Der jüngste Auftritt von Jens Spahn vor der Enquete-Kommission des Bundestages zur Corona-Aufarbeitung endete wie erwartet. Der Minister erwies sich als beispielhaftes Mitglied der Teflon-Fraktion. Motto: „Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter“. Die monströsen Fakten über die Aushöhlung der Grundrechte, Geldmacherei, Lobbyismus, Nötigung sowie körperliche und seelische Schädigungen der Menschen in dieser Zeit liegen auf dem Tisch. Sie werden aber weitgehend ignoriert – und ein ehemaliger Gesundheitsminister, der daran maßgeblich beteiligt war, lässt kritische Nachfragen an sich abperlen wie ein Eisautomat auf dem Hotelflur.
Spätestens seit den Corona-Jahren ist in Deutschland fast nichts mehr, wie es war und kaum etwas, wie es sein sollte. Das Grundvertrauen in den Staat und die öffentlichen Institutionen befindet sich bei vielen Bürgern auf dem Weg unter den Meeresspiegel. Achgut.com stellt unter anderem eine der besten und inhaltsreichsten Chroniken der Corona-Zeit dar. Niemand kann behaupten, er hätte von nichts gewusst. Oder gar: Er hätte es nicht wissen können. Und ganz bestimmt trifft dies nicht auf Ex-Minister wie Jens Spahn oder Karl Lauterbach zu. Künftige – vielleicht etwas engagiertere – Staatsanwälte dürfen sich daher gern aus unserem reichen öffentlichen Fundus bedienen: Erstklassiges Beweismaterial und ein echter Dienst für gegenwärtige und künftige Generationen.
Achgut.com dokumentiert die Entwicklung in diesem Land nunmehr seit 21 Jahren. Von unseren Lesern finanziert, unabhängig und gegen alle Widerstände. Reich werden kann man damit nicht, lediglich reich an Erfahrung. Die verhilft auch zu einer gewissen Unaufgeregtheit und Gelassenheit, selbst unseren Humor haben wir uns bewahrt. Und prekäre Finanzen sind leider unser treuer Begleiter, die staatlich forcierte „Demonetarisierung" (Nancy Faeser) kritischer Stimmen traf uns mit als erste. Dennoch oder gerade deshalb lieben wir es, aus vermeintlichen Ausnahmezuständen und Politsprechblasen die Luft herauszulassen. Ganz nebenbei schrumpfen wir den Dünkel manch selbsternannter „Qualitäts-Journalisten“ auf Normalmaß. Auch wollen wir über den jeweiligen Skandal des Tages hinaus fundierten Hintergrund und analytische Orientierung bieten. Einst nannte man das politisches Feuilleton im besten Sinne.
Heute beispielsweise können Sie einen ausführlichen Bericht über eine positive Spätfolge der Bauernproteste lesen („Erfolg der Bauernproteste: Bundesverwaltungsgericht zündet Bombe“). Es geht dabei um eine veritable Niederlage deutscher Behörden vor dem Bundesverwaltungsgericht. Das Gericht stellt das Grundgesetz über die sogenannte „Düngeverordnung“. Das klingt technokratisch und langweilig. Darum hat sich wohl auch kaum ein Journalist die Mühe gemacht, die Tragweite dieses Urteils aufzuzeigen. Die ist nämlich auch für andere Bereiche exemplarisch: Die Grundrechte der Bürger werden hier gegenüber einem übergriffigen Staat wiederhergestellt. Das ist ein Grund zur Freude und ein Grund zur Ermutigung, weil eben doch nicht alles verloren ist, weil nicht jede Anstrengung umsonst ist, weil es in unseren Institutionen immer noch Menschen gibt, die demokratische Morsesignale senden.
Achgut.com hat eine starke Hebelwirkung
Die Bauernproteste vor zwei Jahren bestimmten alle Schlagzeilen, und dann zog die mediale Karawane einfach weiter. Das verfestigt den Eindruck, dass man sowieso „nichts machen kann“. Doch, man kann. Beispielsweise wenn die Bauern vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen. Oder wenn Achgut.com die Zensur in diesem Land in zähen Prozessen vor Gericht niederringt. Die sind in unserem Falle mittlerweile Legion. Und einige – etwa gegen das Zensurunternehmen „NewsGuard“ – laufen auch noch.
Wo wir gerade dabei sind, ein wenig Bilanz zu ziehen: Man sollte seine Wirkung nicht überschätzen, man sollte sie aber auch nicht unterschätzen. Achgut.com wird von Millionen Lesern wahrgenommen und regelmäßig besucht. Wobei nicht allein wichtig ist, wie viele uns lesen, sondern auch wer uns liest. Wir können zuverlässig davon berichten, dass Achgut.com in Parteien, Institutionen und Behörden aufmerksam verfolgt wird, schon aus Gründen der Feindbeobachtung. Auch in vielen Redaktionen lesen uns Kollegen, auch dort, wo es alles andere als karrierefördernd ist, darüber zu reden. Aber manche Inhalte greifen sie dennoch gern auf, nur eben oft ohne sich zur Quelle zu bekennen.
Achgut.com wirkt. Wir können davon berichten, wie Achgut-Autoren jenseits ihrer Beiträge mit eigenen Projekten, Vorträgen und Aktionen die öffentliche Meinung in diesem Land vielfältig beeinflussen. Achgut-Autoren wie Gunter Frank und Tom Lausen sitzen mittlerweile in Enquete-Kommissionen von Bund oder Ländern zur Aufarbeitung der Corona-Geschehnisse. Die Achse des Guten hat – wie man an der Börse sagen würde – eine starke Hebelwirkung.
Viele junge Talente und Autoren verdienten sich auf Achgut.com die ersten journalistischen Lorbeeren und zogen hinaus in die weite Welt der inzwischen entstandenen neuen Medien-Landschaft: von Apollo News über Nius bis zu Kontrafunk. In der Biologie nennt man das Zellteilung, und es ist ein sehr erfolgreiches Prinzip. Achgut.com hat den Ruf, auch für Nobodys und journalistische Quereinsteiger offen zu stehen, mit immer wieder überraschenden Beiträgen und unerwarteten Positionen. Unser Medium ist eben auch ein Talentschuppen. Wir möchten uns bei Ihnen, liebe Leser und Spender, dafür bedanken, dass Sie dies auch im vergangenen Jahr möglich gemacht haben. Und wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch weiterhin mit einer Spende oder Patenschaft dabei unterstützen, unser Medium auch in der kommenden Zeit finanziell durch raue Gewässer zu steuern. Den Spendenbutton finden Sie gleich unter diesem Text.


Es ist spät, aber herzlich zu danken, ist es nie zu spät. Dr. Kathleen Hengstenberg
Hochachtung vor Ihrer Arbeit, dem Durchhaltewillen und den Erfolgen.
Seit 2015 – insbesondere in Corona-Zeiten – haben Sie unzähligen Lesern, Kommentatoren und Autoren eine Stimme gegeben. Dafür herzlichen Dank.
Ist es despektierlich – ich bitte um Verständnis – auch in der aktuellen Phase der Kriegstreiberei um eine kritische Position auch gegenüber den jetzigen, nahezu identischen Profiteuren (Parteien links der grün-woken Brandmauer) zu ringen?
@Jungnickel: „…Ihre herausragende Bildung dürfte bekannt sein, aber ihr Genosse Klingbeil scheint sie immer noch an einer zu kurzen Leine zu halten. DENN : Jedem der auch nur die Bundespolitik ein wenig im Blick hat, dürfte klar sein, dass sie Kanzlerinnen – Potential hat. ==> Was haben Sie geraucht? Oder spielen Sie den Satiriker? Holen wir doch gleich Merkel aus der Kiste, sie springt ja die ganze Zeit schon gegen den Deckel…der Wähler weiß ja: “Sie kennen mich„. Oder braucht man Ihrer Meinung nach ein gerüttelt Maß an schlechtem Charakter und Dummheit zum Kanzlern? Bas können sie gleich in der Pfeife rauchen, auch nur eine Sozen-Tusse mit Machtgelüsten, bei der das Geld auf Bäumen wächst. Frohe Ostern! Sie sollten Kommentare nur in Ihren lichten Momenten schreiben.
Einen in einer hiesigen Bibliothek gefundenen Spruch erweitere ich
zur Feststellung: „Achgut-Lesen gefährdet die Dummheit.“
H. Meißner
Was mich an der Achse fasziniert, sind nicht nur die herrlichen Beiträge, sondern auch das exquisite Forum, wo kundige und kultivierte Leute sich äußern. Daß die Achse eine solche Leserschaft versammeln konnte, ist außergewöhnlich (wenn man sich so anderweitig umsieht ---)
In diesem Staat – böse Zungen sprechen von einer offenen Anstalt – werden die vorhandenen politischen Potenzen leider nur nicht richtig genutzt. Eine verkörpert ein gewisse Bärbel Bas, SPD. Ihre herausragende Bildung dürfte bekannt sein, aber ihr Genosse Klingbeil scheint sie immer noch an einer zu kurzen Leine zu halten.
DENN : Jedem der auch nur die Bundespolitik ein wenig im Blick hat, dürfte klar sein, dass sie Kanzlerinnen – Potential hat. Man vergleiche sie nur mit Dr. Weidel, die ihr nicht mal einen Schluck Wasser reichen könnte, aber die von der extremen Rechten – leider vernachlässigt vom Verfassungsschutz – als zukünftige Kanzlerin gehandelt wird.
Grauenvolle und beängstigende Zustände in der Deutschen Demokratischen Republik !!!
Danke vielmals fuer freie Meinung, selbst dann, wenn man eine andere hat. Weiter gutes Gelingen und Motivation! Und auch herzliche Weihnachtsgruesse an den brillanten Anwalt („ Oder wenn Achgut.com die Zensur in diesem Land in zähen Prozessen vor Gericht niederringt. Die sind in unserem Falle mittlerweile Legion.“) Eine gute Adventszeit noch und Frohe Weihnachten jetzt schon, da ich dann keine Zeit haben werde. An Henryk Broder mein Mitgefuehl fuer die neuerliche Attacke auf Juden ausgerechnet an Chanukka.