Gastautor / 25.11.2019 / 10:00 / Foto: BMVJ / 43 / Seite ausdrucken

Ein Scharia-Apologet ist Rechtsstaat

Von Felix Perrefort und Thomas Maul.

Ende September 2019 startete das Bundesjustizministerium eine aufwändige Imagekampagne. Hieß es früher, „Du bist Deutschland“, gilt nun: „Wir sind Rechtsstaat“. Diese PR-Aktion für den doch eigentlich selbstverständlichen Rahmen einer bürgerlichen Gesellschaft rief denn auch grundsätzliche Kritik hervor, etwa hier und hier. Besonders heftigen Gegenwind provozierte die Bundesregierung dafür, mit Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des sogenannten Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), einen Vertreter des Verbandsislam zu hofieren, der als Aushängeschild des Rechtsstaats völlig ungeeignet ist. 

Das Argument der kritischen Stimmen, beispielsweise aus der CDU, war dabei dessen Nähe zur sunnitisch-islamischen, als „islamistisch“ eingestuften Muslimbruderschaft. Carsten Linnemann etwa, Vorsitzender der Union-Mittelstandsvereinigung, stellte heraus, dass der ZMD „auch Gruppierungen, die wegen ihrer Nähe zur Muslimbruderschaft unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen“, umfasst. (siehe hier).

Nun muss man sich allerdings gar nicht erst auf die Ergebnisse des Verfassungsschutzes beziehen, um zu erkennen, dass das Verhältnis vom „Zentralrat“ zum Rechtsstaat rein strategischer Natur ist; deutlich wird dies bereits durch aufmerksame Lektüre der vom ZMD veröffentlichten „Islamischen Charta“. In Reaktion auf den Terror vom 11. September 2001 teilte sie am 20. Februar 2002 – vor 17 Jahren – der Mehrheitsgesellschaft mit, „wie die Muslime zu den Fundamenten dieses Rechtsstaates, zu seinem Grundgesetz, zu Demokratie, Pluralismus und Menschenrechten stehen“. Noch heute verlinkt die Startseite des ZMD-Internetauftritts dieses Dokument.

Der „Zentralrat“ unterwirft sich offen der Scharia 

Von der offiziellen Politik als Bekenntnis zum Rechtsstaat missverstanden, gerät die„Grundsatzerklärung“ weder mit dem islamischen Gesetz (Scharia) in Konflikt, noch ist sie eine Absage an die klassische Djihad-Doktrin; vielmehr stellt sie sich durch die Übernahme zentraler Begriffe sogar ausdrücklich in deren Tradition. So heißt es in Punkt 10: 

Das islamische Recht verpflichtet (!) Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung (!) zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge (!), die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind. Ob deutsche Staatsbürger oder nicht, bejahen die im Zentralrat vertretenen Muslime daher (!) die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, einschließlich des Parteienpluralismus, des aktiven und passiven Wahlrechts der Frau sowie der Religionsfreiheit. Daher (!) akzeptieren sie auch das Recht, die Religion zu wechseln, eine andere oder gar keine Religion zu haben.

Werden die Gesetze der Bundesrepublik derart als „Verträge“ und als „lokale Rechtsordnung“ bezeichnet, bedeutet ihre „Bajahung“ nicht etwa die integrationswillige Absage an die Scharia in unbeholfenem Migranten-Deutsch, wie es der naiven Mehrheitsgesellschaft glauben gemacht werden soll. Statt das bürgerliche Recht dem islamischen gegenüber grundsätzlich zu priorisieren, wird damit lediglich das Einwanderungsland – in der Sprache der klassischen Djihad-Doktrin und mit allen ihren Implikationen – zum „Haus des Vertrages“ erklärt. Die Akzeptanz der Gesetze der Bundesrepublik leitet der „Zentralrat“ aus den Verpflichtungen der Scharia ab, womit er letztlich seine Loyalität gegenüber den Auffassungen islamischer Rechtsgelehrter bezeugt, zu denen wiederum solche der Muslimbruderschaft gehören. 

So verwundert es nicht, dass Mazyek, der im „Islamischen Zentrum Aachen“ (gegründet vom syrischen Muslimbruder Issam al-Attar) sozialisiert wurde, schon mit Ali al-Qaradaghi posierte. Dieser „hochrangige Funktionär in Gremien der Muslimbruderschaft“ (Sigrid-Herrmann-Marschall) ist wiederum begeisterter Unterstützer von Yusuf al-Qaradawi, dem wohl einflussreichsten Ideologen der heutigen Muslimbruderschaft, der auch als djihadistischer Apologet des Holocausts auftritt. 

Nur befristete Friedensverträge

Wie hängen nun Islamische Charta und Djihad-Doktrin zusammen? „Es ist nicht leicht, westlichen Lesern nahezubringen, dass Djihad im Islam nicht Krieg, sondern ein friedliches Unternehmen zum Wohle der Menschheit bedeutet“, schreibt Bassam Tibi und rekurriert damit auf die Notwendigkeit, sich die wortwörtlichen Übersetzungen wichtiger Begriffe der Djihad-Doktrin zu vergegenwärtigen. Wenn muslimische Gelehrte und westliche Islamapologeten behaupten, dass es so etwas wie einen religiös legitimierten imperialen „heiligen Krieg“ im traditionellen Islam nicht gibt, dann lügen sie mit der Wahrheit. Denn Djihad bedeutet wörtlich übersetzt tatsächlich lediglich so etwas wie „Anstrengung auf dem Pfad Gottes“. Dies meint aber die religiöse Pflicht der Muslime zur universellen Mission. Die Da’wa, der Ruf der Völker zum Islam, ihre Unterwerfung unter das islamische Gesetz, die Scharia, versteht sich als Futuhat, als „Öffnung der Welt“ für das Haus des Friedens (Dar al-salam). 

Verweigern sich die Völker dem Islam, dann nennen Muslime ihre Gewaltanwendung eine Selbst-Verteidigung, die mit Qital, also etwa „Kampf“, bezeichnet wird. Das arabische Wort für Krieg, nämlich Harb, ist dagegen von vornherein und kategorisch allein für die Nicht-Islamgläubigen reserviert, deren Territorium eben als „Haus des Krieges“ (Dar al-harb) erst vom „Haus des Islam“ (Dar al-islam) zum Haus des Friedens (Dar al-salam) befriedet wird. 

Bis dahin kennt die klassische Djihad-Doktrin nur befristete Friedensverträge (genannt Hudna) zwischen den beiden Gebieten, ebenso wie Teile des fremden Territoriums nur befristet zum Dar al-ahd, zum „Haus des Vertrages“ werden, sobald dort Muslime in der Minderheit einigermaßen nach den Regeln der Scharia leben dürfen. Bis dahin muss der Djihad als eigentlich friedliche missionarische Anstrengung bisweilen militärisch werden, wie es die traditionelle Verpflichtung der muslimischen Herrscher bezeugt, einmal im Jahr zu den Waffen zu rufen. Bis dahin gelten Nicht-Muslime, solange sie sich der Islamisierung verweigern, kategorisch als Kriegstreiber bzw. Bewohner des „Hauses des Krieges“. 

Diese Doktrin ist „bis auf den heutigen Tag von keiner muslimischen Autorität widerrufen oder auch nur ernsthaft in Frage gestellt worden.“ (Tilman Nagel) Da er eine räumlich und zeitlich begrenzte Aktion beschreibt, verharmlost der Begriff des „Heiligen Krieges“ also das den klassischen Islam konstituierende „Verhältnis von Religion und Gewalt“: den permanenten Kriegszustand der Umma. Mit der Islamischen Charta bekennen sich der Verbandsislam und die von ihm ideologisch repräsentierten Muslime – und darin besteht die Verbindung zur klassischen Djihad-Doktrin – ganz offen nur solange zum „System“ der Bundesrepublik, wie sie durch die „Religion des Friedens“ nicht befreit bzw. befriedet worden ist – bis dahin verhält man sich eben zugleich scharia- und gesetzes- bzw. besser: “vertrags“konform.

Der eigentliche Skandal 

So verfehlt auch Ahmad Mansour das Wesentliche, wenn er suggeriert, Aiman Mazyek wäre wegen mangelnder Gesetzestreue ungeeignet. Vor Augen zu führen wäre sich die Tatsache, dass Gesetzestreue und eine Haltung, die dem Geist des Grundgesetzes diametral widerspricht, einander nicht ausschließen. Schließlich ist es nicht justiziabel, muslimischen Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu versagen, sie etwa keinen Alkohol konsumieren zu lassen und sie in ihrer Partnerwahl einzuschränken. Was ohnehin weniger durch einzelne, juristisch belangbare Personen geschieht, erledigen der soziale Druck und die permanente Überwachung durch die „Community“, wodurch es möglich wird, sich als Einzelner an die „lokale Rechtsordnung“ zu halten und sich kollektiv dennoch als islamische Gegengesellschaft zu formieren.

Entsprechend “bejaht“ die Charta zwar das „aktive und passive Wahlrecht der Frau“, nicht aber die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die sexuelle Selbstbestimmung und die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter. Gründen solche bürgerlichen Individualrechte nämlich auf abstrakter Gleichheit, „gebietet“ es die Scharia in den Worten des Zentralrats, „Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln“, was die alltägliche Lebensrealität deutsch-muslimischer Mädchen in trauriger Weise bezeugt.

Skandalös ist somit nicht in erster Linie und nicht ausschließlich, dass die Bundesregierung mit Aiman Mazyek kooperiert, weil durch ihn vertretene Organisationen teilweise der Muslimbruderschaft nahestehen und durch den Verfassungsschutz beobachtet werden. Der andauernde Skandal ist vielmehr, dass die Regierungen der Bundesrepublik, seitdem sie Islamkonferenzen und Integrationsgipfel abhalten, aus Mazyek und seinem Zentralrat einen wichtigen und exponierten Vertreter der Belange von Muslimen gemacht haben, einen Ansprech- und Kooperationspartner, der erklärtermaßen islamisches Recht über bürgerliches stellt und letzteres nur insoweit respektiert, als das islamische Gesetz für Muslime in der Diaspora dies erfordert. 

Damit haben Seehofer und andere Kollaborateure bis heute verschwiegen, blauäugig übersehen oder schöngeredet, dass sich es sich beim „Zentralrat“ um „Islamisten in Nadelstreifen“ handelt oder – um einen präziseren, weniger irreführenden Begriff zu benutzen – schlichtweg um Scharia-Apologeten. Bezeichnend ist, dass in der türkischen Sprache eine äquivalente Konstruktion zu „Islamist“ nicht existiert, obwohl die Grammatik sie zuließe. Verwendet wird stattdessen das Wort „şeriatçı“. Die  Endungen -çı und -ci werden als Berufsbezeichnung verwendet („Elektriker“ übersetzt sich z.B. als „elektrikçi“).* Statt von einem „Islamisten“ spricht man also von jemandem, der berufsmäßig der Scharia nachgeht – und damit wäre der Verbandsislam eben auch hier treffend beschrieben. Es geht ihm um die schariatische Anpassung der „lokalen Rechtsordnung“, eine Verbesserung der „Verträge“ zugunsten orthodoxer Muslime. 

Schariatisierung der bürgerlichen Ordnung

Dass die Bundesrepublik vom „Zentralrat“ in seiner Charta faktenwidrig als „System“ begrüßt wird, „in dem Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind“ – denn wenngleich nicht laizistisch, so ist es doch (noch) entschieden säkular –, und gleichzeitig ebenso faktenwidrig eine Vereinbarkeit von „den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung“ behauptet wird, kann nur heißen, die Harmonie zwischen Staat und Religion erst künftig herstellen zu wollen: als Schariatisierung der bürgerlichen Ordnung. Folgerichtig verkündete Mazyek die Vereinbarkeit von Scharia und Demokratie in der „Welt“ auch explizit

In diesem Sinn wäre zum Beispiel seine von der SPD sekundierte Aussage zu verstehen – „Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ –, mit der er die in der Scharia vorgesehene Kriminalisierung von islamkritischen Äußerungen (als „islamophob“ und also rassistisch) ankündigt; eine Praxis, die in Frankreich schon so weit fortgeschritten ist, dass dort „bereits der Begriff des ‚djihad juridique‘ kursiert“. 

Der „islamistische Terror“, den der bloß „konservative“ Verbandsislam ablehnt, ist bei diesem Abrissunternehmen der westlichen Gesellschaft Teil einer bewusst oder unbewusst arbeitsteiligen Strategie, die auf folgende Logik in der staatlichen Integrationspolitik setzt: je besser die Muslime integriert, desto größer ihre Distanz zum „Islamismus“. Und, hier kommen die Juristen zum Beispiel des Zentralrats ins Spiel: Je mehr Zugeständnisse an die Scharia, desto besser die Integration. Andernfalls ergäbe es ja überhaupt keinen Sinn, deutsche Staatsbürger und Migranten muslimischen Glaubens gleichermaßen als in der Diaspora befindlich zu klassifizieren. 

Aus Antisemitismus ein Minderheitenproblem machen

Der islamischen Festlegung von Muslimen auf in erster Linie dem Islam unterworfene Rechtssubjekte kommt der staatsoffizielle Multikulturalismus entgegen, in dem Gesellschaft als Mosaik unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gedacht wird, die dann um des Gesamtfriedens willen „zusammenhalten“ sollen. Ausdruck fand dieser zwangsharmonische und kritikfeindliche Minderheitenkitsch im Juni 2018 in einer Aktion, bei welcher Imame und Rabbis fröhlich und tolerant durch Berlin auf einem Tandem fuhren, um damit „gegen den Hass“ zu demonstrieren, dass Muslime und Juden doch von einander lernen könnten. 

Von jüdischer Seite aus, zum Beispiel vom American Jewish Committee (AJC) und dem Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten, wurde die Aktion wegen „fragwürdiger Partner“ kritisiert, der teilnehmende Imam Mohamed Taha Sabri gilt nämlich als Muslimbruder-nah. Erwartungsgemäß sprach für die Bundesregierung jedoch nichts dagegen, mit der aktuellen Kampagne an genau diese Aktion anzuknüpfen.  

So zeigt ein Plakat von „Wir sind Rechtsstaat“ ein solches Tandem: Glücklich und unbeschwert radeln da ein Muslim mit Gebetsmütze und ein Jude mit Kippa, die Beine freudig in Fahrtrichtung ausgestreckt. Überschrieben ist dieses Moment „interreligiöser Harmonie“ mit den Worten „Wir glauben an die Freiheit. Und an die Freiheit des Glaubens.“ 

Suggerierte schon das Motto der initiativen Kampagne von 2018 – „Gemeinsam Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegenlenken”, es handle sich dabei um analoge Phänomene, die mit mehr Begegnung und dem Abbau von Vorurteilen aus der Welt zu schaffen wären, verwandelt nun auch die Bundesregierung das Problem des islamischen Antisemitismus, der vornehmlich die Juden ins Visier nimmt, doch als Zivilisationshass die bürgerliche Gesellschaft in ihren Grundfesten bedroht, in eine Frage der Anerkennung von Glaubensfreiheit: Muslime und Juden sollten einfach aufeinander zugehen und sich, in der Mitte treffend, ihrer jeweiligen „Radikalität“ entledigen. Die Minderheiten sollen ihre angeblich gegenseitigen Animositäten einstellen, damit die Mehrheitsgesellschaft endlich a Ruh hat.

Verhöhnung jüdischer Opfer 

Daran ist schlichtweg alles falsch. Zum einen bedient dieser Begegnungskitsch verfehlte Lösungsansätze, die Adorno mit Bezug auf Deutsche und Israelis schon in „Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“ kritisierte:

Ich glaube auch nicht, daß durch Gemeinschaftstreffen, Begegnungen zwischen jungen Deutschen und jungen Israelis und andere Freundschaftsveranstaltungen allzuviel geschafft wird, so wünschbar solcher Kontakt auch bleibt. Man geht dabei allzusehr von der Voraussetzung aus, der Antisemitismus habe etwas Wesentliches mit den Juden zu tun und könne durch konkrete Erfahrungen mit Juden bekämpft werden, während der genuine Antisemit vielmehr dadurch definiert ist, daß er überhaupt keine Erfahrung machen kann, daß er sich nicht ansprechen läßt(hier als PDF)

Zum anderen werden so Muslime als eine über ihre Religion stigmatisierte Opfergruppe  halluziniert – derweil gerade sie das weltweit am wenigsten verfolgte und am meisten verfolgende religiöse Kollektiv bilden – und obendrein ihren jüdischen Opfern eine im Zeichen von Toleranz daherkommende Bringschuld gegenüber dem Islam aufgedrängt, welche – die Teilnahme Mohamed Taha Sabris beweist es – auf die Verpflichtung zur Toleranz gegenüber den Scharia-Apologeten hinausläuft. 

Damit verdichtet sich in diesem Plakat nicht nur die staatsoffizielle Appeasement-Politik gegenüber dem „legalistischen Islamismus“; anschaulich wird außerdem, was für die Politik des modernen Deutschlands kennzeichnend ist: die Verniedlichung des islamischen Antisemitismus und die Verhöhnung seiner Opfer. 

* Wir bedanken uns bei Emrah Erken für die wertvollen linguistischen Hinweise. 

In unserer Kritik der islamischen Charta folgen wir: Hiltrud Schröter, Das Gesetz Allahs. Menschenrechte – Geschlecht – Islam und Christentum, Königstein/Taunus 2007, S. 213 ff.

Foto: BMVJ

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Herbert Müller / 25.11.2019

Ein gläubiger Muslim muss den Koran mit all seinen Suren als das offenbarte Wort Gottes anerkennen, ohne Wenn und Aber. Nicht die geringsten Zweifel an deren Authentizität sind erlaubt. D.h. der gesamte Inhalt des Korans muss für den gläubigen Muslim über jeder von Menschenhand geschaffenen Rechtsordnung stehen. Dass der Koran mit vielen Suren außerhalb unserer Rechtsordnung steht ist so klar wie Kloßbrühe. Deshalb ist der Islam weder mit unserem Grundgesetz noch mit unserer Rechtsordnung vereinbar. Wer etwas anderes behauptet, sollte vielleicht mal einen Grundkurs im logischen Denken besuchen. Es ist sehr müßig, den deutschen Michel immer wieder an diese einfachen Zusammenhänge erinnern zu müssen. Ich befürchte, er wird es nie kappieren, sondern erst dann,wenn es zu spät ist.

Gudrun Meyer / 25.11.2019

Danke für die sehr präzisen und streng realistischen Erläuterungen. Ohne Präzision, aber dennoch genauso realistisch lässt sich die Multikulti-Kirche als unscharf abgegrenzte Versammlung kulturrelativistischer und oikophober Ideologen definieren, die den eigenen, gruppenbezogenen Selbsthass, eben die Oikophobie, auch noch den Juden aufdrängen will. Keine zweite religiöse Minderheit wurde im Islam so kompromisslos verfolgt wie die jüdische; dass es im arabischen Raum der letzten Jahrzehnte keine Pogrome gegen Juden mehr gab, liegt daran, dass die jüdischen Minderheiten arabischer Länder zw. 1948 und 1967 zur Auswanderung nach Israel gezwungen wurden. Aber in der Sicht unserer Islamapologeten sind die Juden eher die Täter- und die Muslime eher die Opfergruppe. Diese Variante des Antisemitismus hat verschiedene, auch deutsch-einheimische Wurzeln.  Ausschlaggebend ist jedoch, dass die Apologeten alles glauben, was ihre schariatisch ausgerichteten “ökumenischen Partner” ihnen erzählen. Eine Rolle spielt auch, dass diese Apologeten jedes zeitgeschichtliche Ereignis sofort vergessen. Sie wissen nicht mehr, dass Felix Klein den deutschen Juden erst vor ein paar Monaten geraten hat, sich in der Öffentlichkeit als solche unsichtbar zu machen - und dass der Hauptgrund für diesen Rat eben nicht bei ethnisch dt., rechtsextremen, Antisemiten lag, obwohl es diese auch gibt.

Ralf Pöhling / 25.11.2019

Der Islam ist keine säkularisierte und durch eine Aufklärung gezähmte Religion im westlichen Sinne, deren Aufgabe zuvorderst die Befriedigung spiritueller Bedürfnisse wäre. Der Islam ist eine eigene Staatsform mit eigenen Gesetzen und eigener Rechtsprechung.Wenn man dem Islam im Rahmen unserer Religionsfreiheit die gleichen Rechte einräumt, wie dem Christen- oder dem Judentum, wird er diese Freiheit zur ungehinderten Ausbreitung nutzen und dann, wenn er die kritische Bevölkerungsmasse erreicht, unweigerlich mit unseren bestehenden Gesetzen und Rechtsprechung kollidieren und letztlich beides durch seine eigenen ersetzen. In manchen Teilen Deutschlands (auch Europas, ich denke da z.B. an Belgien oder Frankreich), ist dies bereits der Fall. Dort gelten nicht mehr unser Grundgesetz, StGB und BGB, sondern die Scharia, durchgesetzt durch islamische Schariarichter. Sollte der Zustrom an Muslimen nach Europa weiter anhalten und dem Islam durch unsere naiven und konfliktscheuen Bücklinge in Amt und Würden der Staatsform Islam weiterhin die volle Religionsfreiheit zugestanden werden, wird es ab einem gewissen Punkt unweigerlich zum Bürgerkrieg kommen. Nämlich dann, wenn die kritische Masse an Muslimen nicht nur in einzelnen Gebieten, sondern in ganz Deutschland oder sogar in ganz Europa erreicht ist. Der Islam passt sich nur so lange an die lokalen Gegebenheiten anderer Länder an, so lang er in der Minderheit ist. Sobald aus der Minderheit eine Mehrheit wird, ist es vorbei mit der Anpassung und es folgt die Machtübernahme. Es gibt drei Möglichkeiten, wie man damit umgeht: 1. Weitere Zuwanderung aus islamischen Ländern komplett unterbinden, damit die kritische Masse niemals erreicht wird. (wie in Japan) 2. Ein massiver Polizei- und Militärapparat, der den Islam mit physischer Gewalt an der staatlichen Machtübernahme hindert. (wie in Israel oder auch Ägypten) 3. Die konsequente Umerziehung der Muslime vom Islam weg. (wie in China). Alles andere ist Illusion.

Andreas Rühl / 25.11.2019

Richtig: Der Skandal ist ja nicht, dass die Muslime und ihre geistigen “Führer” versuchen, ihre Mission voran zu treiben und dabei, wie es ihnen ihr “Prophet” nicht nur erlaubt, sondern empfiehlt, lügen wie gedruckt: der Skandal ist, dass die Politik es nicht vermag, auf gewichtige, um nicht zu sagen: gewichtigste Stimmen, wie etwa der Nagels, zu hören und hieraus die Schlüsse zu ziehen, um ihr politisches Handeln in die richtigen Wege zu leiten. Vorausgesetzt, wir sind uns überhaupt noch einig darüber, dass Demokratie und Rechtstaat, Individualgrundrechte, allen voran Freiheit und Eigentum, Unverletzbarkeit der Person, auch auf Dauer gewahrt bleiben soll und die schrankenlose Gewährung der “Religionsfreiheit” nicht die Einführung einer zweiten, subsidiären Rechtsordnung erlaubt. Ich habe da meine Zweifel. Bei einigen Äußerungen diverser Entscheidungsträger in unserem Lande muss man (sofern man nicht an Bestechung glaubt) konstatieren, dass ihnen die Wählerstimmen der Muslime so einiges Wert sind. Es wird über Unverhandelbares diskutiert. Der Rechtstaat braucht auch keine Werbung und Sympathiebekundungen, sondern Umsetzung in der Praxis. Gleichbehandelungsgebot! Insbesondere an Schulen. Nur als Beispiel. Die größte Bedrohung für den Rechtstaat kommt ohne jede Zweifel nicht von “rechts”, sondern von denen, die ihn abschaffen wollen, ja müssen, solange sie ihren “Glauben” ernst nehmen.

Rolf Wächter / 25.11.2019

Vor einiger Zeit machte ich die Bekanntschaft eines Mannes der Mitglied einer Interessengemeinschaft “Für den Islam” (oder so ähnlich) ist. Seine Worte, in etwa wiedergegeben, waren: “Deutsche Weiber müssen endlich wieder Ordnung lernen. Kochen, waschen, putzen und Beine breit machen wenn es gewünscht wird. Gaststätten, Bars usw nicht allein betreten. Nur Männer dürfen das. Und der ganze Gleichberechtigung-Quatsch und Gender-Unsinn verschwindet.” Vielleicht werden sich unsere Frauen nochmal ein Leben ohne Islam wünschen.

Belo Zibé / 25.11.2019

@D.A.M. v.d.Böse: Danke für den Hinweis auf Adorján Kovács. Noch vor Lektüre habe ich mir selbst die Frage, weshalb die Deutschen gerade Muslime willkommen heissen , beantwortet. Die Antwort wäre in anderen Worten so ausgefallen, wie dieser Satz aus dem Artikel: »Die zwangszivilisierten Deutschen heissen gerade diese Menschen willkommen, weil sie in ihnen etwas von sich, wie sie großenteils noch sind, aber nicht offen sein dürfen , wiedererkennen«

Sabine Schönfelder / 25.11.2019

Das Foto der beiden Tandem-Radfahrer auf dem Plakat wurde, soweit ich den Hintergrund erkennen kann, in Givat Ram, in der Nähe der Knesset geschossen .....nein, Entschuldigung! Es ist doch eher das Westjordanland, genau, ich hab’s, - in Ramallah! Seit die UN und die EU 120 Tandem-Fahräder zur Völkerverständigung zwischen Palästinensern und Israelis spendeten, hat sich dieser ewige Konflikt endlich aufgelöst. Überall in beiden Ländern sieht man auf den Straßen dieses schöne Bild interreligiöser Toleranz in seiner sportlichsten Variante an sich vorbei radeln. Es macht mich so glücklich. Die ‘Ladys’-Ausgabe ging leider ‘in den Schleier’, denn der verhedderte sich ständig in der Kette und riß die Israelin gleich mit zu Boden! Diese Aufnahme schoß, so glaube ich, ein Fotograf vom ‘Spiegel’. Die ersten Versuche zu diesem Foto sind leider mit einer gewissen Tragik behaftet. Der Israeli, der vorne sitzt, wurde dummerweise von einem uninformierten Palästinenser (bezüglich Friedensvereinbarung und Waffenstillstand) in alter Aversion und Gewohnheit angeschossen. Der Spiegelreporter setzte kurzerhand seinen ‘Ausleuchter’ mit einer Kippa aufs Rad, aber das wissen Sie nicht von mir…....

Claudius Pappe / 25.11.2019

Ich habe mir das Foto mal genauer angeschaut—und dann im Netz nach dem ungeschnittenem Bild gesucht. Ein Moslem und ein Jude sind auf einem nicht verkehrssicherem Fahrrad in unfallträchtiger Haltung (auf dem Fahrrad) untrwegs. Der Jude lenkt und der Moslem lässt sich befördern. Wenn das in der Realität mal gut geht. Es lohnt sich auch alle anderen Werbeplakate anzuschauen. Ich glaube ich lebe in einer verkehrten Welt. Alles was bisher normal war ist nun …...pfui…...nazi…rechts. Ich will weg hier, aus dem Land der Diktatoren……………..der Idioten, Dummen, ……….der Blutsauger………….

Hans Reinhardt / 25.11.2019

Bewohner des Dar-al- harb dürfen bzw. müssen von den Bewohnern des Dar-al-Islam “befriedet”, sprich: getötet werden. Das Endziel des Islam ist die Weltherrschaft, es würde dann nur noch Muslime geben,weil man bis dahin alle Ungläubigen umgebracht haben wird. Dieses Endziel stellt, dank vernünftiger Staaten wie China, Russland und den USA noch eine Utopie dar. In Deutschland allerdings sind wir auf dem besten Weg in absehbarer Zeit die erste Etappe in Richtung Grosskalifat zu erreichen.

Johannes Fritz / 25.11.2019

Ein Islamverband will die Schariah. Das ist so überraschend, wie dass die Sonne im Osten aufgeht. Ich würde die sonst auch gar nicht ernstnehmen, bzw. ihnen Unaufrichtigkeit vorwerfen. Der Hase liegt jedoch woanders im Pfeffer: Mazyeks Truppe vertritt “über seine 21 Mitgliedsorganisationen etwa 10.000 bis 20.000 Muslime.” (Offizielle Verlautbarung der sog. freien Online-Enzyklopädie), also eine kleine Minderheit. An dem kann man sich prima abarbeiten, weil man an die wirklich bedenklichen Leute gar nicht erst rankommt, das ist verständlich. Selbst wenn jedoch die Herren; Damen gibt es dort ja keine, das hier lesen UND es sich zu Herzen nehmen UND es schaffen, das auch noch in ihren Verbänden durchzubringen, wären bestenfalls 20.000 von mehreren Millionen Muslimen beeinflusst und der Rest eben nicht.

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