Sahra Wagenknecht verteidigte als Kommunistin die DDR und begeistert heute selbst Konservative. Klaus-Rüdiger Mai beschreibt, wie die Frau zu verstehen ist.
Beitragsbild: Montage Achgut.com / Sandro Halank CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Sahra Wagenknecht verteidigte als Kommunistin die DDR und begeistert heute selbst Konservative. Klaus-Rüdiger Mai beschreibt, wie die Frau zu verstehen ist.
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Sie ist nicht nur die populärste Politikerin der Linken, sondern auch noch der Paradiesvogel unter lauter Sperlingen. Intelligent, rhetorisch begabt, teilweise sogar mit einem gewissen Grad an gesundem Menschenverstand ausgestattet, was unter Linken eine absolute Seltenheit ist. Schade, wahrscheinlich in der Kindheit, statt Grimms Märchen, Marx und Lenin vorgelesen bekommen.
Alles was Wagenknecht zur Regierung sagt stimmt. Aber wie glaubwürdig ist diese Kritik aus dem Munde einer Kommunistin? Im Kommunismus und in dem aufgelösten Lieblingsstaat von Wagenknecht, der DDR, waren ja die Verhältnisse ungefähr so wie die, welche sie heute kritisiert. Ob ich jetzt 10 Jahre für ein Schrott-Trabi warten muss oder die Heizung nicht frei wählen kann, who cares. Ich möchte in keinem dieser Systeme leben. Was den Konservativen an Wagenknecht gefällt ist ihr Antiamerikanismus. Damit hat sie sie schon im Sack. Und für eine Kommunistin zu sein ist heutzutage nicht so mehr schlimm. Man ist nicht so ausgestossen wie ein AfD-Wähler.
@Rudi Knoth: Lernprozess zugestehen? Die lupenreine Kommunistin Wagenknecht ist noch 1989 kurz vor dem Ende der DDR in die SED eingetreten. Dann ging es weiter über SED/PDS, PDS/WASG … und bis zum letzten Tag bei der Linken. Das Geld, unser Geld, hat sie gerne mitgenommen. Ich habe sämtliche ihrer Aussagen der letzten Jahre noch in den Ohren. Und wer sich einmal das Grundsatzprogramm des BSW (wer zum Teufel nennt eine Partei nach sich selbst? Narzissmus?) anschaut, sieht ganz schnell, dass das BSW ein rotgrüner Abklatsch ist. Nix mit Ende ungezügelter Migration. Aber ein großes Ja zur Staatswirtschaft ala DDR-Planwirtschaft. Und so weiter. Als Kind der DDR mit jetzt Ü50 habe ich die Nase voll von sowas. Da helfen auch manch kluge Worte von Wagenknecht nicht. Letztlich ist das BSW nur Mehrheitsbeschaffer für die Kartellparteien.
Immer amüsant zu lesen wie hier eine radikale Minderheit fest davon überzeugt ist den politischen Durchblick zu haben und alle anderen der Dummheit bezichtigt. Das ist ganz klar die neue intellektuelle Elite Deutschlands, die viel besser Bescheid weiß als der dumme Rest Europas der sich unter den Schutz der NATO und des „Hegemons“ stellt.
Diese Frau mit ihrem marxistischen Getue und ihrer Liebe für den Luxus hat uns gerade noch an unserer politischen „Raupensammlung“ gefehlt. Natürlich ist sie für Putin, denn der hat es schließlich durch seine aufopferungsvolle Arbeit zum Milliardär gebracht und sich gerade die ewige Freundschaft des norkoreanischen Menschenfreunds Kim jong-un gesichert.
Fake-Opposition. Mit Mogelpackungen kennt Links sich aus. Nur in der „Gute Sozialismus Umsetzung“ (Giffeydeutsch) gibt es schon mal „leichte Verwerfungen“ (Yascha Mounk). PS.: „Der beste Weg, die Opposition zu kontrollieren, besteht darin, sie selbst zu führen.“ (Lenin); „Unser Desinformationsprogramm ist vollendet, wenn alles was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist.“ Dieses Zitat wird William Casey, CIA-Direktor in den Jahren 1981-1987, zugeschrieben. Quelle: Newsweek und anderen Zeitungen im Sommer 1981 in Bezug auf einen damals geplanten Sturz des libyschen Staatsoberhaupts Muammar Gaddafi. (gegegenfrage punkt com) PS.: Verwerfungen heißt: Not, Elend und Tote. Viele Tote. Aber wer stirbt nicht gerne für einen guten Zweck.
Frau Wagenknecht habe ich als politischen Gegner immer geschätzt, weil sie sehr viele kluge Gedanken, sehr richtige Wahrheiten ausgesprochen hat und haben wird. Ihre sozialistische Ausrichtung war und ist heute mein klarer Antipol. Aber was ich wirklich an ihr schätze ist die Tatsache, daß ihr unser Land und unsere Nation nicht scheißegal sind.