Auch in Belgien steht das Geschäftsleben weitgehend still oder ist bereits verstorben. Belgiens neue Regierung, beraten vom extrem linken Virologen Marc van Ranst, Schöpfer des Begriffs „Gazacaust“ für die Politik Israels, will damit vermutlich besondere Handlungsstärke beweisen.
Bis auf Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Zeitungsläden und Baumärkte wurde seit Mitte Oktober stufenweise nahezu alles zwangsgeschlossen, und das auf unabsehbare Zeit. Ach ja, geöffnet bleiben dürfen auch „Einzelhandelsfachgeschäfte, die Strickgarn und Kurzwaren verkaufen“. Jedenfalls, so lange diese nicht „Bad- und Küchenmöbel, Gartenmöbel oder mobile Heizgeräte“ im Sortiment haben. Das Gleiche gilt für die gesamte Gastronomie, bis auf Frittenbuden, in denen aber nicht Platz genommen werden darf. Absurditäten bleiben nicht aus. Lebensmittelläden müssen ihr Angebot an Nichtessbarem absperren, so dass niemand bei Aldi, Lidl und Co, aus Versehen noch die Bratpfanne aus dem Wochenangebot mitnehmen kann. Der Verkauf von Kerzen bleibt erlaubt. Nein, fragen Sie mich nicht.
Vor drei Monaten, im August, machte Alysson Jadin, eine junge 24-jährige Friseurin, in Lüttich ihren großen Traum wahr. In einer der dort so typischen, mit kleinen, gemischten Einzelhandelsläden alles bietenden Einkaufsstraßen eröffnete sie ihren Salon. Wenige Wochen danach traten die neuen Corona-Bestimmungen in Kraft, und Alysson durfte nicht mehr öffnen. Von da an erlebte sie den Alptraum zahlloser kleiner und mittlerer Geschäftsleute in Belgien.
Vor zwei Wochen gab Alysson der wallonischen Zeitung Sudinfo ein Videointerview. Der Steuerberater hatte ihr geraten, den Salon wieder ganz zu schließen, die laufenden Kosten seien einfach nicht zu bewältigen, und es sei nicht absehbar, wann wieder geöffnet werden dürfe. „Ich kann nicht einfach so schließen“, sagt Alysson, „ich habe alles, was ich gespart habe, in mein Geschäft gesteckt. 25.000 Euro. Man kann nicht etwas mit viel Liebe und Engagement erschaffen und dann einfach sagen, ich mache es wieder dicht.“ Aber sie wusste zugleich, dass ihr nichts anderes übrig bleiben würde: „Ich habe nichts mehr. Mein Kühlschrank ist leer, ich kann nicht heizen, ich kann meine Wohnung nicht mehr bezahlen. Aber ich werde kämpfen.“
Anrecht auf finanzielle Hilfe hatte sie keins, da das Geschäft erst so kurze Zeit bestand. Am gestrigen 16. November hat Alysson sich das Leben genommen.
Beitragsbild: Unknown via Wikimedia Commons
Ich hoffe, dass es ein Karma gibt, ich hoffe, dass es jemanden gibt, der letztendlich für Gerechtigkeit sorgen wird...
Lieber Herr Bechlenberg das wird leider die Massen nicht mehr wachrütteln zumal die Mehrheit der Bevölkerung nicht selbstständig ist im beruflichen wie auch in ihrer Denkensweise. Empathie ist den meisten sowieso ein Fremdwort, hier wie auch in anderen Ländern. Die werden erst dann an das Schicksal dieser jungen Frau denken, wenn es sie selber ereilt. Der Tag wird kommen, da bin ich mir sicher. Irgendeiner muss ja die Zeche für diesen Wahnsinn bezahlen und das sind die die auf der Strecke bleiben. Die, die sichtbar sind als vermeintliche Verursacher dieser Tragödie, sind nur die Marionetten, die im dunkeln sind, die sieht man nicht.
Kommentar in der belgischen Zeitung 7sur7: "Die politischen Verantwortlichen haben heute Blut an den Händen. Diese talentierte junge Frau ist ein Symbol und ein Kollateralopfer dieser Scheiße-Pandemie." *** In der selben Zeitung lamentiert der "belgische Drosten" van Ranst heute: "Es gibt in Belgien zu viele Dissidenten! Das Nichtbefolgen von Regeln ist in diesem Land eine Art Volkssport."
Kann nichts schreiben, muss nur weinen...
..."beraten vom extrem linken Virologen Marc van Ranst" - ja, das zeigt, woher der Wind weht und wohin die Reise geht. Vermutlich wird er auch großzügig von der Pharmaindustrie et al. gesponsort. Empathie ist solchen Leuten völlig fremd.
@Corinne Henker: Die Liste der Einzelschicksale ist leider sehr lang. Die Suizidraten gehen gerade durch die Decke. Ich fürchte, dass die Täter auch noch die Skrupellosigkeit besitzen, diese Übersterblichkeit zu ihrem eigenen Nutzen auszuschlachten, indem sie sagen: "Seht her, wir haben Übersterblichkeit"
Was für ein cooler Salon, man sieht sofort was da für Arbeit und Liebe drin steckt. Und was für ein sinnloser Tod im selbst erklärten „Corona-Krieg“. Schlimm. Dabei hätte sie einfach nur faul sein und monate- oder jahrelang Chicken-Nuggets im Bett essen brauchen um eine Heldin zu sein. Bei unserer schlafwandelnen Regierung ist der Kühlschrank immer voll und wer arbeitet, und dann auch noch als Selbstständiger, ist selbst schuld. Das geht mir echt an die Nieren.