Statt eine neue Identität anzunehmen, führt der moderne Migrant meist eine Doppelidentität. Er fühlt sowohl-als-auch, als Deutscher und als Türke, als Chinese und Amerikaner, als Inder und Südafrikaner. Der Schlüsselbegriff für diese Entwicklung heißt „Hyper-Connectivity“. Der moderne Migrant ist hyper-connected, es fällt ihm leichter als je zuvor in der Geschichte, die Verbindungen zu seiner Vergangenheit aufrecht zu erhalten. Den Entscheidungsdruck – sei entweder Türke oder Deutscher! – hält er für unangemessen. http://www.tagesspiegel.de/meinung/fuer-jeden-tropfen-blut/5870824.html