
Die Unterzeichner einer Forderung nach schnellem Ende des Krieges als verlogene Pazifisten zu bezeichnen, ist weit unter der Gürtellinie, Herr Broder. Für mich sind die Unterzeichner Romantiker, die Realitäten nicht wahrnehmen können oder wollen. Dass Russland die “Befreiung der Ukraine vom Faschismus” mit Waffenstillstand zustimmt, ist gewiss. Denn Waffenstillstand heisst im Klartext: der Aggressor gewinnt und diktiert die Regeln (siehe Vichy-Regime Frankreich 1940-1944). Ein Desaster für die Ukraine und für die freiheitliche Welt. Diejenigen, die noch weit von der Front sind, haben gut reden, wenn sie Waffenstillstand fordern, gerade in einem gesellschaftlich fragilen Staat, wie die Ukraine kein Sicherheitspfand gegen weitere Annexionen Russlands.
Ehrlich gesagt: Die Meinung der Margot Käßmann ist egal! Eine Frage ist viel interessanter: Was sind unsere Kriegsziele in dem Konflikt? Jahrzehnte an Selenskij Waffen zu liefern, die ihn doch nicht zum Sieg führen? Ist ein Putin, der den Krieg gewinnt wünschenswert? Nein. Ist ein Putin der gestürzt wird und durch einen waffenstarrenden General ersetzt wird wünschenswert? Nein. Also sollte unser Ziel Verhandlungen sein. Nur die sind weit entfernt! Was Broder oder Käßmann darüber denken…spielt für die Waffenindustrie, für die geopolitische Hoffnungen der USA, für die Hoffnungen der NGO´s mit Ukrainischen Flüchtlingen Geschäfte zu machen. (die NGO´s bekommen dann noch mehr Geld vom Staat) usw. keine Rolle! An diesem Krieg verdienen einige Leute zu gut, als dass er jemals enden sollte. Traurig!
“..... dass sie nicht mitbekommen hat, wer alles bei Putin auf der Suche nach einer diplomatischen Lösung vorgesprochen hat.” Habe ich da was verpasst, Herr Broder? Ich bitte um Ihre Aufklärung und auch die von Lesern hier, WER da alles in Moskau war? Oder meinen Sie lediglich am Telefon? Haben Telefonate allein schon mal einen Krieg beendet? Ich kann Ihnen aber genau sagen, wer alles persönlich in Kiew war, um nicht nach einer diplomatischen Lösung zu suchen, sondern um ein Gläschen Schampus zu genießen.
Als die Sowjetunion zusammenbrach, war Rußland zu schwach, sich der Auflösung entgegenzustemmen. Vielleicht wollte das auch niemand mehr, weil erkannt worden war, daß ein rohstoffreiches Land viel besser dasteht, wenn es die wirtschaftlich entwickelten Nachbarstaaten von seinen Bodenschätzen abhängig macht. Das hat nicht nur für das Baltikum und Westslawien, sondern auch für die Ukraine, die stärkste Republik der UDSSR funktioniert. Wenn also heute die Waffen zur Ruhe kommen, wird die Ukraine aufgeteilt in selbständige Staaten und Rußland bleibt wie es ist, damit es zu höchsten Preisen verkaufen kann. Das Problem ist, daß die Oligarchen der armen Westukraine nicht auf die Erzeugnisse der reichen Ostukraine verzichten wollen. Mit Demokratie hat das alles gar nichts zu tun, wie immer und überall schon.
müsste, könnte, sollte - im Reiche des Konjunktivs ist die protestantische Platitüdenkönigin mitsamt ihren Schäfchen sicher eine große Nummer. Ohne Verbeamtung, also in der real dinglichen Welt, müssen Menschen mit diesem geistigem Inventar in der Kita oder im Altersheim Windeln wechseln oder Schnittchen servieren. Oder zu den Grünen gehen…....
Was sind denn Ihre Kriegsziele Herr Broder? Das Sie so geschichtsvergessen sind ist “ent-täuschend”. Fragen Sie sich mal, ob die USA es amüsieren würde, wenn Canada sich einem russischen Bündnis anschließen würde. Oder weshalb die souveräne, sozialistische, kubanische Republik bis dato keine russischen Atomraketen aufgestellt hat.
Danke , Henryk M. Broder, für die wahren Worte ! Das Interview mir der Friedensapostelin habe ich ebenfalls vernommen. Als der Interviewer fragte, warum der Appell nicht an Putin gerichtet sei und nicht zunächst dessen Überfall auf die Ukraine angeprangert wurde, fühlte sich M. Kässmann bemüßigt, einzuräumen, dass sie natürlich keine Putinversteherin sei. Wenn ich mich richtig erinnere, hat der ehem. ukrainische Botschafter in Deutschland geäußert, dass das Pamphlet auch Putin unterschreiben würde und könnte.
Witzig, dass man jetzt sogar Partei für Kriminelle ergreifen soll, wenn diese von anderen Kriminellen angegriffen werden. Wer findet, dies ginge ihn, respektive den Westen nichts an, der gilt als Kriminellenversteher. Aber nur von dem einen Gangster, das Gewaltregime des anderen wird als edel dargestellt. Langsam überschreiten die Pöbelei gegen die immer gleichen Figuren, auch die Grenze der Redundanz. Früher war Herr Broder mal witzig, aber legte er sich auch noch mit Leuten an, die ihm intellektuell das Wasser reichen konnten. Heute wirkt es auf mich wie das latent aggressive Auftreten linksgrüner Kader. Die merken auch nicht das sie sich komplett lächerlich machen. Weil deren Storys auch nur bei sehr schlichten Geistern verfangen und bei den Naiven. Sie langweilen!
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