Henryk M. Broder / 16.03.2016 / 08:49 / 9 / Seite ausdrucken

Eine Nacht in Idomeni

Nun, da die Schicksalswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vorbei sind, wollen wir uns einen kurzen Blick zurück erlauben. Letzten Samstag meldete die Tagesschau, die österrei-chische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner habe in einem Interview mit der Welt am Sonntag erklärt, ihr Land plane „seine Grenze an zwölf weiteren Übergän-gen zu sichern“. Derweil, so der Nachrichtensprecher, würden Tausende Flüchtlinge „am griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni verharren“, einige „protestierten auch heute wieder und forderten die Öffnung der Grenze nach Mazedonien“.

In der darauf folgenden Reportage aus Idomeni sah man, unter welchen Bedingungen die Flüchtlinge verharren. „Am Ende müssen sie selbst ihre Kleidung verbrennen, weil sie frieren. Und der Gestank macht für viele das Überleben nur noch schwieriger. Es fehlt auch weiterhin an allem, Gerangel regelmäßig bei der Vertei-lung von Lebensmitteln und Schuhen. Bei den ungefähr 12.000 Menschen in Idomeni liegen die Nerven blank.“

Ein Flüchtling, etwa 30 Jahr alt, sagte, er komme aus Aleppo und er wolle in jedem Fall „bis zum EU-Gipfel am 17. März“ in dem Lager bleiben. Ein wesentlich älterer Mann klagte: „Wenn sie uns nicht weiter nach Europa lassen, dann sollen sie uns zurück bringen, nach Hause, ich will zurück nach Hause, es ist so schlimm hier.“   

Dann ging es im Off weiter: „Ein Bild vom Drama in Idomeni macht sich Norbert Blüm, er hält es für einen Anschlag auf die Menschlichkeit.“ Die Kamera schwenkte über die kleinen Campingzelte hinweg und blieb dann bei Norbert Blüm stehen, der seinerseits mitten zwischen den Zelten stand, als würde er einen Platz suchen. Auf dem Kopf eine „Batschkapp“ oder auch „Schiebermütze“, darunter eine Windjacke, ein Pullover und Jeanshosen, denen der füllige Minister längst entwachsen ist. Er sagte: „Man muss sich nur mal in die Lage versetzen. Ich würde denen, die da große Töne spucken, mal empfehlen, drei Tage hier zu sein. Dem österreichischen Bundeskanzler, dem slowaki-schen, der polnischen... Eine Schande für Europa.“

Dass Blüm in diesem Zusammenhang die deutsche Kanzlerin verschonte, konnte mit den bevorstehenden Wahlen in drei Bundesländern zu tun haben. Oder auch damit, dass die Kanzlerin erst vor kurzem gesagt hat, es gebe „genug Übernachtungsmöglichkeiten in Griechen-land“. Weil er diesen Worten offenbar nicht ganz traute, hatte Blüm ein eigenes Zelt mitgebracht, in dem er eine Nacht verbringen wollte – Seite an Seite mit den Flücht-lingen, die etwas länger ausharren müssen, bis auf einem der kommenden EU-Gipfel über ihr weiteres Schicksal entschieden wird.

Was mir in diesem Zusammenhang durch den Kopf ging, waren zwei Fragen. Erstens: Wie ist Blüm von Bonn, wo er lebt, nach Idomeni gekommen? Hat er den Zug genommen? Oder ist er geflogen? Wer hat ihm bei der Logistik geholfen, das Zelt besorgt und den Proviant eingekauft? Hat er auch ein eigenes Dixie-Klo mitge-bracht oder musste er am Morgen mit den anderen Flüchtlingen Schlange stehen?  War rein zufällig ein Kamerateam vor Ort, als Blüm eintraf? Oder wurde er schon erwartet? Und was wollte er mit seiner Aktion erreichen, außer dass man seit dem 13. März auf Wiki-pedia lesen kann: „Norbert Blüm übernachtete in der Nacht vom 12. auf den 13. März 2016 im Flüchtlingslager Idomeni, um seine Solidarität mit den Flüchtlingen im Lager zu bekundigen. (sic!)“ Bravo, Blümchen!

Das zweite Frage ist etwas komplexer: Was wollen die Flüchtlinge? Etwa das, was auf einem Stück Pappe zu lesen war, das ein kleines Mädchen in die Kamera hielt: „Merkel – help, help!“ Selbst wenn Mazedonien seine Grenzen öffnen und die auf der griechischen Seite verharrenden Flüchtlinge ins Land lassen würde, wären diese noch lange nicht am Ziel ihrer Träume. Zwischen Idomeni an der griechisch-mazedonischen und Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze liegen etwa 1500 Kilometer und etliche Grenzen, die inzwischen ziemlich undurchlässig sind. Die Flüchtlinge müssten Mazedonien und Serbien durchqueren, dann Kroatien und Slowenien passieren, um schließlich an der Grenze zu Österreich anzukommen, das sich, wie man überall hören kann, ebenfalls „abschottet“. Die mehrfache Fortsetzung des „Dramas von Idomeni“ ließe sich nur vermeiden, wenn „Mama Merkel“ jeden einzelnen Flüchtling persönlich abholen oder Hunderte von Bussen schicken würde, um sie unterwegs einzu-sammeln. Mit beidem ist derzeit nicht zu rechnen.

Das könnten, müssten die Flüchtlinge eigentlich wissen.

Sie haben Smartphones, sind untereinander vernetzt und informieren sich gegenseitig über Fluchtrouten und die Zustände beim Lageso in Berlin und anderen „Erstauf-nahmeeinrichtungen“ entlang des Weges. Entgegen anders lautenden Berichten wird auch kein Flüchtling gezwungen, in Idomeni zu verharren. Aber nur wenige nehmen das Angebot der griechischen Stellen an, in anderen Lagern untergebracht zu werden, wo wenig-stens eine Grundversorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten gesichert ist. Die meisten wollen in Idomeni bleiben, ganz nah an der Grenze, um den Moment der Öffnung nicht zu verpassen. Ein Teil allerdings versucht, zu Fuß die Grenzanlagen zu umgehen, wohl wissend, dass sie nicht weit kommen werden. Mazedonien wird sie nach Griechenland zurückschicken, in das Lager von Idomeni, die Hölle auf Erden.

Gibt es für diese Art der Beharrlichkeit eine halbwegs vernünftige Erklärung? Ja.

Anders als im hedonistischen Europa, wo Jugendliche, denen der Einlass in eine Disko verweigert wurde, wegen einer „posttraumatischen Belastungsstörung“ behandelt werden müssen, gilt in der arabisch-islami-schen Kultur das Leiden als ein Wert an sich. Das festzuhalten grenzt in Zeiten der political correctness an „kulturellen Rassismus“, macht die Feststellung aber nicht weniger wahr. Märtyrer zu werden, sich zu opfern ist in der arabisch-islamischen Welt als Lebensziel ebenso weit verbreitet wie unter deutschen Jugendlichen der Wunsch, Eventmanager zu werden. Familien von Märtyrern genießen großes Ansehen. Der Stolz auf ihre Kinder – vor allem Söhne, aber auch immer öfter Töchter – lässt weder Trauer noch Scham aufkommen.

Dazu kommt noch etwas. Das Gefühl, für das eigene Schicksal verantwortlich oder wenigstens mitverant-wortlich zu sein, ist, freundlich formuliert, extrem schwach entwickelt. Geht etwas schief, sind immer andere schuld: der Kolonialismus, der Kapitalismus, der Imperialismus, der Zionismus, der Westen an sich und die Unmoral, die er überall verbreitet. Wenn es aller-dings darum geht, Klimaanlagen zu bauen oder sich den Blinddarm rausnehmen zu lassen, begibt man sich gerne in die Hände westlicher Experten, deren Lebensstil man ansonsten verachtet.

Auch die Eltern der Kinder, die uns jeden Tag aus großen traurigen Augen hilfesuchend ansehen, fühlen sich für die Leiden ihrer Kinder nicht verantwortlich. Schuld sind diejenigen, welche die Grenzen dichtge-macht haben, die Grenzen zwischen Griechenland und Mazedonien, Mazedonien und Serbien, Serbien und Kroatien, Kroatien und Slowenien, Slowenien und Österreich, Österreich und Deutschland. Offenbar gehen die meisten Flüchtlinge davon aus, dass das Recht, nach Deutschland kommen zu können, sich in Deutschland niederlassen zu dürfen, ein unverhandelbares Grundrecht ist. Und das hat nicht nur mit den Selfies der Kanzlerin zu tun. Es ist eine Frage der Ehre, die ebenso wie der Märtyrer-Kult zu den Säulen der arabisch-islamischen Kultur gehört, dass man sich von Ungläubigen nicht vorschreiben lässt, wie und wo man leben soll.

Eine Berlinerin, die sich seit Monaten in der Flüchtlingshilfe engagiert, bringt es auf den Punkt: „Sie finden, dass wir ihnen dankbar sein sollten, dass sie zu uns kommen.“ Solche Kundgebungen der Dankbarkeit sind inzwischen Teil der verbalen Willkommenskultur. Ins Demo-Deutsch übersetzt lauten sie: „Kein Mensch ist illegal!“ und „Bleiberecht für alle!“ Die Fraktions-vorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckart, jubelte kürzlich bei einer Synode der EKD: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt“, mit deren Hilfe werde Deutschland „religiöser, bunter, vielfältiger und jünger“. Und auch ein wenig gewalt-affiner, wie man spätestens seit der Silvesternacht in Köln und andernorts weiß, ohne dass dies einen Generalverdacht rechtfertigen würde.

Das Verhalten der Flüchtlinge ist aus ihrer Sicht logisch und nachvollziehbar, stellt aber einen Fall von moralischer Erpressung dar. „Geschieht Euch recht, wenn uns die Finger abfrieren, warum kauft Ihr uns keine Handschuhe?!“ Noch nie waren Menschen, die sich auf der Flucht befinden, dermaßen auf eine Option fixiert. Es ist, als würden Schiffbrüchige, die in einem Rettungsboot auf hoher See dahintreiben, darauf warten, dass ein Schiff ihrer Wahl vorbeikommt und sie aufnimmt. Es sollte schon ein großer Dampfer mit gutem Service sein, keine schlichte Barkasse. Dafür, dass sie am Ende enttäuscht werden, weil sie sich das Leben in Deutschland ganz anders vorgestellt haben, werden sie nicht sich, sondern den überforderten Gast-gebern die Schuld geben. Die sind es, die sich nicht genug Mühe gegeben haben, sie zu verstehen.

Abgesehen natürlich von Norbert Blüm, der inzwischen wieder in Bonn eingetroffen ist und überlegt, wohin er demnächst reisen wird, um in die Tagesschau zu kommen.

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Wolfgang Richter / 17.03.2016

Zu der durchaus trefflich beschriebenen Erwartungshaltung der Schutzsuchenden verbunden mit der in der “arabisch-islamisch geprägten Gedankenwelt geübten Kultur des Leidens als Wert an sich” gab es heute nacht in der voll auf Linie ausgelegten Sendung “Heuteplus” im klassischen Mainstreamjargon u. a. einen Beitrag, der in kaum zu übertreffender Weise besagte These belegte.  Eine Frau Emine Aslan, telegen mit buntem stylischem Kopftuch ausgestattet, beklagte wortreich Diskriminierung, die sie in Deutschland allgemein und in ihrem Soziologiestudium im besonderen reichlich erfahren habe. Da sie die ständige Anmache im täglichen Umgang satt habe, habe sie eine Initiative (#ausnahmslos) gegründet und kämpfe gegen Sexismus und Rassismus. Offen blieb bis auf die pauschale Bemerkung, wie sich die beklagte Diskriminierung tatsächlich dargestellt haben sollte. Dem Eindruck nach paßte der Auftritt gerade gut thematisch in die Medienkampagne gegen die aktullen AfD-Wahlerfolge.

Wolfgang Richter / 16.03.2016

Als Reaktion auf die beschriebene Erkenntnis bleibt nur die konsequente Zurückweisung. Alles andere führt wie bei der sprichwörtlichen Reichung des kleinen Fingers zum Verlust der ganzen Hand. Aber diese Konsequenz wollen die angeblich Verantwortung Tragenden nicht ziehen, getrieben von Medienvertretern, die regelmäßig den Troß begleiten und die Gesellschaft mit den Bildern groß guckender Kinder malträtieren. Da ist es dann moralisch vertretbarer, daß die Türkei die Grenze zu Syrien schließt und auf mögliche Grenzverletzer schießt, das Ganze dann dem Bürger als der große Europäische Wurf der Politkungler verkauft und mit Milliarden Euronen gen Ankara bezahlt. So kann man sich dann hier damit brüsten, am einmal eingeschlagenen Weg der Zuwanderung festzuhalten, zumal ja zusehends weniger Einreisende vor unseren Grenzen erscheinen, auch das kein Ergebnis der GroKo-Politik, sondern des krachenden Kontra der Länder vom Balkan plus Visegrad-Gruppe und dem darauf folgenden Schwenk der Österreicher.

Werner Lange / 16.03.2016

Sehr geehrter Herr Broder, warum benennen auch Sie nicht die Ursache des Wunsches, unbedingt nach Deutschland oder wenigstens nach Schweden zu gelangen. Wie jedes Kind weiß, bestimmen großzügige Sozialleistungen und Familiennachzug die Fluchtrichtung. Kämen diese Leute nicht aus einem der Flüchtlingslager, sondern wirklich aus dem vielzitierten Fassbombenhagel, so wären sie sehr wohl mit Essen, Kleidung, Unterkunft und einem Taschengeld zufrieden. Freilich hätten wir dann übermorgen kein Flüchtlingsproblem mehr. Solange Migranten nach einer gewissen Zeit Zuwendungen in der Höhe von Hartz-IV-Leistungen erhalten, wird Migration selbst für den afghanischen Maschinenbauingenieur - der unter dem Schutz der Bundeswehr studierte - attraktiv sein, denn etwa 800 Euro (allein, mit Frau und Kindern wesentlich mehr) kann er daheim niemals verdienen. Solange werden afrikanische Familienverbände junge Männer mit Schleppergeldern - mit denen sie dort einen Laden oder eine Werkstatt betreiben könnten - versehen und über das Meer schicken (während der Konferenz in La Valletta hieß es, die Überweisungen afrikanischer Migranten würden bei weitem die Entwicklungshilfe übersteigen). Solange werden selbstverständlich Bedürftige aller Art am Missbrauch des Grundgesetzes (dessen Väter doch wohl eher an das Schicksal Einsteins und Brechts, der Manns und Feuchtwangers dachten) teilhaben wollen. Dafür verspielt eine starrsinnige Opportunistin (das musste sie in der DDR sein, wenn sie als Pfarrerstochter studieren wollte), geschult in Sachen Agitation und Propaganda, in ihrer Sucht nach schönen Worten und Bildern alles, was sie im Amtseid beschwor, viele Milliarden (zudem der Griechenlandtropf und ihr rechtswidriger sogenannter Atomausstieg) und Europas Zusammenhalt.  Begleitet von Teddywürfen und den stehenden Ovationen - Verzeihung, standing ovations - ihrer angeblich nur dem Gewissen verpflichteten Hampelmänner. Es ist zum Speien - Rechthaberei, Starrsinn und Verantwortunglosigkeit kennen offenkundig keine Obergrenze.

Bastian Stetten / 16.03.2016

So einfach kann man sich gegen konkretes Leid von Flüchtlingen geistig immunisieren: Der deutsche Politiker, der in ein Flüchtlingslager fährt, ist mediengeil und naiv, die traurigen Kinder haben Eltern, die keine Verantwortung für sie übernehmen. Die Eltern, die gerade mit dem Schlauchboot über die Ägäis gefahren sind, warten in Idomeni auf den Luxusdampfer. Menschen, die Tausende von Kilometern vor Krieg und Verfolgung fliehen, sind Beispiele für arabisch-islamischen Fatalismus. Ja, da kann man angesichts der Lage in Idomeni nur sagen: Selbst schuld ihr Flüchtlinge, dumm gelaufen und dumm gewesen. Und der Autor kann schön weiter schwadronieren und hat seine Ruhe. Denn er ist so klug, er braucht garnicht mit den Flüchtlingen in Idomeni selbst zu reden. Er weiß auch so, wie sie über Martyrium und ihre Lebensplanung denken.  Er ist auch so klug, nur das Handeln und Denken der anderen zu kritisieren und das Fehlen eigener Konzepte zu verschweigen. Dabei hat er selber eins. Er ist nämlich ein ganz Kluger: er verfügt nach eigenen Angaben über drei Wohnsitze in Augsburg, Berlin und Colonial Beach, Virginia.  Falls ihm einmal die Wohnung weggebombt wird, löst er nur ein Ticket in einen anderen Kontinent und kann sich wieder ruhig ins eigene Bett legen. Einfach dumm, wer nicht auf diese Lösung kommt!

Renate Pilsner / 16.03.2016

Die Jugend hats nicht leicht heutzutage. Die Welt ist bereits erfunden, die Welt ist bereits entdeckt, die Welt ist bereits erobert, die Welt ist bereits erforscht und so bleibt eben nur noch: Die Welt retten, um etwas besonderes zu sein.

Karla Kuhn / 16.03.2016

Wieder ein sehr guter Kommentar, Herr Broder.  Warum viele Menschen keine Willkommenskultur mehr pflegen wird durch Ihren letzten Absatz ganz klar dargelegt. Nach seinem “Die Rente ist sicher” Spruch, hat ja Herr Blüm schon vor Jahren die Menschen vor den Kopf gestoßen. Über die jetzige Aktion kann man nur noch den Kopf schütteln. Es ist eben traurig, wenn ein ehemaliger Politiker nicht loslassen kann.

Jürgen Lamprecht / 16.03.2016

Sobald ein Flüchtling außer Gefahr ist, hält er inne und ruht. Wer weiterreist, sucht etwas anderes als Sicherheit.

Gertraude Wenz / 16.03.2016

Lieber Herr Broder, ich danke Ihnen für diesen Artikel, mit dem Sie mir aus dem Herzen gesprochen haben. Bei allem Respekt und Verständnis für die Lage der Flüchtlinge wundert es mich doch immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit, manchmal schon Dreistigkeit, Flüchtlinge auf vermeintliche Rechte und Ansprüche bestehen. Denken sie (die Flüchtlinge ) manchmal auch daran, dass ihre Gastgeber schlicht und einfach überfordert sind und natürlich auch Angst vor Überfremdung und ebenso natürlich auch Angst vor den Kosten haben? Klar, in existentieller Not, in der sich die Flüchtlinge befinden, denkt man nur an sich, man will überleben, ein Urtrieb des Menschen. Aber auch die aufnehmenden Gemeinschaften bestehen aus Menschen mit angeborenen zum Überleben wichtigen Egoismen. Man darf ihre Hilfsbereitschaft nicht überstrapazieren und von ihnen verlangen, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse aufzugeben.

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