In diesem unterhaltsamen Video setzt sich der Autor, 16 Jahre alt und Schüler, mit der automobilen Zukunft auseinander, die ihm die EU, die Bundesregierung und der grüne Zeitgeist verordnen wollen: "Elektroautos sind umweltfreundlich, geräuschlos, emissionsfrei. Wunderbar! Das klingt alles super. Ob es aber auch super ist, oder ob Super doch besser ist, das ist eine andere Frage."
Der Autor ist Gründer der klassisch-liberalen Schülergruppe LJB und gibt den Schülerblog apollo-news.net heraus, auf dem dieses Video ebenfalls erscheint.

@Dr. rer. nat. Olaf Borkner-Delcarlo Grundsätzlich ist es mir egal, ob sich Menschen mit der Sänfte zum Klo tragen lassen oder zu Fuss gehen. Wenn aber die, die sich mit der Sänfte tragen lassen mir erzählen wollen, das dieses Verfahren effizienter ist, als zu Fuss zu gehen, nur weil sie sich die Träger leisten können, hört bei mir sozusagen die Toleranz gegenüber dem Sänftesitzer auf. Ich bin nicht auf jede Kröte angewiesen. Ein Tesla könnte es schon sein. Aber mir war ein Auto nie sehr wichtig, da ich meine Urlaube mit dem Motorrad bewältige und zwar über tausende Kilometer und meinen Geldüberschuss einfach zu Hause lasse und einfach nur Mensch sein will. Ich gehe in Rumänien oder Moldawien, oder in Albanien nicht in die Luxuspizzeria, sondern in ein typisches Landeslokal. Das ist durchaus in mancherlei Beziehung erhellend. Für Geist und Seele. Weil diese Menschen halten uns hier für durchaus, man verzeihe mir das Wort, bekloppt. Desweiteren fahre ich beruflich an einem Tag vom tiefsten Süden nach Hamburg und dann nach Berlin. Ich glaube mit dem Tesla möchte ich dann nicht unterwegs sein und alle Verbraucher abschalten müssen, damit ich noch beim Kunden um Strom betteln muss. Sie sehen, es gibt noch Menschen, die interessieren sich für ihr Haus in der Toscana null. Mir hat mal ein sehr reicher Freund gesagt: Reichtum zeigt man nicht. Man hat ihn. Aber man zieht damit nicht um die Häuser. Wer das tut, ist im Grunde ein charakterlich schlechter Mensch. Ich habe lange über seine Worte nachgedacht. Ich tue es ihm gleich und werde von Menschen, die viel weniger haben akzeptiert und mit Freuden aufgenommen und ich fühle mich stellenweise in ihrer Armut mehr wohl, wie im besten Hotel. Weil dem die Ehrlichkeit fehlt.
Herr Borkner-Delcarlo, Sie haben nicht in ein Wespennest gestochen sondern auf überhebliche Art den jungen Autor von einer hohen Warte herab von ihrer privilegierten Position heraus über etwas zu belehren versucht, was jeder weiß, und worum es eben auch geht: eine überteuerte, unausgereifte und aktuell massenuntaugliche Technologie, die von der ideologisierten Politik per Dekret in naher Zukunft die bewährte, vorhandene Technologie ablösen soll. Die flächendeckende Abschaffung der Verbrennungsmotoren als Druckmittel ist das Problem und nicht die Entwicklung und Erprobung von E-Mobilität. Ihre abgehobene Sichtweise ist die von Privilegierten, monetär wie auch quantitativ (keine Konkurrenz an den E-Zapfsäulen). Jetzt erklären Sie doch bitte, wie Sie sich die realistische Entwicklung von E-Mobilität in den kommenden Jahren für die Mehrheit aller, die auf das Auto angewiesen sind, vorstellen. Und bitte nicht diejenigen vergessen, die nur sehr wenig Geld (2 - 3000 Eur) in die Anschaffung ihres Fahrzeugs investieren können und diejenigen, die (wie ich) an 2 Tagen 1200 km runterrödeln und in dieser Zeit innerhalb der Ladenöffnungszeiten 28 Geschäfte anfahren müssen, so dass für Tanken (egal wie schnell oder langsam) ausschließlich vor oder nach der Tagesroute, aber niemals währenddessen Zeit ist. Bitte um realistische Einschätzung.
Kluger Junge, ist das auch wirklich auf seinem Mist gewachsen? So eine geistige Reife ist noch nicht mal im Bundestag auszumachen.
Hallo Interessengemeinde, es ist sicher Vieles richtig was hier geschrieben wurde! Betrachte man aber dass wir Heute die Stunde 0 bei der Entwicklung des E-Autos haben und stellen uns die Frage wie sah das denn die Stunde 0 beim Verbrennungsmotor aus, ist dies sicher ein objektiverer Betrachtungswinkel. Die ersten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor waren auch einer gewissen Klientel vorbehalten und über den Umweltaspekt will ich gar nicht reden. Eins ist sicher für mich, der Elektromotor wird den Verbrennungsmotor ablösen genau wie der Verbrennungsmotor das Pferd abgelöst hat, es wir nur keine 100 Jahre dauern! Über in Bereitstellung der benötigten Energie wird man sich schnell Gedanken machen und verschiedene Lösungen anbieten. Die Tankstelle am Straßenrand zu der man den Treibstoff rund um die Erde verbringen muss wird wohl sehr schnell zur „Würstchenbuden“ umfunktioniert! ,)
Lieber Herr Olaf Borkner-Delcarlo, ich habe womöglich ein paar mehr Titel aufzuweisen, aber hier im Netz sind alle gleich. Zu Ihrem Beitrag: in welches Wespennest hätten Sie denn wohl gestochen? Lassen wir doch den Wettstreit der Antriebssysteme zu. Aber leider soll der E-Antrieb durch protektionistische Maßnahmen gepusht werden, statt den Markt entscheiden zu lassen. Das Video zeigt - wenn auch plakativ - warum sich der E-Antrieb nicht durchgesetzt hat. Für mich ist die Reichweite das Praxiskriterium, ich benötige bei Wind und Wetter 250 Kilometer pro Tag. Und das bekomme ich beim E-Antrieb wegen mangelnder Energiedichte nicht. Das sollte man auch an der TUM lernen.
Gefällt mir gut, der junge Mann. Bitte mehr davon! Und vielen Dank. aj
Warum muß eigentlich eine Diskussion um unterschiedliche Antriebstechniken immer so emotional verlaufen? Niemand MUSS doch ein E-Auto kaufen, was genau so auch für Verbrenner-Autos gilt. Ich habe in meinem Leben bestimmt 30 verschiedene Autos gefahren. Alle waren es Verbrenner, also Autos, deren Antriebseinheit vor über hundert Jahren entwickelt wurden. Zum Teil zuverlässig und ausgereift, zum Teil aber auch nicht. Mit allen Problemen aller zusätzlich zum Verbrenner gehörenden Aggregate wie Auspuff, Kühler, Getriebe, Vergaser, Turbos, Lichtmaschine etc etc. Seit kurzem Fahre ich ein E-Auto. Und zwar weil es zu MEINEM Fahrprofil passt. Es fährt sich angenehmer und ich muss weniger für die Fahrenergie bezahlen. Was also gibt es da ideologisch oder emotional zu diskutieren? Weder Grüne noch Konservative oder Sozialisten haben da auf meine Entscheidung irgend einen Einfluss. Ich finde, es muss nicht immer so viel um ein Thema diskutiert werden, dass jeder für sich sowieso alleine entscheidet. Wer gerne elektrisch fahren will, soll es tun. Man kommt damit bei dem heutigen Angebot genau so gut oder schlecht zurecht, wie mit einem Verbrenner. Für nicht persönlich halt günstiger, für andere mag das ander sein. So what?