Als Tom Buhrow vor Tagen so tat, als ob er etwas tun wolle, um die aus dem Stall des WDR ausgebüxte „Umweltsau“ wieder einzufangen, machte er nebenbei ein Geständnis, das aufhorchen lässt. „Ich habe“, verriet der Intendant, „mein Leben darum gekämpft, Menschen zu vereinen und nicht zu spalten.“ Hätte sich ein Politiker, ein Pastor oder Priester damit hervorgetan, Volker Bouffier, Robert Habeck, Sigmar Gabriel, Kardinal Marx oder Heinrich Bedford-Strohm, wäre das nichts als die Feststellung einer Selbstverständlichkeit gewesen.
Für Bonzen, Gottesmänner und sonstige Gurus zählt es zu den beruflichen Obliegenheiten, die Massen unter einen Hut zu bringen: „Menschen zu vereinen“ mit dem Versprechen der sozialen sowie der geistlichen Fürsorge. Rühmt sich aber ein Journalist desselben Bemühens, dann hat er den Beruf verfehlt. Führung, die Nivellierung der Individuen, ihre Einbindung in eine gleich-denkende Gemeinschaft, die Propagierung von Friede, Freude, Eierkuchen sollten seine Sache nicht sein. Vielmehr hat er aufzudecken, was uns unterscheidet, unter Umständen zur Spaltung der Gesellschaft führt.
Das ist seine vornehmste Chronistenpflicht. Wo er ihr nicht nachkommt, stellt sich der Journalist in den Dienst der Propaganda. Er opfert seine Unabhängigkeit diesen oder jenen Machtansprüchen, politischen, wirtschaftlichen und religiösen schlimmstenfalls. Als Opportunist verlässt er seinen Posten, jenen „Isolierschemel“, den schon Alfred Döblin als den angestammten Platz des Intellektuellen ausmachte. Kumpanei, mit wem und wofür immer, verträgt sich nicht dem Ethos des Journalismus.
Unbildung ist kein Schutzschild
Kurt Tucholsky, Karl Kraus, selbst Rudolf Augstein würden sich im Grabe umdrehen, bekämen sie zu hören, wie sich Tom Buhrow mit dem Bestreben „Menschen zu vereinen“ anbiedern wollte. Dass dem Intendanten des WDR nicht einmal bewusst gewesen sein mag, wie er mit dieser Aussage auf das Niveau gleichgeschalteter Medien früherer Diktaturen zurückfiel, macht die Sache nicht besser. Dummheit und Unbildung schützen nicht vor der Schande. Ganz im Gegenteil erhellen sie peinlich die fortgeschrittene Verkommenheit von Leitmedien.
Dabei geht es keineswegs darum, sie der Lüge zu bezichtigen. Das mag hin und wieder zutreffen. Auf das Ganze gesehen, vertuscht das Unwort von der „Lügenpresse“ jedoch mehr, als es erhellt. Nicht die gelegentlich verbreiteten Fake-News oder die Unterdrückung verstörender Nachrichten sind die Ursache des Übels, sondern die um sich greifende Fixierung der Journalisten auf einen politischen Auftrag. Allein damit blamiert sich der Berufsstand bis auf die Knochen.
Weil sie sich selbst in der Rolle des Vormunds gefallen, selbst Politik machen wollen, statt sie als Außenstehende kritisch zum analysieren, Roten, Schwarzen wie Grünen gleichermaßen auf die Finger zu sehen, haben sie den Anspruch verwirkt, als Intellektuelle ernst genommen zu werden.
Wohin der Zeigeist schielt
Was der Demokratie „not tut“, wären „Zeitungen“, „die offen und unabhängig und nur den Einschränkungen ihrer eigenen Irrtümer unterworfen“ sind, schrieb Rudolf Augstein noch 1951 in seinem „Spiegel“. Was wir bekommen haben, sind Medien, die derart nach dem Zeitgeist schielen, dass die Wirklichkeit zur Nebensache schrumpft. Lieber, als dass sie weiter auf dem „Isolierschemel“ des Kritikers Posten bezieht, will die nachgeborene Mehrheit der Journalisten dazugehören, mitmischen, wenn es gilt, Leser, Hörer und Zuschauer auf Linie zu bringen.
Kein Gedanke mehr an den Stolz, mit dem die Besten unserer beruflichen Vorfahren einst abblitzen ließen, wer immer sie zu vereinnahmen suchte. Stattdessen das Bekenntnis Tom Buhrows, er habe ein „Leben darum gekämpft, Menschen vereinen“ zu wollen: Ein Volk, ein Sender, ein Intendant.

Warum Herr Buhrow, die gesamten zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien so agieren? Das weiß der Volksmund: Wessen Brot ich freß', dessen Lied ich sing'
Der feine Herr Buhrow weigert sich, den der "Antifa" nahestehenden bzw. dieser gar angehörenden (freien) WDR-Mitarbeiter Hollek, der den Begriff "Nazisau" verwendet hat, rauszuwerfen. Im Gegenteil, er müsse seinen kleinen Antifa-Pimpf vor bösen "Rechten" schützen, die dem armen Hascherl "Morddrohungen" geschickt hätten (Gähn). Ebenso stellte sich vor einigen Jahren bereits der damalige Tagesschau-Chef Kai Gniffke , inzwischen Intendant des SWR, in seiner Antwort auf meine persönliche Mail demonstrativ vor den ebenfalls der "Antifa" nahestehenden (inzwischen zum "ARD-Faktenfinder" promovierten) Linksextremisten Patrick Gensing. In seiner Antwort auf meine Mail bezeichnete Gniffke diesen als "anerkannten Experten im Bereich des Rechtsextremismus" und er wies meine "Unterstellungen aufs schärfste zurück". Das lässt für mich also nur den Schluss zu, dass die Intendanten der ARD sehr genau wissen, dass sie in ihrer ARD Anhänger/Mitglieder der linksextremen "Antifa" beschäftigen und sich ganz bewusst hinter diese Mitarbeiter stellen. Da ich persönlich die "Antifa" für Abschaum halte, überträgt sich diese Einschätzung auch auf die genannten ARD-Funktionäre.
Für mich ist Herr Buhrow „unten durch“ seit mir bekannt ist, dass er den die Oma ials „Nazisau“ beschimpfenden Danny Hollek, einen bekennenden Antideutschen und ANTIFA-Aktivisten als Mitarbeiter beim WDR beschäftigt
"Dumm gelaufen", würde ich sagen. Hätten diese Schweinebacken statt "meine Oma", "der deutsche Michl" "gedichtet" und gesungen - genau so war's ja wohl auch gemeint - hätte sich Keiner aufgeregt. Denn Michael und Michaela Musterfrau lassen sich gerne "von oben" beschimpfen, maßregeln und einhegen. Die brauchen das. Und: die hätten das noch nicht mal als Beleidigung empfunden. Weil: Die merken eh nix mehr. Aber Oma verunglimpfen: das geht gar nicht. Im Übrigen teile ich die Meinung von Sabine Schönfelder.
Auch recht aufschlussreich und so gar nicht menschenvereinigend fand ich die Einlassung Herrn Buhrows im "Spiegel" zum Vorwurf, vor Rechten eingeknickt zu sein: "Diese Art von Leuten können Sie gar nicht bremsen, die können sie nicht lenken. Und von denen mache ich meine Entscheidungen auch nicht abhängig." Dem entnehme ich, dass a) "Bremsen" und "Lenken" der Bürger selbstverständlich zu Herrn Buhrows Verständnis des Senderauftrags gehört und b) der "rechte" Teil der immerhin auch zahlenden Kundschaft ihn auch bei völlig berechtigter Beschwerde nicht die Bohne interessiert. Das ist die Attitüde eines Monarchen, nicht die eines Dienstleisters. Bei jedem Versuch, die Sau wieder einzufangen, entkommt derzeit eine weitere aus dem Stall...
Tom Buhrow genießt (exemplarisch!) das Glück der frühen Geburt. Als Journalist hätte er nach dem Sturm auf das öffentlich-rechtliche Propagandasystem (ÖRPS) keine Chance mehr, als glaubhafter Journalist seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seine aus Zwangsgebühren bestehenden Ruhestandsgelder und sein risikolos zusammengeraubtes Vermögen bleiben ihm erhalten. - Tom Buhrow genießt (exemplarisch!) auch die Geburt seiner späten Geburt, denn die von ihm machtvoll herbeipropagierte NWO wird er nicht mehr erleben. Diese Verheißung, der sich der Merkel-Kanzlerwahlverein so verpflichtet fühlt, wird kulturelles Erbe, Demokratie und Freiheit, Nation und Privateigentum hinwegfegen. Die linkensgrünen Feinde der Demokratie immer mutiger. Und die selbsternannten Menschenvereiner des ÖRPS müssen sich nicht mehr ihrer Neudefinition des Journalismus schämen. Die Jagd auf Umwelt- und Nazisäue verlangt schließlich "vereinte" Kräfte.
Über Abhängigkeiten eines bestimmten Typs las ich gestern Nacht was treffliches: "Grillparzer schrieb: 'Weh dem, der lügt!' Und es ist eigentlich merkwürdig, dass gerade Grillparzer das gesagt hat. Er war ein Staatsbeamter, stand gebeugt vor Sr. Exzellenz und musste die lieben Kollegen mit äußerster Freundlichkeit behandeln. So hätte er wissen müssen, dass die Regel der Welt heißt: 'Weh dem, der die Wahrheit spricht!'." (Victor Auburtin im 'Berliner Tageblatt', 3. November 1927)