Karl Pfeifer (Archiv) / 04.05.2007 / 21:21 / 0 / Seite ausdrucken

“Ein kühner Schritt”

Die beiden österreichischen Europaabgeordneten Johannes Voggenhuber (Grüne) und Hannes Swoboda (SP) haben einen Besuch beim palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Haniyeh und anderen Hamas-Regierungsvertretern im Rahmen einer EU-Parlamentarierdelegation verteidigt. Beide Abgeordneten forderten am Mittwoch die volle Anerkennung der palästinensischen Einheitsregierung, der neben Hamas auch Fatah und Unabhängige angehören.
“Wir haben den internationalen Boykott durchbrochen und mit Hamas-Mitgliedern gesprochen”, sagte Voggenhuber. Dies sei “ein kühner Schritt” gewesen, vor dem er selbst Bedenken gehabt habe. Die Delegation sei jedoch zu der Auffassung gelangt, dass die palästinensische Einheitsregierung “einen gewaltigen Schritt vorwärts” darstelle, dass sie die von der internationalen Gemeinschaft gestellten Bedingungen erfülle und dass es keinen Grund mehr für eine Blockade gebe. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 3.5.2007).
 
Derweil bemühr sich Hamas, solche Aussagen österreichischer Politiker umgehend zu widerlegen:
„Die Vernichtung der Juden ist gut für die Einwohner der Welt.“

Die Vernichtung der Juden sei Allahs Wille und zum Wohl der ganzen Menschheit, heißt es in einem Artikel in der Hamas-Zeitung Al-Risalah. Der Autor des Artikels, , Kan’an Ubayd, erklärt die Selbstmordanschläge, die von Hamas durchgeführt werden, als Maßnahmen, um Allahs WSillen zu erfüllen.

Ähnliches erklärte der „Führer“ bereits vor Jahrzehnten:

„Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbittlich die Übertretung ihrer Gebote.  So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“
(Adolf Hitler, Mein Kampf, München, 1935, Bd 1.2 Kapitel, S. 60 und 69)

Hamas behauptet - ähnlich wie Hitler - lediglich den Wunsch Gottes auszuführen.

Hier ein weiterer Auszug aus dem Hamas-Artikel:

„Mehr als einmal werden Widerstandsaktionen und Bombenanschläge [Selbstmordanschläge], die von Hamas und den Palästinensischen Widerstandsgruppen getätigt werden, verurteilt. Es gibt keine andere Möglichkeit als Zurückhaltung zu üben in Bezug auf die Verurteilung, auf das Aufkleben des Etiketts Terror [auf den „Widerstand“] und die Konferenzen zur Verurteilung [der Anschläge].
Jedermann soll wissen, dass wir dies nur getan haben, weil unser Herr es uns befohlen hat.  Die Menschen sollen werden, dass die Vernichtung der Juden gut für die Einwohner der Welt ist - dem Land, dem Allah seinen Segen gab.“  [Al-Risalah, 23. April 2007]

Die Hamas hegt ähnlich wie Hitler die zwanghafte Vorstellung von einem ewigen Kampf zwischen zwei feindlichen Kräften, die Völker der Erde (die Arier im Fall Hitler) auf der einen und die Juden auf der anderen Seite. Wenn also die Völker überleben wollen, dann müssen sie - so Hamas - Allahs Wunsch erfüllen und die Juden vernichten.

Wenn die Abg. Voggenhuber und Dr. Swoboda Unisono behaupten, dass die palästinensische Einheitsregierung “einen gewaltigen Schritt vorwärts” darstelle, dass sie die von der internationalen Gemeinschaft gestellten Bedingungen erfülle und dass es keinen Grund mehr für eine Blockade gebe, dann möchten sie die Hamas-Aufrufe zum Genozid belohnen. Ein kühner Schritt, in der Tat.

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