Die Stilllegung der Stromversorgung im Süden Berlins hat uns die Fragilität der Politik der Energiewende vor Augen geführt. Ziel der Energiewende ist es ja, nicht nur die Stromversorgung auf Wind- und Sonnenenergie umzustellen, sondern auch die beiden anderen Säulen der Energieversorgung, nämlich die Wärmeversorgung und den Verkehrssektor, auf Strom umzustellen. Alles auf Strom heißt, auf Gas und Öl im Wärmesektor und Öl (Benzin/Diesel) im Kraftfahrzeugsektor zu verzichten.
Sektorkopplung nannte man diese Verengung der Energieversorgung auf einen Energieträger. Diese Sektorkopplung wurde von den grünen Hohepriestern als nachhaltiges Zukunftsmodell verbreitet und gefeiert. In seinem Ursprung war es ein Versuch, die Schwäche der Erneuerbaren Energien zu korrigieren, die in wind- und solarstarken Zeiten zu nicht verwertbaren Überschüssen führen. Diese nutzlosen Überschüsse sollten nach Speicherung in den Wärmesektor und den Kraftfahrzeugsektor gedrückt werden. Dass diese Sektorkopplung zu einer exorbitanten Kostensteigerung führt, ist oft genug an dieser Stelle beschrieben worden. Die Gesamtkosten der Energiewende bis 2045 beziffert Frontier economics mit unbezahlbaren 4.800 bis 5.400 Milliarden Euro.
Aber nun führt uns der Anschlag von Berlin vor Augen, dass ein solches, allein auf Strom basierendes Energiesystem höchst anfällig ist. Wir erfahren, dass beim Stromausfall auch die Wärmeversorgung ausfällt, jedenfalls dann, wenn sie durch Wärmepumpen erzeugt werden soll. Und zu allem Überfluss lernen wir, dass bei Minusgraden den Wärmepumpen durch platzende Rohre der Totalverlust droht. Diesen Beipackzettel gab es jedenfalls bislang nicht beim Habeckschen Heizungsgesetz, das die schwarz-rote Bundesregierung nahtlos weiterführen will. Der Inhalt des Gesetzes wird gleichbleiben; damit die Bürger das aber nicht so richtig mitbekommen, soll der Name des Gesetzes geändert werden.
Die Logik der Täter ist nicht neu
Wir lernen auch, dass bei einem großflächigen Stromausfall auch die E-Fahrzeuge nur dann weiterhelfen können, wenn sie zufällig vor dem Knall aufgeladen worden sind. Anderenfalls fällt auch diese Nutzung aus.
Es war bislang eine große Resilienz (Widerstandsfähigkeit) damit verbunden, auf zwei speicherfähige Systeme für 75 Prozent der Energieversorgung zurückgreifen zu können, nämlich die Gasversorgung für die Wärme und die Kraftstoffversorgung für die Mobilität. Dass die dritte Säule, die Stromversorgung, die bislang 25 Prozent des Energieverbrauchs leistet, nun auch noch wetterabhängig gemacht wird und dann alle drei Säulen bedienen soll, entpuppt sich seit den Berliner Ereignissen noch deutlicher als links-grüner ideologischer Wunschtraum, der den Realitätstest nicht überstehen wird.
Der Text des ersten Bekennerschreibens bedient sich des Begründungszusammenhangs grüner und linker Ideologien der Klimaangst:
„In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels. Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit.“ Bis auf den letzten Satz könnte man ähnliche Formulierungen in Parteitagsbeschlüssen von Grünen, Linken und SPD lesen. Der Satz „Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar“ stammt sogar aus einem UN-Bericht von 2022. Die ideologische Begründung der Energiewende stammt aus dem gleichen Kontext des Klimaalarmismus, aus dem sich die „Vulkangruppe“ zur Rechtfertigung ihrer verbrecherischen Aktionen bedient.
Beitragsbild: Volker Debus/Deutsche Wildtier Stiftung CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons
„Wir erfahren, dass beim Stromausfall auch die Wärmeversorgung ausfällt, jedenfalls dann, wenn sie durch Wärmepumpen erzeugt werden soll.“ —
Frage an einen Fachmann. Meine Ölheizung ist ebenfalls ausgefallen. Der Brenner zündet offenbar nicht. Das LCD-Display der Steuereinheit ist „leer“. Die Umwälzpumpen sind geräuschlos und kalt. Was ist da los?
Man kann auch noch etwas anderes lernen. Das Herumreiten auf Kernkraftwerken und der Sprengung eines funktionslos gewordenen Kühlturmes nach zehn Jahren Wirkung des zweiten Hauptsatzes, LENKT VON DEN WIRKLICHEN LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN AB. Aber Lösungsmöglichkeiten EXISTIEREN AUCH NICHT, wenn sie niemand erkennen will! Alles Gerede um ungelegte Eier und alles Geheul um die KKW ist ein Muster ohne Wert. Man muss mit den konkreten MÖGLICHKEITEN umgehen, die sich aus der konkreten Sachlage ergeben, und nicht aus Traumschlössern. Wer das nicht KANN, soll bitte nichts ENTSCHEIDEN!
Das mit der „Handarbeit“ steht offenbar auch im Motto der Queerbeauftragen der Bundesregierung. Aber sicher ist das nur eine zufällige ideologische Übereinstimmung mit den „Vulkanos“.
@Lutz Herrmann : >>Ab hier nin ich natürlich wieder d’accord mit Ihnen.<< ## Diese Steilvorlage MÜSSEN SIE NUTZEN!!! „nin“ statt „bin“, ist das nicht skandalös? Und so einer redet von Zuverlässigkeit technischer Systeme, und trifft in der Eile nur eine von drei benachbarten Tasten.
Sie müssten meine riesigen Finger sehen ! Solche Tastaturen gibt es noch nicht! NOCH NICHT! Warten wir mal ab!!
NEIN! Ich treffe immer mehrere Tasten FAST gleichzeitig. Aber manchmal ist eben die falsche die erste.
„Die Gesamtkosten der Energiewende bis 2045 beziffert Frontier economics mit unbezahlbaren 4.800 bis 5.400 Milliarden Euro. “ – Und das wird sicher nicht reichen, wenn man sieht, daß bei den meisten „öffentlichen“ Projekten die Kosten sehr schnell x 2 bis x 4
steigen. Dann noch die mindestens zweifachen Milliarden für die „Goldenen Klos“ in Kiew, dazu die „Schenkungen“ in die übrige weite Welt? „Politik“ hats erkennbar nicht so mit dem Rechnen, erst recht nicht, wenn ums Verbraten des Geldes der Anderen geht, das wie Kamelle zu Karneval von den selbst ernannten guten Onkels und Tanten aus Ger-money in die Welt geworfen wird.
@Ralf Pöhling : >>Ich kritisiere das seit Jahren, dass wir hier zu wenig in Ziwschenspeicher investiert haben. … Wenn ich damit ein ganzes Land betreiben will, muss ich vergleichbar große Zwischenspeicher haben.<< ## Ab hier nin ich natürlich wieder d’accord mit Ihnen.
@Ralf Pöhling : >>Das große Manko beim regenerativen Strom: Er lässt sich schwerer langfristig zwischenspeichern als Gas, Kohle oder Öl. Da ist der Haken auch beim E-Auto. Benzin kann ich lange in Kanistern lagern. Strom nicht. Bei der Kernenergie hat man das Problem nicht, weil da der „Saft“ im Uran vorgespeichert ist.<< ## Es stimmt, aber nicht so ganz. Sie einen sagen so, die anderen sagen so. Wir nutzen JEDE Gelegenheit, die Glaubenssätze wie eine tibetanische Gebetsmühle zu wiederholen, auch dort, wo es gar keinen Bezug zu dem aktuellen Blackout haben. Wenn das Heizkraftwerk Lichterfelde ein KKW gewesen wäre, hätte die systematische Zerstörung und Kurzschließung aller Leitungen mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit zur Kernschmelze und der großflächigen radioaktiven Verstrahlung weiter Teile Berlins geführt. DESHALB ist hier das Theoretisieren, der „Saft“ wäre im Uran vorgespeichert, nicht nur „nicht hilfreich“, sondern geradezu Realsatire. Sorry, Herr Pöhling. Sonst lese ich Ihre Texte gern, aber dieses Mal hätten Sie besser die Bodenhaftung behalten sollen.