Eine Black Box namens Merkel

Wie ein infantilisiertes deutsches Wahlvolk von der als Mutti begriffenen Kanzlerin nicht lassen mag und wie sich ihre Nachfolger formieren, ohne den direkten Angriff auf die Regentin, die ihre einst konservative Partei ruinierte, zu wagen. Psychoanalyse eines endlosen Abgangs.

Mitten hinein in diese Tage, die aufgewühlt sind durch den grauenhaften Amoklauf eines Schizophrenen, hinein in die mehr oder weniger taktische Schockstarre, hinein auch in die Rassismus-Vorwürfe, routinierten AfD-Beschimpfungen und prompten Mitleidsbekundungen durch die Staatsspitze mit Kerzen (die die Opferangehörigen des islamistischen Terroranschlag durch den überwachten Gefährder Amri in Berlin über ein Jahr lang vermisst hatten), hinein also in dieses hysterische Gestöber aus Wut, Trauer, Ratlosigkeit, Beschimpfungen, Staatstheater, kommt der Stern mit einem – Beruhigungstitel.

Er zeigt die Kanzlerin als Mutter der Nation, ruhig, besonnen, sorgend mit leichtem Lächeln. Der Fältchenkranz um die graublauen Augen verrät Erfahrung und vorsichtigen Optimismus, die scharf nach unten gezogenen Mundwinkelfalten sind wegretuschiert, und darunter das schlichte Wort: „Danke.“ Das Wahlvolk dankt seiner Regentin. Der Punkt ist wichtig.

„Riesenzwerge im Schattenreich“

Selbstverständlich war der Titel bereits produziert, und er beschäftigt sich mit ihrer Nachfolge und dem dezenten, aber deutlichen Hinweis: „Warum es dem Land hilft, wenn diese große Politikerin jetzt auf ihr Amt verzichtet.“ Profaner: Nun geh endlich. Aber lass dir dennoch Zeit. Wer weiß, was danach kommt.

Einen Vatermord haben wir erlebt, durch Merkel selber, die einst Helmut Kohl kalt abgeräumt hat. Ein Muttermord allerdings ist tabu. Die Mutter ist, auf der tiefenpsychologischen und archaischen Bühne, die Lebensspenderin, ja, die Herrin über Leben und Tod.

Vier Männer stehen da nun Schlange, zwei davon, Friedrich Merz und Norbert Röttgen, wurden einst durch Angela Merkel empfindlich zurückgestutzt, und sie warten auf ihre Chance, einer, der Chancenloseste, preschte vor, doch die anderen möchten es am liebsten im Team machen. „Riesenzwerge im Schattenreich“, spottet der Stern.

Möglicherweise glauben die Stern-Redakteure tatsächlich, und möglichweise nicht zu unrecht, dass sie Auswirkungen auf die Kanzlerin haben – schließlich war es der Stern-Titel „Die Eiskönigin“ am 16.7.2015 und die Tatsache, dass die Kanzlerin am gleichen Tag in einer TV-Sendung ein Palästinenser-Mädchen mit dem Hinweis auf die gesetzlich gebotene Abschiebung zum Weinen brachte, die die Strategen im Kanzleramt durchaus bewegt haben könnten, über jene Nachgiebigkeit nachzudenken, die schließlich zur Willkommenskultur und grenzenlosen Einwanderung führte.

Was wird ihr Vermächtnis sein?

In der Tat ruft nun also wiederum der Stern, nach seinem Gründer Henri Nannen das Blatt, das auch die Hausfrau aus Ulm verstehen soll, „es ist genug“, während der Economist („... should quit soon“) und andere in- und ausländische Leitartikler sich ähnlich äußern, und während sich Frankreichs Macron bereits mit dem potenziellen Kanzlernachfolger Habeck trifft. Die Lokomotiv-Führerin Europas, so der verbreitete Eindruck, steckt fest.

Reformstau lähmt das Land, so, wie es einst unter dem ewigen Kohl war, den sie an Amtsdauer übertroffen haben wird. Trotz dieser Unendlichkeit erzielt Angela Merkel immer noch eine Zustimmungsquote von 69 Prozent. Das ist umso rätselhafter, als nur noch 31 Prozent zufrieden mit der Regierungspolitik sind.

Unter Merkels Führung ist die CDU in den Prozess der Kernschmelze eingetreten. Im Bundesland Thüringen, wo die Kanzlerin Neuwahlen angeordnet hat, ist die einstige Regierungspartei mit absoluter Mehrheit auf 12 Prozent geschrumpft. Die SPD, in Berlin noch Koalitionspartner, ist bereits auf dem Niveau einer Splitterpartei gelandet.

Wer ist diese Frau, die aus dem Osten kam und das westliche Parteiengefüge zu einer Art linksgrünem Einheitspartei verformte und die Entstehung einer mächtigen Opposition am rechten Rand zugelassen hat? Vor allem: Was wird ihr Vermächtnis sein?

Stimmung: fröhliche Angriffslust

Die Literaturwissenschaftlerin und Politikberaterin Gertrud Höhler versucht genau das zu ergründen in ihrem neuen Buch „Das Requiem“, dem sie einen Prolog voranstellt, sarkastisch betitelt mit „Willkommen und Abschied“, dem wohl schönsten Sturm-und-Drang-Liebes-Gedicht des jungen Goethe, um eine Bilanz auszubreiten, wie sie schillernder nicht in Worte gefasst werden kann.

Wir sitzen in einer Suite des Berliner Savoy-Hotels bei Croissants und Kaffee, sie mit Diamantenclips unter offenen weißblonden Haaren, die Augen blau, hellbrauner Kaschmirpullover, tailliertes Sakko und Wildlederhosen, Stimmung: fröhliche Angriffslust.

Die Hanau-Meldungen vom Abend zuvor sind Tagesthema. „Hoffentlich war der Amokläufer kein Rechter“, sagt sie. „Es war ein Schizophrener“, sage ich, „einer mit wirren rassistischen Geheimbotschaften.“ „Oh Gott.“

Nun aber zum „Requiem“, wobei dieses auch Antworten zum Tage bereit hält. Bereits in ihrem Buch „Die Patin“ von 2012, also noch vor dem einsam beschlossenen Rechtsbruch der Grenzniederlegung und dem Willkommenstaumel von 2015 verfasst, hatte Gertrud Höhler die unauffälligen System-Demontagen der Kanzlerin seziert. Ein Bestseller, übersetzt in ein Dutzend Sprachen.

Der Mensch als Datenbündel

In ihrem neuen Buch beschreibt sie, wie die Kanzlerin „nichts unangetastet ließ, was den Rechtsstaat ausmacht“, und „nichts unversucht ließ, um ein neues Zeitalter mit einem neuen Menschenbild in die Mitte Europas zu tragen“. Und: „Über dem frisch gepflügten, blutdurchtränkten Weltacker geht eine neue Sonne auf ...”

Das Neue: Sie sieht in Merkel nicht nur den Prototyp einer bindungs- und überzeugungslosen Technikerin der Macht, sondern uns alle in einer „Epochenfuge“. Wir sind auf dem Sprung vom Homo sapiens zum Homo digitalis, zum Menschen als Datenbündel, und die Kanzlerin führt den globalistischen Datendiktatoren des Internet, auch denen der fernöstlichen Überwachungsstaaten, vor, dass Demokratie ebenso ein Auslauf-Modell ist wie der Sozialismus. Sie ist, sozusagen, die Undercover-Agentin des Weltgeistes.

Merkel präsentiert den komplett wertfreien Ansatz der Politik. „Angela Merkel hat sich für die Flucht aus beiden Systemen entschlossen, in denen sie Deutsche war. Ihr Job, seit sie an der Macht ist: Zukunftsagentin.“

Merkels mission statement, das sie fern der europäischen Heimat in Harvard abgeliefert hat, lässt, neben der unverhohlenen und geschmacklosen Beschimpfung des US-Präsidenten, einen Blick auf das zu, was man, hoch gegriffen, ihre Philosophie nennen könnte. „Die deutsche Kanzlerin, die aus der totalitären Kälte kam, setzt eben nicht auf das Gegenteil, die Wärme westlicher Werte. Sie setzt auf Veränderung, ohne ein Ziel zu nennen.“

Willkommenskultur sticht Nazimord

Höhler schreibt: „Niemand stoppte die Rechtsbrecherin Merkel, als sie die planwirtschaftliche Bleidecke über die Energiewirtschaft warf oder die humanitäre Aura ihrer Amtsführung ausbeutete, um das Völkerrecht auf gesicherte Grenzen ein für allemal in die Geschichte zu verweisen.“

Dass ein parlamentarischer und publizistischer Aufstand gegen die Grenzniederlegung ausblieb, die Verfassungsrechtler Ruprecht Scholz als schwersten Verfassungsbruch, „den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland jemals erlebt haben“ bezeichnete und auch dessen Kollegen Papier und Udo di Fabio als solchen qualifizierten, hat nach Höhler mit den Traumatisierungen der Nation durch ihre Vergangenheit zu tun. „Wir wollten wiedergutmachen.“ Und zwar das, wie sie trocken hinzufügt, was nicht wiedergutzumachen ist. Willkommenskultur sticht Nazimord, das funktioniert so nicht im Trauma-Theater.

Nein, die Katastrophe, die sich daraus ergab, zwei inkompatible Kulturen schockartig aufeinandertreffen zu lassen, hatte beide Seiten verstaucht. Und das Land in eine Art inneren Bürgerkrieg getrieben. „Wer die uralten Fragen der Vorfahren vergisst – Wer bist du? Woher kommst du? Was erwartest du von uns? Was können wir von dir erwarten? –, der wird gedankenlos Außenseiter zu Insidern machen wollen. Demokratien sterben an der Selbstüberschätzung ihrer Nutzer.“

Großprojekte der Kanzlerin tragen Züge von Größenwahn

Ja, so analysiert Höhler, mittlerweile ist die bipolare Welt, die wir draußen überwunden glaubten, durch die Flüchtlings- beziehungsweise Migrationsfrage nach innen verlagert worden.

„Beide Großprojekte der deutschen Kanzlerin tragen Züge von Größenwahn, wie wir ihn aus Diktaturen kennen, die vom Scheitern bedroht sind. Das demokratische Augenmaß versagte im Flüchtlingsprojekt. Der gründlichere Blick auf die Schicksalsmacht, die Deutschland sich über Millionen von Leben zutraute, blieb aus, als ginge es nur um ein Nachbarschaftsprojekt, bei dem wir unser Wohlergehen einfach an die Nächsten weiterreichen und damit ihren Lebenserfolg managen.“

Wir schaffen das? In ihrem Buch versucht Höhler Verständnis: „Für Merkels Umgang mit Grenzen könnte es eine Rolle gespielt haben, dass sie in einem Staat gelebt hatte, dessen Befehlshaber den Grenzübertritt von drinnen nach draußen mit Todesurteil belegte. Grenzen öffnen, um Menschen einzulassen, das könnte im Stammhirn der DDR-Bürgerin Angela das leuchtende Gegenbild zur Herrschaftspraxis in ihrer Heimat DDR gewesen sein.“

Dennoch hat sie aus der Herrschaftspraxis der Diktatur auch das gelernt: dass es einen Feind braucht, um das Volk bei der Stange zu halten, und der steht rechts. Der ist unverändert der Faschismus, das deutsche Trauma.

Merkels metademokratische Symbolwelt

So wird auch an diesem Tag des Hanauer Amoklaufs reflexartig der antifaschistische Herdentrieb mobilisiert, der Spiegel überpurzelt sich nicht unkomisch mit dem Titel „Der deutsche Winter“, als sei ein rassistischer Geisteskranker die logische Fortsetzung einer linken ideologischen Killerbande, die den „deutschen Herbst“ sprichwörtlich gemacht hat, und sieht den Rechtsterrorismus auf dem Vormarsch.

Und er macht, wie Politik und Medien insgesamt, mal wieder die AfD zur Zielscheibe, eine Partei, vor deren Dämonisierung gelassenere Gemüter wie Altkanzler Schröder noch vor ein paar Tagen (in Gabor Steingarts Podcast) gewarnt hatte, oder Sachsens einstiger Ministerpräsident Biedenkopf, der die AfD für durchaus „belebend“ hält.

Doch das Trauma („der Feind steht rechts“) bündelt die Kräfte. Es ist kampagnenfähig. Deshalb ließ die Kanzlerin die AfD wachsen, auch auf Kosten der CDU, denn der Parteien-Rest lässt sich sehr gut gemeinsam mit einem hysterisierten und traumatisierten Volk in Gegnerschaft zum „Bösen“ zusammenschweißen.

Im übrigen sind Parteien mit eigenem Profil in der neuen Welt nicht mehr erforderlich. In Merkels metademokratischer Symbolwelt war es die ganze Zeit egal, ob sie zwei Parteien zermürbte, die früher kämpferische Wettbewerber gewesen waren. „Merkel weiß seit Jahren jeden Tag: Sie werden ohnehin von dem Sturm, der den Globus peitscht, zerstört.“

Mit gutem Beispiel vorangehen!

Die multilateral regierte Welt braucht keine Parteien. In dieser zynischen Erkenntnis lässt sie Spiegel-Kolumnisten wie Sascha Lobo, den Digital-Irokesen und blauäugigen Merkel-Fan, meilenweit als begriffsstutzigen Kretin hinter sich zurück.

Merkels Geringschätzung angesichts der Kulturschocks, die beide Seiten bearbeiten müssen, Migranten wie ihre Gastgeber, „beruht auf diesem stark vereinfachten Selbstporträt eines Zukunftsmenschen, der die Marktwirtschaft hinter sich gelassen und das Leistungslimit der Massendemokratie vor Augen hat“.

Ein besonderes Augenmerk legt Höhler auf das deutsche Trauma, ohne das der Erfolg Merkels nicht erklärbar sei. Mit gutem Beispiel vorangehen! Neunmal steht das neue selbst verliehene Prädikat „Vorreiter“ im Koalitionsvertrag, so Höhler. Und sie fragt sich und uns in ihrem „Requiem“: „Warum simulieren die Deutschen Toppositionen, die sie nicht ausfüllen?“ Tatsache ist ja, dass die Deutschen ständig Strafen zahlen müssen, weil sie die selbst auferlegten Klimaziele nicht schaffen.

„Warum ertragen sie es nicht, mit anderen statt vor allen anderen erfolgreich zu sein? Underdog mit Hang zur Maßlosigkeit, warum? Weil das Trauma Extremverhalten begünstigt.“ Traumatische Balancestörung bietet zwei extreme Fluchtwege: Depression oder Selbstüberschätzung. In der bescheiden auftretenden, aber über alle Systeme hinausgreifenden Mutti scheinen die Deutschen ihre ideale Spiegelung gefunden zu haben, besonders, seit auch das Ausland diese so positiv begleitet und der Guardian sie zur „Anführerin der freien Welt“ ernannt hat.

„Der Weg von Redeverboten zu Denkverboten ist kurz“

Oder der Stern, sich selbst widersprechend: „Sie wird noch gebraucht als Anführerin des vernünftigen Teils der Welt.“ Erstaunlich, wie vieles die einstige FDJ-lerin aus dem alten System ins neue geretttet hat. Da ist eindeutig die Disziplinierung beziehungsweise Gleichschaltung der Presse, die besonders während der sogenannten Willkommenskultur, „dieser staatlich befeuerten Euphorie“ (Höhler), von unabhängigen Instituten wie der Otto-Brenner-Stiftung (und reumütigen Chefredakteuren wie Giovanni di Lorenzo) attestiert wurde.

Demnächst wird sich dieser regierungstreue Trend sicher verstärken, denn die Regierung plant, wirtschaftlich notleidende Verlage über eine erweiterte Rundfunkgebühr noch enger an sich zu binden.

Da ist das Beispiel Chemnitz und die in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen behaupteten „Hetzjagden“: Die „offenkundig als Konfliktziel vorgesehene Ablösung des Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen“, so Höhler, wurde in der gedruckten Presse nachdrücklich mehrfach mit der Begründung gerechtfertigt, dass er „der Kanzlerin widersprochen“ habe. „Sätze wie diese belegen das Herrschaftsklima unter Merkel.“

„Der Weg von Redeverboten zu Denkverboten ist kurz“, schreibt Gertrud Höhler. „Und die Tarnung für Redeverbote ist die political correctness, ein edler Look für Meinungsdruck mit angeschlossenem brainwash. Unkorrekt denken ist fast so verwerflich wie unkorrekt reden, lautet die feinsinnige Botschaft.“

Kalkuliert ungenaues, ausdrucksarmes Radebrechen

Dabei: Inkorrekt denken ist wichtig und Selbstzensur wäre fatal. Man verpasst die Gelegenheit, sich kennenzulernen, schreibt der Psychologe Jordan B. Peterson. Vielleicht ist es das, was den Matadoren der Korrektheit, vom FAZ-Leitartikler bis zum Spiegel-Kolumnisten, diese ermüdende Eindimensionalität verleiht. Doch sie erziehen. Sie sind engagiert in einem großen „Umerziehungsdauerfeuer“ (Höhler). Sie sorgen dafür, dass rund 70 Prozent der Bundesbürger der Aussage zustimmen, es sei unklug, offen seine Meinung zusagen. Besonders zur Migrationspolitik.

Nun das Fazit. „Das Epochen-Requiem enthüllt: Der digitale Weltentwurf ist von Angela Merkel mitgezeichnet. Die Überwindung des freiheitlichen Menschenbildes trägt neben den Unterschriften der Datenkonzernherren die Signatur der deutschen Kanzlerin.“ Bumms!

Allenfalls ein Verlustschmerz bleibt über jene von Merkels totalitärer und grenzüberschreitender Entschlossenheit abgeschafften Werte, wie wir sie aus Antike und Abendland kennen. Die große Frage wäre, ob sich unser demokratisches System von ihr erholen kann? Die Nachrufe auf Merkel, so Höhler, werden auf alle Fälle von Merkelianern verfasst.

Während des anschließenden Lunchs beim Italiener gegenüber (Tagesmenü: Salat, Steinbeißer, Wasser) erzählt sie, dass sie Merkel in ihren Anfangstagen als Kanzlerin beraten habe. So wie Kohl. Im Gegensatz zu ihm erwies Merkel sich als beratungsresistent. Wir nehmen die Merkelsprache ins Visier: ein kalkuliert ungenaues, ja ausdrucksarmes Radebrechen, (die Hausfrau aus Ulm ist eloquenter!), das auf „unglaubliche Änderungen in allen Lebensbereichen in den nächsten Jahren“ vorbereitet.

„Ließ mich zurück wie einen überfahrenen Hund“

Aber auch Rechtsverstöße in aller Unschuld ankündigt, wie in diesem Juwel: „Für die Bundesregierung kann ich sagen, dass wir Recht und Gesetz einhalten wollen und werden, und dass wir das, wo immer das notwendig ist, auch tun.“ Und wenn es mal nicht nötig ist, so die Logik, lassen wir‘s bleiben?

Wer wird es werden? Merz („leider kein verlässlicher Freund“), Röttgen („immerhin hat er Merkel gezwungen, ihn zu entlassen“), Laschet („er hat einen vernünftigen Innenminister“) oder Jens Spahn („Er ist noch nicht soweit“)? Die Frage bleibt: Wer ist und was treibt diese ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda im Innersten, die plötzlich, 1990, nach dem Mauerfall, auf der gesamtdeutschen Bühne als Ministerin in Helmut Kohls Kabinett im Scheinwerferlicht stand?

Als Regimegegnerin war sie vorher nie aufgefallen. Während eines Badespaßes in der Uckermark vertraut sie der Frau eines Theologen an, dass sie „an der DDR am meisten gestört hat, dass es keinen vernünftigen Joghurt“ gebe. Den Mauerfall nennt sie „Torschluss“.

Der Spiegel-Reporter Alexander Osang, selber aus dem Osten, berichtete von seinem ersten Gespräch im Jahr 2000 mit der gerade gekürten Parteivorsitzenden Merkel. Sie fragte ihn nach New York, er war dort gerade als Reporter installiert und stolz darauf und erzählte davon, um mit ihr warm zu werden. „Irgendwann stand sie auf und sagte: 'So, jetzt ist Ihre Zeit vorbei und Sie haben nur über sich geredet. Herzlichen Glückwunsch.'“ Dann ging sie zusammen mit ihrer Pressesprecherin Eva Christiansen kichernd weg und ließ mich zurück wie einen überfahrenen Hund.“

Eine Akte ist nie aufgetaucht

Diese professionelle Missgeschicks-Anekdote erzählt mehr über Angela Merkel als all die Belanglosigkeiten, die sie auf Wahlkampftouren oder in sogenannten Bürgerstunden oder in Interviews von sich gibt: die diebische Freude darüber, dass ein weiterer Versuch gescheitert ist, einen Blick in ihre Karten zu werfen. Denn Angela Merkel ist eine „black box“ und will es bleiben.

Außer ein paar Eckdaten ist nichts bekannt über die Frau. 1954 in Hamburg geboren als Tochter des Pastors Kasner, ein linker Überzeugungstäter, Kommunist und Prediger, der die junge Familie in das 300-Seelen-Dorf Quitzow im Osten verpflanzte, um mitzuhelfen, den Sozialismus aufzubauen. Später ging es weiter nach Templin, wo er eine von der Stasi unterwanderte Akademie gründete.

Georg Reuth, Autor der Biografie „Das erste Leben der Angela M.“ fördert die immense Stasi-Durchwirktheit der frühen Jahre der Kasner-Familie in Templin zutage, allerdings haben wohl Vater wie Tochter allen Anwerbeversuchen widerstanden – eine Akte ist nie aufgetaucht. Er erzählt, wie die Mutter ihr und ihren Geschwistern einbläute: „Ihr seid Pfarrerskinder! Ihr müsst immer etwas besser sein als die anderen“, weil sie sonst nicht studieren dürften im Arbeiter- und Bauernstaat.

Weitere Biografen wie Langguth oder Kornelius oder gar der Gesprächsband mit Hugo Müller-Vogg wurden weit vor den entscheidenden Merkel-Irrfahrten verfasst. Danach nur noch essayistische Annäherungen. Man muss sie wohl „vom Ende her denken“, um eine ihrer Lieblingsformulierungen aufzugreifen, so, wie es Gertrud Höhler auf brillante Weise gelungen ist.

Nachfragen bei Hans-Joachim Maaz

Erst in diesen Spättagen wird deutlich, wie sehr doch frühe Lebensprägungen durchschlagen, wie sehr diese Kanzlerin der zwei Systeme doch fremdelt in einer westlich codierten Demokratie, wenn sie das Wahlergebnis in Thüringen einen „unverzeihlichen Fehler“ nennt, der „rückgängig“ zu machen sei. Oder wenn sie aktiv den „antifaschistischen Kampf“ befeuert und die Tat eines Geisteskranken für großes Staatstheater missbraucht, um ihre politischen Gegner moralisch zu diskreditieren wie im Falle des Amokläufers von Hanau.

Da werden alteingeübte, eingekerbte Reaktionslinien deutlich. Da liegt es auf der Hand, ein abschließendes klärendes Gespräch mit dem wohl wirkmächtigsten Psychiater des Ostens, mit dem Hallenser Psychologen und Therapeuten Hans-Joachim Maaz zu führen, der kurz nach der Wende mit dem „Gefühlsstau“ die Ostseele erklärte und mit seinem jüngsten, „Das falsche Leben“, den anpassungssüchtigen westlichen „Normopathen“.

Zunächst ist auch Maaz tief besorgt über die bedenkenlose Ausbeutung einer paranoiden Schizophrenie zu politischen Zwecken, „das widerspricht jedem ärztlichen Ethos. Dieser Mann ist eindeutig nicht schuldfähig, weshalb auch seine rassistischen Äußerungen politisch nicht instrumentalisiert werden dürfen“.

Mit großer Ergriffenheit und Mitgefühl hat die Kanzlerin sich unmittelbar nach der Tat geäußert und von Rassismus und Hass gesprochen. Überraschend schnell. Nach dem islamistischen Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt 2016 hatte sie sich in eisigem Schweigen verpanzert.

Das Kernproblem: Sie hat keinen Kern

Ist denn nicht überhaupt die Kanzlerin, von der spontane Gefühlsäußerungen eher nicht bekannt sind, ein Beispiel für den von Maaz nach der Wende diagnostiziertem „Gefühlsstau“ seiner ostdeutschen Landsleute? „Nun, der Stau macht krank, während sie die Möglichkeit hatte, ihn auszuagieren. Man fragt sich ja vielmehr, warum sie nach so vielen Fehlern immer noch so verehrt wird, mal als stärkste Frau der Welt, mal als Mutti, also mit positiven Übertragungen“, so Maaz.

Aber das Kernproblem sei wohl, dass sie keinen Kern habe. „Sie erfüllt ihre Aufgaben, ohne überzeugt zu sein“. Daher ist sie auch „zu diesen plötzlichen Wandlungen fähig“, wenn die Meinungsumfragen in die entsprechende Richtung deuten. Wie wahr! Wenn man bedenkt, dass sie noch 2010 ausrief: „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“ Und dass man sich dagegen wehren werde, wegen dieser Erkenntnis „in die rechte Ecke gestellt zu werden.“ Und heute macht sie genau das.

„Die Mutti“, werfe ich ein, „kann durchaus auch böse werden. Dann sagt sie, ‚wenn man da kein freundliches Gesicht macht, ist das nicht mehr mein Land.‘“

„Insgesamt sind diese Übertragungen politisch natürlich ein Problem. Man kann wohl sagen: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“, so Maaz.

Angela Merkel hatte einen strengen Vater, der sich leidenschaftlich mit dem System identifizierte. Sie verehrte ihn.

„Der Aufruf des Vaters ist immer: Sei wie ich, werde mein Nachfolger, folge meinen Ansichten. Aber es genügt nie! So wächst man in ideologischen oder moralischen Systemen auch über Grenzen hinaus. Man wirft ihr ja vor, dass sie den konservativen Kern der CDU verändert hat, nach links geführt, eine bessere SPD, auch das ist eine Art Erfüllung väterlichen Auftrags.“

Ist Bürgerkrieg das Ende?

Doch da Maaz sie, die Kanzlerin, nicht persönlich behandelt habe, möchte er lieber phänomenologisch über diejenigen reden, die ihr folgen. „Es ist doch erstaunlich, dass viele Menschen das tolerieren. Sicher sorgen Sätze wie 'Wir schaffen das' für psychische Entlastung. Aber dennoch! Dass es außer der AfD keine Opposition gibt, ist doch erstaunlich.“

Maaz nimmt an, dass es wohl der Merkel-treue Armin Laschet sein wird, der das Rennen um die Nachfolge machen wird. Doch sein Sieg wird nicht von Dauer sein. Er hat den Schutz der Mutterübertragung nicht. Ein Jahr, und dann geht die Jagd auf ihn los.

Was treibt diese Kanzlerin? Sie ist eine black box. „Ich fürchte, sie ist sich selber eine black box, ohne innere Festigkeit, sie macht das, was Macht verspricht. Durchaus eine brauchbare psychische Ersatzregulierung. Und in der Blase, in der sie sich aufhält, erfährt sie Zuspruch.“

Aber was nach Merkel über die durch zwei Diktaturen schwerst traumatisierte Nation heraufziehen sieht, erfüllt ihn mit Grauen. Die jahrelange Ächtung, ja Kriminalisierung jeglicher Opposition, ja sogar Rede- und Kontaktverbote haben einen Stau erzeugt, der sich mit Gewalt Bahn brechen wird. „Nicht zu Unrecht hat man Merkel die Mutter der AfD genannt.“ Maaz sieht Verhältnisse wie nach dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens, mit unversöhnlichen Lagern, die sich gegenüberstehen.

Bürgerkrieg – das wäre das Ergebnis des sanften, aber gnadenlosen Regimes der Angela Merkel.

„Das Requiem“ von Gertrud Höhler, 2020, Ullstein: Berlin, hier bestellbar.

Foto: Melanie Feuerbacher CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

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Leserpost

netiquette:

Wolfgang Richter / 01.03.2020

@ HaJo Wolf - Oder kurz: Die Rache der Erichs wirkt erfolgreich, hat die CDU des DDR-Zerstörers Kohl quasi eliminiert (ein konservativder Rest versucht als AfD zu überleben). Und der Klassenfeind BRD wird zunehmend planwirtschaftlich gewendet und bekommt als Finale die “Große Transformation” verpaßt. Letzteres erinnern fatal an Maos “Kulturrevolution”, mit allem drum und dran, incl. der Mobilisierung der Jugend gegen die “alten Umweltsäue”.

Wolfgang Richter / 01.03.2020

Was die Kanzlkeramtsbesetzerin als Regentin taugt, zeigt sie aktuell. Zu “Hanau” im Betroffenheitsmodus und der Ortung verantwortlicher “Rechter”, die mit geschossen haben, zur Hochform aufgelaufen, ist sie mit Ansteigen der Corona-Hysterie in die Unhörbarkeit abgetaucht. Und seit Erdolf der Prächtige die Bewohner der Flüchtlingslager gen Wesen in Marsch gesetzt hat, die Griechen versuchen, das Anbranden der Wellen von Völkerwandernden aus Palästina bis Afghanistan, gesprenkelt mit ein paar Vorzeige-Syrern, gegen ihre Grenzen abzuwehren, von der Dame nichts zu hören und zu sehen. Na ja, “Nichts” stimmt nicht ganz, denn die militärische Antwort der Syrer gegen den Angriff der türkischen Truppen auf syrischem Boden hat sie immerhin verurteilt, Erdolf ihre Parteinahme zu seinen Gunsten bezeugt, um ihren sog. “Flüchtlingspakt” nicht auch noch persönlich “in die Tonne zu kloppen”. So agiert man weltfraulich, wenn einem als “mächtigste Frau der Welt” Honig ums Maul geschmiert wurde.

Michael Hinz / 01.03.2020

@Inkmann “Merkel ist die einzige Politikerin, die ich kenne, die komplett unbiographierbar ist.” Sie ist der deutsche Thomas Pynchon. Bin auf ihren ersten Roman gespannt.

Michael Hinz / 01.03.2020

@Gumbach “Sie ist käuflich, und globale Eliten haben die Sprechpuppe aus der Uckermark gekauft.” Einspruch - das ist gerade eine von Merkels Stärken, daß es ihr nicht um Geld geht. Nur um die Zerstörung -um jden Preis>>

A. Ostrovsky / 01.03.2020

Da kann ich mich nur den FFF-Hüpfern anschließen. “Wieso redet Merkel dauern noch überall hinein. Sie ist doch so wie so bald nicht mehr dabei.”

G. Nesemann / 01.03.2020

Eigentlich reicht es, ihr Verhalten an Macchiavelli Schrift “Il Proncipe” zu messen. Dann sind m. E. weitere Erklärungen überflüssig.

Andreas Hub / 01.03.2020

Über den Inhalt der Black Box Merkel habe ich eine starke Vermutung:  Nichts als Belanglosigkeit. Viel interessanter ist die Frage wie es ihr gelingen konnte die deutschen Wähler 15 Jahre lang bei der Stange zu halten. Auch hier meine Vermutung: Golo Mann stellt als die tiefsten Eigenschaften des deutschen Volkscharakters Ungeformtheit und Unberechenbarkeit fest. Und genau darin ist Merkel ihr vertrautes Spiegelbild. Merkel ist ein Fluch für dieses Land.

Leo Hohensee / 01.03.2020

@CZECH ALEX - hallo Herr Czech, Ihr kurzer Abriss des Werdegangs der I.M. ERIKA Merkel beantwortet meine Frage teilweise: wie ist es möglich, dass eine einzelne Person( A.M.) Herrschaft gewinnt über Politiker mit normaler Sozialisierung und gesund funktionierenden Hirnen?—Da muss eine SEILSCHAFT dahinter stecken deren Macht und Einfluss uns Normalen nicht vorstellbar erscheint. beste Grüße

Dirk Badtke / 01.03.2020

Cindy aus Templin ist eine Irre, mit Sprüchen wie von Willy dem Letzten, ich kenne keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche, danach ging es in Richtung Norwegen, oder Hitler , wenn das deutsche Volk den Krieg nicht gewinnt , geht es ebenda unter, Merkel dann ist das nicht mehr mein Land sic! Fukushima, sicherlich ein Vollversagen von TEPCO in der Kenntnis der Welle im Hafen, die Toten hat der Tsunami gekostet. Und nun Vollaufnahme der Friedensreligösen, siehe Libanon, Kampf gegen CO² die alte Thatcher Show , gemeint sollte Smog etc. sein. Diese Unperson versucht mit Friede Springer und dem Mohn unterm Schreibtisch zu regieren. Wir haben Kenntnis von Hetzjagen? Die Juden die ich in Berlin - Charlotte kenne, gehen nicht erkennbar auf die die Strasse weil es dort eine SA gibt, sondern die werden von Rechtgläubigen angegriffen.  Das Unbegreifliche ist, wie eine solche Flachzange IM Erika und ihre Paladine überhaupt am Drücker sind und die Nation verspielen. Hinter der Hohlbirne Merkel ist nichts, wie einfach eine gefährliche Hohlbirne.

Klaus Demota / 01.03.2020

Bei Merkel sollte man vom Einfachsten ausgehen, dem deutschen Kadavergehorsam. Der herrscht in der CDU genau wie in den anderen Parteien und wird eben diesen Parteien als der Obrigkeit, die in der alten BRD das gute Geld, die Urlaube (Plural!), die Häuser (Plural!) gab, von den jetzigen Rentnerdivisionen des Elektorats entgegengebracht. Die paar “Ossis” (max. 1/3 der Westbevölkerung, inzwischen eher viel weniger) haben dieser Phalanx wahltechnisch nichts entgegenzusetzen.

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