
Zur Ermahnung eine MAHNUNG: “Wir sollten auf der Hut sein vor dem Erlösungsversprechen von Führerfiguren.” - so aus der Unterschrift der Headline ‘Die Wiederkehr magischen Denkens – dem verschärften Klimawandel könnte eine gefährliche Form von neuem politischem Autoritarismus entwachsen’ eines durchaus sehr interessanten Beitrages in der NZZ zu gestern.
Sommer 21 : vor der Kath. Hauptkirche unserer Kreisstadt weht die Regenbogenfahne . Das stört mich .(s.o.) Nach einiger Zeit ist die aber wieder verschwunden; ich schreibe dem zuständigen Dekan und bedanke mich bei ihm ,dass die Fahne weg ist, beschreibe auch meine Irritation über den Vorgang. Tatsächlich erhalte ich von ihm eine Antwort - er äußert Verständnis für meine Reaktion ; “...aber jetzt ist sie (die Fahne) weg !” (Hab ich ihm mit meinem Einwand evtl einen Gefallen getan ?)
Ja! 100 % Zustimmung!! Danke!
Es stimmt völlig: Wir haben eine Schwemm an Weltenrettern mit zu viel Freizeit und schrägen Gedanken, die sie auch im Beruf ausleben können, während hart arbeitende Bürger von ihnen und sich selbst als Kapitalisten erniedrigt werden. “Die verbreitete Neigung, eine bürgerliche Lebenspraxis mit einer antibürgerlichen Rhetorik zu verbinden, die private Existenz an Maßstäben zu orientieren, die man gleichzeitig im Öffentlichen diffamiert, zeigt eine tiefe Unsicherheit an das verlorene Vermögen, zu sich selbst zu stehen.” (Joachim Fest) Hinzuzufügen ist an alle grün-sozialistischen Weltenretter: “Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle.” (Karl Popper) Diese Höllen-Brut kommt demnächst an die Regierung, alle direkt vom Hörsaal in den Plenarsaal gerutscht, oft ohne Abschluss, aber mit abschließend dummen Gedanken, nur eins im Sinn: die Basis der Bürger zu zerstören, in dem sie ihm auch noch den letzten Pfennig aus der Tasche ziehen. Alles mit säuselnd süßem Gerede von Wiedergutmachung und schönsten Regenbogenwelten. Franz Werfel schrieb in seinem 1946 veröffentlichten Roman „Stern des Ungeborenen”: „Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. So wurden die Deutschen die Erfinder der Ethik der selbstlosen Zudringlichkeit.“ Diese Leute des Friedens sind überall, und sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie nichts aus der Geschichte gelernt haben, unbelesen sind, grün und dumm, ihre Überzeugungen heulen sie uns vor - und es ist wirklich zum Heulen. Wir schaffen es, uns abzuschaffen. So gründlich wie es Deutsche nur tun können.
Danke Prof. Norbert Bolz! Brilliante Klarheit. Kein Wort zu wenig, keines zu viel.
Ein vernünftiger, aber wahrlich frommer Wunsch, dem die Angesprochenen hämisch ins Gesicht lachen werden. Denn das Problem des “Weltrettens” 24/7 basiert auf dem religiösen Versprechen der Erlösung. Dieser Hirnfurz der Erlösung vom Bösen durch Buße und gute Taten ist zutiefst in unserer Kultur verankert. Selbst sich als nicht-religiös oder atheistisch bekennende Menschen haben die Idee der Erbsünde so verinnerlicht, dass sie glauben durch Selbstkasteiung und Missionieren der Ungläubigen das Himmelreich erlangen zu können. Diesem Ziel dient auch das unerschütterliche Festhalten am Glauben (wider besseres Wissen) und die ständige Bezeugung der eigenen Frömmigkeit (neudeutsch: virtue signalling). Wer hätte gedacht, dass das Mittelalter die Aufklärung noch einmal überholt? (p. s. die islamische Kultur hat dieses Problem des Gutmenschentums nicht!)
Gut gebrüllt, Löwe, aber eigentlich werden hier nur ganz normale Forderungen formuliert und die einfache Frage lautet: Warum wird nicht so gehandelt, zumal doch gerade die Erfahrungen aus zwei Diktaturen und angezettelten Weltkriegen gelehrt haben müssten, dass es nicht ausreicht, nur immer dagegen zu sein, sondern dass man auch die ganz normalen Pflichten zu erfüllen hat, die eben nicht durch Demos oder Gelaber zu ersetzen sind.
Bei den Pfaffen noch einen oben drauf : dem aktuellen Pabst wuerde es besser zu Gesicht stehen mit Ratzinger den Garten machen , anstatt vermeintlich wichtige Leute à la Lisa oder Greta zu empfangen oder noch besser, ueber Sexualitaet zu philosophieren,aber halt, da kennt sich die katholische Kirche aus, zumindest was Kinder betrifft .
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