Achgut.tv / 08.03.2022 / 06:15 / Foto: Achgut.com / 150 / Seite ausdrucken

Durchsicht: Heinsohns Blick auf Putins Krieg

Putins Krieg verläuft nicht so, wie ihn der Kriegsherr geplant hat. So kampfbereite Ukrainer hatte er nicht erwartet. Und nun? Putin will seine Macht retten und der Westen sollte sich um das Russland ohne Putin kümmern.

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Dirk Piller / 08.03.2022

Der verlogene Westen mal wieder. Und das stolze Volk der “Ukrainer”,  das ich nicht lache, seit wann gibt es das denn? Eigentlich geht es doch wieder einmal um Destabiliserung von Regionen - in dem Fall um Russland und Umgebung.

F. Seifert / 08.03.2022

Noch ein paar Gedanken zur jetzigen Situation: 1. Menschen, die keine Gelegenheit ausgelassen haben, Ungeimpfte aus der Gesellschaft auszugrenzen, predigen jetzt Zusammenhalt wegen des Ukrainekrieges. 2. Die gleichen Medien, die seit 2019 Sie über Corona informieren, tun das jetzt auch über den Ukrainekrieg. 3. Zwei Jahre Pandemie und nicht EINEN Euro ins Gesundheitssystem investiert aber 3 Tage Krieg und 100 Milliarden sind auf einmal verfügbar. 4. Zum Schluss nochmal zur Nennung der Kriegsparteien: Ukraine einerseits und Putin andererseits. Die Fokussierung auf Putin als “Kriegspartei” ist die Grundlage sich mit ihm allein zu beschäftigen z.B.: er sei irre, habe Long-Covid, will Zar spielen usw - es lenkt davon ab, das Russland ein berechtigtes Interesse daran hat weder Nato-Raketen noch Biowaffenlabore an seinen Grenzen zu haben. Noch wichtiger ist es aber ihn als Person anzugreifen, damit niemand auf den Gedanken kommt er mache das im Interesse seines Heimatlandes. Das wüde ja bei einem Vergleich mit unseren Polit-Eliten folgendes nach sich ziehen z. B.: “nun sindse halt da - wir schaffen das” -Merkel oder “mit dem Begriff Heimat kann ich nix anfangen” -Habeck und auch “Deutschland - du Stück Scheisse” - Roth und das Vertreten nationaler Interessen ist zu guter letzt auch das pure Gift für globale Machtphantasien eines Klaus Schwab und einer Ursula von der Leyen - aber ach - man könnte noch so viel gescheites schreiben. Aber die, die es verstehen, wissen es schon und die, die es noch nicht wissen, würden es nicht verstehen.

G. Böhm / 08.03.2022

@ Terence B. Pickens: Sie haben die Munition für die 13.000 US-Panzer vergessen, oder waren das welche der Fa. Matchbox. Bis zur Oder haben es die Geräte eher wohl nicht geschafft? - Was nur haben die Russen mit 32.000 Tonnen Mangan, 300.000 Tonnen Chrom gemacht?

beat schaller / 08.03.2022

Danke an @R.Brelugi, an K- D Weng und F. Johnson für die hervorragenden, informativen Ausführungen. Ich finde auch, dass die Ausführungen von Herrn Heinsohn zu parteiisch sind und eher Öl ins Feuer giessen. In dieser Situation ist der Verhandlungstisch und ein Waffenstillstand höchste Priorität und an den Verhandlungen sollten Zugeständnisse und längerfristige Ziele im Rucksack den Vorrang haben. Ich habe schon aufgrund der seit langem sichtbaren Tatsachen, wie Nato-Erweiterung, die Bemühungen die Ukraine zur EU zu holen, die Tatsache dass US Truppen die militärische Ausbildung vor Ort in Teilen der Ukraine machten etc. dass man dann lediglich Herrn Putin die Schuld zuweisen kann. Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, aufgrund von geschichtlichen Ereignissen eine Rückreise in die Ukraine zu machen, um sein Leben zu riskieren. Die Berichterstattung scheint mir immer noch viel zu wirr und widersprüchlich, zumal ich dem hiesigen politischen Personal sowieso gar keine Kompetenz zutraue und der Journaille, welche uns seit Jahren nur belügt, schon gar nicht s glaube. Also, der Verhandlungstisch und Zugeständnisse um endlich zu vernünftigen Gesprächen zu kommen, ist wirklich angesagt. Es ist auch gut zu wissen, dass die bisher Geflüchteten jetzt noch immer und schnell zurückkehren können, wenn denn man Waffenruhe wäre. Der “Westen” sollte wissen, wen die Sanktionen immer zuerst treffen. Immer und immer wieder. b.schaller

Reinhard Ickler / 08.03.2022

Nicht Putin wird nach dem Krieg hinweggefegt werden. Es wird dieser Selenskyj sein, der sein Volk in einen aberwitzigen Krieg geführt hat. Als er merkte, daß er sich gewaltig übernommen hatte, machte er Männchen vor NATO und EU. Man lese nur die markigen Sprüche dieses Großmauls. Man mag Putin verabscheuen. Aber verglichen mit diesem Hasardeur, ist er geradezu ein Vorbild an Rationalität.

Hans-Peter Dollhopf / 08.03.2022

Gestern wurde Generalmajor Vitaly Gerasimov, der stellv. Kommandeur von Russlands 41. Armee, zusammen mit weiteren Führungsoffizieren getötet, berichtet der Daily Telegraph. Die verschlüsselte Kommunikation der Russen über ihr nagelneues System Era funktioniert nicht richtig. Dadurch konnte ein Gespräch zwischen zwei FSB-Agenten aufgefangen werden. Wenige Tage zuvor war bereits General Andrei Sukhovetsky von einem ukrainischen Scharfschützen getötet worden. Gestern Nacht bombardierte die russische Luftwaffe einen Wohnblock in Sumy mit einer 500-kg-Bombe und richtete ein Massaker unter Zivilisten an, die heute nach Poltava hätten evakuiert werden sollen.

Gabriele Klein / 08.03.2022

@Lutz Peter   Nach dem II. Weltkrieg scheint es einige zu geben die genau das was Sie da über die “Russen” schreiben, über die Deutschen schreiben. Können Sie sich erklären warum?

Hans Meier / 08.03.2022

Ich wünsche den Menschen in der Ukraine Glück, Frieden, Freiheit und keinen gefährlichen kriegerischen Stress. Das wünsche ich den Ukrainern schon seit dem Regime-Change in Kiew und dem Bürgerkrieg, in dem anscheinend Freibeuter in der Ukraine beständig starke Unterstützung aus dem anglo-amerikanischen Westen, als Alliierte an ihrer Seite haben. Die teuflischen Gelüste derer, die genau wie Hitler, einen kranken neurotischen Hass entfachen, die in der Bevölkerung zu Progromen anstiften, zeigen einen Blackout aller Intelligenz. Denn es gibt für die, die solche schrecklichen „Staatsverbrechen“ mit Glück überleben, eine Zeit danach. Mit der erschütternden Frage „wie konnte es dazu kommen“?  Das Schreckliche scheint mir, das durchgeknallte Anführer, so wie Selbstmordattentäter, in ihrem „heiligen“ Kriegswahn sich dazu berufen fühlen, möglichst viele Mitmenschen zu töten. Wie kann man diesen Heldentod-Kult heilen? Die Verantwortung die anglo-amerikanischen Politiker jetzt in dieser blutigen Situation haben, wird nie mehr zu heilen sein.

Silas Loy / 08.03.2022

@ Klaus-Dieter Weng - Ihre beiden Beiträge sind sehr lesenswert, vielen Dank. Wenn im Fall des Angriffs auf die Ukraine das Diktum von Clausewitz stimmt, wonach der “Krieg die blosse Fortführung der Politik mit anderen Mitteln” ist, dann hat vorher die Diplomatie versagt. Man hätte nach der Zumutung der Osterweiterung der NATO, die in dieser Form durchaus vertretbar war, den Russen im Blick auf ihre direkten Nachbarländer im Gegenzug ein informelles Veto zugestehen müssen in allen Belangen, die hier ihre Sicherheit betreffen. Man hätte das vertraglich würdig fixieren und zudem gleichzeitig eine nachhaltige Annäherung und Vertrauensbildung zwischen Moskau und der NATO in Gang setzen müssen. Auch im eigenen Interesse, denn die Russen gehören zu Europa und sind ausserdem geostrategisch von allergrösstem Wert. Stattdessen hat man sie zunehmend provoziert und den Euromaidan massiv unterstützt (wenn nicht massgeblich inszeniert), wo eine rechtmässig gewählte Regierung gestürzt wurde, weil sie die Option einer EU-Mitgliedschaft verworfen hatte. Dann wurde die Ukraine zu einem Frontstaat gegen Russland aufgerüstet. Es ging darum, Russland kleinzukriegen. Dieser riskanten und rücksichtlosen Selbstherrlichkeit des Westens und seiner ukrainischen Lakaien wusste sich Putin nicht mehr anders zu erwehren, als die “andere Mittel” anzuwenden. Wenn er dabei Kritiker im eigenen Land hart angeht, ist das auch nicht schlimmer, als wenn die Regierungen in Deutschland Spaziergänger von der Polizei verprügeln lassen. Und wenn die Ukrainer jetzt kämpfen wollen, dann werden sie das entsprechende Blutbad bekommen. Wir müssen schnellstens zurück zur Diplomatie und zwar mit Putin, nicht gegen ihn, nicht als Belohnung, sondern aus Einsicht.

Frances Johnson / 08.03.2022

Jemand erwähnt den Zweiten Golfkrieg 1991, große Koalition von Willigen gegen Saddam Hussein. Der Vergleich hinkt. Erstens war jetzt Saddam Hussein tatsächlich mehr oder minder und unangefochten ein kranker Hitlerbewunderer, also weltweit inakzeptabel, zweitens ging es um Erdöl. Saddam selbst ging es wohl darum, dass er zu hohe Schulden bei Kuweit hatte und die Annexion als Lösung ansah. Ich würde mich wundern, wenn Russland Schulden bei der Ukraine hätte. Dummerweise hatte der Zweite Golfkrieg (als Erster Golfkrieg wird heute wohl Iran vs. Irak bezeichnet), nicht zur Folge, dass Saddam abgesetzt wurde, damals spekulativ damit begründet, dass keine Alternative in Sicht war.

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