Roger Letsch / 20.01.2018 / 09:30 / 9 / Seite ausdrucken

Ein Sanitäter gibt auf

Dieses Land bricht nicht plötzlich zusammen, es erodiert langsam aber stetig vor sich hin. Man muss schon an die neuralgischen Punkte schauen, um das zu bemerken. Dorthin, wo die Abwehrschlachten toben, vor Gerichten, bei der Polizei, den freiwilligen Helfern und dem medizinischen Personal. Die Menschen dort melden sich nicht mit Petitionen, organisieren keine Protestmärsche und nageln auch das Grundgesetz nicht an die Tür des Kanzleramtes - diese Menschen brechen einfach still zusammen, geben auf und verschwinden.

Wenn es vorbei ist, werden es deshalb nicht die Allahhuagbar-Rufe sein, die uns auffallen werden. Es wird die Stille sein, die sich über alles legt, die Menschen in ihre Häuser und ihre gated Communities treibt. Unsere Politiker werden diese Stille für Frieden halten, die eigentlich eine Friedhofsruhe sein wird. Rettungssanitäter David R. hat aufgegeben und sich in Stille und Exil verabschiedet. Ich kann's ihm nicht verdenken.

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Dr. Liu Mei / 20.01.2018

Eine grandios-traurige Zustandsbeschreibung für eine Nation, die sich im fortschreitenden Auflösungsprozess befindet. Tägliche Horrormeldungen verstärken den Eindruck, dass die “Neu Dazu Gekommenen” immer größere Probleme mit den “Schon Lange Hier Lebenden” haben. Die letzteren wollen sich einfach nicht integrieren und versuchen aus Verzweiflung das Geschehen mit black humour zu ertragen. “Deutschland ist schön, es gibt nur zu viele Deutsche”! Ein “Witz” der eigentlich keiner ist, jedoch ständig an Aktualität gewinnt. Dagegen hört man aus berufenden Mündern: Deutschland geht es so GUT wie nie zuvor. Also, was wollt ihr eigentlich? 

Karla Kuhn / 20.01.2018

Man kann diesem Herrn David R. nur seine Hochachtung aussprechen, daß er überhaupt so lange durchgehalten hat. Ist die Politik derart uninteressiert an den Menschen, die tag-täglich ihren Kopf hinhalten müssen für uns alle ? ? (dazu gehört auch die Polizei) Vielleicht ändert sich erst etwas, wenn es die Politkaste selber trifft ?? Trotz ihrer gepanzerten Autos, in denen wahrscheinlich viele gefahren werden, können sie mitten auf der Autobahn einen Herzinfarkt bekommen. Wenn es dann keine Rettungsgasse gibt, warten auch sie auf Hilfe vergeblich, bzw. zu lange. Schon jetzt ziehen sich immer mehr Menschen in ihre “Oase” zurück. Gestern wurde in einer Sendung (auf Arte?) den Menschen das Ehrenamt schmackhaft gemacht. Wenn es so weitergeht, werden sich wahrscheinlich viele Menschen überlegen, ob sie-auch noch kostenlos- zur Verfügung stehen wollen.

Dr. Daniel Brauer / 20.01.2018

Ich kann mit dem Kollegen absolut mitfühlen. Früher war ich als Notarzt nicht vom Wagen runter zu bekommen. Sehr zum Bedauern meiner Frau, da ich auch in meiner eigentlichen Freizeit- damals noch im übrigen finanziell völlig unattraktiv für 15 - 25 Euro pro Einsatz - Dienste übernahm. Dies taten wir aus reinem Spaß an der Arbeit. Pöbeleien gab es von allen Seiten, allerdings nahm der muslimische Schwerpunkt mit der Zeit eindeutig zu. Das erste Messer im Arm verabreichte mir allerdings ein deutscher Junkie, dem ich etwas zu großzügig Narcanti gespritzt hatte. Jahre später suchte dieser mich auf, um sich im Rahmen seiner Drogentherapie bei mir zu entschuldigen. Ein einmaliger Vorgang. Ich selbst war damals nur über das Loch in meiner neuen Jacke sauer. Die war nämlich teuer gewesen und heilte nicht mit einem Steri- Strip. Dann nahm der Spaß an der Sache aber zunehmend ab und meine Frau begann richtig Angst um mich zu haben. Im KV- Notdienst, den ich auch mal hin und wieder wegen der besseren Bezahlung übernahm, wurde man immer öfter in offensichtliche Hinterhalte gelockt. Eine nigerianische Familie nahm mir meinen Koffer ab, weil ich kein Attest für die kerngesunde Frau ausstellen wollte. Es drohte die Abschiebung. Wegen der dramatischen Übermacht musste ich notgedrungen die Polizei hinzu bitten. Übergriffe und Beleidigungen durch muslimische Mitbürger nahmen deutlich zu. Früher wurde man dort zwar immer in lebendigem Umfeld empfangen, aber eigentlich egal wie die Einsätze ausgingen, freundlich verabschiedet. Selbst bei Todesfeststellungen kam es eigentlich nie zu gefährlichen Situationen. Die andere Art zu trauern war uns bekannt. Und es war meistens in den Wohnungen super sauber. Bei öffentlichen Veranstaltungen tat man ehrenamtlich Dienst. Keine Terrorangst nahm einem noch vor wenigen Jahren den Spass an solcher Arbeit. Diese Zeiten waren aber bald vorbei. Tauchte ein irgendwie türkisch oder arabisch klingender Name auf dem Melder auf, hielt man schon die Luft an und ging mit ungutem Gefühl in den Einsatz. Oft auch leider zu Recht. Die Anforderungen wegen häuslicher Gewalt nahmen zu und oft, erstaunlich oft, waren wir vor der eigentlich nötigen Polizei vor Ort. Warum die Rettungsdienste überhaupt dorthin geschickt wurden und werden erschließt sich mir bis heute nicht. Später flog ich dann, nach heftiger 10- tätiger Ausbildung mit Sea- Survival und HUET- Training, Offshore- Einsätze unter Lebensgefahr. Die finanzielle Entlohnung - 500 Euro vor Steuern- habe ich bis heute nicht erhalten und war mir auch egal. Geld für Einsätze mit dem Rettungskreuzer bei Orkan, wozu ? Das machte einfach Spaß und meine Frau fuhr als Krankenschwester mit. Nach der Rückkehr auf das Festland zog ich mich als Oberarzt- auch aus dienstlichen Gründen- mehr und mehr aus dem Rettungsdienst zurück. Bei jedem Sirenengeheul denkt man kurz wieder einzusteigen. Die alte Angewohnheit Stiefel und Hose einstiegsbereit- auch zu Hause- zu parken, habe ich mir nie abgewöhnt. Wenn ich dann aber nachdenke, was ich mir schon zu alten Zeiten an Verletzungen zugezogen, welche kritischen Situationen man doch unverletzt überstanden hatte, denke ich das für heutige Verhältnisse mein Glückskonto aufgebraucht ist. In Zeiten wo Schutzwesten zunehmend zum Alltag des Rettungsdienstes gehören, wo trotz Verbot viele Kollegen- innen aus verständlichen Gründen Pfefferspray mit sich führen, da bleibe ich lieber zu Hause.

Mike Loewe / 20.01.2018

An dem Fall wird mehr deutlich als nur der oberflächliche Aspekt, sich über diese brutale Tätergruppe aufzuregen und über eine Justiz, die unfähig ist, solche Leute aus dem Verkehr zu ziehen. Die Drohung war ja auch “nur” im Namen der Religion, und Religionen sind ja angeblich per se menschenfreundlich. An dieser Einschätzung hält die öffentliche Meinung eisern fest, egal wie oft solchen Drohungen schon Taten gefolgt sind. Bemerkenswert an dem Fall ist vielmehr Folgendes: Einem muslimischen Sanitäter wäre das nicht passiert, er wäre höchstwahrscheinlich respektiert worden oder zumindest nicht im selben Maß bedroht worden. So wird sicher früher oder später ein Muslim den Platz von David R. einnehmen. Wie schon seit Jahren Wachleute, Türsteher, Bademeister und Lehrer durch Muslime ersetzt werden, wie auch Polizei und Bundeswehr gezielt Muslime einstellen. Diese sind vor Respektlosigkeiten durch Muslime oder vor extremen Bedrohungen wie im Fall Ilker C. viel eher gefeit. Qualifikation ist nicht mehr erstrangig. Vorgeschoben als Grund werden oft Integration und Völkerverständigung, aber eigentlich geht es um Konfliktvermeidung, weil Muslime nunmal gelegentlich extremer ausrasten als Nichtmuslime, und ein Muslim als Respektsperson da oft mäßigend wirkt. Durch diesen Pragmatismus werden nach und nach und in sich beschleunigendem Tempo einheimische Respektspersonen und Entscheidungsträger durch geringer qualifizierte muslimische ersetzt werden, die durch ihr Wirken zudem potentiell einer weiteren Islamisierung Vorschub leisten.

Bettina Sodmann / 20.01.2018

Es wird von Seiten der Politik kritisiert, plädiert, gefordert, appeliert, “scharf verurteilt”, geklagt und geschrien, bedauert, gewünscht, untersucht, berichtet, zur Kenntnis genommen, versprochen. Alles nur geprochene Worte und leere Phrasen. Gedacht, geplant und gehandelt auf der Basis von Grundgesetz, Strafgesetzbuch, Zivilprozessordnung und Bürgerlichem Gesetzbuch wird nicht.

Michael Birke / 20.01.2018

Berlin ist nur seiner Zeit voraus und zeigt uns, wohin die Reise geht. Ich musste gerade an die Berichte über die Polizeischule denken, noch mehr an die scheinbar nicht vorhandenen Konsequenzen, und mir graut.

Werner Arning / 20.01.2018

Wenn man wirklich wissen will, was in diesem Land vor sich geht, muss man Rettungssanitäter, Polizisten, Richter, Ärzte oder Menschen befragen, die etwa aufgrund von Nachbarschaft häufig in Berührung mit kürzlich zugewanderten kommen. Auch Sprachlehrer für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer sind gute Informationsquellen. Keine Informationsquellen sind Fernsehen und Zeitungen. Hier erfährt man nur, wie sich Journalisten wünschen, wie es sein sollte. Welche Realität sie gerne sähen. Gezielt das Gespräch mit unmittelbar Beteiligten suchen, scheint mir der einzige Weg zu sein, sich Einblick zu verschaffen.

Frank Holdergrün / 20.01.2018

Ich kann diesen Mann gut verstehen, ein unglaublicher Fall. Es sind inzwischen nicht nur Rettungssanitäter oder Polizisten. In Pleidelsheim am Neckar stach vor kurzem eine Mutter auf ihre Tochter (eine Frisörin) ein und auch auf deren (christliche) Freundin, die einen schlechten Einfluss auf sie hatte (im Glauben der Mutter). Das alles lief kurz nach Feierabend in einem ganz normalen Frisörsalon. Die bemitleidenswerte Frau wollte im Namen der Paschas zu Hause die Ehre ihrer Familie retten. Selbst dieses schmutzige Geschäft überlassen die Herren der überlegenen Religion ihren Frauen, die Schuld und die Tat liegt immer beim weiblichen Geschlecht.

Rudolf George / 20.01.2018

Es bestätigt sich jeden Tag von neuem, dass die Abschaffung der äußeren Grenze lediglich zu einer Verlagerung hin zu unzähligen inneren Grenzen führt. Der Rettungssanitäter hat eine solche Grenzziehung im Kleinen vollzogen. Berlin wird im Übrigen immer mehr zu Bagdad vermischt mit Sodom und Gomorrha; eine höchst explosive Mischung, die irgendwann hochgeht.

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