
Es war ziemlich genial, dass unsere Eltern uns zu einer Veranstaltung mit Gad Granach und Henryk Broder mitnahmen und wir somit erst das Lebendige kennen lernten, das Lachen und ein Leuchten, wie auf dem Photo zu sehen in Gad Granachs Augen. Umso mehr schmerzten später die Bücher und Filme, die mit dem Holocaust zu tun hatte und der Besuch eines KZ’s. Es war, als hätten schwarze Stiefel Schmetterlinge totgetreten, denn Gad Granach war wie ein bunter Schmetterling.
Es würde Spaß machen, doch leider unabkömmlich. Aber Gad Granach war nur die Hälfte. Ich weiß nicht, was er wäre ohne die Freundschaft und Unterstützung der Familie Broder und des Ölbaum-Verlags, der auch Gad Granachs Vater durch zwei hinreißende Bücher wieder zum Leben erweckt hat. Die Verbindung Broder-Granach hat diese humorvolle Persönlichkeit erst zum Leuchten gebracht. Die Bücher (“Da geht ein Mensch” und die Liebesbriefe), daneben auch “Heimat los” von Gad Granach selbst, sind ein sehr geschätzter Bestandteil meiner kleinen Bibliothek. Ich hätte ihm gegönnt, seinen Hundertsten noch selbst feiern zu dürfen. Dem Trio oder auch Quartett meine Hochachtung. Nicht alle Bücher werden mit so viel Liebe gemacht.
Das hört sich sehr gut an. Leider bin ich am fünften Mai nicht in Berlin.
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