamtdeutsche Aufgabe, es gibt keine weissen Flecken für dieses Projekt usw. Die Geschichte um das Zwischenlager Lubmin zeigt es deutlich. Dieses Lager wurde für die 2 AKW Ostdeutschlands und ihrem Müll eingerichtet. (beide seit 1990 ausser Betrieb und im Rückbau) 2005 erfolgte dann die Sondergenehmigung auch westdeutschen Müll dort einlagern zu dürfen, gegen den Widerstand MeckPom und siehe da, in der aktuellen Karte sind 2/3 Meclenburgs auch als Endlager geeignet, inkl dünne Besiedlung.

Dr. Martin Treiber / 07.10.2020

Wie gesagt, ich bin da optimistisch und vertraue voll auf die langsamen deutschenn Verwaltungsmühlen (ein Endlager in Berlin wäre diesbezüglich ideal): Bis 2050 oder 2100 wird kein einziges Becqerel aus irreversibel endgelagerten Atommüll strahlen. Und bis dahin ist der Abfall wertvoller Brennstoff - zumindest im Ausland

Hjalmar Kreutzer / 07.10.2020

Endlager in Berlin? Gibt es da ein nicht ganz zentral gelegenes, von der Spree aus belieferbares Gebäude, sieht so ähnlich aus, wie eine Waschmaschine ;-) ? Vielleicht wirkt das Ganze ja als Radonkur und Frau Merkel kann dem deutschen Volk noch 200 Jahre lang dienen?

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