Wegen steigender Kosten, insbesondere für Energie, will Dresdens Oberbürgermeister den Nahverkehr ausdünnen.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat davor gewarnt, dass die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) Insolvenz anmelden müssen, sollte das Nahverkehrsangebot nicht heruntergefahren werden, meldet der MDR. Grund sind drastisch gestiegene Kosten. Wegen verminderter Zuschüsse von Bund und Land entsteht für die DVB eine Finanzierungslücke von 18 Millionen Euro. Ohne die Einsparungen durch Verminderung des Verkehrsangebotes müsste die Stadt monatlich 800.000 Euro zuschießen, die sie nicht habe und die an anderer Stelle eingespart werden müsste.
Vorgesehen ist, diverse Linien einzustellen: Zwei Fähren, die Bergbahnen im Winter und zwei Buslinien. Besonders in den Randgebieten soll der Takt der Busse reduziert werden. Auch ist eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl um 150 vorgesehen. Sollten diese Reduzierungen, die ab dem 1. April gelten würden, nicht umgesetzt werden, stehe die gesamte Existenz der DVB auf dem Spiel.
Auch ein Sprecher der DVB, Falk Lösch betonte die Dringlichkeit der Einsparungen: „Wenn das jetzt ewig ausgesessen wird oder vertagt wird, fahren wir das Angebot wie bisher, aber das Geld ist dafür nicht da“. Die Kosten für Energie, Baumaßnahmen und Tarifabschlüsse stiegen immer stärker. Das Fahrgastaufkommen steige zwar auch, aber wegen des Deutschlandtickets sinke der Erlös aus Fahrkartenverkäufen.
