Im US-Bundesstaat Oregon sollen künftig alternative Fakten im Mathe-Unterricht gelten. Wie die Kölnische Rundschau meldet, hat „die Bildungsabteilung des Bundestaates Oregon – eine linksliberale progressive Hochburg – jetzt ein Trainingsprogramm für Lehrer gestartet, das vor allem ein Ziel hat: ‚Rassismus in der Mathematik abzubauen‘.“
Da Schulkinder hispanischer und afroamerikanischer Herkunft in den USA durchschnittlich schlechter in Mathe abschneiden als Weiße, kann die Erklärung für dieses Problem offenbar nur darin begründet liegen, dass hier permanent „White Supremacy“ praktiziert wird. Die Regeln für Mathematik sind scheinbar nur für Weiße einleuchtend, mit ihrem ewigen Exaktheitsfimmel. Für „People of Colour“ müsse man die Dinge anders erklären, weil sie sie sonst nicht verstehen können. Nur Rassisten würden dies bestreiten. Darum sollte von nun an „Ethnomathematik“ betrieben werden, die beispielsweise von Schülern nicht mehr nur einen Lösungsvorschlag für eine Aufgabe verlangt, sondern die Möglichkeit bietet, zwei eventuelle Antworten zu geben.
Das schöne neue Trainingsprogramm finden Sie hier (mit dem Untertitel „Übungen für Pädagogen zur Reflexion ihrer eigenen Vorurteile, um ihre Unterrichtspraxis zu verändern“).
„Aufgaben, die mehrfache Antworten haben“
Darin wird Mathelehrern zum Beispiel vorgeschlagen:
„Die Kultur der weißen Überlegenheit zeigt sich im Klassenzimmer, wenn der Fokus darauf liegt, die ‚richtige‘ Antwort zu bekommen.
Die Vorstellung, dass Mathematik rein objektiv ist, ist eindeutig falsch, und dies zu lehren, ist noch viel weniger zutreffend. Die Aufrechterhaltung der Idee, dass es immer richtige und falsche Antworten gibt, manifestiert die Objektivität ebenso wie die Angst vor offenen Konflikten.
Stattdessen:
Wählen Sie Aufgaben, die komplexe, konkurrierende oder mehrfache Antworten haben.
- Mündliches Beispiel: Denken Sie sich mindestens zwei Antworten aus, die diese Aufgabe lösen könnten.
- Klassenraum-Aktivität: Fordern Sie standardisierte Testfragen heraus, indem Sie die ‚richtige‘ Antwort finden, aber andere Antworten rechtfertigen, indem Sie die Annahmen, die diesen zugrunde liegen offenbaren.
- Aktivität im Klassenzimmer: Dekonstruiertes Multiple Choice
- Angesichts einer Reihe von Multiple-Choice-Antworten diskutieren die Schüler, warum diese Antworten möglicherweise aufgenommen wurden (kann auch verwendet werden, um häufige Fehler hervorzuheben).
- Berufliche Entwicklung: Hinterfragen Sie den Zweck des Mathematikunterrichts und präsentieren Sie ihn neu. Die Schulbildung, wie wir sie kennen, begann während der industriellen Revolution, als Präzision und Genauigkeit hochgeschätzt wurden. Was sind die unzähligen Möglichkeiten, wie wir Mathematik in der heutigen Welt und darüber hinaus konzeptualisieren können?“
Vorsätzliche Kindesverdummung
Auch ich war in den höheren Klassen schlecht in Mathe. Bei Klassenarbeiten kam es häufig vor, dass ich bei mehrfachem Durchrechnen einer Aufgabe zu unterschiedlichen Lösungen kam. Wie gern hätte ich damals die Möglichkeit gehabt, meiner Lehrerin zwei mögliche Lösungen für eine Gleichung vorzuschlagen. Wer weiß, vielleicht wäre aus mir noch ein Mathe-Genie geworden und ich würde heute Brücken konstruieren? Aber würde ich auch über diese Brücken fahren? Leider war man damals noch nicht so modern. Und überhaupt: Diese vorsintflutliche „Präzision und Genauigkeit“, die in grauer Vorzeit als sinnvoll erachtet wurde, hat heutzutage wirklich ausgedient!
Mir ist nicht bekannt, dass die Mathematik „zwei Lösungen“ für ein und dieselbe Rechnung vorsieht. Wer gibt mir Nachhilfe? Was sollen das für Aufgaben sein, „die komplexe, konkurrierende oder mehrfache Antworten haben“? Bekommen künftig Lösungen Punkte, die zwar „falsch“, aber aus Sicht des Lehrers „gerechtfertigt“ sind? Das ist ein gehöriges Maß an vorsetzlicher Kindesverdummung. Wäre das ganze eine Aktion unbedeutender Aktivisten, könnte man vielleicht mit den Schultern zucken oder sogar darüber lachen.
Doch das vorgestellte Pamphlet (aus der Feder der Mathe-Lehrerinnen Sonia Michelle Cintron und Dani Wadlington sowie dem Pädagogik-Doktoranden Andre ChenFeng) wird Lehrern vom Bildungs-Department des Bundesstaates Oregon ausdrücklich empfohlen. Es sei für die US-amerikanische Mittelstufe, also Klasse 6 bis 8 entwickelt worden. Kommunikationsdirektor Marc Siegel äußerte, es „hilft Pädagogen, wichtige Werkzeuge für ihren Beruf zu erlernen, Strategien zu entwickeln, um gerechte Ergebnisse für Schwarze, Latinx (sic!) und mehrsprachige Schüler zu verbessern und sich Lerngruppen anzuschließen.“
Zu den Förderern des Projektes gehören Organisationen wie die „California Association for Bilingual Education“, „San Diego County Office of Education“ oder „Los Angeles County Office of Education“. Ist das ein Zeichen dafür, dass sich der Spuk möglicherweise künftig nicht nur auf den Bundesstaat Oregon beschränken soll?
Last but not least finden wir weitere Unterstützer: „Wir möchten uns auch bei der Bill and Melinda Gates Foundation für die großzügige finanzielle Unterstützung dieses Projekts bedanken.“ Was wäre die Welt nur ohne den großmütigen Einsatz unserer geschätzten Philantropen?

„Denken Sie sich mindestens zwei Antworten aus, die diese Aufgabe lösen könnten.“ – das werde ich dann bei meiner nächsten Steuererklärung beherzigen. Man muss die Dinge doch auch mal positiv sehen…
2+2=4
Außer die Lehrerin bekommt dafür eine aufs Maul von ihren renitenten Schülern, dann ist 2+2 selbstverständlich auch 5. Oder 3.
Frei nach Hadmut Danisch
Heute in Amerika, Morgen in Deutschland praktiziert!
Es gab mal einen Inder, der hatte keine Ahnung von Rassismus, und auch nicht von Ethnomathematik. Dafür hat er jedoch einen grossartigen Beitrag für die Astrophysik geleistet und das Chandrasekharsche Gesetz entwickelt, das nach ihm benannt wurde. Dagegen sahen alle anderen Wissenschaftler der damaligen Zeit etwas sehr blass aus. Das wird es also in Zukunft nicht mehr geben. Schade. Möge sich jeder nach seiner Façon zugrunde richten, solange ich nicht davon betroffen bin.
Deutsche Schüler werden nach diesem Lockdown auch keine Grundrechenarten mehr können. Ich durfte die Kurzschuljahre mitmachen-in Mathe habe ich nichts verpasst-aber in …………….. Zum Glück habe ich dadurch die vierte Wiederholung der Geschichte des 3. Reiches verpasst- die 789. Wiederholung bekomme ich heute auf ARTE, 3Sat, n-tv, ARD, ZDF usw.
Diese Entwicklung ist ganz logisch. Ernsthaft. Wurzel des Übels ist die Verheiratung des postmodernen Dekonstruktivismus mit dem Kulturmarxismus der Frankfurter Schule. Herausgekommen ist ein Programm, das darauf abzielt jedwede Objektivität und Realität in Frage zu stellen, mit der Behauptung, dass alles nur eine Frage der gesellschaftlichen Machtverhältnisse sei. Auf diesem Weg wird die Sprache zerstört, um sachliche Kommunikation unmöglich zu machen, die Naturwissenschaften werden zerstört (Männer sind Frauen und Frauen Männer, oder auch nicht, je nachdem wie man sich fühlt), um die rationale Grundlage des Denkens abzuschaffen und einer allgemeinen Verblödung Vorschub zu leisten, und nun ist die Mathematik dran, weil auch die Logik zu gesellschaftsprogressiven Staub gemahlen werden muss, da sie sonst der „großen Utopie“ (=Kommunismus) im Wege stehen könnte.
@Stefan Bender: Als Mathematiklehrer sollten Sie wissen, dass die (reelle) Wurzel per Definition eine nichtnegative Zahl ist. Somit ist die Wurzel aus 4 eindeutig 2, nicht -2. Dass (-2)^2 ebenso wie (+2)^2 Vier ergibt, ist eine ganz andere Geschichte.