Achgut.tv / 09.09.2022 / 12:00 / Foto: Olaf Kosinsky / 68 / Seite ausdrucken

Durchsicht: Der Kanzler des Unterhakens

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte in dieser Woche im Bundestag eine Krisenrede gehalten, die manche Kommentatoren begeisterte. Warum eigentlich? Der Kanzler hatte nur seinen Textbausteinkasten etwas aufgehübscht.

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Martin Goetsch / 09.09.2022

Der Kanzler hat recht, im Winter werden wir uns alle UNTERHAKEN und die Regierung aus dem Amt jagen.

W. Renner / 09.09.2022

Unterharken, weghäkeln, abhaken!

Wolfgang Richter / 09.09.2022

@ Pia Schubert - “Frau Weidel war nicht zu beneiden.” Schade nur, daß deren Abrechnung mit den an der aktuellen Misere munter mit werkelnden Politdarstellern hier keine Erwähnung gefunden hat / findet. Gibts aber sicher als Phönix-Ausschnitt bei yt, für die, die sie bisher nicht gehört haben und interessiert sind, muntere 10 Minuten, in denen Ross und Reiter genannt werden, in verständlichem Deutsch, ungegendert.

Wolfgang Richter / 09.09.2022

“Unterhaken” zum “You*ll never walk alone” war zB schon 1938 als Appell an die Volkssolidarität formuliert. Und wer nicht mitmacht, stellt sich außerhalb und hat die Konsequenzen zu tragen. War ja schon neim “Corona-Impfappell” entsprechend formuliert. Zu 1938 gibts eine passende Rede im Zusammenhang mit der Angliederung von Österreich ans “Reich”, gesprochen vom Herrn Seiß-Inquart. Heute sind die gebrauchten Vokabeln dem Zeitgeist angepaßt “moderner”, meinen aber dasselbe. Ich will hier nichts relativieren, nur waren mir die in die selbe Richtung gehenden politischen Aussagen bei zufälligem geschichtlichen Rumstöbern aufgefallen. Aber sicher haben die aktuellen Politakteure keine ahnung, daß sie diesbezüglich das Rad nicht neu erfunden haben, wo sie doch Ger-money in eine glorreiche Zukunft zu führen gedenken, mit instabiler Energieversorgung, monetärer Enteignung und zumindest eingeschränkten Grundrechten. Frei nach WEF-Schwab und seinen Jüngern “Ihr werdet nichts mehr haben undn glücklich sein.”  Dafüpr einen herzlichen Dank an den Kanzlernden, seine völlig unfähigen Gehilfen und, nicht zu vergessen, die 16jährige Vorbereitung durch die C-Parteien.

Dirk Jungnickel / 09.09.2022

In der unverzichtbaren Berliner Morgenpost - Gazette waren heute ellenlange Bekundungen zum Tode der Oueen zu lesen, was natürlich den Michel mehr umtreibt als Nine - Eleven vor genau 21 Jahren, nach dem es Freudentänze in Palästina gab (das als Staat nie existiert hat). Aber der zweieinhalbtausendfache Mord unschuldiger westlicher Erzfeinde mußte ja gefeiert werden. O l a f   S c h o lz. Eine hochwichtige Angelegenheit ist wegen der Häufung der Ereignisse kaum gewürdigt worden: Nach enormen Energieverbrauch und xy Sitzungen ist es bei Madame Tussauds gelungen, vom Olaf , der belanntlich unseren derzeitiger Kanzler gibt, ein täuschend ähnliches Ebenbild zu erschaffen. Bevor das Kunstwerk Unter den Linden seinen festen Platz einnehmen wird, ist es irgendwo am Ku’damm zu besichtigen. Da heute technisch Manches möglich ist, wurde dem Vernehmen nach auch erwogen, dieses Abbild auch scholzen zu lassen. Aber man konnte sich nicht auf den Text einigen. Übrigens: Heimlich soll sich auch S. Esken ( auch SPD) beworben haben. Sie hätte sogar eingeräumt, in Turnschuhen und geschmacksverirrt auftreten zu wollen, also authentisch, jedoch haben sie sie bei Madame Tussauds auf einen späterin Zeitpunkt vertröstet.

Didi Hieronymus Hellbeck / 09.09.2022

Lasst den Scholz in Ruhe,. Er hat unbestreitbare Vorteile: keine Doktorarbeit abgeschrieben oder schreiben lassen. Ist das etwas nichts?* Zum Hintergrund: die Kapitulation erfolgte im Reims am 8. Mai 1945, am 9.5.1945 in Berlin-Karlshorst und nach dem 24.2.2022 nochmalig und diesmal endgültig-bedingungslos. Vor solch einem Hintergrund macht Scholz seine Sache zumindest schauspielerisch ambitioniert, oder etwa nicht? * und ich rechne es ihm hoch an, dass er niemals behauptete, Physikerin zu sein - seinen Status Anwalt halte ich für absolut authentisch.

lutzgerke / 09.09.2022

“Die Grünen: Dead men walking”, Ernst Wolff. Der Kommentar von Ernst Wolff macht zuversichtlich. (daß mir das Wort gerade über die Lippen kam? ) Ernst Wolff ist ein Meister darin, komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen. Es geht nicht darum, die Leser von Achgut aufzuklären, die sehen selber, daß sie die träge Masse mitschleppen müssen. Es geht darum, zu sehen, daß auch die Altparteien das Ende der Fahnenstange erreicht haben.

Hermann Ludewig / 09.09.2022

Höre ich den Satz, daß sich untergehakt wird, fällt mir folgendes ein: Hamburg, Ende der 60er Jahre, Kaiser-Wilhelm-Straße, Axel-Springer-Hochhaus, der Mob brüllte in der Straßenschlucht im Chor: „Bürger lasst das Glotzen sein, kommt herunter und reiht euch ein!“ Unten im Laufschritt unterwegs der Pöbel - untergehakt. Es dauerte nicht mehr lange und Sprengsätze flogen in das Druckereigebäude und verletzten Menschen. Viele, die sich damals unterhakten, marschierten seitdem durch die Institutionen. Oben angekommen setzen diese Leute das fort, was sie seinerzeit begonnen haben, die Zerstörung dieses Landes. Es wird ihnen nicht gelingen, denn sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

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