In Illerkirchberg bei Ulm wurden zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren auf dem Weg zur Schule von einem Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Das 14-jährige Mädchen erlag ihren schweren Verletzungen.
Laut Polizeiangaben soll der Angreifer aus einer benachbarten Asylbewerberunterkunft gekommen und nach der Tat dorthin geflüchtet sein. Ein 27-jähriger Mann, der verletzt in der Unterkunft angetroffen wurde, steht im Verdacht, die Mädchen angegriffen zu haben. Bei ihm fand die Polizei ein Messer, welches als Tatwaffe in Betracht kommt. In einer Presseerklärung des Polizeipräsidiums Ulm heißt es wörtlich:
„Die Polizei betont, dass sie sich bewusst ist, dass Ereignisse dieser Art Ängste und Emotionen schüren. Sie bittet daher darum, keinen Generalverdacht gegen Fremde, Schutzsuchende oder Asylbewerber allgemein zu hegen oder solchem Verdacht Vorschub oder Unterstützung zu leisten.“
Wenn die Polizei nach so einer Tat die Bürger um etwas bittet, möchte ich als Bürger gerne antworten:
Liebe Damen und Herren der Polizei,
Ein Bürger betont, dass es nicht Ihre Aufgabe ist, mich im Umgang mit meinen Ängsten und Emotionen zu belehren. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass wir Bürger in Sicherheit sind und dass unsere Kinder, egal welcher Herkunft, sicher zur Schule gehen können. Die Polizei trägt Waffen, um Gewalttäter zu stoppen, nicht, um uns Bürger Nachhilfe in Staatsbürgerlehre und Nächstenliebe zu geben.
Ich bitte Sie daher, davon abzusehen mir zu sagen, ich solle aufpassen, keinen Generalverdacht gegen Fremde, Schutzsuchende oder Asylbewerber zu hegen. Natürlich tue ich das nicht. Ich werde weiterhin Menschen helfen, so weit es in meiner Fähigkeit liegt und Schutzsuchenden Schutz bieten, wenn ich es kann. Ich werde Fremden mit Respekt begegnen und gleichen Respekt für mich erwarten. All das ist eine Selbstverständlichkeit.
Ich erwarte von der Polizei, dass sie uns Bürgern vertraut und einen Bürger nur ermahnt, wenn er etwas getan hat. Die Polizei ist nicht berechtigt, das Volk zu erziehen, schon gar nicht, wenn die Polizei es nicht verhindern konnte, dass zwei Mädchen, zwei Schutzbefohlene, niedergestochen wurden.
Ich verbitte es mir daher, dass die Polizei dem Verdacht Vorschub und Unterstützung leistet, dass nach dem Niederstechen von zwei schutzbefohlenen Bürgerinnen dieses Landes die Bürger erzogen gehören.
Beitragsbild: Pethrus CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Denkt denn niemand an die Möglichkeit, daß, wenn die Polizei bittet, keinen „Generalverdacht gegen Fremde, Schutzsuchende oder Asylbewerber allgemein zu hegen“, genau das beabsichtigt sein könnte? Daß wir jetzt „nach vorne schauen“, die Untaten der Politik vergessen und uns auf die Ausländer fokussieren? Natürlich zwingen solche Verbrechen, gerade diese ausländischen Gruppen, jeden einzelnen davon, besonders kritisch zu betrachten. Das dürfte denen ja auch selbst klar sein. Wenn es ihnen nicht gefällt, müssen sie selber aktiv werden, um zu zeigen, daß sie nicht alle so sind. Und vor allem – woran unsereins das denn erkennen kann. Das ist die eine Seite, die nicht vergessen werden darf. Aber die andere Seite ist doch, daß den Mächtigen es nur recht ist, wenn sich einfache Deutsche und einfache Ausländer gegenseitig bekriegen. Wenn zwei sich streiten, freut sich bekamnntlich der dritte. Und in diesem Fall diejenigen, die den ganzen Schlamassel organisiert haben. Die uns außerdem noch Corona-Regime, Energiekrise u.v.a. beschert haben. Dort ist doch der Kern des Übels. Nur kommen wir an die schlecht ran. Daher könnte man sich leicht verführen lassen, in die Falle zu tappen und nur dieses eine Problemfeld zu sehen. – Was wäre sinnvoller? Ich sehe keinen anderen Weg als eine Sezession. Nicht territorial, sondern persönlich: die Lossagung vom bestehenden Unrecht, die Selbstorganisation mit Gleichgesinnten, durchdachte Selbsthilfe. Auch wenn das nicht dem entsprechen sollte, worum die Polizei bittet.
Von einer Polizei, die zum prügelnden Büttel des Regimes degenerierte, erwarte ich nichts anderes. Schwer enttäuscht bin ich aber von der übliche „Koalition des Abschaumes“ aus Kirche, Gewerkschaft, SPD und den „Omas gegen Rechts“. Schon Tag zwei nach einem Mord durch einen Flüchtling und noch immer keine Lichterketten für den armen traumatisierten Täter. Hier versagt ihr als Gesellschaft wieder mal total.
Sehr gut, Herr Buurmann!