Der Gasmangel schreitet voran. Füllstand der Speicher heute ist 23,9 Prozent bei einem Tagesverbrauch von 3,78 TWh leeren sich die Speicher täglich mit einem Minus 0,45 Prozent. Langsam schlagen auch die ersten Gasversorger Alarm. Die Gasimporte nach Deutschland belaufen sich auf 3,21 TWh täglich; bei einem Export von 0,65 TWh müssen derzeit täglich 1,22 TWh aus den Speichern entnommen werden. Die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur halten momentan immer noch daran fest, dass die Gasversorgung gesichert sei, weil wir neben den Importen aus Norwegen noch LNG über drei Terminals versorgt werden.
Ab einem Füllstand der Gasspeicher von 20 Prozent tritt eine Gasmangellage ein. Am morgigen Dienstag tagt der Ausschuss für Wirtschaft und Energie zu einer Sondersitzung. Die Wirtschaftsministerin gerät langsam unter Druck. Besonders der Grüne Politiker Michael Kellner, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär unter Robert Habeck, moniert: „Ministerin Reiche macht ihren Job nicht.“
Das LNG-Terminal Mukran („Deutsche Ostsee“) auf Rügen ist ein vom privaten Betreiber Deutsche ReGas betriebenes Flüssigerdgas-Terminal. Es ging im Frühjahr 2024 in Betrieb, um die deutsche Gasversorgung nach Wegfall russischer Lieferungen zu sichern. Eine ca. 50 Kilometer lange Pipeline verbindet das Terminal mit Lubmin. Diesem Terminal auf Rügen macht jedoch gerade das Wetter zu schaffen. Vor der Halbinsel in der Ostsee liegt gerade massives Packeis. Es ist inzwischen so groß, dass es aus dem Weltall zu sehen ist. Damit ist für LNG-Schiffe, die am Terminal vor Rügen löschen wollen, natürlich ebenfalls der Weg versperrt. Um eine Fahrrinne freizubekommen, war der Eisbrecher Neuwerk vor Ort. Dieser ist allerdings jetzt wegen eines technischen Defekts ausgefallen. Er soll jetzt durch einen eilig gecharterten Schlepper ersetzt werden.
Ein Tanker kommt nicht durch
Der Gastanker Minerva Amorgos sollte schon längst am Terminal liegen. Nach einer Verschiebung vor einer Woche konnte der Tanker nicht wie geplant am vergangenen Donnerstagabend anlegen. Nun ist die Neuwerk ausgefallen, und der Tanker liegt immer noch in der eisfreien Fahrrinne vor Rügen. Für die Ein- und Ausfahrt von LNG-Tankern zur Belieferung des Terminals müsse die Fahrrinne gefahrlos passierbar sein, so ein Sprecher des Unternehmens Deutsche Regas gegenüber dem Nordkurier.
Das Eis, so erklärt es ein Fachmann des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee (WSA), bringe die Fahrwassertonnen derzeit teils von ihrer eigentlichen Position ab. Einige gerieten auch unter das Eis. Diese können zu einer Gefahr werden, weil entweder die Tonnen oder ihre Verankerungsketten vorbeifahrende Schiffe an Rumpf oder Schraube beschädigen könnten. Auch für die Eisbrecher sind die Tonnen eine Gefahr. Wie lange der Terminal Mukran nicht angefahren werden kann, ist derzeit unklar. Ein Ersatzschiff für die ausgefallene Neuwerk soll übernehmen. Wann der Tanker die Fahrrinne zum Terminal sicher befahren kann, ist noch nicht absehbar. Damit ist derzeit einer von drei in Betrieb befindlichen Terminals nicht verfügbar. Eine Gasmangellage in den kommenden Tagen wird immer wahrscheinlicher, da die kalte Wetterlage nach wie vor recht stabil ist.
Wenn es wirklich eng wird, öffnen wir den verbliebenen Strang von Nord Stream 2. Trump wird toben und — was sonst — Strafzölle, vielleicht gar Sanktionen verhängen. Na und? Jedes dreijährige Kleinkind wälzt sich vor der Supermarktkasse laut schreiend am Boden, wenn es die so heiß begehrte Süßigkeit nicht bekommt.
Franz Klar, Ihre Lobhudelei auf Robert Schwarzkopf ist nicht nur absurd, sondern bösartig. Den grünen Gehirnfürzen verdanken wir schließlich die gegenwärtige Misere. Die gepriesenen warmen Pumpen hätten allenfalls mit sicherer Atomstromversorgung einen Sinn ergeben, bei einem Blackout nach Ausfall auch noch der Gasverstromung (Kernenergie bereits weg, Kohle in den letzten Zügen) stehen die Kästen nur blöd herum. Und daß der heilige Robert vor 2 Jahren zu Apothekenpreisen den Weltmarkt für Gas leergekauft hat, um so die eigene falsche Energiepolitik zu kaschieren, war nicht „umsichtig“, sondern eine Steuergeldverschwendung, die auch die Nachbarländer verärgert hat, da auch ihre Preise stiegen. Aber es gibt ja auch Lichtgestalten, die Kartoffeläcker in schläfrig Holzbein für 1 Milliarde planieren lassen, um sie dann zu rekartoffelisieren. Und es gibt Klatschhasen in Besoldungsgruppe B.
@ S. Buch – „ Es lebe die deutsch-amerikanische Freundschaft (kleiner Scherz am Rande).“ – - Vollständig sollte es heißen „deutsch-amerikanische-polnische-ukrainische- baltische-Freundschaft“.
@ Lutz Herrmann – „Lieber einen aus Finnland kaufen.“ – Das wird wohl auch nicht klappen, weil die mit russischen Plänen / Patenten für Rußland gebaut haben, bis zu den Sanktionen. Insofern wäre wohl eine Zustimmung „Putins“ erforderlich, also so oder so „Putin“ ist es schuld.
Nach dem Fukushima-Seebeben wurden in einem nationalen Anfall geistiger Umnachtung die deutschen Kernkraftwerke stillgelegt. Nur 6 überlebten. Diese wurden vor wenigen Jahren, als der Tsunami schon vergessen war, aus kindischer grüner Querköpfigkeit zerstört, wohl wissend, daß ihre Stromerzeugung durch wenig sauberen polnischen Kohlestrom und französischen Atomstrom aus sehr alten Kraftwerken an der deutschen Grenze ersetzt würde. Ein Bärendienst selbst für nur herbeiphantasierten Umweltschutz, kostet dazu noch kräftig Devisen. Und da alles so schön klappte, legte man auch noch hochmoderne Kohlekraftwerke still und verstromte knappes teures Gas. Aktuell fehlt schon die Leistung von 3 Großkraftwerken. Bei einer Gasmangellage könnte neben der Wärme- auch die Elektrizitätsversorgung einknicken, ganz ohne kalte Dunkelflaute. Be prepared!
@ Th. Gerbert – „Der Eisbrecher war schuld…. :-)“ – „Eisbrechertechnik“ ist doch vom Grunde her russisch. Demnach ist Putin schuld, wieder mal. Zuletzt war zu lesen, daß die Esten mit dem Auto übers Eis nach Saarema etc fahren, warum die Deutschen nicht mit dem „Tankauto“ zum Frachter, um direkt vor Ort zu laden? Angst? Konträre Vorschriften? --- Ist alles nicht mehr erst zu nehmen. Seit Monaten absehbar, daß es zu wenig Gas geben wird und jetzt auf dem letzten Kubikmeter plötzlich Hektik bei den lügenden Verantwortlichen.
Da in Mukran ist auch die Vestas Offshore GmbH, bzw. Vestas Energy Solutions. Die haben mehr als 200GW installierte Kapazität mit lauter Windmühlen in der ganzen Welt. Sagen sie. Und die RWE Arkona Windpark GmbH. Wenn das der Manfred wüsste. Und die Bächerei Peters ist gleich daneben. Das ist dort eine Institution, sage ich euch. Also einerseits völlig klar, dass dort alles einfriert, andererseits aber auch wieder völlig unverständlich. Zone halt. Mal den Lutz fragen.