Der elektronischen Patientenakte (ePA) haben kurz vor Einführung nur etwas mehr als fünf Prozent der Versicherten widersprochen. Die Bundesregierung soll mit einer Ablehnungsquote von 20 Prozent gerechnet haben. Das macht es Union und SPD einfacher, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, „von einer bundesweiten Testphase zu einer verpflichtenden sanktionsbewehrten Nutzung“ voranzuschreiten. Der zwischenzeitlich zum Bundeskanzler gewählte Friedrich Merz (CDU) hatte im Februar noch vorgeschlagen, denjenigen, die sich der ePA nicht verweigern, mit einem zehnprozentigen Rabatt bei den Krankenkassenbeiträgen zu ködern. Wer nicht möchte, dass seine sensiblen Daten im Gesundheitswesen und bei Hackern herumschwirren, bekommt Probleme.
In analogeren Zeiten ging es noch anders zu: Die Volkszählung in den 1980ern beschäftigte und polarisierte die Bundesrepublik über Jahre hinweg, viele verweigerten trotz Bußgeldandrohung das Ausfüllen oder trugen falsche Angaben ein, Gerichte urteilten, die Stimmung war aufgeheizt. Inzwischen haben sich auch die Deutschen an zunehmend mehr Überwachung und Aushorchung gewöhnt: Kameras im öffentlichem Raum, Großer Lauschangriff, Otto-Katalog, biometrische Pässe, Staatstrojaner, Datensammlung durch Autos, Kontaktverfolgung potenzieller Corona-Virenträger – vom gläsernen Smartphone-Nutzer gar nicht zu reden.
Den nächsten Schritt geht die digitale Identität. In der EU z.B. soll sie als EUDI eingeführt werden, zusammen mit einer elektronischen „Brieftasche“ zu ihrer Aufbewahrung. Als ganz praktisch preist das die EU-Kommission an: „Der Nutzer hat alle seine Dokumente in seiner persönlichen digitalen Brieftasche – vom nationalen Personalausweis bis zum Einkommensnachweis“. Die neue Bundesregierung will sie allen zur Verfügung stellen, aber bei diesem scheinbaren Service bleibt es nicht. „Jeder Bürger […] erhält verpflichtend ein Bürgerkonto und eine digitale Identität“, heißt es im Koalitionsvertrag. Vergessen Sie linke und rechte Identitätspolitik – die künftig entscheidende Identität erhalten Sie vom Großen Bruder. In früheren Dystopien wurde der Mensch zur Nummer degradiert – bald soll er sich mit einem Dasein als wandelnder QR-Code abfinden. Die Coronaspritzen-Zertifikate, wie etwa die der EU, dienten als Feldversuch für die Akzeptanz – mit leider nicht geringem Erfolg.
Sozialkreditpunktesystem nach chinesischem Vorbild
Der Digitalisierungszwang, von der Koalition z.B. als „Digital-Only“ und Zentralisierung für Behördengänge der Bürger geplant, führt letztlich zum noch gläserneren Individuum. Er dient „der Verwirklichung eines totalitären Technokratentraums“, wie der Journalist Norbert Häring schreibt, in dem „die Bürger lückenlos überwachbar werden“ und „sich komplett an das System anpassen müssen“. Zusammen mit der Einführung des Digitalen Zentralbankgeldes (CBDC) (und anderen Elementen wie der Durchlöcherung der Anonymität im Internet) läuft das Ganze auf ein Sozialkreditpunktesystem nach chinesischem Vorbild hinaus. Zahlen und sich legitimieren können würde dann davon abhängen, ob man sich nach Vorgabe verhält: das „Richtige“ konsumiert, sich auf Befehl impfen lässt, keinen Hass im Netz verbreitet, in der 15-Minuten-Stadt bleibt, die Biotonne korrekt befüllt.
Beim CBDC ist die EU-Ebene zuständig, die EZB trat im Oktober in die nächste Phase der Umsetzung des digitalen Euro ein. Da es sich um ein globales Projekt handelt, befinden sich neben der EU die allermeisten Nationalstaaten in irgendeiner Stufe der Einführung. Wozu der Aufwand, ist digitales Zentralbankgeld nach Einschätzung des US-Notenbank-Vorstandsmitglieds Christopher Waller doch nur „eine Lösung auf der Suche nach einem Problem“? Offenbar besteht das Problem in zu wenig obrigkeitlicher Kontrolle des privaten Geldausgebens. Immerhin: In den USA haben Präsident Trump und das Repräsentantenhaus dem CBDC dieses Jahr einen Riegel vorgeschoben.
Allerdings stärkt man dort nun per Gesetz sogenannte Stablecoins, wohl nicht zuletzt, um damit die amerikanischen Staatsschulden billiger finanzieren zu können. Stablecoin klingt nach Bitcoin, und ausgegeben werden diese Digitalwährungen nicht von einer Zentralbank. Davon sollte man sich jedoch keineswegs täuschen lassen, warnt der Jurist Tobi Maier. Es lauern – verglichen mit Bargeld – dieselben Gefahren wie beim CBDC: Überwachungsmöglichkeiten, Nutzlosigkeit bei Ausfall des Internets oder des Stroms insgesamt, Programmierbarkeit. Eine programmierbare Währung bedeutet, dass von oben festgelegt werden kann, wofür man sein Geld überhaupt ausgeben darf. „Insbesondere die Kombination aus Überwachung und Programmierbarkeit“, so Maier, „stellt vielleicht die existenziellste Bedrohung der menschlichen Freiheit in der ganzen Geschichte dar“.
Die totale Kontrolle als harmlose Dienstleistung verkaufen
Dementsprechend schreitet der Kampf gegen das Bargeld weiter fort. So weit wie in Kirgisistan, wo Geschäften grundsätzlich die Cash-Annahme verboten wird, geht es in Deutschland noch nicht. Aber wenn der Koalitionsvertrag der Merz-Regierung vorsieht, dass Geschäfte zukünftig neben Barem auch „mindestens eine digitale Zahlungsoption“ anbieten müssen, dann fällt das nicht unter Prosa wie „Wir werden […] dafür sorgen, dass die Bahn wieder pünktlich fährt“, sondern soll die Infrastruktur dafür schaffen, dass Barzahlungen künftig stärker beschränkt werden. Man hatte in der Corona-Transformation 2020 ja auch nicht sofort einen Maskenzwang, sondern erst, nachdem genügend Mund-Nasen-Schleier erhältlich waren. Außerdem unterstützt die deutsche Bundesregierung die internationale Better Than Cash Alliance (Staaten, Konzerne, Bill Gates & Co.) bei ihrem globalistischen Projekt der Bargeldbekämpfung.
Vor der Union/SPD-Koalition war es Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), der die digitale Identität als Serviceleistung für die Bürger bei Behördenleistungen und den digitalen Euro pries. Man könnte glatt auf die Idee verfallen, dass der Digitalisierungswahn der FDP bei gleichzeitiger Beerdigung eines ernsthaften Liberalismus dazu diente, freiheitlich Sensibilisierten die totale Kontrolle als harmlose Dienstleistung zu verkaufen. Wie auch immer, ohne die FDP geht es genauso. Angesichts des Charakters dieser globalen Dystopie spielt es nur bedingt eine Rolle, in welchem Land man lebt und noch weniger, welche Parteien gerade regieren.
Wenn der Publizist Michael Klonovsky sagt: „Wir haben ja in Deutschland, wenn wir auf 100 Jahre zurückschauen, einige Staaten erlebt, in denen man nicht unbedingt als ein registriertes Etwas herumlaufen will“, dann hat er zwar recht. Aber jedem Staat und jeder Kraft, die einen und sein Geld auf diese Weise registrieren will, muss man etwas entgegensetzen – in Deutschland und überall anders auf der Welt. So demonstrierten im Oktober in London Tausende gegen die digitale ID. In der Schweiz allerdings hat man die elektronische Identität (E-ID) bei einer Volksabstimmung Ende September durchgesetzt – mit sehr knapper Mehrheit im zweiten Anlauf. 2021 war sie noch plebiszitär gescheitert – es wird so lange abgestimmt, bis das Ergebnis passt. Denn die E-ID soll ja „freiwillig“ sein. Wer’s glaubt, wird nicht selig, sondern schlafwandelnd zum QR-Code.


Ja, ist leider so. Für jeden Schund braucht man mittlerweile ein „Smart“-Phone… ohne mich…
Deshalb führten fast alle G-Gipfel nach Peking, dieses Ziel der Eliten war absehbar. Macron und Meloni kriegen kalte Füße und reden lieber mit Wladimir Putin. Macron das Schlitzohr lässt hauptsächlich D. für Busenfreund Selensky blechen, obwohl alle Nickäffchen in Brüssel den 40 Milliarden Schenkungskredit für die Ukraine beschlossen haben. Zusätzlich werden aus Afghanistan und Namibia noch mehr Menschen nach D. eingeflogen, obwohl unsere wirtschaftlichen Kapazitäten längst aufgebraucht sind. Nur wie immer haben unsere Politnieten die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn China profitiert durch den Handel mit Russland und ist Teil der BRICCS Staaten und wird einen Teufel tun, um dem abgehalfterten Brüsseler Saustall zu seinem Nachteil die Hand zu reichen, der gerade Europa ruiniert. Am Ende werden afrikanische Staaten die Freiheit genießen, die wir mal hatten. Brüssel als Geisel Nehmer Europas kann weg.
Selbsterfüllende Prophezeihung
„ Wer 3 Brötchen mit dem Handy bezahlt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ ( K. Lagergeld,abgewandelt) Aus einer verlorenen Zeit, als ein Handschlag ein Kaufvertrag war und ein Wort noch etwas galt.
Verfallsdatum von Geld und damit Konsumzwang und keine Möglichkeit mehr, zu sparen und damit unabhängiger und wohlhabender zu werden, ist auch ein spannendes Thema.Jede Form von Freiheit, Individualismus und Selbstbestimmung sind dann dahin.
@Horst Jungsbluth, Sie fragen, „Wäre es nicht umgekehrt viel interessanter und auch viel aufschlussreicher, wenn wir vom “dummen Volk„ unsere “ewig Unverantwortlichen„ so überwachen könnten?“
Darauf antworte ich spontan: JA, UNBEDINGT.
Leider werden wir als dummes Volk niemals die Gelegenheit dazu bekommen.
Deshalb ist es für mich als gläubige Christin ein herrlicher Trost zu wissen, dass der Gott der Bibel ALLES über die „ewig Unverantwortlichen“ – die Bibel nennt sie Übeltäter – weiß.
Stehen die Übeltäter im „Buch des Lebens“ (Offb. 20, 12 f)?
Wohl nicht; es sei denn, sie tun zu Lebzeiten Buße, d.h. sie kehren um von ihren bösen Wegen.
Also müssen sie in den Staub geschrieben sein (Jeremia 17,12 f. | Psalm 69,29), mithin für die ewige Hölle bestimmt.
NIEMAND kann sagen, er habe nichts davon gewusst.
Die Bibel (AT und NT) ist seit ca. 1.700 Jahren in Umlauf; das AT seit 3.000 Jahren. Und zumindest in der westlichen Welt hat JEDER Mensch von der Bibel gehört und im Laufe seines Lebens vielleicht sogar ein paar Puzzleteilchen aufgeschnappt.
JEDER hätte in der Bibel forschen können, alles nüchtern und wachsam prüfen, wie Gott es vorgesehen hat.
Und noch etwas: Die Knie der „ewig Unverantwortlichen“ (•sowie auch die der ganz gewöhnlichen Spötter•) werden sich vor dem Christus beugen: Jesaja 45,23 | Römer 14,11 | Phil. 2, 10-11.
„Unerfreulich“ für diese ist, dass sie, die zu jener Zeit (= zu spät!) vor Christus auf den Knien liegen, nicht mehr vor der Hölle gerettet werden können; das Urteil Jesu wird sofort vollstreckt:
Offb. 20, 15: ►Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.◄
Deshalb bete ich für alle Spötter, die ich kenne – die achgutlichen und die mir persönlich bekannten -, dass sie noch rechtzeitig wach werden (nicht woke!).
Frohe Weihnachten allerseits: Der Erlöser ist schon da !!!
Ich halte das größenwahnsinnige und totalitäre EU-Beamtenregime für gefährlicher als den Big Brother in der VR China. Ich möchte mal durch eine seriöse Untersuchung erfahren, wie das chinesische Sozialkreditpunktesystem genau funktioniert. ++ Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem parasitären, halb feudalen EU-Beamtenregime und dem politischen System in China: Die Unfähigkeit und Dysfunktionalität der Beamten-EU bei der Lösung lebenswichtiger Probleme. Die Beamten-EU ist die denkbar schlechteste Kombination: Sowohl totalitär und größenwahnsinnig, als auch unfähig und parasitär. ++ Um es mal anschaulich zu machen. Heutige welt.de: Frau wird bei Notaufnahme abgewiesen – Begleiter prügelt Arzt auf die Intensivstation. In China würde der Typ im Arbeitslager landen. Aber vorher würden ihn die Sicherheitskräfte so durch die Mangel drehen, dass es keiner mehr nachmacht. In China sind solche Typen schon gar nicht im Land. ++ In China werden Minderleister, Schmarotzer, Faulenzer, Asoziale, Kriminelle nicht durch staatliche Institutionen gepampert, oder sind ein integraler Teil des Staatsapparates. Im Vergleich mit der Beamten-EU ist China eine Leistungsgesellschaft. Weitere Beispiele: China hat ein modernes Eisenbahnsystem, in dem die Züge auf die Sekunde genau pünktlich sind. In China ist nicht jede zweite Brücke marode (in DE sind allein 4000 Autobahnbrücken marode). In China gibt es keine idiotische Energiewende, die Energieversorgung ist sichergestellt, die KKWs sind eine wichtige Säule der Stromversorgung. ++ China ist sicherlich kein bürgerlicher kapitalistischer Rechtsstaat im Sinne der Aufklärung. Aber es funktioniert einigermaßen gut, es ist fähig ein halbwegs vernünftiges Überleben der Gesellschaft sicherzustellen. Die Ära des aufgeklärten bürgerlichen Rechtsstaates ist ohnehin (scheinbar) abgelaufen – die Menschen im „Westen“ wollen das sowieso nicht.