
Den Bekannten aus meinem Umfeld, die in den letzten Jahrzehnten Selbstmord begangen hatten, wurde nicht eine Zeile gewidmet - es wurde sogar versucht zu verheimlichen, dass sie sich umgebracht hatten. Die Motive waren absolute Verzweiflung und grenzenlose menschliche Enttäuschungen, Hoffnungslosigkeit. Kein Wort darüber - nirgends. Und die, an die ich denke, waren keine Straftäter oder negativ auffallende, sondern sensible, soziale Menschen.
Im Jahr 2015 nahmen sich rund 7500 Männer das Leben (deutlich mehr als Frauen). Kann mich nicht erinnern, dass darum ein solcher Tanz aufgeführt worden wäre. Freilich, es waren “schon länger hier Lebende”, und daher für dt. Politiker und Gutmenschen uninteressant…
Deutschland ist wie ein begehrtes junges Weib allein auf dem Weg nach Hause, in der “Öffentlichen” am Wochenende, Sonntag morgens, um halb vier in der Früh, after gaudium sphere! Bedrängt von Sex-Loosern der Nacht ... Wildfremden ... unreif. Die wollen unbedingt von ihr mit zu ihr nach Hause genommen werden, wollen das! ... “ich bin doch kein Tierheim?” Falls man aber nicht adoptiert, vielleicht bringt sich ja sonst einer noch vor dem nächsten Partywochenende selbst um? Vielleicht sogar schon nachher, noch während dieser Morgen graut? Also Deutschland: die “Pflicht” ruft, opfere! Entweder so. Oder die.
Es ist schon grenzwertig, dass die Pro-Asylisten nun auch noch einen Suizid instrumentalisieren und den Schuldzeiger scharfstellen. Bei Mord und Terror sind sie nicht zu hören; Opfer- und Angehörigenempathie ist ihnen fremd. Lieber ermutigen sie Menschen, sich in Seenot zu begeben, um mit der darauffolgenden moralischen Erpressung europäische Kulturnationen zu zerstören. Einen Suizid in der Weise propagandistisch auszuschlachten, ist widerwärtig.
Es ist schon erstaunlich, meist ist Horst Seehofer in den Medien die Raupe Nimmersatt die wahlweise rücksichtslos nach Posten (inkl. Kanzlerschaft) oder Wählerstimmen giert, aber egal ob Migranten im Mittelmeer ertrinken oder in Kabul den Freitod sterben, erlebt er plötzlich eine Metamorphose zum Schmetterling der Chaostheorie ohne den diese Menschen noch am Leben wären. Das dabei dieselben Autoren die uns immer wieder belehren, dass man mit Toten keine Stimmungsmache betreiben darf, dass eben diese Autoren das hier nun tun ist wenig überraschend. Das hier aber ausgerechnet ein Selbstmörder dafür herhalten muss ist durchaus erschreckend, wenn man mit dem Werther-Effekt vertraut ist und sich vor Augen hält, dass man daher für diese Stimmungsmache potentiell über Leichen geht. Immerhin hat sogar die Tagesschau die Relevanz des Freitods dieses Gewaltverbrechers erkannt, bei Gewaltopfern war das ja zuletzt nicht immer der Fall.
In Deutschland nehmen sich jedes Jahr rund 10.000 (!) Menschen das Leben - das ist rund das Dreifache an Verkehrstoten, welche mit ca. 3000 pro Jahr zu Buche schlagen. Bei jungen Menschen unter 30 J. ist Suizid gar die häufigste Todesursache überhaupt. Wann und wo wird das denn groß thematisiert? In meinem privaten Umfeld gab es leider schon etliche Suizide, immer waren es ausgesprochen angenehme, freundliche, beliebte Menschen, die sehr fleißig und gut in ihrem Beruf arbeiteten. Gemeinsam war fast allen, dass sie stark unter dem Druck im Job litten ... Wie oft wird das denn, insbesondere von Politikern, thematisiert?
Wie absurd unsere Abschiebepraxis ist, zeigt doch der aktuelle Fall des ehemaligen Bin-Laden Leibwächters. Das da ein Gericht ernsthaft entschieden hat, dass er nicht nach Tunesien ausgewiesen werden darf, ist doch der blanke Wahnsinn. Die Opfer der NSU Terroristen werden dauerhaft der Öffentlichkeit mit all ihrem Leid vorgeführt, aber die Opfer des Terrors vom Breitscheidplatz werden, nach vollmundigen Unterstützungsbekundungen der Kanzlerin, allein gelassen. Die einen eignen sich eben besser, um weiter den Terror von Rechts als Schreckgespenst aus der Mottenkiste zu holen, die Anderen passen leider nicht in das heilige Schema der Integration. Genauso blendet man dann auch einfach mal die massiven Straftaten des amen Suizidopfers aus. Das finde ich einfach widerlich und bigott!
Wurde von Seiten der Politik schon mal so DEUTLICH erörtert WIE VIEL Menschen in Deutschland aus Verzweiflung jedes Jahr SUIZID begehen?? Und wurde um jeden einzelnen von ihnen so ein Aufstand gemacht ? Wir wissen doch gar nicht, warum der Afghane sein Leben beendet hat. Er hat ja etliche Straftaten in Deutschland begangen, vielleicht hat er sein “Gesicht” verloren ? Wie dem auch sei, diese Tat zeigt ganz klar, daß ENDLICH von Seiten der Politik KLARE Regeln in der Asyl/Flüchtlingspolitik zu ABSCHIEBUNGEN geschaffen werden müssen, jetzt !! Und zwar OHNE die Abschiebungsverhinderer !! Es ist pervers, daß nicht anerkannte Flüchtlinge oft noch jahrelang geduldet werden. Diese Tat jetzt zu politisieren und Seehofer in die Schuhe zu schieben, finde ich heuchlerisch. NICHT Seehofer hat die Grenze geöffnet und weigert sich strikte Kontrollen an allen Grenzübergängen einzuführen, MERKEL hat das veranlaßt und bis heute ist nichts geschehen um das zu ändern. Im Gegenteil, ab August dürfen sogar die Familienmitglieder einreisen und alle, die hier eine “Ankerperson” haben. WIE VIEL Terroristen und Kriminelle werden da wohl ungehindert mit nach Deutschland kommen ?? Wenn ich dran denke, wie aus den vergewaltigten und toten Mädchen “Einzelfälle” gemacht wurden, aber der Afghane jetzt als “Verlierer” hingestellt wird, bleibt mir der Verstand stehen.
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