Eine Minderheit demonstriert gegen die CSU
In München demonstrierten gestern 20.000 Leute gegen die CSU, vor allem gegen Markus Söder und Horst Seehofer und von ihnen verwendete Begriffe wie "Asyltourismus". Unter dem Motto #ausgehetzt fanden sich demnach knapp 1,6 Prozent der Münchener Einwohner bzw. rund 0,2 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in der Münchener Innenstadt ein. Inklusive derjenigen, die gar nicht wahlberechtigt sind oder nicht aus Bayern stammen oder beides. Bei derlei politischen Happenings trifft sich schließlich immer auch das Who-is-Who des deutschlandweiten linksgrünen Protestapparates.
Nachdem ich die obigen Vergleichszahlen getwittert hatte, wies mich ein User und Demo-Teilnehmer darauf hin, dass dies die falschen Vergleichsgrößen seien. Man müsse, so der gute Mann, stattdessen zum Beispiel andere Demonstrationen heranziehen, um wirklich vergleichen zu können. Macht in dem Zusammenhang nur keinen Sinn. Denn eine wirklich vergleichbare Demonstration zu einer Anti-CSU-Demo wäre ja eine Pro-CSU-Demo, und eine solche wiederum wäre totaler Blödsinn. Und weil das so ist, sehen wir uns stattdessen aktuelle Umfragen zum Thema Asylpolitik an und setzen diese in Relation zu den 20.000 Demonstranten vom Wochenende.
Über drei Viertel der Deutschen sind für Ankerzentren, wie von der CSU vorgeschlagen. Mehr als die Hälfte der Deutschen will Asylsuchende aus sicheren Drittstaaten an der Grenze zurückweisen, was auch die CSU will. In einer dritten Umfrage plädierte die Mehrheit der Befragten außerdem dafür, weniger Flüchtlinge aufzunehmen, während sich nur ein verschwindend geringer Teil für die Aufnahme von mehr Migranten aussprach. Hier zeigt sich also ein ganz klares Meinungsbild in der Gesamt-Bevölkerung, die sich aktuell eben weniger für die konkrete Wortwahl von irgendwem interessiert, sondern einen ganz klaren Auftrag an die verantwortlichen Politiker richtet: unkontrollierte Einwanderung in den Griff zu bekommen. Bei der Demonstration am Sonntag war dagegen auch die Open-Border-Fraktion vertreten.
Selbstverständlich lässt sich über den Begriff "Asyltourismus" streiten oder über Seehofers gewöhnungsbedürftigen Sinn für Humor, der sich bekanntlich über 69 Abschiebungen zu seinem 69. Geburtstag freute. Offensichtlich ist allerdings, dass die 20.000 Demonstranten in München eben keine Mehrheits-, sondern eine Minderheitsmeinung vertraten. Daran ändern auch die zahlreichen Fotos nichts, die in den sozialen Medien kursieren. Denn 20.000 Leute auf einem Haufen sehen immer nach viel aus. In diesem Sinne noch ein letztes Wort an den ein oder anderen Medienvertreter, zum Beispiel der FAZ: Meldungen mit dem Titel "München demonstriert gegen die CSU" sind offensichtlich falsch. Ich zum Beispiel bin zu Hause geblieben. Ebenso wie weitere rund 1,4 Millionen Münchener.
Dieser Beitrag erscheint auch auf Ben Krischkes Blog.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay
Also da sind sie aber mit Ihren Kollegen von der FAZ sehr nobel umgegangen. Mir fallen da spontan ganz andere Wörter für "offensichtlich falsch" ein.
Die gleichen Heinis, welche über Jahrzehnte auf Anti-Atomkraft-Demos gerannt sind und so an einer "Politik der Angst" in Bezug auf eine CO²-arme und sichere Stromversorgung mitgewirkt haben wollen mir heute erzählen ich solle keine Angst vor einer unkontrollierten Zuwanderung haben? Kein einziger Mensch ist aufgrund von ionisierender Strahlung von deutschen Atomkraftwerken je zu Tode gekommen (auch aus Japan sind keine Fälle bekannt, dass Menschen die der Strahlung der havarierten KKW's in Fukoshima ausgesetzt waren sterben mussten). Kein GAU der Atomkraftwerke im Land der Dichter und Denker - nirgends. Bei der "Flüchtlingskrise" welche in Wahrheit eine Migrationskrise ist und die seit 2015 von der weisen Führerin von der Spree uraufgeführt wird reiht sich ein GAU an die nächste Katastrophe und umgekehrt. - Die Sylvestersause am Bahnhof zu Köln, hunderte Migranten und "Flüchtlinge" vergreifen sich an hilflosen Frauen - an den Frauen, welche ihren Aufenthalt (der angeblichen "Flüchtlinge") mit ihren Steuergeldern bezahlen müssen. Es geht kaum abscheulicher, wer einigermaßen bei klarem Verstand ist müsste erkannt haben, dass dies in Bezug auf die "Flüchtlingskrise" der Größte anzunehmende Unfall ist. - Die LKW-Fahrt des Anis Amri über den Berliner Weihnachtsmarkt. Der Typ mit den 14 Identitäten und gut gepampert von der deutschen Sozialversorgung tötet einen polnischen LKW-Fahrer und fährt auf dem Breitscheidplatz 11 weitere Menschen zu Tode. Hunderte Menschen werden bis an ihr Lebensende wahlweise furchtbare Schmerzen, bzw. grauenhafte Bilder vor Augen haben. Ein weiterer Größter Anzunehmender Unfall, welcher aber die Verantwortliche in Berlin nur noch bockiger macht. - Der hongkongchinesenschlachtende Afghane aus Würzburg, der Mädchenmörder zu Freiburg, zu Kandel, zu Erbenheim, zu Darmstadt, der Diskosprenger von Ansbach, und so weiter und so fort, immer weiter immer fort... Wie schön, dass man in München Haltung zeigt und vor Angst warnt.
Die Formulierung ist anmaßend und bewusst falsch gesetzt. Die Sprachpanscherei, die entweder zeigt, dass der Journalist sein Handwerkszeug nicht versteht und unfähig ist, den Unterschied im Aussagegehalt zu begreifen, oder aber schlicht beabsichtigt, einen (erfundenen) Gegensatz zwischen München und der CSU zu konstruieren und die gesamte Münchner Bevölkerung zu vereinnahmen. Letzteres wäre Propaganda. Da es sich jedoch nicht um einen Einzelfall handelt und die Differenzierung gelingt, wenn die z. B. AfD-Anhänger demonstrieren, darf man das wohl als bewusste Falschaussage begreifen. Vor diesem Hintergrund ist es übrigens völlig egal, wie hoch der Anteil der Nichtdemonstranten wäre: Ihre Argumentation geht insoweit am Kern vorbei. Selbst, wenn eine Millionen Münchner zur Demo gegangen wären, hätte nicht München demonstriert, denn die Demonstranten sind nicht legitimiert für andere Einwohner zu sprechen. Sie stehen immer nur für ihre eigenen Aufassung.
20.000 hört sich schon mal beeinduckend an. Wenn die Zahl denn stimmt, was ich bezweifele. Diese Demonstranten werden aus ganz Deutschland zusammengekarrt. Busse werden gestellt; manchmal gibt es sogar noch zusätzlich Geld für die Teilnahme. In den linksgrünen Medien wird dann regelmäßig so getan, als seien das alles Einheimische. Dieses Spiel läuft immer gleich ab, was glücklicherweise immer mehr Menschen durchschauen.
Es sollen nach anderen Quellen lediglich 8000 Menschen bei dieser Veranstaltung gewesen sein.
Sind das die selben Leute, die nicht Müde werden zu erwähnen, dass 12,6% eine Minderheit sind?
Als ich den Bericht über die Demonstration heute morgen in der Zeitung las habe ich genau das gedacht, was Sie insbesondere im letzten Abschnitt zusammengefasst haben. Der Bericht ist ein plumper Versuch, etwas als Mehrheitsmeinung bzw. Fakt darzustellen, was der Realität nicht entspricht. Wann hört diese Verlogenheit endlich auf? Vielen, vielen Dank für Ihren Beitrag!