Quentin Quencher / 06.02.2018 / 11:00 / Foto: Olaf_Kosinsky / 15 / Seite ausdrucken

Ein paar Worte an die Trauernden

Ein Trauerzug zieht vorüber, ich halte Abstand, will nicht aufdringlich erscheinen, auch nicht Trauer heucheln, obwohl ich die Tote kannte. Doch ich respektiere die Gefühle der Angehörigen und Freunde der Verstorbenen, also halte ich mich fern und rufe nicht, obwohl es mir auf der Zunge liegt: „Um die ist es nicht schade“!

Nur um eines bitte ich euch: „Plärrt mir nicht eure Trauerreden in die Ohren, dreht die Lautsprecher runter!“ OK, ich kannte die Tote nicht, als sie noch jung war. Wohl die wenigsten der heute hier jammernden und klagenden Anwesenden taten das. Ihr stand nämlich der Tod bereits Jahrzehnte ins Gesicht geschrieben, ihr habt es nur nicht gesehen.

Mit viel Schminke gelang es ihr zwar kurzzeitig, vital auszusehen, ein paar Jahre trug sie hauptsächlich Gelb auf, danach Augenlider und Lippen nur noch grün verkleistert, wer aber genau hinschaute, merkte schnell, es passt nicht mehr zusammen. Sie meinte, davon wird sie wieder jung, dabei konnte sie keinen Trend mehr setzen, sondern kopierte nur noch das, was gerade Modetrend schien.

In ihrer Jugend trug sie rotes Make-up, das stand ihr schon. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass sie damit mal attraktiv und begehrenswert ausschaute. Vielleicht lag es aber auch an ihrer geistigen Vitalität, die ihr nachgesagt wurde – wer weiß das heute schon noch. Als ich sie kennenlernte, die alte Tante SPD, erschien sie mir bereits recht verbraucht und verlebt. Egal, welche Schminke sie auftrug, die Versprechen, welche sie damit gab, konnte sie nicht mehr erfüllen.

Die Tante wurde besserwisserisch 

Sei es drum, meine Tante war sie nie, und hingezogen zu ihr fühlte ich mich schon gar nicht. Ich stehe nicht auf Schminke, wenn sie nicht den Charakter unterstreicht und nur vorgaukeln soll. Ihr trauert nun um sie, ich respektiere das und lasse euch in Ruhe. Vielleicht hat sie der Bestatter zum Begräbnis schön hergerichtet, so dass ihr weiter der Illusion nachhängen könnt, sie wäre bis zum Schluss begehrenswert gewesen.

Das war sie aber keinesfalls, denn sie wurde grantig. Während andere im Alter wenigstens so etwas wie Weisheit entwickeln, ihre Lebenserfahrung weiterzugeben bereit sind, wurde eure Tante nur besserwisserisch und arrogant und anmaßend.

Deshalb trauere ich nicht um sie und bitte euch: Respektiert meine Gefühle ebenfalls. Zu eurer Familie, die sich nun im Trauerzug versammelt hat, gehörte ich sowieso nie. Ich empfinde keine Trauerverpflichtung. Also begrabt eure Tante schnell, weint um sie und die Illusionen, die mit ihr beerdigt werden. Aber bitte, dreht die Lautsprecher ein wenig runter und jammert untereinander.

Mir sind die Trauerreden, so ich sie zwangsläufig anhören muss, langsam zu viel. So sehr ich mich auch bemühe, eure Empfindungen zu verstehen, wenn ihr so tut, als müssten wir alle eure Tante vermissen, dann ist das nur peinlich. Ich jedenfalls tue es nicht.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost (15)
Bechlenberg Archi W. / 06.02.2018

So sehr mich der Untergang der SPD, die heute nur noch ein Wurmfortsatz ihrer selbst ist, auch freuen würde - ich höre das Totenglöckchen noch nicht läuten. Die SPD wird alles daran setzen, zur deutschen Islampartei zu werden. Konkrete Ansätze in der Richtung sind ja deutlich erkennbar. Der Traum von den Proletariern aller Länder soll auf Kosten der alten Bundesrepublik durchgesetzt werden. Daher auch der vehement verlangte, unbegrenzte Familiennachzug, daher einflussreiche Muslime an wichtigen Schaltstellen, daher Kuschelkurs mit palästinensischen Terroristen und der Türkei. Die Oberbürgermeister von gegenüber dem Islam sperrangelweit offen stehenden Städten wie Frankfurt, Berlin, Hamburg, Bremen, Duisburg, Dortmund sind Genossen. Wohin das führt, kann man in Frankreich sehen, dort sind die Bürgermeister von Islamhochburgen wie Trappes. St. Denis, Clichy-sous-Bois und Neuilly-sur-Marne im Umland von Paris sowie den bei Unruhen stets vertretenen Städten Lille, Rouen, Rennes, Dijon, Toulouse und weiteren Gemeinden Sozialisten bzw. Kommunisten.

Peter Hoffmann / 06.02.2018

Danke für diesen Abgesang der SPD. Könnten sie auch einen für die CDU kreieren?

Jörg Werda / 06.02.2018

Früher hatte ich durchaus Respekt vor der “Alten Tante”. Hatte sie doch beim Tag von Potsdam der Ermächtigung die Zustimmung verweigert. Dann kam die Euro-Krise und mit ihr der “Rettungsschirm” und ich erkannte, sie hatte auch damals nicht aus Prinzipientreue die Zustimmung verweigert, sondern nur weil sie nicht der Nutznießer war.

Karla Kuhn / 06.02.2018

Aber nicht nur der alten Tante SPD weine ich keine Träne nach, wenn Grüne und Linke dahingehen, werde ich einen Freudentanz aufführen.

Rudi Möllner / 06.02.2018

@Sebastian Weber / 06.02.2018 “Ich kann mich am Untergang der SPD gar nicht sattsehen. Hoffentlich wird das mal ein Mehrteiler in der ARD.  :-)” Sehe ich genauso, und zwar inszeniert von meinem Lieblingsregisseur Dieter Wedel.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen

Es wurden keine verwandten Themen gefunden.

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com