
An neuen mathematischen Erkenntnissen konnte man bereits Ende der sechziger teilhaben. Pippi, völlig unbelastet von überkommenen Rechenregeln, sang : “2 mal drei macht vier und drei macht neune”. Also, es kommt auf das Ergebnis an. Nur Pippi kann demzufolge als fachliche Autorität bei der Aufstellung neuer Unterrichtsleitlinien Pate gewesen sein. Ähnlich verhält es sich ja gerade mit der Anwendung unserer Sprache. Nicht Schiller, Goethe, Heine, Th. Mann sind Maßstab, nein, irgendwelche Hinterzimmergrößen bestimmen im Verborgenen, dass mit * und Rülpser dazwischen zu Schreiben und zu Sprechen ist. Da erhält man dann die “gerechte Sprache”. Gerechtigkeit! Das wollen wir doch alle. Oder etwa nicht-nur weil es manchmal etwas schräg aussieht und klingt. Welcher Kleingeist könnte sich über solche Nickligkeiten aufregen? Also, es kommt auf das Ergebnis an.
In dem angehängten Dokument 1_STRIDE1.pdf könnte mit “getting the “right” answer” tatsächlich der Begriff “Antwort” (answer) beides umfassen, nämlich die “Lösung” (solution?) und den “Lösungsweg” (approach?). Kann das ein native speaker bestätigen? Unterschiedliche Lösungswege für die richtige(n) Lösung(en), sind jedoch nicht abhängig vom zwanghaften Inkludieren von ” Black, Latinx, and Multilingual Students”, sondern eher ein Zeichen von Kreativität. Ob jemand 2+2 = 4 an den Fingern abzählt oder per Abakus ermittelt, ist egal. Es ist aber nicht kreativ wenn es mit dem Taschenrechner ermittelt wird. Wenn jetzt noch jemand den Mathematikerwitz “wo?” bringt, zeigt dies ein tieferes Verständnis: 2+2 = 1 wenn Modulo 3 gerechnet wird, statt im männlich-weißen Zehnersystem Modulo 10.
Wussten Sie nicht, werte Frau Stockmann, dass Mathematik ergebnisoffen, mindestens „bipolar“ ist? Schon Finanzminister Scholz kann Ihnen dies eindrucksvoll selbst bei den Grundrechenarten demonstrieren. Jede Wette, dass die meisten deutschen Minister schnell in Verlegenheit kommen würden, wenn sie mit einem Dreisatz, oder gar mit Zehnerpotenzen oder Exponentialfunktionen konfrontiert würden (- was die Minister aber ab und zu werden). Solide mathematisch gebildet sind viele „Weiße“ nun auch nicht. Angebracht wären eher Konzepte, wie man die Schüler allgemein mehr für Mathematik begeistern und den entsprechenden Unterricht besser pädagogisch gestalten könnte. Weitere Punkte kommen hinzu. Es gibt große kulturelle Unterschiede in der Bewertung, inwieweit Bildung und Wissen von Nutzen sind. Zudem ist für Schüler aus sozial schwachen Gruppen die Schulzeit schon recht schwierig. Der 81-seitige Leitfaden aus den USA zum fairen Mathematik-Unterricht ist unbrauchbares Geschwafel.
Manche Leute denken vielleicht, eine abwärts führende Treppe müsse doch irgendwie unten aufhören. Die Treppe der Absurditäten hat aber kein unteres Ende. Man kann immer noch tiefer steigen. So ist das, wenn etwas absurd ist. Als Mathematiklehrer kann ich Ihnen, Frau Stockmann, sagen, wie man solche Fragen gestalten kann: Was ist das Ergebnis von 2 plus 3? Antwort A: Das Ergebnis ist größer als 2. Antwort B: Das Ergebnis ist positiv. Antwort C: Das Ergebnis ist 5. Antwort D: Das Ergebnis ist kleiner als 10. Volle Punktezahl erhält man, wenn man mindestens eine richtige Antwort angekreuzt hat. Sehen Sie, so kommen wir aus der Bildungskatastrophe heraus. Es scheitern nur noch die Schüler, die vergessen haben, wie man ein Kreuz macht. Aber falls sie einer speziellen benachteiligten Gruppe angehören, kann der Lehrer ja hinterher fragen: N. N., wenn du ein Kreuz gemacht hättest, hättest du es doch sicher bei Antwort 3 gemacht, nicht wahr? Und wenn N. N. das bestätigt, bekommt er/sie/es die volle Punktezahl und eine Anerkennung für eine besonders richtige Lösung. Jetzt bleiben wirklich nur noch die jungen blonden weißen Knäblein übrig, die kein Kreuz gemacht haben. Da schickt man den Eltern ein Schreiben und empfiehlt ihnen den Übergang an eine andere Schule. Sie sehen, Bildungspolitik ist gar nicht so schwer.
Die Westküste USA ist seit langem als bescheuert abgestempelt worden. Harry S Truman sagte mal ” Wenn USA auf die Seite umgestellt würde, dann laufen die Wahnsinnige (“Nets”. = Nüsse ) nach Kalifornien. Oregon liegt bei Rang 38 aus der 50 Bundesstaaten bei Qualität der Schulen. Oregon hat 4 Mio EW und Durchschnittsalter ist 37 Jahren Nur 2% der Bevölkerung ist Schwarz. Man braucht nur die TV Serie “Portlandia” anzuschauen um diese Beklopften zu beurteilen
Der Vorschlag ist hochgradig rassistisch. Der intelligenteste Mann, den ich jemals kennengelernt habe, ist ein indischstämmiger Amerikaner, der mit zehn Jahren von seiner Mutter dort eingewandert wurde. Er ist, wenn man es genau nimmt, ein Farbiger. Einer der beiden reichsten Männer Amerikas, Jeff Bezos, ist zwar kein Farbiger, wurde aber aufgezogen von einem Kubaner, den seine Mutter geheiratet hatte. Der Vater von Steve Jobs, einem kreativen Genie, vom Adoptivvater beigebracht, war ein Syrer. Der Sohn von dem Kenianer, der eine Frau aus Hawaii heiratete, kann mutmaßlich auch Mathematik. Etwas so Rassistisches habe ich selten gesehen. Nur ein kleiner Teil der Menschheit kann sehr gut Mathematik, dazu gehört eine Begabung. Diese ist nicht abhängig von Herkunft und Hautfarbe. Solche Menschen können überzufällig häufig auch Musik. Und umgedreht heißt das, dass Schwarze vermutlich auch Mathematik könnten, wenn sie sich hinter ihre Bücher klemmten, denn sie können Musik. Grundsätzlich fällt jedoch auf, dass Weiße wie Schwarze keine Chance mehr haben gegenüber Asiaten, die wahrscheinlich begabter sind.
Im Lichte des sonstigen Wahnsinns der die wesentliche Welt heimsucht ist das bestenfalls eine Randnotiz. Man bedenke welch guten Stand der Kreationismus in den USA hat und die Grüne Kulturrevolution die renommierte Universitäten in ein Hort hysterischer Spinner verwandelt. Dazu noch irgendwelche Minderheiten-Gesetze die sich Gleichberechtigung auf die Fahnen schreiben aber selbst mit Wonne und Hochgenuss diskriminieren wann und wo sie können. Die Generation Schneeflocke von denen sich Heerscharen von Anwälten fürstlich Ernähren während sie die Dauerempörung ihrer Clienten vor jedes Gericht zerren. Und der Gipfel des gallopierenden Irrsinns ist noch lange nicht erreicht dazu müssen noch sehr viel mehr Reale Konsequenzen eintreten.
Ich werde das dann auch mal bei meiner Steuererklärung versuchen. Aber da ist dann wohl schnell Schluß mit lustig ;)
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.