Gerd Buurmann / 09.11.2022 / 15:30 / Foto: achgut.com / 39 / Seite ausdrucken

„Einmal Reichspogromnacht mit Hühnchen, bitte“

Heute, am 9. November 2022, wurde diese Push-Up-Benachrichtigung von KFC Germany an die Nutzer ihrer Smartphone-App verschickt:

„Gedenktag an die Reichspogromnacht - Gönn dir ruhig mehr zarten Cheese zum knusprigen Chicken. Jetzt bei KFCheese!“

Bei so einer Werbeaktion stellt sich die Frage, ob KFC noch alle Hühner auf der Stange hat, aber schon ungefähr 45 Minuten nach der Werbeaktion kam eine weitere Nachricht mit der Bitte um Entschuldigung. Sie wurde offenkundig hastig verfasst, da sie einen grammatikalischen Fehler aufweist:

„SORRY, UNS IST EIN FEHLER PASSIERT

Durch einen Fehler in unserem System haben wir eine inkorrekte und nicht angemessene Nachricht über unserer (sic!) App verschickt. Dies tut uns sehr leid, wir werden unsere internen Prozesse umgehend überprüfen, damit dies nicht noch einmal passiert. Bitte entschuldige diesen Fehler. Team KFC.“

Screenshots finden Sie hier.

 

Liebe Leserinnen und Leser,
gerne können Sie Achgut.com auch in den Sozialen Medien folgen.
Hier die Links zu unseren Kanälen:

https://www.facebook.com/achgut
https://twitter.com/Achgut_com
https://t.me/achgutofficial
https://gettr.com/user/achgutofficial

Foto: Achgut.com

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Ralf Pöhling / 09.11.2022

Ich kann mir schon vorstellen, was da passiert ist. Da schaut die App von Kentucky Fried Chicken wohl automatisch im Netz nach historischen Ereignissen mit Bezug zum aktuellen Datum und bindet sie in die Werbemessage ein. Anders lässt sich das nicht erklären. Es sei denn, bei KFC haben die Softwareentwickler einen grenzwertigen Humor oder keinerlei Bezug zu unserer Historie. Vermutlich waren es wohl keine deutschen Entwickler. Heutzutage lässt man derartige Software ja immer dort produzieren, wo es am günstigsten ist. Aber alles über den Preis zu regeln, indem man alles ans andere Ende der Welt outsourced, geht eben öfters mal in die Hose,

George Samsonis / 09.11.2022

Die Nachricht auf der WhatsApp von KFC an die Nutzer zeigt sehr viel über das geistige Niveau der Zielgruppe. Ich glaube nicht, dass eine solche Nachricht “aus dem Nichts” gesendet wird ...

Marc Blenk / 09.11.2022

Und was gibt es heute bei der Konkurrenz? Den Doppelcheeseburger Stalingrad mit 33- fach Bacon und 45 Salatblättern und Gurken als ultimative kulinarische Endlösung?

Rudolf Dietze / 09.11.2022

Das ist doch mal ne gelungene Werbung, so richtig zynisch und bekloppt. Ich werde jetzt jedesmal an diese Werbung denken, wenn ich bei KFC VORBEI fahre.

Dietmar Herrmann / 09.11.2022

Mal schnell was aus der Gedenktagsliste kopiert (keine Ahnung was ein reiches Pogrom ist, klingt aber cool), mit der für heute vorgesehen Rabattaktion verknüpft (die Frostbroiler haben genug Strom ins Koboldnetz eingespeist und müssen per Phagozytose sekundärverwertet werden), und ab ins Netz mit dem Quark, schon ist das Tageswerk erledigt, gepriesen sei die Digitalisierung. So sind sie halt, die Neo-Verschissten mit dem Einser-Abitur von der Amadeus Antonius-Gesamtschule.

O.Resch / 09.11.2022

Ist das jetzt auch wieder Satire, so wie der Beitrag “Genderstern war gestern – jetzt wird geklatscht!” von heute Mittag? Sorry, wenn ich frage, aber mittlerweile ist es echt schwierig im heutigen “besten Deutschland aller Zeiten” noch echte Satire von der sie ständig links überholenden realexistierenden Realität zu unterscheiden….

S. Malm / 09.11.2022

Auch KFC wollte sich halt einreihen in den Kampf gegen den Verschissmuss!

Armin Reichert / 09.11.2022

In einer Zeit, in der genau die Typen sich als oberste Faschismusbekämpfer stilisieren, die selbst ohne mit der Wimper zu zucken Andersdenkende in Lager stecken würden, kann mir der deutsche Schuldkult gestohlen bleiben.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Gerd Buurmann / 09.05.2024 / 12:00 / 81

Hass beim Eurovision Song Contest: Eden Golan im Hurricane

Es war herzzerreißend, was in den drei Minuten des israelischen Lieds für den Eurovision Song Contest gestern in der Malmö Arena passierte. Von Hass zerfressene…/ mehr

Gerd Buurmann / 02.04.2024 / 16:00 / 26

Todenhöfers schamloser Nazi-Vergleich

Jürgen Todenhöfer hatte am Ostermontag nichts Besseres zu tun, als die Politik Netanjahus mit jener der Nazis zu vergleichen. „Mister Netanjahu, protestiert Ihr Gewissen eigentlich…/ mehr

Gerd Buurmann / 12.03.2024 / 14:50 / 106

Oma Courage

Marie-Agnes Strack-Zimmermann inszeniert sich als „Oma Courage“. Weiß sie überhaupt, welches theatralische Bild sie da aufmacht? Auf einem in schwarz-weiß gehaltenen Wahlplakat blickt die FDP-Politikerin…/ mehr

Gerd Buurmann / 02.03.2024 / 11:00 / 2

Indubio morgen: „Ist das Euer Ernst?“

Gerd Buurmann spricht mit Peter Hahne über seine beiden aktuell erschienenen Bücher „Ist das euer Ernst?! Aufstand gegen Idiotie und Ideologie“ und „Leid – und wo bleibt Gott?“…/ mehr

Gerd Buurmann / 27.02.2024 / 14:00 / 28

Woher kommt der Festival-Antisemitismus?

Ob nach dem Antisemitismus-Skandal bei der Berlinale 2024 oder bei der documenta 15, immer wieder wundern sich Leute, dass es linken Antisemitismus gibt. Dabei hat…/ mehr

Gerd Buurmann / 24.02.2024 / 11:00 / 16

Morgen bei Indubio: Demokratie in Deutschland

Am kommenden Sonntag spricht Gerd Buurmann mit Henryk M. Broder und Peter Grimm über den Zustand der Demokratie in Deutschland und über jene, die vorgeben,…/ mehr

Gerd Buurmann / 17.02.2024 / 11:00 / 2

Morgen bei Indubio: Woke Moralisten

Am kommenden Sonntag spricht Gerd Buurmann mit der Autorin Zana Ramadani und der Bloggerin Rona Duwe über den Machtmissbrauch der woken Moralisten. „Heute marschieren erneut…/ mehr

Gerd Buurmann / 07.02.2024 / 15:00 / 30

Liebe Bauern, lasst Euch nicht beirren!

Die Bauern erleben gerade eine Diffamierungskampagne. Hoffentlich lassen sie sich davon nicht beirrenn. Nachdem einige Landwirte mit mir auf meinem Podcast Indubio über die aktuellen Bauernproteste…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com