Dass ihm vom Feuilleton dennoch immer wieder virtuose Sprachkunst mit brillantem Wortwitz angedichtet wird, spricht lediglich für die Verkommenheit der Schreiberzunft. Denn Rether spricht ein Deutsch, „vor dem es jede Sau im deutschen Lande, jedoch nicht dessen Bürger graust: die Sprache derer, die zwar deutsch fühlen, aber nicht können“ (Karl Kraus). Seine Vorträge sind kaum komponiert; er redet oft einfach, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Sätze oder ganze Abschnitte beendet er mit Floskeln wie „Ja aber hallo“, „ist doch so“ oder „geht’s noch?“, die im alltäglichen Sprachgebrauch signalisieren, dass der Sprecher an seine intellektuelle und sprachliche Grenze stößt. Wer weiß, vielleicht beschleichen den Pianoplauderer in solchen Momenten Selbstzweifel? Hat er etwa nicht Recht? Wie weit kann er gehen? Geht’s noch weiter oder ist er bereits über das Ziel hinausgeschossen? http://lizaswelt.net/2011/05/28/der-juergen-klopp-der-deutschen-ideologie/