Sahra Wagenknecht verteidigte als Kommunistin die DDR und begeistert heute selbst Konservative. Klaus-Rüdiger Mai beschreibt, wie die Frau zu verstehen ist.
Beitragsbild: Montage Achgut.com / Sandro Halank CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Sahra Wagenknecht verteidigte als Kommunistin die DDR und begeistert heute selbst Konservative. Klaus-Rüdiger Mai beschreibt, wie die Frau zu verstehen ist.
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„Kreativer Sozialismus“! Das politische perpetuum mobile? Was macht sie denn? Propaganda, linke Rattenfängerei, …? Und wer fällt auf sie herein? Gehirngewaschene Wessis etwa? Ich bin kein Masochist. Ich möchte trotzdem eine ungeschminkte Genossin sehen (rein physisch sicher „Bildfolter“)?
Mich begeistert sie aufgrund ihrer Haltung zu Russland und der NATO überhaupt nicht!
Ein Witz aus alter Zeit.
Max besucht mit einem Freund die Börse in Berlin.
„Siehst Du den Herrn dort links neben der ersten Säule ?
Er sieht aus wie ein Ganove, er spricht wie ein Ganove, er handelt wie ein Ganove: Er ist ein ehrlicher Mann.“
– – –
Das hab ich an Hermann Gremliza (langjährig Herausgeber und Autor von „konkret“) immer bewundert. Er war nicht nur Kommunist, sondern ein bekennender Alt-Stalinist. Er hatte nur sehr wenige (allerdings äußerst wesentliche) Ansichten, in denen er sich von mir unterschied. Daraus strickte er seine Artikel, die einigermaßen plausibel wie widerspruchsarm waren.
S. Wagenknecht ist H. Gremliza heute auf weiblich.
sehr schönes Portrait! Ich ergänze: die Frau ist Kommunistin, weil ihr die Theorie gefällt. Die Theorie sieht für die Gesellschaftsveränderung das Morden und eine Diktatur vor. Sie hat die Partei nach sich selbst benannt. Das ist ihrer Marke geschuldet, aber darüber hinaus steht es natürlich für eine vollkommen verkorkste Psyche.
Klaus-Rüdiger Main versucht wohl, mit einer küchenpsychologischen Fernuntersuchung die Person Sahra Wagenknecht zu beschreiben. Offenbar hat Klaus-Rüdiger Mai [1963] als etwas älterer Zeitgenosse als Sahra Wagenknecht [1969] während seiner Zeit in der DDR nicht allzuviel vom historischen und dialektischen Marxismus verstanden, sonst würde er die Politikerin Sahra Wagenknecht besser beschreiben und erklären können. Frau Wagenknecht ist nämlich – wie auch andere nach der Auflösung der DDR sowie der Auflösung aller marxistischen akademischen Institute der Akademie der Wisenschaften (AdW) und dem allmählichen Zerfall der SED-PDS-Linke – einfach eine weltanschaulich selbständige Einzelgängerin. Da es schon in der DDR sowie insbesondere in der SED zu wenige wirkliche Marxisten gab, wie Lothar Bisky einst anmerkte, sind Marxisten wie Wagenknecht auf sich selbst gestellt. Es gibt aufgrund der Auflösung der marxistischen akademischen Institute der AdW ja auch keine philosophische Auseinandersetzung und Anleitung mehr. Wagenknecht wird einige Zeit gebraucht haben, um zu erkennen, dass es in der alten BRD erst recht keine Marxisten gab und die, die sich als solche Ausgaben, einfach nur Schwätzer waren und sind. Gerade auch aus diesem Grund musste sie die von verbalradikalen Kleinbürgern [Die Selbstgerechten] umgeformte Linke verlassen. Als richtige Marxistin muss sie deshalb auch bei den Ordoliberalen und den diesen folgenden Sozialliberalen ansetzen, denn schon eine Rückkehr dieser Politik der 1960er-1970er wäre heute geradezu revolutionär. Anschlussfähig scheint diese Politik jedenfalls immer noch zu sein. Das zu erkennen, verfehlen Klaus-Rüdiger Mai und wohl auch Peter Grimm bei weitem. Sie mit Verweis auf ihre Jugend und frühere Aussagen nun als „Kommunistin“ brandmarken zu wollen, ist auf dem Niveau der CDU der 1950er. Oder um es so zu sagen: Knapp daneben ist auch vorbei.
Auf jeden Fall hat Frau Wagenknecht einen besseren Start hingelegt als Herr Maaßen mit seiner„WerteUnion“ der noch kein % erreicht hat , aber schon als Wunschpartner für Koalition die CDU nennt ! Die Reaktionen waren entsprechend !
Eine herbe Schönheit, die sich zu inszenieren weiß, mehr nicht.